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Postby Biotoecus » 22 Oct 2018 17:31
Moinsen in die illustre Runde. :smile:

HelterSkelter wrote:
Als erstes: Holz als solches ist niemals Wasserfest!!! Niemals!

Aber nun zu deinem Projekt. Das einzige was für deine Zwecke Sinn macht ist eine Siebdruckplatte. Das ist Birke Multiplex welches mit Phenolharz beschichtet ist. Diese Beschichtung auf der Fläche ist "Wasserfest". Das Holz als solches nicht. Hier heist es die Kanten zu schützen. Diese solltest du lackieren. Klarlack oder Bundlack, völlig egal. Eine Platte mit 22mm ist völlig ausreichend und kann auch einige Zentimeter überstehen. Bekommst du in jedem Baumarkt und ist günstig. Wird in seltenen Fällen auch noch als Schalungsplatte geführt.

Grüße


Na gut, ich melde mich als Maler- und Lackierermeister zu Wort. :D

Die BFS Merkblätter des Bundesausschusses für Farbe und Sachwertschutz stellen den Stand der Technik dar.
Und da heisst es das Holzwerkstoffe im Aussenbereich nicht tauglich sind für Beschichtungen jedweder Art.

Wir sind hier zwar nicht im Aussenbereich aber die Belastung durch Wasser an den Stirnseiten von Holzwerkstoffen ist immer ein Thema.
Selbst im Innenbereich habe ich schon Buche-Multiplex als Treppenbelag gesehen der bei normalen Wischzyklen aufquoll. :shock:

Ich halte die Siebdruckplatten als sehr geeignet wenn man denn auch die geschnittenen Kanten ordentlich versiegelt. Nur da sollte man bei den modernen wasserbasierten Klarlacken schon so 4-5 mal drübergehen um überhaupt ausreichend Schichtstärke aufzubauen.
Ebenso bei den Siebdruckplatten aus Birke.
Die Dinger sind zwar nett sollten aber allseitig geschützt sein.
Ich habe schon genug Birke-Multiplex weg gammeln gesehen.

Allerdings wird es hier etwas ungenau, da wir ja nicht für die Ewigkeit bauen wollen sondern für eine AQ Unterlage, die für meinswegen 8-10 Jahre ihren Dienst tut.
Und da ist die vorbeschichtete Siebdruckplatte in 10-15mm Stärke mein Favorit.


Beste Grüße
Martin
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Postby HelterSkelter » 22 Oct 2018 20:51
@Kipper Beatles :wink:
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Postby moskal » 24 Oct 2018 17:40
Hallo Martin,

Die BFS Merkblätter des Bundesausschusses für Farbe und Sachwertschutz stellen den Stand der Technik dar.
Und da heisst es das Holzwerkstoffe im Aussenbereich nicht tauglich sind für Beschichtungen jedweder Art.

Das erstaunt mich. Aber gut, aus der Perspektive verschiedener Gewerke werden gleich Umstände öfter unterschiedlich bewertet und das sorgt dann für Verwunderung. Für mich gehöhren z.B. HPL Fasadenplatten zu den Holzwerkstoffen und für diese gibt es Beschichtungen wie Grafittyschutz oder Kantenimprägnierung. Oder noch krasser: z.B. Haustüren deren Decklage aus Haustürsperrholz ist. Diese wird lackiert und ist nachher der Witterung ausgesetzt. Wird das Haustürsperrholz dann aus deiner Perspektive nicht als Holzwerkstoff sondern als teil eines Bauteils gesehen das in seiner Ganzheit geschützt wird und dann anders bewertet? Ihr streicht ja auch bei renovierungen Haustüren und praktisch jede Holztüre modernerer Bauart ist kaum aus Vollholz aber vor allem aus Metall und verschiedenen Holzwerkstoffen.

Selbst im Innenbereich habe ich schon Buche-Multiplex als Treppenbelag gesehen der bei normalen Wischzyklen aufquoll. :shock:

Was nebelfeucht wischen betrifft habe ich schon die coolsten Sachen gesehen.
Aber Multiplex an sich und ganz besonders Buche Multiplex sind als Bodenbelag schlecht- und als Tritte völlig ungeeignet. Die Verleimung wirkt als Dampfbremse und die Furnierlagen sind zu dünn um einen ausreichenden Feuchtausgleich nach Wasserkontakt zu schaffen. In der Folge fault es und die beste Wasserfeste Verleimung bringt nichts, wenn das Holz drumrum weggämmelt. Auf diese Weise kann man sogar Hölzer die für Verbaung mit Erdkontakt zugelassen sind in die Knie zwingen. Anders ist es bei KVH, Brettschichtholz, Fensteholz oder Dreischichtplatten. Da sind die Materialstärken zwischen den Verleimungen ausreichend dimensioniert um einen ordentlichen Feuchtehaushalt zu gewährleisten.Deshalb haben diese Werkstoffe auch eine Zulassung für am Bau tragende Bauteile und normales Sperrholz zu dem auch Multiplex und Siebdruckplatten gehöhren nicht.
Brauchen wir aber hier alles nicht, egal welcher Holzwerkstoff gegen feuchte geschützt tut es und bei der Siebdruckplatte spart man sich die Flächenbeschichtung.

Gruß, helmut
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Postby Biotoecus » 24 Oct 2018 18:04
Hallo Helmut,

die Problematik ist eine andere.
Ich werde nicht angerufen wenn mit dem Holzwerkstoff alles OK ist.
Da bräuchten die Leute mich ja nicht.
Es geht immer wieder um abplatzende Beschichtungen im Stirnholzbereich.
Man hat dann irgendwann mal erkannt, dass es nicht möglich ist zu erkennen was da für Holzwerkstoffe verbaut wurden.
Sei es die Verleimung oder die Schichtstärke einzelner Lagen.
Gut, man könnte nun die Türen, Fenster, Dachüberstände, Verkleidungen.... was auch immer..... aufschneiden und die Einzelteile analysieren lasen.
Praktisch für uns nicht händelbar.
Und eine reine Sichtanalyse ist da schon verkehrt.

Das ist schon tricky weil es ja auch um Gewährleistungen geht.

Beste Grüße
Martin
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Postby moskal » 24 Oct 2018 18:25
Ah, okay, alles klar. Was du umschreibst betrifft das Symptom eines Schadens woanders, mangelhafter konstruktiver Holzschutz, undichtes Dach... Da wäre es ja sogar fahrlässig einfach nur Farbe drüberzupinseln. Und du als Meister wärst mit einem Fuß im Knast.

Am Rande: Bei Zimmerern die keinen Meistertitel führen aber selbstständig sein wollen ist das Hintertürchen zum Gewerbe anmelden ausgerechnet Holz und Bautenschutz. Ich halte das für mehr als gefährlich.

Gruß, helmut
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Postby Biotoecus » 24 Oct 2018 18:36
Hallo Helmut,

die "modernen" "Bautenschützer" ohne Meisterbrief haben uns längst überrannt.
Ich sehe keinen Sinn darin mich mit dem Gesox abzugeben und habe mich und meinen Betrieb so eingenischt, dass ich mit dem Klientel nichts mehr zu tun habe.
Mögen sich andere Ungelernte daran versuchen.

Beste Grüße
Martin
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Postby Kipper » 01 Nov 2018 11:21
Hallo zusammen,

praktisch wäre das Projekt Unterschrank beendet. Ich habe mir im Baumarkt 21mm Multiplex (Siebdruck hatte eine geriffelte Oberfläche, da hatte ich Sorge wegen ungleicher Auflage) gekauft und diese rundum schwarz lackiert. Leimholz habe ich nur für die außenliegenden Türen verwendet, die kann ich ja austauschen, wenn die nicht gut performen.

Jetzt aber das Problem:
Unterschrank ist gerade (Wasserwaage), Multiplex liegt flächtig auf, aber das garstige Juwelbecken mit Sicherheitsrahmen nicht! So wie es aus schaut liegt es in der Mitte auf, links und recht ist etwa 1mm Platz zwischen Becken und Platte. Das Becken ist aktuell leer. Gebe ich etwas Gewicht auf das Becken, verschwindet der Spalt. Was bedeutet das nun?
Platte verzogen?
Becken mit krummen Rahmen gekauft?
Oder muss das gar so?
Moosgummi drunter ist ja leider nicht, da der Sicherheitsrahmen da ist....

Viele Grüße,
Ina
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Postby Kipper » 01 Nov 2018 17:43
Nachtrag:
Nachdem ich nu den Feiertag mit werkstoffkundlichen Studien verbracht habe, habe ich jetzt doch Sorge, dass der Massivholzschrank Setzungen hat. Ich habe auch nachgemessen und ein paar mm-Abweichungen entdeckt, die vorher nicht da waren.
Ihr habt mich überzeugt! Ich kaufe ein Alugestell, das ich verkleide. Kann ich da denn Massivholz für die Seiten nehmen, wenn es keine tragende Funktion hat? Wie verkleidet man Gestelle ohne Nut? Massivholz hat ja ohnehin mindestens 18mm Dicke, alle Systeme mit Nut sind auf 16mm ausgelegt.
Danke und Gruß Ina
Kipper
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Postby HelterSkelter » 02 Nov 2018 08:32
Ohje! Du denkst zu viel nach! bzw. machst dir zu viele Sorgen.

Siebdruck hättest du ohne Bedenken nehmen können. Es wurde von mehreren Personen empfohlen. Geriffelte Oberfläche=ungleichmäßge Auflage ist absoluter Quatsch!

Das wichtigste ist deinen unterschrank sauber auszurichten. Nicht das er nur im Wasser steht, sondern auch nicht windschief. Was sind für Füße an dem Schrank?
Sofort auf Alu umzusteigen ist übertrieben und in meinen Augen nicht nötig. Du unterschätzt die Tragfähigkeit von Holz in Längsrichtung. Ich kann mir nicht vorstellen das dein Schrank "Setzungen" hatte.
Falls du nun weiter mit Alu machen möchtest, wieso dann Massivholz als nicht tragende Verkleidung? Das ist nur teuer und schwieriger in der Verarbeitung. Hier würden furnierte Plattenwerkstoffe völlig ausreichen.
Generell wären Bilder nicht schlecht.
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Postby Kipper » 02 Nov 2018 10:54
Hallo Helterskelter,

ja, ich mache mir immer enorm viele Gedanken. Das ist der Grund, warum ich Aquaristik auch nervenaufreibender finde als Motorradfahren. Fakt ist: Die Massivholzplatte hat sich entlang der tragenden Längswände verbogen.

Gut, das Alugestell mit Nut habe ich gestern Abend bestellt, daher gibt es noch keine Bilder. Es ist so eines:

https://shop.marinesystems.de/aluminiumgestelle/aluminiumgstelle-mit-nut/?p=1

Ich habe gestern Google bemüht und herausgefunden, dass 16mm (so breit ist die Nut) keine so häufige Materialdicke ist. Nur beschichtete Spanplatten habe ich gefunden.

Zu deiner Frage: Warum Massivholz?
Alle Möbelstücke hier sind voll massiv. Plastik kann ich nicht anschauen. Am liebsten hätte ich eben Massivholz außenrum. Deswegen will ich das Gestell verkleiden. Wenn es nichts halten muss, soll es in erster Linie schick aussehen. Am problematischsten sind für mich die Türen in der Front. Das Alu darf nicht angebohrt werden. In einem anderen Forum war von Magnetschnappern die Rede, da muss ich noch mal nachfragen. Für gute Ideen bin ich offen!

Viele Grüße,
Ina (die Sorgen volle;))
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Postby HelterSkelter » 02 Nov 2018 11:30
Hey Ina,

Kannst du mir mal ein Bild der verzogenen Platte schicken?

Ich hab ja auch nie gesagt das du Plastik verwenden sollst. :wink:
Du wirst dir nur sehr schwer tun vernünfiges Massivholz für die Seitenwände zu finden. Außer du gehst zu einem Schreiner welche dir die Bretter hobelt und verleimt. Das wir aber teuer.

Deswegen 2 Vorschläge für die Seiten:

1. Du gehst in Baumarkt und lässt dir 15mm Buche/Birke Multiplex zuschneiden. Der 1mm ist irrelevant. Die Platten klebst du dann mit PUR Kleber ein. Das wird richtig stabil.

2. Baumarkt und 16mm Spanplatte zuschneiden lassen. Dann suchst du dir im Inet noch beim einem Furnierhändler dein Lieblingsfurnier/Holzart aus und bestellst da ein kleine Menge. Dieses kannst du dann mit Sprühkleber aufbringen. Nicht klassisch, aber das funktioniert auch ohne Pressen. Ein Nudelholz reicht. Vorteil, du hast eine sehr große Auswahl an Holzarten. Nachteil, mehr basteln.

Zu den Türen. Befestige innen am Aluminium eine Holzrahmenschenkel. Auch durch kleben. Daran kannst du dann die Türen anschlagen, also die Scharniere oder Bänder befestigen. Material der Türen siehe oben. :wink:

Grüße vom Schreiner

Felix
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Postby Kipper » 02 Nov 2018 12:46
Hi Felix,
Bilder sind per PN an dich raus! Danke für deine Antwort und deine Geduld.
Als Bastelprinzessin habe ich folgende Idee:
Als Rückwand schiebe ich beschichtetes Spressspan ein. Für die Seitenwände kaufe ich 18mm Leim- oder Massivholz und fräse es an den Seiten 2mm runter und schiebe es ein.
Vorne bringe ich mit Spiegelklebeband Möbelmagneten an und kaufe da auch meine Platten.
Ginge das auch?

Grüße Ina aus dem Kliemannsland
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Postby HelterSkelter » 02 Nov 2018 12:52
Du möchtest dann die Front komplett zum abnehmen machen? Also keine Türen?

Als Matrial würde ich dann aber mindestens zur 3 Schichtplatte raten. Nicht nur das Seitenstoßverleimte (Leimholzplatte). 3 Schicht ist natürlich etwas teuer, aber vorallem bei der Front viel besser da es sich weniger verzieht.
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Postby Kipper » 02 Nov 2018 13:10
Genau, keine Türen. Für den besseren Zugriff.
Dann stelle ich die Front beim Reinigen einfach weg, dann saut die schon mal nicht so zu. Dreischichtplatte ist optisch nicht so hübsch. Gibt es eine Alternative mit Holzstruktur?
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Postby HelterSkelter » 02 Nov 2018 14:23
Recherchiere im Bezug auf die 3 Schichtplatte nochmal genau nach. Die gibt es wunderschön in höchster Möbelqualität in diversen Holzarten. :wink:

Wenn du die Front komplett abnehmen möchtest, reichen Magnete. Solltest die Fronten nur iwo aufsitzen lassen. Scherkräfte halten Magnete nur sehr schlecht.
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