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Postby omega » 16 Nov 2016 12:39
Hallo Nik,

nik wrote:Was haben deine beiden Matten nur ungefähr gewogen, als du die rausgehoben hast? Und wie alt ist der Schlamm?

das Gewicht einzuschätzen, würde einen falschen Eindruck erwecken. Beide Matten waren unten voller Sand. Beim Rausheben lief ein großer Teil des Mulms/Schlamm ins Aquarium. Ich hab sie schön langsam rausgezogen, so daß sich der Modder nicht im gesamten Aquarium ausbreiten konnte.
Aber ich kann sagen, daß es eine Menge war.
Ein Teil vom Schlamm war sicher 4 Jahre alt. So lange stand zumindest die gröbere der beiden Matten. Beim Auspressen bekommt man ja nicht alles raus. Das letzte mal hatte ich ihn vor ca. einem halben Jahr ausgepresst.
Ach ja, die vordere, gröbere Matte (5cm dick) war bis zuletzt komplett mit Hydrocotyle cf. tripartita bewachsen. Deren Wurzeln haben die beiden Matten an manchen Stellen zusammengehalten, so daß ich die Matten erst voneinander trennen mußte, um sie einzeln herausziehen zu können.

Und im gering gefilterten Becken gegenüber blieben die Ansaugschwämmchen über lange Zeiten frei. Auf dem Glasboden im abgetrennten Kompartiment ließen sich Schlammablagerungen beobachten, gering und IMHO weitgehend mineralisiert.

Ist erscheint selbstredend, daß sich in einem gering gefilterten Becken schon rein meachisch nicht viel Schlamm im Filtermaterial ansammeln kann. Ist ja nicht viel Filtermaterial vorhanden.

Deine Ausführungen bedeuten, daß sich in Filtermaterial angesammelter Schlamm nicht so gut zersetzt wie frei flottierender bzw. sich im Aquarium an strömungsarmen Stellen ansammelnder? Woran liegt das? Am lokalen O2-Gehalt? Aber was soll dort O2 zehren können, um ihn zu drücken? Und würde es das dort, würde der Schlamm ja verschwinden weil mineralisiert. An der Kompaktheit im Filtermaterial?

Unter Büschen von Microsorum pteropus 'Narrow' und Moospolstern sammelten sich früher auch Unmengen an Mulm. Der hat sich dort nicht zersetzt.

Grüße, Markus
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Postby Plantamaniac » 16 Nov 2016 13:34
Hallo, also ich find das schon genial, wie der schlamm in einem hmf verwertet wird.
Bei mir fliegt in diese becken wirklich unmengen futter rein. Das ist halt so, wenn fische und garnelen wachsen sollen.
Das was man nach einem jahr in und vor der der matte vorfindet ist wirklich verschwindend gering. Ohne den boden jemals abgesaugt zu haben.
Das wird so fein zersetzt, das wirklich nur "unverdauliche ballaststoffe" in staubfein zurückbleiben.
Ich habe mal einen klugen spruch gelesen, der mich zum nachdenken brachte.
Sinngemäßes zitat:

Mulm kann sich nur gut zersetzten, wenn das wasser nicht gesättigt ist an mineralstoffen. Ähnlich wie bei salz und zuckerwasser wird sonst nichts mehr aufgenommen. Also wird mulm auch so, indirekt über den wasserwechsel entsorgt.

Das glaube ich auch. Was denkt ihr darüber?
Da ich große wasserwechsel auch so für wichtig halte, stellt es für mich kein problem dar.
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Postby nik » 16 Nov 2016 14:08
Hallo Markus,

omega wrote:Ist erscheint selbstredend, daß sich in einem gering gefilterten Becken schon rein meachisch nicht viel Schlamm im Filtermaterial ansammeln kann. Ist ja nicht viel Filtermaterial vorhanden.

nicht nur dass, der hohe Durchsatz hält die frei. Mit feinerem Schwamm funktionierte das nicht, der ging a) leichter zu und b) zog sich dann völlig zusammen.

Deine Ausführungen bedeuten, daß sich in Filtermaterial angesammelter Schlamm nicht so gut zersetzt wie frei flottierender bzw. sich im Aquarium an strömungsarmen Stellen ansammelnder? Woran liegt das? Am lokalen O2-Gehalt? Aber was soll dort O2 zehren können, um ihn zu drücken? Und würde es das dort, würde der Schlamm ja verschwinden weil mineralisiert. An der Kompaktheit im Filtermaterial?

O2 ist ein interessanter Gedanke. Eher anders herum, denn das Becken war eine gut beleuchtete "Pflanzenbombe" mit absurd hohen O2-Gehalten. Das blubberte schon ein paar Minuten nach dem das Licht anging und nachmittags hatte das Sektglascharakter. Das hatte den verwendeten Dupla-Test an seine Grenzen gebracht, Über 12 mg/l war das nicht mehr vernünftig ablesbar und selbst morgens war das mehr oder weniger deutlich > 8mg/l. Wenn ich mich zurück erinnere, dann könnte es schon ein Trend sein, dass die offensichtlich sauerstoffreichen Becken die mulmärmeren waren. Ebenso habe ich derzeit eins, das sowieso mäßig beleuchtet ist, eine stärkere Selbstabschattung hat, dann auch noch eine ausgesprochen langsame Bepflanzung und in dem hat es relativ viel Mulm. Das werde ich beobachten, ist allerdings so eine Sache, denn für das Becken habe ich wohl mehr Licht vor, aber ob es bei der durchweg langsamen Bepflanzung zu hohen O2-Gehalten kommt, ist fraglich.

Gruß, Nik
nik wrote:
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Postby nik » 16 Nov 2016 14:17
Hi Moni,
Plantamaniac wrote:Mulm kann sich nur gut zersetzten, wenn das wasser nicht gesättigt ist an mineralstoffen. Ähnlich wie bei salz und zuckerwasser wird sonst nichts mehr aufgenommen. Also wird mulm auch so, indirekt über den wasserwechsel entsorgt.

Kann ich nicht bestätigen, da die gering, nicht gefilterten Becken alle im Laufe der Zeit eher wenige Wasserwechsel erfuhren. Es bedeutete auch, dass das Wasser "gesättigt" wäre - wie eine Düngerlösung und selbst die geht meist noch konzentrierter.

Gruß, Nik
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Postby omega » 16 Nov 2016 16:46
Hallo Monika,

Plantamaniac wrote:also ich find das schon genial, wie der schlamm in einem hmf verwertet wird.

Schlamm wird bei meinem nicht verwertet sondern reichert sich an. Der ist m.E. das Endprodukt und besteht weit überwiegend aus Organik, siehe http://www.deters-ing.de/Gastbeitraege/schlamm.htm.

Das glaube ich auch. Was denkt ihr darüber?

Nix. Mulm und Schlamm ist schwer abbaubar, da überwiegend aus organischen Riesenmolekülen bestehend. Was sich daraus durch Mineralisation löst (geschätzt 95% CO2 und H2O, dann noch ein wenig SO4, PO4, NO3) kann jedes Aquarienwasser mühelos aufnehmen, da noch lange nicht damit gesättigt oder gar sättigbar. Aquarienwasser ist höchstens mal mit O2 gesättigt oder übersättigt.

Da ich große wasserwechsel auch so für wichtig halte, stellt es für mich kein problem dar.

Ich mach hier auch große Wasserwechsel, an der Schlammmenge im HMF ändern die aber nichts.
Ich müßte mal längere Zeit gar keinen WW machen und sehen, was mit dem Schlamm passiert. Aber dann gehen mir sicher ein paar Pflanzen dabei ein und müßte mit der Messorgie anfangen.

Grüße, Markus
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Postby Plantamaniac » 16 Nov 2016 18:21
Hallo markus, den beitrag habe ich schon oft gelesen. Jedesmal fallen mir wieder andere szenarien auf, jenachdem, mit was ich mich gerade beschäftige. Diesmal calciumphosphat und sauerstoffzehrung. Auch von mineralisierung steht geschrieben.

Ja es sind die stoffwechselprodukte von tierrn und pflanzen. Trotzdem gibt es becken, die von der futtermenge her unlogische mulm/schlammmengen aufweisen und es bleibt bei feinen matten bedeutend weniger mulm an. Es macht den eindruck, als ob allers nochmal voel besser verarbeitet wird, als in gröberrn matten.

Kann auch eine optische täuschung sein, aber ich glaub es ehr weniger.
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