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Postby omega » 09 Jan 2013 00:40
hast den Smiley unterschlagen
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Postby Wuestenrose » 13 Jan 2013 17:03
Hallo,

Wuestenrose wrote:Genaueres, nachdem ich Walstads Primärquellen gesichtet habe. Walstad neigt in ihrem Buch dazu, ihre Quellen manchmal etwas sehr frei zu interpretieren.

Sodele, die Quellen sind da:


Den Wetzel habe ich selber im Fundus, den Fletcher musste ich mir erst organisieren. Walstads Kausalkette bricht schon im ersten Glied. Die Referenz, auf die sie sich bezieht (Marshall, K. C. (1996): Adhesion as a strategy fpr access to nutrients. In: Fletcher, M. (ed.): Bacterial adhesion. John Wiley, New York; p. 59-87) beschreibt nämlich ausschließlich Wasser-Feststoff-Grenzflächen und eben nicht die Wasseroberfläche.

Dafür ist der Fletcher an einer anderen Stelle für uns interessant. Im Aufsatz "Bacterial interactions with surfaces in soils." (Mills, A.L., and D.K. Powelson. 1996. p. 25-57 ebenda) kann man lesen:
Beneath the air surface of oceans and lakes is a "microlayer", approximately 0.1 mm thick and consisting of partly hydrophobic organic molecules, that behave like a polysaccharide-protein complex. Associated with the surface microlayer, organic material, particles, and microbes are enriched relative to bulk water. Inhabitants of the surface film are important enough for marine biologists to coin the term neuston for these organism.


Der Wetzel (Limnology 2nd edition p. 139, das ist die andere von Walstad referenzierte Quelle) definiert das Neuston als:
Numerous species of bacteria and algae, including some diatoms, chrysophytes, and xanthophytes, are specialized to live at the interface. The microscopic components of the pleuston are collectively calles neuston, and are separated into those organism adapted to living on the upper surface of the interface film (the epineuston) and those living on
the underside of the surface film (hyponeuston). A majority of the neustonic organism live on the upper surface of the interface.


Viele Grüße
Robert
生命太短暂无法在床上死去。
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Postby nik » 14 Jan 2013 10:09
Hallo Robert,

Danke für die Recherche.

Es muss schon irgendeinen "Mechanismus" geben, welcher (unter Umständen) die Grenzfläche Wasser/Luft für eine Besiedelung durch Mikroorganismen interessant macht. Eine vorhandene Nahrungsgrundlage ist Voraussetzung für eine Population, dann mag die angrenzende Atmosphäre förderlich sein. Mein Ansatz wäre eher die Frage ob das was zur Bildung einer Kahmhaut führt nicht evtl. vorher/woanders genutzt wird und die Kahmhaut erst eine Folgeerscheinung ist.

Ich sehe mir zurzeit ein neu einfahrendes Aquarium nur mit Pflanzen, einer vollständigen, anorganischen Düngung ohne Urea/Ammonium an. Filtersubstrat gibt es nicht, es wird nur gut gerührt und es zeigte sich relativ schnell eine leichte bakterielle Trübung des Wassers und eine klare Neigung zur Kahmhaut. Die ist nicht fest, aber die Blasen durch Assimilation bleiben lange an der Oberfläche erhalten. Ansonsten gibt es einen Anflug von Kieselalgen in Gestalt geringer, bräunlich scheinender Beläge auf eher allen Oberflächen. Sauerstoffsättigung wird bei guten 6h Licht - derzeit noch 4x21W HE BIOvital auf 180l - relativ schnell erreicht, Sauerstoff zehrende Prozesse sind noch sehr gering.

Ganz ohne organischen Eintrag ist es nicht mehr, denn irgendwie kam mit den Pflanzen Laich mit und den Jungfisch will Meine aufgepäppelt haben. Zu diesem Zweck - und weil ich mir sowieso einen möglichen Einfluss auf (Algen/)Biofilm ansehen wollte - habe ich Infusorien zugegeben. Insgesamt ist die anfallende organische Masse immer noch sehr gering, bakteriell hatte es aber schnell eine hohe Aktivität. Bis jetzt ist das völlig im Rahmen und sieht aus als liefe das bis auf den Anflug Kieselalgen wieder völlig algenfrei ein. Die verwendeten Pflanzen sind ausschließlich der Kram den es lokal zu kaufen gab, von denen werden nur wenige Arten verbleiben.

Gruß, Nik
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Postby omega » 14 Jan 2013 21:11
Hallo Nik,

nik wrote:Ich sehe mir zurzeit ein neu einfahrendes Aquarium nur mit Pflanzen, einer vollständigen, anorganischen Düngung ohne Urea/Ammonium an.

und
Ganz ohne organischen Eintrag ist es nicht mehr, denn irgendwie kam mit den Pflanzen Laich mit und den Jungfisch will Meine aufgepäppelt haben.

und
Insgesamt ist die anfallende organische Masse immer noch sehr gering,

Du scheinst bei diesem einfahrenden Aquarium besonderen Wert auf organisches Material zu legen. Warum? Und was genau verstehst Du unter organischem Material und anorganischem Dünger? Welcher Aquarianer düngt mit organischem Dünger?
Bringst Du lebende Pflanzen - ganz zu schweigen von Bakterien - mit ins Aquarium, hast Du organisches Material en masse. Die Pflanzen verstoffwechseln anorganisches Material zu organischem, scheiden es z.T. wieder aus und Bakterien fressen es. Da brauchst Du Dir um Futter oder das Fischlein etc. dann keine Gedanken mehr zu machen.

Grüße, Markus
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Postby kurt » 15 Jan 2013 12:42
Hallo zusammen,

nik wrote: Mein Ansatz wäre eher die Frage ob das was zur Bildung einer Kahmhaut führt nicht evtl. vorher/woanders genutzt wird und die Kahmhaut erst eine Folgeerscheinung ist.

@ Nik,
nach meiner Erfahrung entsteht je nach Wasserbelastung keine oder eine entsprechende dicke Kahmhaut.
An der Grenzschicht (Wasseroberfläche) ist sogar die Gefahr einer Besiedlung durch Cyanos schnell gegeben.
Bei vorhandener Strömung sind es überwiegend die Stillzonen zwischen Schwimm bzw. flutenden Pflanzen,
an solchen Stellen siedeln sich unter Umständen auch Springschwänze (Collembola) an.
Habe ich aber schon lange nicht mehr gehabt, bin noch nicht zum untersuchen oder Bilder machen gekommen.

Ältere Aufnahme/Kahmhaut Ansatz in meinem Fensterbecken ohne Technik, kein Strömung.

Gruß Kurt
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Postby Benjo » 15 Jan 2013 16:06
Hallo zusammen,

finde das Thema Kahmhaut auch ganz interessant. Vor allem wie man sie zuverlässig wieder los wird.
Ich habe es nur einmal geschafft, dass eine Kahmhaut von selber wieder verschwunden ist. Was ich da genau geändert habe kann ich im Nachhinein nicht mehr sagen.

Zur Zeit habe ich 3 Becken und in jedem Becken habe ich diesen lästigen Biofilm welcher einfach nicht verschwinden will.
In einem Becken hält sie sich schon 2 Jahre, trotz einiger Monate OFA. Sobald ich den OFA rausnehme ist die Kahmhaut wieder da.
Da spielt es auch keine Rolle ob ich viel oder wenig dünge, bzw viel oder wenig Wasser wechsle.
Das einzige was mir bei diesem Becken aufgefallen ist, das es besonders nach einem größeren Wasserwechsel zu einer verstärkten Kahmhaut neigt.

Eins von den drei Becken ist ein Altwasserbecken. Da fülle ich meistens nur das verdunstete Wasser mit Osmosewasser nach. Alle paar Wochen/Monate mache ich einen größeren Wasserwechsel. In diesem Becken sind nur Garnelen, welche ich auch nur alle paar Tage/Wochen füttere. Eingerichtet ist es mit langsam wachsenden Pflanzen und ein paar Steinen. Der organische Eintrag dürfte sich also in Grenzen halten.

Wenn es also eine zuverlässige Methode geben würde, mit der man die Kahmhaut nachhaltig los wird wäre ich schon glücklich.
Liebe Grüße

Bernhard
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Postby Peda 22 » 16 Jan 2013 15:09
Hi Reinhard,

ich hatte auch ständig Probleme mit der Kahmhaut hatte auch den Skimmer und sobald ich Ihn ausgeschaltet habe war sie sofort wieder da.

Was bei mir extrem gut hilft sind die Mitteln von BW
http://www.aquasabi.de/Bodengrund/Borne ... :1174.html
http://www.aquasabi.de/Bodengrund/Borne ... :1173.html

Das Bacter Energy gebe ich nahe dem Filtereinlauf ins Wasser sodass gleich ein Teil in den Filter gelangt und dort die Bakterien gedeihen. Ich bin vollstens überzeugt von diesen Pulvern.
Ich gebe davon immer einen Dosierlöffel (der ist dabei) in mein 60l Becken und nach 3-4 Tagen (das ist aber schon lange) ist die Kahmhaut verschwunden. Ich bekomm Sie wenn ich meinen Filter reinige und zugleich einen großen Pflanzenschnitt mache.

Ich kann dir wircklich empfehlen dies auch zu probieren.
schöne Grüße

Peter
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Postby Chris83 » 16 Jan 2013 16:45
Also ich hatte aufgrund des starken Lichtes bei mir und der übermäßigen Düngung auch eine Kahmhaut.
Mit der hatte ich bestimmt 6 Wochen gekämpft.
Ich hatte bei mir den Verdacht das sich der Dünger nicht richtig im Wasser löst und oben wie eine Art Gelee bildet.
Es hatte sich da teilweise schon ein richtiger dicker weißer Schaumteppich gebildet,
der auch von grünen schmierigen Algen durchsetzt war. :(

Bis ich ein paar Schwimmpflanzen eingesetzt habe 1 Woche später war sie verschwunden.

Also so war es bei mir :smile:

VG Christian
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Postby Benjo » 17 Jan 2013 17:00
Hallo Peter,




hört sich interessant an, das werde ich dann bei Gelegenheit testen.
Liebe Grüße

Bernhard
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Postby Sa(l)mmler » 27 Jun 2014 12:01
Hallo Reinhard!
Das Thema endete abrupt...ich habe es mir jetzt erst zu Gemüte geführt. Ich würde gern mal wissen was aus der Kahmhaut geworden ist? Und falls du erfolgreich warst...Wie hast du sie in den Griff bekommen?

Grüne Grüße, Lars :grow:
Beste Grüße
Lars
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