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Postby DiAmigo » 05 Nov 2012 22:15
Servus,
bin neu hier und suche zzt auch eine Osmoseanlage. Ich habe keinerlei Erfahrung mit solch einer Anlage.
Beim Suchen im internet bin ich unter Anderem auf diese Anlage hier gestoßen:
RO-500 FILMTEC UMKEHROSMOSEANLAGE UO5
Sie hat in meinen Augen (wie gesagt.. bin unerfahren) ein sehr gutes p/l Verhältnis! :?
Was haltet ihr von diese Anlage?
Suche ne Anlage bis 100€ für mein 200l Becken!
Eine Frage nebenbei: Wir haben hier in München eher hartes Leitungswasser 12-14 gdh. Welche Wartungskosten kommen auf mich zu bei einer Osmoseanlage bei sachgerechter Pflege?
Würde mich freuen wenn der Ein oder Andere einige meiner Fragen beantworten könnte :smile:
Grüße Enrico
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Postby omega » 06 Nov 2012 01:04
Hi Enrico,

ich hatte bisher drei UOAs im Einsatz. Mit der kleinsten (max. 130l/d) habe ich angefangen und in den 12 Jahren Betrieb nur einmal den Sedimentfilter getauscht. Den Aktivkohlefilter habe ich nach ein paar Jahren entsorgt. Dieses Jahr habe ich auch die UOA entsorgt. Die hatte von Anfang an Probleme: die Rückhalterate betrug "nur" 93%.
Die nächst größere (max. 380l/d) betrieb ich 7 Jahre lang am Spülwasserausgang der kleineren (hatte also beide in Reihe geschaltet). Die Rückhalterate beträgt nach wie vor knapp 98%.
Die große - eine Direct-Flow UOA - habe ich erst seit diesem Jahr und mit ihr zwei Sätze an Ersatzvorfiltern mitbestellt. Mal sehen, wie sie sich über die Jahre schlägt. Sie schafft gut 97%.

Den Aktivkohlefilter brauchst Du in München nicht unbedingt. München chlort sein Trinkwasser nur in Ausnahmefällen. Oft kommt vom Chlor beim Verbraucher nix mehr an. Den Sedimentfilter kannst Du tauschen, wenn der Durchfluß nachläßt. Da er nicht viel kostet, kannst Du ihn auch präventiv 1x pro Jahr tauschen. Mußt Du selber wissen.
Ansonsten spüle ich meine Membrane vor und nach jedem Gebrauch 3-5min.
Mehr mache ich an Wartung nicht.

Grüße, Markus
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omega
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Postby jgottwald » 06 Nov 2012 07:48
Hallo Enrico
die von dir genannte Anlage verfügt lediglich über eine 120 GPD Membrane, d.h. im Regelfall kannst du mit 240 ltr/täglich rechnen, alles was darüber ist, ist eine Frage des Eingangsdruckes. Ich bin kein Freund dieser Aussagen und halte mich hier lieber reellen Zahlen. Grosstädte wie München haben oft Probleme mit dem Leitungswasserdruck, oft kommen hier in den Häusern nur max 3 bar an. Sind dann noch alte Rohre verbaut oder wohnt man in den oberen Geschossen, dann ist vom Kauf einer Anlage ohne Boosterpumpe abzuraten. (alle Daten und Fakten über die Leistung der Membrane basieren auf 3,5-4 Bar , hast du weniger dann kommt weniger Reinwasser an und genausoviel Abwasser) Auch sinkt die Rückhaltequote einer Membrane unter niedrigem Druck. Ich würde also erst prügen wieiviel Druck bei die anliegt
mfg
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Postby DiAmigo » 06 Nov 2012 19:18
Ersteinmal euch zwei vielen Dank für die Antworten :smile:
Nunja.. das mit der Wartung und den damit verbundenen Kosten klingt ja schonmal einfach!

Zu der Frage mit dem Wasserdruck:
Ich habe ehrlich gesagt keine Ahnung wie man sowas misst, aber unter der Dusche beispielsweise kommt schon sehr viel Wasser raus :D Wohne auch in einem Neubau.
Wie gesagt.. würde ungerne mehr als 100€ ausgeben, 80€ wären mir am liebsten, da ich ja auchnoch Kanister usw. brauche!

Gibt es Anlagen ohne Aktivkohlefilter? (wenn ich diesen nicht brauche)
Könntet ihr mir konkrete Vorschläge für ne Anlage geben?

@Markus:
Was kostete (bzw. kostet heute) solcheine Anlage, die du als "nächstgrößere" bezeichnet hast?

Freut mich sehr dass ihr mir helft!

Grüße
Enrico
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Postby jgottwald » 06 Nov 2012 19:46
Hallo Enrico
das mit dem Druck kann man nur vor Ort mit einem Manometer testen. Ich habe schon sehr oft gehört das der stimmt und später waren das nur 2,7-2,9 bar. Das Problem ist dann nicht die Menge des Reinwassers, die ist zwar wesentlich geringer, sondern die Menge des Abwasser , die bleibt annähernd gleich. Hier wäre der Verbau eines variablen Spülventiles von Vorteil und wahrscheinlich umumgänglich. TFC Membranen sind empfindlich gegenüber Chlor und Anlagen dieser Art werden in wirklich grösser Stückzahl in Fernost gebaut, aber alle mit Kohlefilter. Kauft ein Hersteller eine Anlage ohne Kohlefilter, so wird er über kurz oder lang eine ausliefern , wo gechlort wird. Ferner wird diese Anlage eine Sonderbestellung sein und demensprechend höher im Preis sein. Ein Beispiel; kaufe ich Anlage ohne Tank und Wasserhahn, so werden die nicht günstiger, sondern leicht teurer.
Das umpacken, der neue KArton kosten mehr wie das Material .
mfg
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Postby DiAmigo » 06 Nov 2012 21:05
Hallo Jörg,
woher kriege ich so ein Manometer? Kann man sich sowas leihen?
Was bedeutet "variables Spülventil" ?
Ist eigentlich was Gescheites mit meinem Budget möglich?

mfg
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Postby jgottwald » 06 Nov 2012 21:15
Hallo Enrico
ich denke vor Ort kann das dir nur ein Fachmann messen , oder man verbaut irgendein Teil mit Manometer. Anlagen mit Inlinefiltern sind immer so ein Ding, viele (auch ich) verkaufen die nur weil der Markt die haben will. Für eine ähnliche Summe kriegt man schon ein Anlage mit richtigen Vorfiltern. Ich werde dies Jahr wohl noch 3 Rohr 125 GPD Anlagen in grosser Stückzahl kriegen und dann unter diesem Preis. Der Vorteil dieser Membrane ist ein Verhältniss von 1:2 , allerdings ist sie recht teuer und eigentlich kenne ich keinen Hersteller der die importiert. Das hat unter anderem damit zu tun, das der Kunde einfach nur billig
wünscht und da kann man nicht mit High Tech Membranen kommen.
mfg
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Postby omega » 06 Nov 2012 23:30
Hallo Enrico,

DiAmigo wrote:@Markus:
Was kostete (bzw. kostet heute) solcheine Anlage, die du als "nächstgrößere" bezeichnet hast?

die kostete etwas über EUR 100,- inkl. Manometer. War von West Aqua. Gibt's dort aber nicht mehr. Bei 24°C und 4bar schafft sie 380l/d, bei 10°C und 4bar 150l/d.
Als Auffangbehälter nutze ich 2 Curver Herculestonnen á 70l. Gibt's in jedem Baumarkt.

Die ganz große, die Direct-Flow UOA mit ca. 1000l/d, habe ich mir geholt, weil ich es Leid bin, das Bad aufzuwischen, weil ich wieder mal vergessen habe, die UOA abzustellen. Braucht die UOA mehrere Stunden, bis eine Tonne voll ist, läuft sie ab und zu mal über.
Bei der Direct-Flow UOA wäre die Tonne ratz fatz voll, wenn ihre Druckerhöhungspumpe nicht heiß laufen würde und ich sie deshalb max. 1h am Stück betreiben darf. Die hängt an einer Zeitschaltuhr, damit weder die Pumpe heiß laufen kann noch die Tonne mehr überläuft.
Ein Magnetventil kann man sich aber auch selbst für jede beliebige UOA besorgen und per Zeitschaltuhr betreiben. Dann läuft einem auch bei einer günstigeren UOA ohne Magnetventile und Pumpe nix mehr über.

Grüße, Markus
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Postby DiAmigo » 07 Nov 2012 13:06
Servus ihr Zwei,
ich werde dann mal schauen ob ich vllt den Druck iwie messen kann.
Ehrlich gesagt dachte ich nicht dass es so ein Akt ist eine Umkehrosmoseanlage zu kaufen... :sceptic:
Sollte der Druck nicht hoch genug sein (wie hoch soll er eig sein? :D ), was machen wir dann?

grüße
enrico
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Postby jgottwald » 07 Nov 2012 13:58
Hallo Enrico
nun das ist alles relativ, ich denke aber das ein Fehlkauf dich Geld kosten wird und da sollte man im Vorfeld doch etwas überprüfen. Du baust doch in dein Haus auch keine Heizung ein, ohne den Wärmebedarf zu kennen, oder?
mfg
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Postby omega » 07 Nov 2012 22:46
Hallo Enrico,

DiAmigo wrote:Ehrlich gesagt dachte ich nicht dass es so ein Akt ist eine Umkehrosmoseanlage zu kaufen... :sceptic:

ist es doch gar nicht. Ich wohne auch in München, hab mir damals die erste UOA (von Dennerle) geholt, angeschlossen, funktionierte einwandfrei. Ich hab' hier (innerhalb des Mittleren Rings) knapp 4bar im 2. Stock eines 10-geschossigen Wohnhauses. Damals im 2. (obersten) Stock einer 3-geschossigen Wohnanlage (Freimanner Heide) mußte der Druck etwas geringer gewesen sein, da die Permeatleistung dieser UOA dort etwas geringer ausfiel. Gereicht hat es aber allemal.

Sollte der Druck nicht hoch genug sein (wie hoch soll er eig sein? :D ), was machen wir dann?

Dann entweder mit dem Eigentümer sprechen, daß er den Druck so weit erhöht, so daß in Deiner Wohnung >=3bar ankommen, oder eine Druckerhöhungspumpe kaufen.

Grüße, Markus
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Postby DiAmigo » 08 Nov 2012 21:00
Hallo ihr Beiden,
erfreuliche Nachrichten!
ich habe etwa 4,1 Bar auf der Leitung, die ich anzapfen würde :thumbs:
Jetzt gehts daran die geeignete Anlage zu finden :)

grüße Enrico
DiAmigo
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Postby jgottwald » 09 Nov 2012 06:38
Hallo Enrico
jetzt musst du dir die Frage stellen: wieviel Wasser in welcher Zeit. Bei der Produktion kalkuliere nicht mit den relativ hohen Zahlen die viele Hersteller angeben(die nehmen einfach die GPD Zahl der Membrane x 3,8) sondern mit GPD (einfach gesagt Leistung der Membrane ) x 2 . So wird aus einer 190 ltr Anlage in der Realität 100 ltr Reinwasser am Tag. und aus deiner 500 ltr Anlage nur 240 ltr am Tag. 240 ltr sind mal gerade 10 ltr die Stunde
mfg
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Postby tc409 » 09 Nov 2012 15:09
Hallo Enrico:

>>>ich habe etwa 4,1 Bar auf der Leitung, die ich anzapfen würde

Ich stehe derzeit vor dem gleichen Problem und aus dem Bauch heraus würde ich sagen, mein Wasserdruck ist eher mau! Wie hast Du denn diesem Wert gemessen ?

Gruß,

Alex
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Postby DiAmigo » 10 Nov 2012 00:42
servus,
naja.. ich will soviel Wasser am Tag wie die stärkste Anlage für ~80€ hinsichtlich der Fördermenge liefert :smile:

@alex:
hab mir n Manometer bei meinem Heizungsmonteur ausgeliehen :wink:

grüße
enrico
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