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Postby cyclops » 20 May 2011 11:23
perfekt! Vielen Dank dass ihr mir so prompt und professionell geholfen habt!

:top:
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Postby cyclops » 20 May 2011 11:38
ich will das teilentsalzte Wasser 1/1 mischen, da ich dann rechnerisch (Wasserwerte der Stadtwerke München) auf

http://www.swm.de/dms/swm/dokumente/m-w ... ewerte.pdf

Magnesium von 10 und Calcium von 40 kommen würde... eigentlich perfekt oder?

Nun überlege ich, ob ich TE Wasser/Leitungswasser 2/1 mische, dann würde ich auf KH 4,5 kommen und

Magnesium 7 und Calcium 27 mg/l. Ist doch auch noch gut, oder? (hab im Nährstoffrechner bei Zielwerten nachgesehen. das Verhältnis Mg/Ca wäre dann immer noch 1/4, was ja im Forum als bestes Verhältnis gilt, oder?)

Was würdet ihr machen, Variante 1 oder 2? Was ist für die Pflanzen besser?

Wie schnell würdet ihr die Pflanzen an das weichere Wasser umgewöhnen? Für die ist der Wandel der KH von 14 auf 4 schon ziemlich stressig, oder?

Mit freundlichen Grüßen, Moritz
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Postby Wuestenrose » 20 May 2011 11:41
Hallo,

cyclops wrote:Nun überlege ich, ob ich TE Wasser/Leitungswasser 2/1 mische, dann würde ich auf KH 4,5 kommen und

Magnesium 7 und Calcium 27 mg/l. Ist doch auch noch gut, oder?
Das ist sogar noch besser, weil die meisten Pflanzen von diesem weicheren Wasser profitieren.

Wie schnell würdet ihr die Pflanzen an das weichere Wasser umgewöhnen?
Ich würde mir keinen großen Kopf machen und die Wasserwechsel einfach mit dem "neuen" Wasser durchführen. Dann nähern sich die Werte im Aquarium an die Zielwerte an.

Viele Grüße
Robert
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Postby nik » 20 May 2011 13:30
Hallo Moritz,

die KH "sucht man sich aus", je nachdem wieviel CO2 man haben will. Ich bin eh nicht so ein Fan von hohen CO2-Gehalten, sehe einfach keine Notwendigkeit darin. Eine geringe KH hat schon was. Ein geringer CO2-Gehalt bedeutet nicht automatisch eine Limitierung in CO2. Allerdings empfiehlt sich bei geringen CO2-Gehalten eine Regelung, die das entzogene CO2 sofort nachführt. Ungeregelt kann das erhebliche pH-Schwankungen nach sich ziehen. Je geringer die KH, desto sinnvoller ist eine CO2 Regelung. Mir ist eine geringe KH wichtiger als hohe CO2- Gehalte. Beim pH-Wert will ich in dem Korridor von 6,3-7 bleiben - ist günstiger für die Nährstoffverfügbarkeit. Im Extrem war das dann ein Wasser mit irgendwas < 0,5KH, einem CO2-Gehalt kleiner/gleich 10mg/l und einem pH um 6,3. Die Anzeige der pH-Regelung konnte man vergessen, aber die Regelung funktionierte. Das Becken blubberte wie blöde. Als ich mich diese KH traute, war das Becken aber schon lange vorher sehr stabil gelaufen. Das war auch danach weiterhin ausgesprochen stabil.

Bei KH4 ist das noch recht übersichtlich, wenn man das CO2 über Magnetventil und Zeitschaltuhr beeinflussen kann, sollte sich der pH-Wert/CO2-Gehalt ausreichend stabil halten lassen. Schau dir einfach mal so eine pH-CO2-KH-Tabelle an.

Gruß, Nik
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Postby Wuestenrose » 20 May 2011 15:18
Hallo,

Wuestenrose wrote:Man kann alles beliebig kompliziert machen.
Ja, und ich gehöre auch zu den Verkomplizierern :oops:. Der Faktor 2,8, den ich für mich zur Errechnung des Säureäquivalents gebraucht habe, kürzt sich am Schluß wieder raus. Vereinfachte Rechnung: GH-KH = 2 Punkte. Also braucht man zur Neutralisation von einem Teil teilentsalzten Wassers 2 Punkte/14 (das ist die KH des Leitungswassers) 1/7 Teil Leitungswasser.

Q.e.d,
Robert
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Postby cyclops » 20 May 2011 18:57
hallo leute,

ich hab jetzt mit dem Herrn Gralla geredet, und der hat mir von der ganzen Sache abgeraten. Er meinte, dass ich den Leitwert mit dieser Methode erhöhe, selbst wenn ich das Wasser mit Leitungswasser vermische...

jetzt weiss ich nicht was ich tun soll...

Mit freundlichen Grüßen; Moritz
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Postby Wuestenrose » 20 May 2011 19:08
Hallo,

cyclops wrote:Er meinte, dass ich den Leitwert mit dieser Methode erhöhe, selbst wenn ich das Wasser mit Leitungswasser vermische...
Leitfähigkeit, bitte. Da hat der gute Herr Gralla leider unrecht. Er verkauft zwar Ionentauscher, aber mit der dahinerstehenden Chemie steht er leicht auf Kriegsfuß.

Die Teilentsalzung vermindert tatsächlich die Leitfähigkeit, weil alle Kationen zu H+ getauscht werden und das dann mit dem (Hydrogen-)karbonat reagiert und als CO2 flöten geht. Umso mehr, je KH-lastiger das Wasser ist. Somit vermindert auch die Teilentsalzung tatsächlich den Ionengehalt und damit die Leitfähigkeit. Miß es halt einfach mal nach.

Viele Grüße
Robert
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Postby cyclops » 20 May 2011 19:21
hallo Robert,

das Problem das ich habe, ist, dass ich keine solche Geräte habe. Ich hab nicht so viel Geld und muss daher mein Zeug selbst basteln...

Ich bin also gezwungen, anderen Leuten zu glauben. Kann nichts selbst nachmessen. Das einzige was ich habe, ist ein KH Messtest.

Ich dünge, mische Wasser, etc... und kann nichts davon nachmessen. das sollte ok sein, da ich hoffe nichts falsch zu machen:

düngung: EI --> WW von 50% Wöchentlich + hohe Düngung : keine Dünger Akkumulation möglich.
Wasser mischen: solange mein Kationentauscher einigermaßen konstantes Wasser macht (KH KOntrolle) und mein Leitungswasser annähernd ähnlich bleibt, habe ich dauerhaft gleiche Werte in meinem Becken, ohne aber zu wissen, wie die WErte genau sind...

Nur so damit ihr einen Einblick bekommt und versteht, dass ich nicht jedes Gerät habe :cry:

Gruß Moritz
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Postby Wuestenrose » 20 May 2011 20:14
Hallo,

'nen Leitfähigkeitsmesser halte ich, gerade bei der Wasserpanscherei, für recht wichtig, wichtiger noch als andere Meßgeräte oder -Mittel. Vielleicht denkst Du mal über eine solche Anschaffung nach.

Viele Grüße
Robert
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Postby Fino » 20 May 2011 20:31
Hallo Robert,
Dazu braucht man keine Trinkwasseranalyse, die angegebenen Härtewerte reichen. Moritz' Wasser ist 14/2.8=5 mval KH und 16/2.8=5,7 mval GH hart. Die 0,7 mval Unterschied sind nach der Entsalzung starke Säuren. Um die gerade eben zu neutralisieren, muß er zu einem Teil teilentsalzten Wassers 0,7/5=0,14 Teile (ein Siebtel) Leitungswasser dazumischen.

Ich habe zwar keinen Teilentsalzer, nach meinem Verständnis müssten aber auch die H+-Ionen berücksichtigt werden, die gegen K und Na getauscht werden. Oder lässt der Teilentsalzer die links liegen?

Viele Grüße
Klaus
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Postby Wuestenrose » 20 May 2011 20:42
Hallo Klaus,

Fino wrote:Ich habe zwar keinen Teilentsalzer, nach meinem Verständnis müssten aber auch die H+-Ionen berücksichtigt werden, die gegen K und Na getauscht werden. Oder lässt der Teilentsalzer die links liegen?
Nö, tut er nicht, ich selber habe sie links liegen gelassen :oops:. Zu meiner Verteidigung möchte ich vorbringen, daß in den meisten Leitungswässern Natrium und Kalium nicht die große Rolle spielen. In Moritz' Münchner Wasser sind machen die zusammen gerade mal 0,22 mval aus gegenüber 5,74 mval Ca+Mg.

Viele Grüße
Robert
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Postby nik » 20 May 2011 21:24
Hallo Moritz,
Wuestenrose wrote:
cyclops wrote:Er meinte, dass ich den Leitwert mit dieser Methode erhöhe, selbst wenn ich das Wasser mit Leitungswasser vermische...
Leitfähigkeit, bitte. Da hat der gute Herr Gralla leider unrecht. Er verkauft zwar Ionentauscher, aber mit der dahinerstehenden Chemie steht er leicht auf Kriegsfuß.

Das kann ich bestätigen.

Ich nehme an, du hast ein Indikatorharz, das seine Erschöpfung anzeigt.

Gruß, Nik
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Postby Fino » 20 May 2011 21:44
Hallo Robert,
in den meisten Leitungswässern Natrium und Kalium nicht die große Rolle spielen.

Ja, kann schon sein. Da fehlt mir der Überblick. Bei uns hier in der Gegend ist der Anteil leider (Natrium) mit rd. 20 % an den Äquivalenten deutlich höher. Aber das ist auch nicht so entscheidend, mir gings nur um den Ansatz.

Viele Grüße
Klaus
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Postby cyclops » 20 May 2011 22:26
mich würd das ganze etwas genauer interessieren. Hoffe ich nerve euch nicht? Ich muss es schliesslich auch ausnützen, wo ihr so fundierte Antworten gebt....

Diese Säuren, die mein Kationentauscher erzeugt, sind Schwefelsäure, Salpetersäure, Salzsäure, Phosphorsäure.
Woraus entstehen die?

Schwefelsäure aus z.b. CaSO3?
Salpetersäure aus z.B. KNO3?
Salzäure aus NaCl?
Phosphorsäure aus ?

Entzieht mein Kationentauscher z.B. das Calcium aus CaSO3 und das SO3- verbindet sich mit dem H+ zu H2SO4?
Entsteht Salzäure z.B. dadurch, dass aus NaCl Na+ getrennt wird und durch ein H+(vom Kationentauscher bereitgestellt) ersetzt wird?
WIe kann ich mir das vorstellen?

Wenn ich nun Leitungswasser zu dem teilentsalzten Wasser zusetze, was passiert dann mit den Säuren. Wie neutralisieren die sich und mit was?

Sorry für meine vielen Fragen!

Mit freundlichen Grüßen; Moritz
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Postby cyclops » 21 May 2011 13:24
Hallo Leute,

heute hab ich mal mein Wasser messen lassen:

Leitfähigkeit TE Wasser: 500
Leitfähigkeit Mischwasser (2 Teile TE Wasser, 1 Teil Leitungswasser): 190

Mein Leitungswasser hat laut Stadtwerken eine Leitfähigkeit von 470.

Lassen sich diese WErte erklären? Kann man hieran sehen, dass die Säuren neutralisiert werden und somit die Leitfähigkeit abnimmt?

Falls ich das TE Wasser mit genau so viel Leitungswasser verschneide, dass gerade etwas KH messbar ist, sollte doch die Leitfähigkeit noch geringer als die 190 sein? Vielleicht nahe 0?

Mit freundlichen Grüßen, Moritz
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