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Viele Algen - jetzt auch wenige blaue Schmieralgen

Algenbestimmung und allgemeine Diskussionen zu Algen im Aquarium.

Beitragvon hoermy » 05 Feb 2009 22:55

Hallo liebe Gemeinde,

bin seit heute neu hier im Froum angemeldet. Erstmal muss ich sagen ein echt super cooles Froum. Hab hier schon viele Beiträge gelesen die mich auch ein Stück weitergebracht haben.

Ich habe seit ca. 3 Monaten ein 160l Pflanzenbecken! So und jetzt zu meinen Problem!

Wie gesagt, mein Becken ist jetzt 3 Monate in Betrieb! Ich dünge nach dem Dennerle Düngesystem und gebe täglich Daily A1 NPK dazu. Desweiteren füge ich täglich den Macro Basic Nitrat und Phosphat (erst seit einer Woche) Dünger zu. Ich habe schon von Anfang an viele Fadenalgen und jetzt auch, zu allem Übel, blaue Schmieralgen, die sich langsam ausbreiten. :(

Ich mache einen wöchentlichen Wasserwechsel von 50 Liter. Dazu werden 30 Liter aufgehärtetes Wasser und 20 Liter Leitungswasser genutzt. Nun zu meinen Wasserwerten meines Wasserwerkes:


Gesamthärte 21,2 °dH
Calcium 91 mg/l
Magnesium mg/l 36 mg/l
Natrium 25 mg/l
Kalium 3,1 mg/l
Eisen 0,01 mg/l
Mangan < BG mg/l
Ammonium mg/l < BG
Nitrat 26 mg/l
Nitrit < BG mg/l
Sulfat 77 mg/l
Chlorid 51 mg/l
Phosphat 0,6 mg/l
Fluorid < BG mg/l
pH-Wert 7,4
Leitfähigkeit mS/m 69,1 250

Mein Osmosewasser härte ich mit Tropic Marin Pro-Discus Mineral nach Vorgabe auf!

Jetzt zu meinen heute gemessenen Wasserwerten:

NO3 10 mg/l
NO2 0 mg/l
GH >7 - >14
KH 6
PH 7,2
PO4 nicht nachweisbar
FE 0,1 mg/l - 0,25 mg/l

CO2 laut Dennerle Dauertest 20 - 40 mg/l
Das Licht liegt bei 0,625 Watt / l

Meine Lampen sind jetzt mittlerweile 2,5 Jahre im Becken! Hättet ihr hier evtl. eine Angabe welche neuen Lampen ich einsetzen könnte? Hab momentan neue Lampen (noch nicht eingebaut) von Phillips Typ: TL-D 30W/33-640

Ich hoffe das meine Ausführungen ausreichend sind und Ihr mir irgendwie weiterhelfen könnt. Bin nämlich langsam mit meinen Latein am Ende! :roll:

Ich freue mich auf eure Anworten! :D

Liebe Grüße
Jens
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Beitragvon Roger » 05 Feb 2009 23:11

Hallo Jens,

herzlich willkommen im Flowgrow!

Bei einer KH von 6 und einem Ph von 7,2 ergibt sich rechnerisch ein CO2 Gehalt von 10mg/l. Das wäre zu wenig! Allerdings sagt Dein Dauertest das alles gut ist. Irgendwo gibt es da einen Messfehler den Du finden solltest!
Deine Wasserwerte sehen so weit ganz gut aus. Lediglich PO4 solltest Du in einen nachweisbaren Bereich von ~0,5mg/l bringen!

Wie lange Beleuchtest Du das Becken?
Wie ist die Filterung gestaltet?

Hab momentan neue Lampen (noch nicht eingebaut) von Phillips Typ: TL-D 30W/33-640

Diese 640er kannst Du zwar verwenden, aber das ist die ganz alte Generation von LL. Aquaristisch gut geeignet sind die sogenannten Drei-Banden-Röhren mit der Bezeichnung 840, 865 usw. Ein paar gute Informationen zur Beleuchtung findest Du über die Forensuche hier und bei http://www.hereinspaziert.de
Gruß
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Beitragvon hoermy » 05 Feb 2009 23:25

Hallo Roger,

danke für deine sehr schnelle Antwort. :-). Ich vermute jetzt mal, dass der Messfehler evtl. an meinem Stäbchentest auftritt. Der schein nicht sehr genau zu sein, bzw. wäre das der Faktor den ich vermuten würde!

Vom Macro Basic Phosphat dünge ich momentan 3 ml. Ist das evtl. zu wenig? :roll:

Die Beleuchtungsdauer beträgt momentan 9 Stunden am Tag mit 4 Stunden Mittagspause? Die Pause hab ich eingerichtet wg. den Algen!

Ich hab einen Aussenfilter von Eheim(Professional II). Filtermaterial sind Eheim Tonkugeln und eine Grobfiltermatte. Die biologische Filterung geschieht über EHEIM substrat pro. Als Abschluss des ganzen Filterwatte.

Vielen Dank für den Link. Ich werde mir den mal zu gemüte führen!
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Beitragvon Roger » 05 Feb 2009 23:44

Hi Jens,

Vom Macro Basic Phosphat dünge ich momentan 3 ml. Ist das evtl. zu wenig?

ich würde PO4 per Stoßdüngung auf 0,5mg/l bringen und die tägliche Dosierung anpassen um den Wert zu halten. 3ml sind ein guter Startwert, kann aber evtl. auch mehr notwendig sein.

Ich vermute jetzt mal, dass der Messfehler evtl. an meinem Stäbchentest auftritt. Der schein nicht sehr genau zu sein, bzw. wäre das der Faktor den ich vermuten würde!

Die Stäbchentests sind sehr ungenau und eigentlich kaum zu gebrauchen. :roll: Wenn die Testlösung im Dauertest noch nicht so alt ist, würde ich dem vertrauen.

Ich hab einen Aussenfilter von Eheim(Professional II). Filtermaterial sind Eheim Tonkugeln und eine Grobfiltermatte. Die biologische Filterung geschieht über EHEIM substrat pro. Als Abschluss des ganzen Filterwatte.

Nimm das SubstratPro ersatzlos aus dem Filter. Diese porösen Filtermaterialien sind sehr gut geeignet wichtige Nährstoffe zu binden, bzw. auszufällen. Im Pflanzenbecken unerwünschte Eigenschaften. :wink:
Gruß
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Beitragvon hoermy » 05 Feb 2009 23:59

Hallo Roger,

ich werde dann morgen gleich mal eine Stoßdüngung vornehmen, mal schauen was sich ändert.. :-)

Stäbchentest hat sich dann wohl eher erledigt. Werde mich mal nach einer anderen Lösung bzw. einen besseren Test umschauen um mal genaue Messergebnisse zu bekommen! Die Testlösung im Dauertest hab ich heute mal erneuert um auszuschliessen dass der Test ungenau ist... ;-)

Habe mich schon einmal mit dem Thema Geringfilter auseinandergestzt. Werde mich wohl mal an die Sachen rantrauen und das Substrat pro ersatzlos entfernen.

Hätte noch eine Frage. Was kann es denn sein das meine Amazonas gelbe Plattspitzen hat? Liegt hier ein Kaliummangel vor?

Sollte ich evtl. meine Dennerle-Dünger verdünnen und täglich düngen?

Gruß Jens
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Beitragvon hoermy » 06 Feb 2009 00:01

Hallo Roger,

kurze Frage noch. Wären das dann 15 ml des Macro Basic Phosphat bei 150l Wasser?

Gruß Jens
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Beitragvon Roger » 06 Feb 2009 00:08

Genau so ist es!!
Gruß
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Beitragvon hoermy » 15 Feb 2009 15:33

Hallo Leute,

wollte mal ein aktuelles Update zu meinem Algenproblem geben!
Es sieht momentan nicht so gut aus.. :(

Hab seit letzter Woche auf der Wasseroberfläche eine grüne Kammhaut. Meine Schmieralgen vermehren sich unaufhaltsam. Mein Wasser richt vermodert! Ich weiß solangsam nicht mehr was ich noch machen soll! :cry:

Die Fadenalgen gehen auch nicht wirklich zurück und an meine Farn treten jetzt noch braune Stellen an den Blättern auf und diese beginnen abzusterben.

Wäre schön, wenn ihr noch irgendwelche Vorschläge hättet! :D

Gruß Jens
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Beitragvon Hardy » 15 Feb 2009 17:05

Hallo Jens
Fütter mal die Suche mit "Blaualgen" & "Cyano". Denen kommst Du mit Veränderung der Pflazendüngung nicht bei. Mit dem was die Suche ausspuckt, hast Du für den Rest des WEs abder geug Lesestoff.
... mit herzlichen Grüßen aus München & ggf. allfälligen "seasonal greetings" :D, der Hardy
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Beitragvon hoermy » 15 Feb 2009 17:11

Hallöchen,

habe die Suche schon gefüttert... :D Ich denke ich werde mich den Rest des WE nochmal mit den Threads auseinandersetzten und mal die Suchhilfen von dir ausprobieren! Irgendwie werde ich das hoffentlich in den Griff bekommen... :)

Gurß Jens
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Beitragvon hoermy » 03 Mär 2009 21:41

Hey Leute,

muss mich nochmal zu Wort melden. Meine Blaualgen vermehren sich unaufhaltsam. :( Jetzt hab ich gelesen, dass Blaualgen auch häufig auftreten, wenn man das Filtermaterial erneuert. Mein Problem ist jetzt, dass ich einen Teil meines Filtermaterials ersatzlos herausgenommen habe.

Kann es nun daran liege, dass sich die Blaualgen so stark vermehren?

Soll ich eine Dunkelkur machen? Wird mir leider nix anderen übrig bleiben! :(

Nur was kann die Ursachen für meine Blaualgen sein?

Wäre nett, wenn mir jemand helfen könnte, oder noch ne Idee hat
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Beitragvon nik » 03 Mär 2009 21:51

Hi Jens,

Cyanobakterien sind Bakterien und so müssen sie auch behandelt werden! Das Wort Blaualgen nutze ich gar nicht mehr.

Kippe tüchtig Mulm aus einem anderen, gut laufenden Becken hinein und dünge normal. Evtl. in Verbindung mit einer Dunkelkur. Konsequentes Absammeln hilft auch. Das steht hier schon alles. Viel wirst du im Thread ">>> Club der Grünwasseraquarianer <<<" finden.

Gruß, Nik
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Beitragvon hoermy » 03 Mär 2009 22:10

Danke für die schnelle Antwort. Also liegt es wohl an einem Bakterienmangel gegen die Cyanobakterie! Kann es unter umständen auch helfen, wenn ich filterbakterien in den Filter einbringe?

Gruß Jens
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Beitragvon eumel6 » 03 Mär 2009 23:13

Hallo,

Cyanobakterien sind Bakterien und so müssen sie auch behandelt werden! Das Wort Blaualgen nutze ich gar nicht mehr.

Dein Bier bezüglich des Wortes. Ich benutze das Wort Blaualgen.
Blaualgen, Pflanzen und Algen ernähren sich über die Photosythese. Nach der Endosymbiosetheorie bilden Blaualgen die Chloroplasten. Es gibt Algen, die sich dank Blaualgen ernähren.
Zumindest das Ausrufezeichen wirst du in Zukunft vergessen können.

Kippe tüchtig Mulm aus einem anderen, gut laufenden Becken hinein und dünge normal. Evtl. in Verbindung mit einer Dunkelkur. Konsequentes Absammeln hilft auch. Das steht hier schon alles. Viel wirst du im Thread ">>> Club der Grünwasseraquarianer <<<" finden.

Den angesprochenen Thread würde ich besser nicht erwähnen und in der Versenkung verschwinden lassen. Er entspricht nicht den technischen Möglichkeiten - Stichwort - welche Algen waren es denn nun.
Auch die Emofehlungen zu Blaualgen sind diffus. Grundsatz ist, dass möglichst viele Algen entfernt werden und dann an den Parametern gedreht wird. Bei Blaualgen ist die effektivste Methode zur Entfernung bei starkem Befall die Dunkelkur mit ordentlichem Wasserwechsel.

gruß jo
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Beitragvon nik » 04 Mär 2009 11:31

Hi Jo,

eumel6 hat geschrieben:Hallo,

Cyanobakterien sind Bakterien und so müssen sie auch behandelt werden! Das Wort Blaualgen nutze ich gar nicht mehr.

Dein Bier bezüglich des Wortes. Ich benutze das Wort Blaualgen.
Blaualgen, Pflanzen und Algen ernähren sich über die Photosythese. Nach der Endosymbiosetheorie bilden Blaualgen die Chloroplasten. Es gibt Algen, die sich dank Blaualgen ernähren.
Zumindest das Ausrufezeichen wirst du in Zukunft vergessen können.

man, auch ich, ist geneigt alles was photosynthetisiert unter Pflanzen/Algen einzuordnen.
Erdgeschichtlich ist die Photosynthese aber eine Erfindung der Bakterien - eben jener Cyanobakterien. Algen, geschweige höhere Pflanzen hatte es zu der Zeit noch nicht! Und da ist mir wurscht ob die gerade mal wieder näher bei den Pflanzen oder bei den Bakterien eingeordnet werden, denn das hat sich schon oft genug geändert. Das lässt den Bereich der Symbiose außen vor. Es gibt auch einzellige Pantoffeltierchen, die in Symbiose mit Algen leben. Wer will, mag die Pantoffelalgen nennen. ;) Betrachte das nicht als Kritik, es ist nur ein Spässje.
Eine sehr große Gruppe aquaristisch relevanter Cyanobakterien benimmt sich einfach wie (zur Photosynthese fähige) Bakterien und denen kommt man eben nicht mit "Parameter drehen" bei! Die Basis für deren Existenz würde ich neben Licht ganz simpel mit fehlendem Konkurrenzdruck durch andere Mikroorganismen beschreiben. Das ist eine Verallgemeinerung, die aber schon einer Regel würdig wäre. Ich hatte noch keine Ausnahme. Das simple Absammeln/Vermindern von Cyanobakterien z.B. schafft Freiräume für andere, erwünschte Mikroflora, die sich dann besser verbreiten kann. Irgendwann gibt es dann einen Punkt, dann können die Cyanobakterien nicht mehr. Eine Dunkelkur würde ich also nicht ohne eine die Mikroflora ergänzende Maßnahme vornehmen. Das erhöht die langfristigen Erfolgsaussichten ungemein. Meine CB bin ich übrigens immer ohne Dunkelkur los geworden.
Und wenn du mal einen Teppich Cyanobakterien gesehen hast, der durch zugegebenen, aufliegenden Mulm in kurzer Zeit anfing sich an den Rändern hochzukräuseln um dann kaputt zu gehen, dann ist mir das eindeutig. Genauso eindeutig, wie ich durch Änderung der Nährstoffsituation bestenfalls die CB fördern konnte, aber nie vermindern!

Der nach der Dunkelkur notwendige große Wasserwechsel bedarf noch der Erläuterung und spart mir den Quote des nächsten Absatzes. Die Cyanobakterien binden große Mengen an Stickstoff, der - wenn sie durch die Dunkelkur oder sonst was kaputt gehen - wieder frei wird. Es macht dann schon Sinn das Nitrat zu entfernen und das Becken nährstoffmäßig wieder sauber, d.h. grundgedüngt aufzusetzen.

Gruß, Nik
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