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Postby SebastianK » 10 Aug 2017 08:40
Hallo zusammen,

nachdem ich in diversen Meerwasser-Foren immer wieder auf Horrorgeschichten von undicht gewordenen Aquarien gestoßen bin würde ich gerne mal eure Erfahrungen hören. MW-Aquarien haben generell etwas größere Ausmaße und damit wirken natürlich auch größere Kräfte auf Glas und Silikon. Ist dies der einzige Grund für das "Undichtwerden"?
Bei den meisten Horrorgeschichten löst sich bei großen Becken (ca. 2m Länge) nach etwa 10-12 Jahren die Silikonnaht die die Bodenscheibe mit derFrontscheibe verbindet und das Becken "blutet" recht schnell aus. Mich würde folgendes interessieren:

1. Wie lange laufen eure Becken schon?
2. Ist euch schon mal ein Becken undicht geworden?
a.) War es Stoß- oder Wulstverklebt oder ggf. mit der Technik die Glasgarten/Emmel verwendet?
b.) Hatte das Becken einen Rahmen? (oben oder/und unten?)
c.) Welche Größe und Glasstärke hatte das Becken?
d.) Was für ein Glas wurde beim Verkleben verwendet? (Optwhite/Floatglas?)
e.) Wurde zusätzlich ein Steeg verklebt?
3. Was waren die Folgen? (Besatz und Hausstand)
4. Hat die Versicherung euch entsprechend entschädigt?
5. Was habt ihr danach anders gemacht?


Ich habe zur Zeit nur ein kleines MW-Becken am laufen mit den Maßen 75x45x45cm und mache mir aufgrund der minimalistischen Verklebung des Glasgarten Beckens etwas Sorgen. Das Becken läuft nun seit etwa 6 Jahren ohne Pause.

Beste Grüße

Sebastian
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Postby Sassi » 10 Aug 2017 11:28
Hallo Sebastian,

ich hatte bisher 2 große Becken (300l) mit Floatglas/Wulstverklebung ohne Rahmen allerdings immer mit Stegen. Die Becken waren immer Sonderanfertigung für mich und von daher hatte ich mich grundsätzlich zur zugelassenen Glasstärke für eine Nummer größer in der Glasstärke entschieden. Das eine lief 11 Jahre ohne Problme das andere 8 Jahre. Ich persönlich würde nach 10 Jahren mich nach einem neuen Becken umschauen, da mir die Sicherheit vorgeht.
Mein jetziges Pool-Weisglas-Becken (375l) von Emmel habe ich in der Glasstärke auch bewusst wieder eine Glasstärke größer gewählt. Das muss aber jeder für sich selber abschätzen. Herr Emmel hat es persönlich angeliefert und in unserem Gespräch habe ich ihn auch auf die Lebnesdauer angesprochen. Da hat er mir was von 20 Jahren gesagt. Ich habe aber wie gesagt auch ein dickeres Glas gewählt und benutze es auch nur für Süsswasser.
Ich würde persönlich immer etwas mehr Geld für die Sicherheit ausgeben und auch was die Lenbensdauer angeht auf Nummer sicher gehen. Wir hatten schon mal einen Wasserschaden aber nicht vom AQ. Damals ist der Panzerschlauch in der Küche gerissen und heisses Wasser ist über den Flur ins Wohnzimmer gelaufen. Das Parket , die Türstöcke im WZ musste erneuert werden. Von dem Krach der Trocknungsgeräte will ich gar nicht erst reden. Und mein 300l AQ im WZ ist nicht geplatzt, obwohl der Parket unter dem Schrank hochgekommen war. Ich hatte lediglich einen Riss im Glas unten drin. Das Becken lief aber nicht aus. Das AQ musste natürlich trotzdem sofort abgerüstet werden. Wenn Du das mal mitgemacht hast und Möbel incl. Klavier 2-4 Wochen bei einer Möbelfirma einlagern darfst, brauchst Du das nicht noch ein 2. Mal.
Bei einigen Hausratversicherungen sind Becken bis 400l meist mit versichert. Das muss man aber seperat erfragen.
Die Versicherung hat damals den Schaden zu 100% ersetzt, aber auch hier haben wir fast um jedes zu ersetzende Teil/Möbelstück verhandeln dürfen. Aber auch das kann bei jeder Versicherung unterschiedlich sein.

Viele Grüße
Saskia
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Postby SebastianK » 10 Aug 2017 12:24
Hallo Saskia,

Sassi wrote:Bei einigen Hausratversicherungen sind Becken bis 400l meist mit versichert. Das muss man aber seperat erfragen.
Die Versicherung hat damals den Schaden zu 100% ersetzt, aber auch hier haben wir fast um jedes zu ersetzende Teil/Möbelstück verhandeln dürfen. Aber auch das kann bei jeder Versicherung unterschiedlich sein.


Da sprichst du was interessantes an, dass ich im Ausgangspost vergessen habe zu erwähnen. Es ist extrem wichtig, dass wenn man ein Aquarium ab einer bestimmten Größe besitzt, seine Versicherungen zu prüfen. Hausrat ist das eine, was ist aber wenn durch das austretende Wasser Eigentum vom Nachbarn beschädigt wird? Hier greift dann die private Haftpflichtversicherung, jedoch nur bei Fahrlässigkeit und ersetzt teilweise nur den Zeitwert.

Beste Grüße

Sebastian
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Postby Öhrchen » 10 Aug 2017 12:57
Hallo,

mit der Privathaftpflicht das muß man unbedingt erfragen, ist nämlich nicht automatisch so. Je nach Versicherung kann es einen Aufpreis kosten, Aquarien mit versichern zu lassen.

Ich bin noch nicht so lange dabei, um die Lebensdauer von Aquarien wirklich auszureizen. Würde aber 10 -12 Jahre auch als einen vernünftigen Zeitraum ansehen. Mein ältestes Aquarium (60l) ist nun 8 Jahre alt und war mit Pausen im Einsatz, aber gerade deshalb wird es demnächst ausrangiert. Nicht, daß sich durch die Transporte in den "Trockenphasen" doch mal was verzogen hat oder sich kleine Risse gebildet haben.
Da zumindest ich es immer wieder schaffe, kleine und leider auch größere Kratzer in die Scheibe zu bringen, ist es nach 10 Jahren auch aus optischen Gründen "dran" :roll:
Viele Grüße
Stefanie

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Postby Sassi » 10 Aug 2017 13:25
Hallo zusammen,

ich bin zwar kein Versicherungsexperte, würde aber mal pauschal behaupten, dass ein Haftpflicht immer einspringt, wenn ich bei anderen Schaden schuldhaft zufüge.
Was aber generell bei der Hapftpflicht ist, dass nur der Zeitwert ersetzt wird. Aber die Hapftpflicht springt auch nur ein, wenn man selber den Schaden verursacht hat. In meinem Fall damals hat meine Haftpflicht entschieden, überhaupt nicht zu zahlen, da ich ja den Panzerschlauch nicht mutwillig beschädigt hatte. 4 Keller unter unsere Erdgeschosswohnung hatte damals Wasser im Keller. Die Leute, welche keine Hausrat hatten, sind auf ihren Schäden sitzen geblieben.
Stellt sich nun die Frage, ob man schuldhaft ist, wenn das AQ nach 10 Jahren platzt oder hier die Haftpflichtversicherung dann auch sagt, dass man nicht schuld ist. Dann kann man mit dem Nachbarn trotzdem Ärger haben, wenn dieser selber keine Hausrat besitzt.

Viele Grüße
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Postby MasterChief » 10 Aug 2017 13:41
Möchte gerne drauf hinweisen daß eine Mitgliedschaft im VDA eine AQ-Versicherung beinhaltet, denkt mal drüber nach (da die Prämie da doch sehr günstig ist): https://vda-online.de/info/leistungen/
und ich denke das sollte jeder Aquarianer haben :thumbs:


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Postby Ebs » 10 Aug 2017 18:29
Hallo,

mein Panorama- Juwel- Becken (120l Brutto) mit Rahmen unten und oben incl. 1 Steg zwischen den beiden Längsscheiben steht jetzt im 23- sten Jahr und sieht immer noch wie neu aus, und bleibt hoffentlich auch weiterhin dicht (Stoß- und Wulstverklebeung).

Eine Rolle für die Dauerhaftigkeit der Silikon- Verklebung hängt meiner Erfahrung auch stark davon ab, wie sehr man das Silikon bei der Scheibenreinigung verschont und dieses nicht im Laufe der Zeit zunehmend beschädigt.

Gruß Ebs
Aquarium von Eberhard:110 l Netto, KH 6; GH 13; PH 6,8/6,9; CO2 25/30; NO2 n.n; NO3 10/15; PO4 um 0,5; K um 8; Fe 0,1; Ca/Mg 7 :1; Bel. T5 2x 28W + 1400 Lumen LED; 15 Std. Bel. ; keine sichtb. Algen
http://www.flowgrow.de/aquarienvorstellungen/juwel-panorama-80-120l-vorstellung-t13998.html
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Postby Julia » 10 Aug 2017 20:05
Hi,

gutes Thema, da mache ich mir auch immer mal wieder Gedanken drüber. Zwar habe ich nur die eigene Familie unter mir und kleine Pfützen, aber es soll ja trotzdem nix kaputt gehen...

Mich würde interessieren, wie lange habt ihr eure original ADA Aquarien schon stehen?

Mir selbst ist (glaube ich) erst ein AQ undicht geworden - das war allerdings auch selbst geklebt (nicht von mir) und schon etwas älter. Die Silkonnaht hat sich im oberen Bereich gelöst. War glücklicherweise nur ein 60l AQ und ich habe es rechtzeitig gemerkt.
lg, Julia - Mein Aquarien Blog
http://wassergarten.wordpress.com/
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Postby SebastianK » 07 Dec 2018 10:02
Hallo,

ich würde das Thema gerne erneut aufgreifen, da ich nun im Bekanntenkreis einen Fall eines ausgelaufenen Beckens hatte. Aus bisher unerklärlichen Gründen hat sich eine Seitenscheibe gelöst und 1500l Salzwasser sind im Wohnzimmer gelandet. Alle Tiere und Korallen (allein Tiere und Korallen im Wert von vielen vielen tausend Euro) waren tot, als mein Kollege von der Arbeit heim kam. Insgesamt ist von einem Schaden zwischen 25 und 30k€ auszugehen, ob das nun die Versicherung übernimmt ist noch offen (Auf dem Papier besteht ausreichender Schutz und das Becken war auch in der Größe angemeldet) Es ist nicht klar, was passiert ist, was mir gerade noch mehr Angst macht. Im MW Bereich kommt erschwerend hinzu, dass es gewisse Lebewesen gibt, die Silikon fressen bzw. beschädigen/abtragen können. Dazu gibt es diverse Würmer, die sich Gänge ins Silikon fressen. Im SW Bereich habe ich davon bisher nicht gehört.
Ich bin schwer am überlegen, mein zukünftiges Becken, obgleich der großen Nachteile, aus Acryl fertigen zu lassen.
Gibt es von euch neue Erfahrungen?

Viele Grüße

Sebastian
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Postby moskal » 07 Dec 2018 12:01
Hallo,

Silikondichtstoff (da gehöhrt das Aquariensilikon dazu) wird von Salz angegriffen. Das ist an gefliesten Außentreppen auf denen Winters öfter Salz als Taumittel verwendet wurde eindrucksvoll zu beobachten. Nach ein paar Jahren glitschen die Silikonfugen regelrecht weg.
Bevor jetzt auf die Haltbarkeit von Silikon hingewiesen wird: Ich meine Außdrücklich Silikondichtstoff mit seinen Füllstoffen und Additiven in einkomponentiger Vernetzung. Was angegriffen wird ist nicht das Silikon als Reinsubstanz sondern der Verbund der daraus erst einen Dichtstoff wie wir ihn kennen macht. Auch für Seewasser geeignetes Silkon hat seine Halbwertszeit. Daß allerdings gleich eine ganze Scheibe rausfliegt ist krass. Im Normalfall beginnt das mit einer kleinen undichten Stelle, ein paar Litern Wasser und ist dann zwar ärgerlich aber keine Katastrophe. Aber immerhin ein Hauptgrund, warum in den USA Acrylbecken für Seewasser verwendet werden.

Süßwasser macht einer Silikonfuge nichts.

Gruß, helmut
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Postby Enni1977 » 07 Dec 2018 17:37
Hallo Helmut....das würde ich so nicht unterschreiben ! Ich denke ein Qualitätsaquarium sollte schon einige Jahre halten, aber Du musst auch bedenken, dass der größte Einflussfaktor sicherlich LICHT ist.
(Sieh Dir mal Silikonfugen z.B.an Außenfensterbänken an, die dem Sonnenlicht ausgesetzt sind und vergleiche mit denen, die keiner direkten Sonnenstrahlung ausgesetzt sind) Sicherlich tut das Salz im Meerwasser sein übriges dazu, aber im Süßwasser ist es nicht wirklich besser.
Auch die Düngung hat Einfluss....(auch wenn die Mengen nicht sonderlich hoch sind, landen schließlich Nitrate, Phosphate,......im Becken)
All diese Faktoren zusammen lassen die Verklebungen mit der Zeit "porös" werden. Aus diesen Gründen ist es aus meiner Sicht immer nur eine Frage der Zeit bis eine Undichtigkeit auftritt.

LG Enrico
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Postby moskal » 07 Dec 2018 18:19
Hallo Enrico,

einige Jahre halten Seewasseraquarien auch, es gibt ja auch die entsprechende Garantie. So lange und länger halten die in der Regel schon. Allerdings gibt es auch die Empfehlung ein Seewasseraquarium nach ein paar Jahren auszurangieren oder neu zu verkleben.

Versprödung durch Licht/Temperatur und speziell des UV-Bestandteiles des Sonnenlichtes können wir beim Süß wie Seewasser wohl komplett vergessen. Zum einen weil nicht ausreichend vorhanden und zum anderen weil das Glas das verklebt wird ein UV-Filter ist. Zudem ist das Fenster/Natursteinsilikon kein essigvernetzendes wie Aquariensilikon und bei weitem nicht so UV/Hitze/Witterungsstabil wie dieses. Häufig ist der angewandte Dichtstoff an Fenstern nicht mal Silikonbasierend weil nicht überstreichbar.

Bei Nitrat gibts was abgefahrenes im Bad mit Gips, Zement, Denitrifikation und Essigvernetzendem Silkion als C Quelle für Bakterien welches dann seine Struktur aufgibt. Grob gesagt, schwarz gewordene Silikonfugen an Badewannen neu zu verfugen heißt Bakterien füttern. Im Aquarium ist das doch eher nicht der Fall und falls es denn sauerstofffrei werden sollte und denitrifikation stattfinden sollte kommen Bakterin im Aquarium an einfacher verfügbares C als aus dem Silikon.
Aber in wie fern greift Phosphat Silikon an?

Gruß, helmut
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Postby Totto » 01 Jan 2019 14:24
Mein ältestes Becken war eine Spezialanfertigung für eine Fensterbank im Treppenhaus.
Länge 80 cm / Breite 30 cm / Höhe 50 cm ... ziemlich blöd um das Becken schön zu bepflanzen.
Derzeit

Das müsste ich so jetzt so 42 Jahre haben.
Gruß
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Postby Plantamaniac » 01 Jan 2019 22:00
Hallo, warum blöd zu bepflanzen und warum war?
Chiao Moni
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Postby Totto » 03 Jan 2019 01:42
Plantamaniac wrote:Hallo, warum blöd zu bepflanzen und warum war?
Chiao Moni

Steht schon lange nicht mehr auf der Fensterbank. Deshalb war.

Das Becken ist 50 cm hoch das ist ziemlich viel um eine gute Beleuchtung auf den Bodengrund zu bringen.....auf jeden Fall in der Röhrenzeit.
Dann nur 30 cm breit. Da schaut man direkt durch.
Jetzt habe ich da eine Citesen drüber, da geht es. Ist ziemlich mit Crypto verkrautet und großen Anubias. Sind derzeit Heteriandria und Sukarus drin.

Rückwand ist mit einer dünnen dunklen Filtermatte abgedeckt. (Filtermatte aus dem Teichbedarf)
Gruß
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