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Postby Biotoecus » 12 Dec 2014 13:57
Hi,
es geht darum zu überprüfen welche Reste man an durchsichtigen Kunststoffen noch stehen hat.
Oder darum ob eventuell jemand mal prüfen möchte was er da im Handel erworben hat.
Ich habe da ne orginal CD Hülle angebrannt.
Gruß Martin
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Postby nik » 12 Dec 2014 14:08
Hallo Martin,

nun, auch Zündeln in der Adventszeit kann informativ sein. :D Allerdings bin ich bei meiner Recherche zum Polystyrol auch auf CD-Hüllen als Anwendungsgebiet gestoßen. Die sollten also PS sein und nicht PP. Kennzeichnung habe ich auf den Hüllen aber keine gefunden.
edit: CD und DVD sollten aus Polycarbonat (PC) sein.

Gruß, Nik
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Postby Biotoecus » 12 Dec 2014 14:12
Hi,
kann sein das meine 1988er CD Hülle noch aus PC bestand..... :D
Angebrannt habe das Zeug 2006.
Gruß Martin
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Postby J2K » 12 Dec 2014 17:09
Hi,

java97 wrote:Hallo,
Ich habe mir eben mal das bei ebay angebotene Polycarbonat (Macrolon) angesehen.
Unter den Eigenschaften stand: hydrolyseempfindlich. Das heißt doch, dass es sich unter Feuchtigkeitseinwirkung biegt, oder? Ich bin da skeptisch...


Hydrolyse bedeutet, dass sich der Stoff in Wasser und Wasserdampf zersetzt, was PMMA übrigens auch macht. Der Effekt wird aber erst jenseits unserer Wassertemperaturen interessant.
Dass sich die Platten irgendwann mehr und mehr Durchbiegen hängt damit zusammen, dass Kunststoffe stärker zum Kaltfließen und Relaxieren neigen als Metall oder Glas. Wie schnell das geht hängt unter anderem von dem molekularen Aufbau und der Temperatur (deswegen lieber kein Polystyrol) ab.

Lassen sich die Makrolon-Scheiben evtl. per Heißluftfön bearbeiten, so dass man sie ganz leicht in die entgegengesetzte Richtung biegen kann?

Ja und nein. Man kann es Warmverformen, sollte es aber vorher trocknen, weil es Luftfeuchtigkeit einlagert (noch keine Hydrolyse) und beim Biegen den richtigen Temperaturbereich treffen, sonst kann es nach kurzer Zeit ganz schnell Risse geben. Ganz leicht biegen wird aber eher nichts, weil die Schwerkraft in die andere Richtung will und der Kunststoff auch ein Rückstellbestreben gegen die Verformung hat.

omega wrote:Hallo Hans,

Polycarbonat vergilbt unter UV-Licht, ist also für die Aquaristik - vor allem die Meerwasseraquaristik - ungeeignet. Bei LED-Beleuchtungen für's Süßwasser mag das anders aussehen.

Grüße, Markus


Das macht PMMA auch. Mittels Additiven, lässt sich der Effekt aber lange Zeit hinauszögern. Viele Hersteller raten aber trotzdem davon ab, weil man nie genau weiß was der Kunde damit treibt und man sie sonst darauf festnageln könnte. Als simple Abdeckscheibe, auf einem nicht zu tiefen Becken, hält PC aber auch das ein oder andere Jahr unter einer Meerwasserlampe durch.

Biotoecus wrote:Hi,
kann sein das meine 1988er CD Hülle noch aus PC bestand..... :D
Angebrannt habe das Zeug 2006.
Gruß Martin


Von den Bildern her könnte das gut sein, Polystyrol raucht gewaltig und hätte nach kurzer Zeit ordentlich getropft.
Grüße

Jendrik
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Postby flatfile » 01 Sep 2015 16:13
Hallo zusammen,

ich grabe diesen alten Thread nochmal aus, da mir Roberts Beitrag schon fast die gesuchten Antworten geliefert hat.

Wuestenrose wrote:
Lichtverlust durch Reflektion bei senkrechtem Durchgang, ohne Berücksichtigung der Verluste im Material selbst:

Glas, PMMA: 8 %
Polycarbonat, Polystyrol, PET: 10 %



Was mich aber noch beschäftigt:
Wie sieht denn mit dem Lichtverlust aus, wenn die Scheibe beschlagen ist oder gar Wassertropfen daran hängen?
Je nach Unterschied zwischen Wasser- und Raumtemperatur ist das bei mir fast immer der Fall. So ´ne richtig schön klare Scheibe habe ich nie auf dem Becken liegen.
Messgeräte um den Unterschied messen zu können stehen mir leider nicht zur Verfügung, daher die Frage, ob das schon mal jemand betrachtet hat und wie groß Lichtverluste dadurch sind.

Beste Grüße
Konstantin
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Postby Plantamaniac » 01 Sep 2015 16:32
Hallo, früher hat man sowas mit dem Fotoapparat bzw. früher mit dem Belichtungsmesser gemessen :sceptic:

Hier bissl was zum lesen zum Thema
http://www.heimbiotop.de/Licht_im_Aquarium.html
Chiao Moni
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Postby Wuestenrose » 01 Sep 2015 18:45
'N Abend...

Eine Fotoapparat oder Belichtungsmesser löst bestenfalls auf 1/3 EV auf. Das heißt, ein Unterschied von 26 % ist gerade noch erkennbar.


Grüße
Robert
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