Lebensdauer HCC submers

Kalle

Active Member
Hallo zusammen,

ich halte seit über einem Jahr HCC submers, ohne es durch neue Pflanzen zu ersetzen. Am Anfang wuchs es perfekt, inzwischen habe ich den Eindruck, dass es immer schwierger wird, das Kraut zum Wachsen anzuregen.

Aus dem, was ich über den Fundort gehört habe, vermute ich, dass diese Pflanze zwischendurch eine emerse Phase braucht, um auf Dauer zu gedeihen.

Meine Frage: Wie sind eure Erfahrungen, wie lange hält euer HCC submers, was geht maximal?

VG Kalle
 
Re: Lebensdauer HCC suberms

Hallo Kalle,

habe ähnliche Erfahrungen gemacht wie du......
nach gut nem Jahr habe ich das hcc aus dem Becken entfernt....weil es den Wuchs eingestellt hat.
Außerdem fingen einige Bereiche an, sich vom Grund zu lösen.

Habe es jetzt durch Eleocharis sp. 'Mini' ersetzt.... :grow:
 

Heiko Muth (Sumpfheini)

Aquasabi Mitarbeiter
Teammitglied
Re: Lebensdauer HCC suberms

Hi,
mal angenommen:
man hat 2 Becken. Das eine steht schon länger, und das HCC wuchs anfangs gut, aber will nicht mehr so richtig, wie bei Kalle und Stephan.
Das andere steht noch nicht so lange, und das HCC wächst bestens.
Man setzt was von dem kümmernden HCC rüber ins neuere Becken, und aus diesem was vom gut wachsenden HCC ins alte. Bzw. man setzt emers gewachsenes HCC ins alte Becken.
Falls dann das aus dem alten Kubaperlkrautbestand im neueren Becken gut wachsen würde - und umgekehrt - bzw. das emers entwickelte im alten Becken auch nicht gut wachsen würde, hätte man zumindest Klarheit, dass es nicht an fehlender emerser Phase liegt. (Olaf-Peters Erfahrung spricht ja auch für das letztere.)

Gruß
Heiko
 

Kalle

Active Member
Hallo Heiko,

wäre das Experiment auch einfacher angelegt aussagekräftig?

Ich setzte in das Becken, in dem das alte HCC nicht mehr richtig will, neues hinzu und schaue, ob sich das anders entwickelt als das alte (mache ich übrigens gerade).

Bei besserem Wachstum des neuen HCC könnte es natürlich auch an anderem Pflanzenmaterial liegen, aber es wäre doch mal ein Anhaltspunkt.

VG Kalle
 

Heiko Muth (Sumpfheini)

Aquasabi Mitarbeiter
Teammitglied
Hallo Kalle,
ja, denke ich auch.

Btw., mir kommt's so vor, als wenn Hemianthus callitrichoides submers auf die Dauer besser als "Quasi-Aufsitzer" in Oberflächennähe wächst (wie z.B. in den Scapes von Jan und Annika) als wenn es in den Boden gepflanzt wird.

Gruß
Heiko
 

Kalle

Active Member
Hallo Heiko,

ich habe einen kleinen Teil, wo es überwiegend emers wächst (s. Bild), nur die ersten Tage nach dem WW submers. Das wächst bei gleicher Nährstoffsituation (außer CO2 und Licht) prima im Vergleich zur submersen Situation.


Oberflächennah, auf Wurzeln habe ich aber die gleichen Probleme wie am Boden. Aber das Kraut ist ja auch ein bischen zickig. Wer weiß, was bei mir quer liegt (obwohl ich alles möglich ausprobiert habe).

Das HCC in den wunderbaren Scapes von Knispel und Annika sieht prima aus. Gerade bei Rocks von Jan Knispel meine ich an den langen Trauben und kleinen Blättern zu erkennen, dass es auch länger submers gewachsen ist.

VG Kalle
 

Hydrophil

Member
Hallo,

zur Lebensdauer von HCC kann ich mangels längerer Erfahrung nichts sagen, aber im letzten Aquaristik Fachmagazin gibt es einen Artikel über Allelopathie. Es geht grob gesagt darum, dass manche/viele Pflanzen Stoffe ans Wasser abgeben, die andere Arten (aber auch teilweise andere Pflanzen der eigenen Art) im Wachstum behindern, sie schwächen oder sogar absterben lassen. Das dient dazu, sich die vorhandenen Ressourcen (Licht, Nährstoffe, Platz) zu reservieren. Ein bekanntes Beispiel dafür ist der Walnußbaum, der auf diese Weise die Keimung anderer Pflanzen unter/im näheren Umkreis um die Krone verhindert.
Obwohl ich die Argumentation und geschilderten Versuchsaufbauten im Artikel nicht vollständig schlüssig finde, könnte ich mir vorstellen, dass solche Effekte in manchen (vor allem Altwasseraquarien) zumindest zum Teil für autretende Probleme mitverantwortlich sein könnten. Inwieweit die hier ja meist regelmäßig durchgeführten großen Wasserwechsel dieses Problem abmildern oder entfernen, kann ich nicht sagen. Hängt vermutlich auch von der "Aktivität" der vorhandenen Pflanzen bei der Abgabe dieser Stoffe ab.

Viele Grüße,
Christoph
 

Kalle

Active Member
Hallo zusammen,

wollte mal von meinem kleinen "Experiment" á la Heiko berichten.

Ich habe die vereinfachte Form des von dir vorgeschlagenen Experiments durchgeführt. Ergebnis: Meine neuen, zwischen die alten Pflanzen eingesetzten HCC habe sich verändert und sich deutlich der Wuchsfrom angenähert, die die im Becken seit langem wachsenden HCC haben. Das spricht also zunächst dafür, dass es nicht an zu langer submerser Kultivierung von HCC liegt, sondern an anderen Faktoren (vermutlich Düngung/ Licht/ Soil).

Allerdings könnten die neuen Pflanzen auch deswegen schlecht wachsen, weil die alten Pflanzen allelopathische Effekte auf die neuen benachbarten Pflanzen haben, wie Christoph das ins Spiel brachte.

Ich könnte mir durchaus vorstellen, dass sich bei meinen älteren Kulturen Stoffwechselprodukte im Mulm / Soil anlagern, die für bestimmte (z.B. kompakte oder auch schlechte) Wuchsformen mit verantwortlich sind.

Dagegen spricht allerdings, dass ich einige neue HCC Pflanzen an Stellen mit neuem Soil und ohne Nachbarschaft zu alten HCC gepflanzt habe. Hier beobachte ich im Prinzip die gleiche Wuchveränderung.

Aber dennoch sind allelopathische Effekte interessant: Möglicherweise sind gelegentlichen "Resets" ja auch deswegen oft positiv, weil sie ungünstige allelopathische Effekte verringern.

VG Kalle
 

Kalle

Active Member
Hallo zusammen,

durch einen kleinen Unfall habe ich wohl herausbekommen, warum mein HCC geschwächelt hat:

Ich bin wohl versehentlich an die Feinregelung von meinem CO2 Ventil gekommen und hatte einige Zeit über 40mg - 50 mg /l CO2 im Wasser (vorher rund 25mg/l) :shock: . Die Fische habens glücklicherweise alle überlebt, zeigten aber ordentlich Schnappatmung.

Aber schau da: Mein HCC legte aber plötzlich rasant los mit schönen grünen Blättern und breitete sich aus :grow: - endlich, nachdem ich so ziemlich alles probiert hatte (Dünger, Licht, Soil).

Kann es sein, dass HCC submers auf Dauer eine sehr hohe CO2 Versorgung braucht (> 30 mg/l)? Oder ist das spezifisch für mein Becken?

Mich würde mal interessieren, ob andere ähnliche Erfahrungen gemacht haben.

VG Kalle
 

Bene

New Member
Hey,

hatte mal ein ähnliches Problem mit HCC ... naja es hat einfach nur länger gedauert bis es nichtmehr wachsen wollte. Bei mir hat es wunder gewirkt den HCC teppich einfach mal mit einer Mulmglocke zu säubern.
Habe allerdings auch CO2 und Nitrat Düngung erhöht. Da ich schon häufiger tgelesen habe, dass HCC Makros liebt ;)

Gruß Bene
 
Hallo Kalle, ich hatte ein 10 l Nano Aquarium mit HCC nach ca. 6 Monaten hatte ich die gleichen Probleme. Ich bin davon ausgegangen das sich der Nährboden verbraucht hat, weil ich am Anfang den Nährboden für Nano Aquarien genommen hatte unterm Kies. Ich wollte den Bodengrund wieder düngen, doch hatte ich keine Lust mehr das 10 l Becken zu betreiben und habe es abgebaut. Am Anfang wuchs es auch üppig und satt grün. Ich will nicht bestreiten das es nur mit Bodengrund Düngung geht. Es wird zwar viel darauf verzichtet, es kann aber niemals zum Nachteil sein, wenn der Bodengrund gedüngt ist und nachdem er auslaugt wieder gedüngt wird. Wenn es nicht klappen sollte, versuch doch mal den Bodengrund zu Düngen. In den meisten Fällen, nach 6 Monaten nach der Einrichtung laugt der Bodengrund aus und die Pflanzen kümmern, Was sich nicht durch die Düngung über die Wassersäule beheben lässt. Ich bin mir aber auch sicher, das der eine oder andere es auch ohne hinbekommt, die entscheidende Sache ist, wie er über das Wasser Düngt. Das will ich erst gar nicht bestreiten.

MfG
Emrah
 

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