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Beitragvon addy » 07 Nov 2009 10:49
Hi ihr alle,
ich glaube wir schweifen sehr weit vom eigendichen Thema ab.
Es artet in eine Grundsatzdiskusion über persönliche Vorlieben aus.
Man sollte akzeptieren das jeder über seinen Weg versucht ein Optimum zu finden. Der eine hat Gerringfilterung gute Erfolge ein andere mit einem Vollbestücken Filter.

Bei mir in meinen Becken konnte ich kaum eine Veränderung feststellen ob ich nun kaum oder voll Filterte.
Ich traue mich sagen das mein Wachstum der Pflanzen immer gut ist. Der Filter spielt da nicht die Entscheidende Rolle.
Als Beispiel: Die Farben der Pflanzen konnte ich in meinem aller ersten Layout durch gezielt niedrige oder hohe Makrowerte beliebig verändern. Vor allem die Rotala rotundifolia bietet hier viel Freiraum für "experimente"

@ Tutti,
ich glaube du vermischt zwei Dinge miteinander:
Die Fähigkeit ein Becken nach Amanos Vorbild zu gestalten und die Fähigkeit ein Becken stabil laufen zu lassen.
Beides schließt sich natürlich nicht grundsätzlich aus.
Die Argumente "in Amiland oder Japan" sind ein Bischen fad. Zwar haben diese Nationen bei Contest immer bessere Platzierungen als wir aber das heist ja nicht Automatisch das grundsätzlich die Filterung dafür verantwortlich ist.
Vielmehr haben gerade Asiaten dafür einen gewissen Blick und wachsen förmlich mit solchen Dingen auf. Zumal die Scene dort wesendlich älter ist als bei uns. Die richtige Welle und Mode ein Naturaquarium zu haben hat doch gerade erst begonnen.
Gerade Technisch gesehen sind wir mindestens auf Augenhöhe wenn nicht sogar überlegen.


Ich habe oft das Gefühl das gerade in Internationen Foren der Filter und dessen Bestückung fast keine Rolle spielt. Da wird ohne sich Gedanken zu machen der Filter mit den Sachen bestück die mitgeliefert werden und gut ist.
Hinterfragende Gedanken habe ich bisher noch nie gelesen. Die Frage ist ob man sich überhaupt Gedanken machen muss.
Denn wenn einem eben die Gestaltung des Beckens im Fordergrund steht ist das auch überhaupt nicht notwendig.
Ein schönes Pflanzenwachstum ist mit beiden Varianten möglich und das kann keiner bestreiten.

Meiner Meiung nach sind wir deshalb schon ein bischen was besonderes.
mfG André :hippy:

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Beitragvon DrZoidberg » 07 Nov 2009 12:26
Moin zusammen!
Tja, dann übernehmen wir (Europäer) die Vorreiterrolle in der Geringfilterung. Irgendwo müssen wir mal anfangen die internationale Konkurrenz in die Schranken zu verweisen! :wink:

Spaß beiseite, zu diesem sehr interessanten Thema kann ich auch eine Kleinigkeit beitragen. Vor ca. 2 Wochen habe ich in meinem 200l "Gesellschaftsbecken" unfreiwillig den Eck-HMF entfernt. Die eingeklebten Kabelkanäle hatten sich gelöst... :roll:
Bei der Gelegenheit habe ich mein kleineres Pflanzenbecken auch vom HMF "befreit". Also wurden eigentlich beide Becken vom HMF auf Geringfilterung umgestellt, zumindest wurde die Filterung stark verringert. Das große Becken wird nun von einem Außenfilter nur mit 2 Lagen feinem Schaumstoff betrieben. Mein Moosbecken (20l) wird nun von 3 Zimmerbrunnenpumpen sehr kräftig umgerührt. Nur feinmaschiges Alugewebe habe ich dort als Ansaugschutz verwendet.

Gedüngt wird recht kräftig aber noch unterhalb der Konzentrationen beim EI. Ergebniss der Reduzierung der Filterung ist bei beiden Becken eine Kahmhaut, die ich seit einer Woche nicht in Griff bekomme. Das letzte Mal hatte ich eine Kahmhaut bei der Neueinrichtung eines Beckens vor über einem Jahr... Der Pflanzenwuchs zeigt in den letzten 2 Wochen keine sichtbare Veränderung.
Gruß Christian :fish: :taucher: :fish:
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Beitragvon kurt » 07 Nov 2009 13:13
Hallo zusammen,

Geringfilterung, was ist daran neu außer der Bezeichnung?
In einem funktionierenden Pflanzenaquarium mit passendem Nährstoff-Haushalt braucht man kaum Filterung, nur Strömung.
Die Pflanzenoberfläche als zusätzliche Besiedlungsmöglichkeit reicht da für die Mikroorganismen (Zeit geben) völlig aus.
Gruß Kurt
Unterwassergarten

Einstimmung…
http://unterwasserleben.bplaced.net//Homepage%203/index.html
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Beitragvon nik » 07 Nov 2009 13:39
Hallo Martin,

Martin Krüger hat geschrieben:... da die Schlagwörter "Starkfilterung" oder auch "Geringfilterung" eh nicht geklärt werden.

Geringfilterung unterscheidet sich vom Ansatz, ist aber immer im Beckenkontext zu sehen. Du hast seinerzeit lediglich die Filterung verringert, bis zur Geringfilterung im oben beschriebenen Sinne konntest auch du dich, als vorbelasteter Fischaquarianer, nicht durchringen. Diese innen und/oder außen gewachsenen Wiederstände sind das größere Problem.


Hallo Tutti,

Tutti hat geschrieben:
Ich schrieb zur dicken Filterung und schwachen Düngung ...

Das stimmt doch so nicht mehr,die meisten Leute informieren sich schon über die neuen Düngekonzepte und haben trotzdem Probleme und schreiben ihren Hilfe-Post erst dann,obwohl sie schon im Vergleich zu "früher" :engel: Unmengen an Makros ins Becken kippen.

Hier kommen überproportional viele Neu-User, die hoffen ihr Algenproblem gelöst zu bekommen. Die hatten meist keine Ahnung, dass es Aquascapingszene gibt, geschweige denn EI, PPS/-Pro, PMDD, Makrodüngung, etc.

Du sprichst hier oft von deinem Sohn,die Art und Weise wie er die Aquaristik betreibt kannst du ja gerne als Beispiel heranziehen,aber ich denke mal das die meisten der Leute die hier Rumhängen möchten eben "Powerbecken" betreiben,damit meine ich überdurchschnittlich guten Wuchs mit massig CO2 und richtig Licht auf dem Becken,die wollen keine Wuchslimitierung in welcher Form auch immer.

Die Wuchslimitierung habe ich von Tobi aufgegriffen - und ich sehe es auch so, dass man diese Möglichkeit haben sollte.
Meinem Sohn habe ich ein stabiles geringgefiltertes Sandbecken überlassen. Er kann damit tun was er will, ich schaue halt bei Gelegenheit ins Becken und dann sprechen wir darüber. Das was er treibt ist mit "nicht günstig" freundlich umschrieben. Es zeigt mir, dass das Becken viel stabiler ist als ich es selbst angenommen hatte.

Als Vorschlag könntest du doch mal einen richtigen schönen Artikel zur Geringfilterung verfassen wo man alle Anzätze,Vor-und Nachteile nachlesen kann.
Wie man auch bei Neueinrichtung verfahren soll usw.
Das Ganze würde durch die Unterlegung von üppigen Pflanzenwuchsbildern in Geringfilterbecken auch sehr gut ergänzt werden können,dann kann man sich mal die einzelnen Pflanzen anschauen wie gut die wachsen.
Dann kann man immer mit Link dahin verweisen und man hat alles auf einen Blick parat zusammen und muß sich nicht einzelnen Stücke mit der Forensuche aus einzelnen Themen herraussuchen .

Da gibt es ein paar Probleme
- ich haue schon deshalb nicht auf die Kacke, weil inzwischen ein Shop hinter dem Flowgrow steht und Interessenkonflikte abzuwägen sind. Das ist Tobis Ding.
- Zeit. Im Stile der verschiedenen Artikel habe ich zum Licht geschrieben. Fertig geschrieben ist es schon eine Weile, ich muss "nur noch" die ganzen zugehörigen Grafiken erstellen. Ohne die sind das ca. 20 Word-Seiten geworden. Tobi braucht das dann auch "nur noch" zu formatieren/aufbereiten. Geringfilterung ist ein zu beschreibendes Gesamtkonzept.
- Da gibt es auch Punkte zu denen ich nicht erschöpfend schreiben kann. Der Punkt gedüngter Sand steht noch aus. Es muss dann auch zu Kies geschrieben werden. Bodenflutung beißt sich schon grundsätzlich mit Gesamtkonzept.

Diesen Ansatz wiederhole ich nochmal,was sgt ihr dazu ?

Meist wird hier im Forum zu der Geringfilterung dann noch Sand empfohlen,wenn dazu noch regelmäßig die Scheiben gereinigt werden und größere Pflanzenschnitte erfolgen wo sollen sich denn Bakterien (Mikroflora) bilden,nach meiner Ansicht befindet sich das Becken dann mehr oder weniger immer in einer Kritischen Phase und ist von einem gut eingelaufenen Becken weit entfernt.

Ich fand den - sorry - provozierend herbeikonstruiert und bin deshalb nicht darauf eingegangen. Wenn das einer so macht, dann ist er ein Trottel! Das kam hier nie vor. Bei der Geringfilterung ist das Filtersubstrat immer in Abhängigkeit zur Mikroflora zu sehen. Bei dem Gesamtkonzept sind alle Oberflächen potenzielles Besiedelungssubstrat. Wer trotz gegebener Hinweise trotzdem das "Substrat" (alle Beckenoberflächen) nicht berücksichtigt, hat es nicht besser verdient - aber, das hatten wir hier noch nicht. Das gilt auch nur stärker in der Einlauf-/Umstellungsphase. Später ist das in einem gut bewachsenen Becken kein Thema. Unsere Becken laufen alle so gut, dass eigentlich keines einer Scheibenreinigung bedarf. Beim Fototermin würde ich den Biofilm entfernen. Sonst turnen schon Schnecken darauf herum und die finden die Scheibe ohne Biofilm einfach nicht mehr interessant.

Gedüngt wird recht kräftig aber noch unterhalb der Konzentrationen beim EI. Ergebniss der Reduzierung der Filterung ist bei beiden Becken eine Kahmhaut, die ich seit einer Woche nicht in Griff bekomme. Das letzte Mal hatte ich eine Kahmhaut bei der Neueinrichtung eines Beckens vor über einem Jahr... Der Pflanzenwuchs zeigt in den letzten 2 Wochen keine sichtbare Veränderung.

Es ist egal, was du jetzt düngst, das ist eine Anpassungserscheinung der Mikroflora. Möglich bei so einer abrupten Substrat-/Mikrofloraverringerung sind Kahmhaut, Bakterienblüten und Cyanobakterien. Das ging zu schnell. Hättest du das Becken mit der ausgedrückten Matte "eingesaut", wäre wahrscheinlich nichts passiert. Beseitigen kannst du das durch konsequentes Abnehmen der Kahmhaut, gälte auch für die anderen Erscheinungen. Es geht darum Filtersubstrat zu reduzieren, nicht Mikroflora. Die wird ins Becken verlagert und das bringt eine gewisse Sorgfaltspflicht mit sich.

Gruß, Nik
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Beitragvon MarcelD » 07 Nov 2009 13:52
Hallo zusammen,

dann will ich auch mal meinen Senf dazugeben... :D
Ersteinmal finde ich es recht problematisch, den Filter isoliert von anderen Themen zu behandeln, denn im Prinzip stehen doch alle Komponenten wie Licht, Düngung, Filterung, Besatz, CO2,... in einer "Wenn: Dann..." Beziehung zueinander, und das teilweise (?) auch noch kreuzweise.
Dass die "Filterleistung" eines wirklich gut und dicht bepflanzten Beckens ohne zwangsdurchströmte Filtermedien durchaus ausreicht, um die anfallenden "Schadstoffe" eines (geringen) Besatzes abzubauen, steht denke ich außer Frage.

Eine gewisse Sicherheitsreserve einzubauen, macht meiner Meinung nach Sinn. So hängen an meinen Becken Außenfilter mit recht hoher Umwälzleistung. Diese sind alle mehr oder weniger stark mit "stinknormalen" Keramikröllchen und etwas Schaumstoff gefüllt. Wie einige vielleicht noch wissen, bin ich ja ebenfalls mit Algenproblem hier gelandet, zu der Zeit tummelten sich auch Hochleistungsfiltermdien wie Siporax und Co. in meinem Filter, Makronährstoffe wurden keine verabreicht (der Besatz war auch deutlich höher, als er das heute ist). Hier hörte ich auch zum ersten Mal von "Geringfilterung", in der aquaristischen Literatur war davon natürlich nichts zu lesen.
Zu diesem Zeitpunkt dachte ich einfach "ein paar" Jahre zurück, an den Beginn meiner Aquaristiklaufbahn vor etwa 20 Jahren. Mein Vater (der mich mit dem AQ-Virus infizierte :D ) betreibt seitdem ich denken kann, faszinierende Aquarien. Übrigens bei den "alten" Contests, den "Heimbeckenschauen" mehr als erfolgreich. In den Filtern der zu dieser Zeit von ihm eingerichteten Becken waren stets die besagten Keramikröllchen zu finden, zusammen mit etwas Filterwatte. Mehr nicht.
Algen waren in den Becken auch nie zu sehen... konnte also nicht ganz verkehrt sein, dachte ich, und machte mich ans Werk. Filter von jetzt auf nun umgestellt auf Keramikröllchen, Makronährstoffe gedüngt und innerhalb von etwa acht Wochen war der Pott algenfrei. Zu meiner Freude blieb das auch so, so dass ich nachfolgende Becken stets nach diesem Muster einrichtete, wie man anhand der von mir eingestellten Bilder sehen kann, funktioniert das ganz zufrieden stellend.

Nun stellt sich mir -zumindest in der Theorie- die Frage, warum "Hochleistungsfiltermedien", wie Siporax und Co. in einem extrem betrieben Pflanzenbecken mit zusätzlicher Makronährstoffdügung überhaupt eingesetzt werden. Denn dass sich in den feinen und feinsten Poren dieser Medien früher oder später Bakterien ansiedeln, die sich an dem "mühsam" in's Becken gebrachten Stickstoff erfreuen ist denke ich ebenfalls unbestritten.

Um die bereits angesprochene leichte Knappheit von Makronährstoffen und den damit verbundenen kompakteren Wuchs der Pflanzen zu verursachen, würde es doch auch vollkommen genügen, einfach wenig(er) zu düngen, oder?



Schöne Grüße,
Marcel.

Bitte sendet mir keine geschäftlichen Anfragen als private Nachricht.
Gerne helfen wir dir telefonisch unter +49 531 2086358 (Mo.–Fr. 9–17 Uhr) oder per E-Mail unter huhu@aquasabi.de weiter.

Lass es wachsen!

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Lebenskunst ist nicht zuletzt die Fähigkeit, auf etwas Notwendiges zu verzichten, um sich etwas Überflüssiges zu leisten.
(Vittorio de Sica, 1902-1974)
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Beitragvon Roger » 07 Nov 2009 15:14
Hallo Tutti!

Meist wird hier im Forum zu der Geringfilterung dann noch Sand empfohlen,wenn dazu noch regelmäßig die Scheiben gereinigt werden und größere Pflanzenschnitte erfolgen wo sollen sich denn Bakterien (Mikroflora) bilden,nach meiner Ansicht befindet sich das Becken dann mehr oder weniger immer in einer Kritischen Phase und ist von einem gut eingelaufenen Becken weit entfernt.

Nach meiner Erfahrung ist der Rückschnitt der Pflanzen unkritisch. Besonders denke ich aber, das die Besiedlungsfläche von Sand als Bodengrund unterschätzt wird und die darauf existierende Mikroflora schon ausreicht zur Nitrifizierung.
Das habe ich bemerkt, als ich mein Becken mal fast kpl. neu aufgesetzt habe. Alle Pflanzen und Deko Elemente wurden desinfiziert und das Filtermaterial kpl. erneuert. Nur der Granatsand und recht viele Fische blieben im Becken.
Nitrit gab es am nächsten Tag ganz gering und eine weiteren Tag danach nicht mehr. :shock:
Gruß
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Beitragvon Biotoecus » 07 Nov 2009 17:25
Hallo Nik,

nik hat geschrieben:Hallo Martin,

Martin Krüger hat geschrieben:... da die Schlagwörter "Starkfilterung" oder auch "Geringfilterung" eh nicht geklärt werden.

Geringfilterung unterscheidet sich vom Ansatz, ist aber immer im Beckenkontext zu sehen. Du hast seinerzeit lediglich die Filterung verringert, bis zur Geringfilterung im oben beschriebenen Sinne konntest auch du dich, als vorbelasteter Fischaquarianer, nicht durchringen. Diese innen und/oder außen gewachsenen Wiederstände sind das größere Problem.
Gruß, Nik


Lass mich das noch mal Revue passieren:
Ich hatte damals ein 240Liter AQ.
Daran hing ein vollgestopfter Eheim 2026 mit 4,9 Liter Filtermaterial.
Und ein Fluval 2 Plus mit den zugehörigen Schwämmen.

Den Fluval räumte ich komplett aus.
Der Eheim wurde bis auf eine Matte entleert.
Diese Matte hatte die Abmessungen 16 x 16 x 5cm.

Der damalige Fischbesatz waren 100 Paracheirodon axelrodi.

Ich denke nicht, dass ich da damals Widerstände hatte.

Nik, ich will hier nicht was durchboxen. Das liegt mir völlig fern.
Nur, wenn ich nun mal die diese Geringfilterung ins Fadenkreuz nehme, dann benötige ich gerade auf Grund meiner Beobachtungen mal ein paar Kennzahlen.
Wenn du nun sagst: "Mönsch, nimm doch einfach einen Schaumstoffwürfel am Ansuagstutzen dem Filter bei der Beckengröße und schmeiss die Fische weg" dann hab ich da kein Problem mit.

In meinem Fall wollte ich das Filtermaterial nicht weiter reduzieren.

Und hier komme ich noch einmal auf diese Rechnung mit den Faktoren zurück.
Erste Stufe: 4,9 Liter Filtermat. / 240 Liter = 0,02l Filtermaterial pro Liter AQ Wasser
Zweite Stufe: 1,28 Liter Filtermat. / 240 Liter = 0,005l Filtermaterial Pro Liter AQ Wasser

Die Zweite Stufe ist etwa 1,6 mal mehr Filtermaterial pro Liter Wasser, wie in einem normalen 54 Liter AQ mit einem Fluval 2 Plus:
Filtermaterial: 10,5 x 5,5 x 3,0cm = 0,17 Liter / 54 Liter = 0,003l Filtermaterial pro Liter Wasser

Solltest Du nun wirklich meinen, Geringfilterung wäre eine Schaumstoffmatte über dem Ansaugstutzen, dann wären wir wieder beisammen.

4x4x4cm/1000 = 0,064l / 240 Liter = 0,00027l Filtermaterial pro Liter Wasser.

Denn dann bewegen wir uns um einige Potenzen in verschiedene Richtungen.

Und nun müssten wir heraus finden wie diese Volumen an Filtermaterialien in Bezug auf Beckenvolumen, Dünger verstoffwechseln, zurückhalten oder wie auch immer.
Denn gedüngt wird nach Beckenvolumen und nicht nach Filtervolumen.

Das ich hier so richtig "statisch" daher komme weis ich. :D

Beste Grüße
Martin
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Beitragvon nik » 08 Nov 2009 08:19
Hallo Martin,
Martin Krüger hat geschrieben:...
Den Fluval räumte ich komplett aus.
Der Eheim wurde bis auf eine Matte entleert.
Diese Matte hatte die Abmessungen 16 x 16 x 5cm.

Der damalige Fischbesatz waren 100 Paracheirodon axelrodi.

Ich denke nicht, dass ich da damals Widerstände hatte.

Nee, liest sich wirklich nicht so. Dann nehme ich alles zurück und verbuche es halt unter präseniler Demenz. ;)

Nik, ich will hier nicht was durchboxen. Das liegt mir völlig fern.
Nur, wenn ich nun mal die diese Geringfilterung ins Fadenkreuz nehme, dann benötige ich gerade auf Grund meiner Beobachtungen mal ein paar Kennzahlen.
Wenn du nun sagst: "Mönsch, nimm doch einfach einen Schaumstoffwürfel am Ansuagstutzen dem Filter bei der Beckengröße und schmeiss die Fische weg" dann hab ich da kein Problem mit.

Aber ich, weil Pflanzenmasse und Bodengrund unberücksichtigt bleiben. Du kriegst keine Zahlen wieviel Schwamm bei welcher Beckengröße, Fisch, Licht, Bodengrund, Düngung, etc.! Du startest mit zu wenig Filtersubstrat, erhöhst es sukzessive und schaust vor allem ins Becken ob's schön ist. Das Resultat ist eine gesicherte Nitrifikation und ein minimierter Einfluss der Substratfilterung auf die Nährstoffsituation. Damit kann ich direkter die Wassersäule in meinem Sinne verändern. Deshalb nehme ich auch Sand (und weil er praktischer ist). Wenn ich weiß, was für ein Becken das werden soll, kann ich eine grobe Empfehlung geben. Die Nitrifikation ist zu berücksichtigen, aber weißt du wieviel Filtersubstrat es in einem Pflanzenbecken auch mit viel Fisch(futter) braucht? Erstaunlich wenig. Und wenn es soviel Fisch(futter) wird, dass es zu Problemen kommt, ist es fraglich das dann mit tüchtig Filtersubstrat lösen zu können.
Eine Düngeempfehlung á la 10ml/100L in der Woche liest sich wie Kennzahl ist aber nur zur Orientierung, denn die zu düngenden Becken unterscheiden sich erheblich. Die Anpassung der Substratfilterung bei der Geringfilterung hat das Ziel einer möglichst geringen Nährstoffbeeinflussung und deshalb wird es von "zu wenig" bis zu einem im Becken zu sehenden gewünschten Ergebnis in der Menge erhöht. Starkfilterung ist einfach ein großer Filter dran, der Rest des Setups muss darauf abgestimmt werden. Das ist hier nicht in Frage zu stellen, weil nicht das Thema, die Unterschiede in Düngung und Pflanzenwuchs sind es. Ich weiß, dass Fragen offen bleiben, aber bitte Fadenkreuz im eigenen Thread ausrichten.

Gruß, Nik
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Beitragvon Biotoecus » 09 Nov 2009 19:27
Hallo Nik,

OK, vergessen wir das theoretische Erbsenzählen. War ein Fehler von mir. Entschuldigung.

Hier mal ein Aquarium 40/40/60cm, Beleuchtung 70W HQi, Osram 942. Mattenfilter.

Bild

Detail der P. stellatus in diesem AQ:

Bild

Bild

Bild

Am gleichen Tag setzte ich Ableger der gleichen Mutterpflanzen in andere Aquarien.

130/70/50cm. 5 x 36W T8, Eheim 2026 und 2028:
Bild

130/70/60cm, 4 x 54W T5 + 2 x 36W T8, Fluval 405:
Bild

Beste Grüße
Martin
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Beitragvon J4CKY » 10 Nov 2009 14:26
hallo,
mich würden mal die unterschiede interessieren die man hat, wenn man das Ansaugrohr und den Ausströmer auf der selben Aquariumseite hat, bzw wenn man sie auf beide Aquarienseiten verteilt hat.

bei mir ist im moment beides auf beide seiten verteilt und ich sehe eine menge mulmablagerung unter dem ausströmer (das eheim rohr mit den löchern)

bin am überlegen ob ich ansaugrohr und ausströmer auf die selbe seite bringe. ich erhoffe mir davon das es keine Ablagerungen mehr unter dem ausströmer gibt, und das ansaugrohr mehr mulm absaugt. habe aber auch bedenken ob sich dann das selbe problem auf der seite ohne ansaugrohr auftritt.

ich denke mal das ist auch ein faktor der zur Filterleistung beiträgt.
oder soll ich dafür ein eigenes Thema aufmachen.

Gruß Tobi
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Beitragvon Bratfisch » 13 Nov 2009 22:39
Tutti hat geschrieben:Des Weiteren könnte es sein (wieder ne Vermutung) das, da ich meine WW immer mit Leitungwasser mit extremen Sauerstoffgehalt direkt aus der Leitung vornehme es wieder zu Rücklösungen aus dem mit Nährstoffen angereichertem Filtersubstrat kommt!


Das Gegenteil ist der Fall. Ein hohes Redoxpotential läßt Nährstoffe ausfallen oder unterstützt ihre Fixierung. Die Steigerung von O², also O³, macht dieses Prinzip überdeutlich. Ozon haut alles aus dem Wasser was vorher noch in Lösung war. Mein "Wissens"stand: Rücklösungen erfolgen bei niedrigen ph-Werten, bei einem niedrigen Redoxpotential, in anaerobem Milieu. Nährstoffe fallen aus mit Calcium, mit Phosphor. Nährstoffe werden komplexiert, in Lösung gehalten: von Humin- u. Fulvostoffen (natürlichen und sich in minder oder mehr standzeitlangen Aquarien von selbst bildenden Komplexbildnern) und eben den künstlichen, vom Betreiber eingebrachten Chelatoren.

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Beitragvon werner » 13 Nov 2009 23:40
Hallo zusammen,

ein wirklich interessantes Thema.. :)

Genau so ist es, wie mein vorredner es vorbildlich zitiert.

Das Redoxpotential spielt eine große Rolle bei der Verfügbarkeit der Nährstoffe im Aquarium.
Ein zwangsdurchströmter großer Filter, wird zwangsläufig unberührt früher oder später Nährstoffe freisetzen.
Weil er mit zunehmenden Verschmutzungsgrad den Sauerstoffgehalt im Aquarium reduziert und somit reduktiv arbeitet.

Zunächst aber wird er eine Menge Nährstoffe ausfällen und an sich binden, was wirklich nicht förderlich ist.
Deshalb bin ich ein Beführworter der Geringfilterung.

Wenn wir von Geringfilterung sprechen sollten wir auch die gesammte Oberfläche wie Pflanzen, Deko, Bodengrund ,Aquariumscheiben unsw. mit einschließen.
Und nun stellt sich mir die Frage, ob eine zu starke Strömungspumpe nicht kontraproduktiv ist !?

Meinen üppigsten Pflanzenwuchs hatte ich im Riff, mit kaum nachweisbarer Strömung und so gut wie Filterlos.
Gruß
Werner
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Beitragvon nik » 14 Nov 2009 00:26
Hallo zusammen, hallo Werner ;) ,

das Redoxpotenzial, respektive den rH-Wert würde ich nicht überbewerten. Häufig wird hoher O2-Gehalt(-> hohes Redoxpotenzial) mit Nährstofffällungen in Verbindung gebracht. Ich hatte das auch im Hinterkopf - aber dann dazu ein Becken in Betrieb, welches mit absurd hohen O2-Gehalten, idR ständig jenseits der Sättigungsgrenze lief und ich zermarterte mir lange, lange den Kopf, warum das trotzdem so gut funktionierte. Heute mach ich mir keinen Kopf mehr, die übliche Chelatierung hält, speziell Fe, ausgezeichnet verfügbar. Das Becken war mit minimiertem Filtersubstrat, aber auch wenig Strömung. Alles eher zur Verwirrung geeignet. Ich betrachte so etwas dann nicht als "essenziell", bzw. zeigt es die mögliche Bandbreite auf.

Gruß, Nik
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Beitragvon Sabine68 » 14 Nov 2009 09:26
Hi Werner,

Und nun stellt sich mir die Frage, ob eine zu starke Strömungspumpe nicht kontraproduktiv ist !?


Das kommt sicherlich auch auf die Pflanzenart und auf den Aufbau des Beckens an.
In meinem Riff kam ich besser mit relativ starker Strömung zurecht und Harald hatte in seinen Riffs Probleme mit den dicken Moospolstern bei zu wenig Strömung.
Mein Cocoon mit ausschließl. Blyxa hat kaum Strömung - da ist nur 'ne kleine Zimmerspringbrunnenpumpe zur Co2-Verteilung drin
Viele Grüße
Sabine


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Beitragvon werner » 14 Nov 2009 10:43
nik hat geschrieben:Hallo zusammen, hallo Werner ;) ,

das Redoxpotenzial, respektive den rH-Wert würde ich nicht überbewerten. Häufig wird hoher O2-Gehalt(-> hohes Redoxpotenzial) mit Nährstofffällungen in Verbindung gebracht. Ich hatte das auch im Hinterkopf - aber dann dazu ein Becken in Betrieb, welches mit absurd hohen O2-Gehalten, idR ständig jenseits der Sättigungsgrenze lief und ich zermarterte mir lange, lange den Kopf, warum das trotzdem so gut funktionierte. Heute mach ich mir keinen Kopf mehr, die übliche Chelatierung hält, speziell Fe, ausgezeichnet verfügbar. Das Becken war mit minimiertem Filtersubstrat, aber auch wenig Strömung. Alles eher zur Verwirrung geeignet. Ich betrachte so etwas dann nicht als "essenziell", bzw. zeigt es die mögliche Bandbreite auf.

Gruß, Nik


Hi Nik,

wer kennt nicht den Zustand, wenn ein Filter sich zusetzt und nur noch mit viertel Leistung läuft.
Da konnte ich jedesmal eine Wuchsteigerung meiner Pflanzen beobachten.

Der Sauerstoffgehalt spielt denke ich wohl eine Rolle, nur spielen hier viele andere unbekannte mit rein.

Ich kann bei mir in der ersten Tageshälfte beobachten, das die Pflanzen am farbenfrohesten sind.
Danach kann ich Stagnation feststellen. Alle Messbaren Werte im "Optimum".
Wenn ich jetzt das Licht für 3-4 Std. ausschalte und wieder on, verliert sich die Stagnation für eine kurze Zeit und die Pflanzen erstrahlen in den schönsten Farben.
Ich denke das ein Gleichgewicht von Oxidation und Reduktion hier eine Rolle spielt.
Das selbe kann ich beim starken drosseln meines Filters beobachten oder wenn ich die Beleuchtungsintensität reduziere.

Ein weiteres Phänomen das Tageslicht, die Becken mit Tageslichteinfall Südfenster / Westfenster funktionieren immer am besten.
Besonders an sonnigen Tagen, da werden die Pflanzen sattgrün und blubbern wie sau. :shock:
Ich meine Tuttis Becken und auch so einige hier, bekommen auch eine Menge Tageslicht. :wink:
Der positive Efekt ist eindeutig, nur das warum ist mir schleierhaft.

Hallo Sabine,

ja das glaube ich dir, deshalb kann man nicht alle Becken miteinander vergleichen, weil zu viele Einflüsse hier mit einwirken.
Gruß
Werner
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