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Postby Skout » 27 Feb 2010 21:30
@ Dittmar

Es gibt noch die Möglichkeit mit Kuchenglasur, Gelantine oder Wackelpudding.
Irgendwas hatte ich mal gesehen.
Durchsichtig, geleeartig und mit Zucker zubereitet.
Wird langsamer von den Bakterien abgebaut weil se nicht so einfach rankommen.
Viele Grüße,
Alexander
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Skout
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Postby kurt » 28 Feb 2010 13:54
Hallo zusammen,
@Dittmar

Roger wrote:Die Sicherste und gleichmäßigste Art der CO2 Versorgung ist und bleibt dafür eine Druckgasanlage zu verwenden. :wink:

Roger hat recht, am besten noch über eine gute PH-Regelung/Kontroller. :D

Da hast du dich da aber auf ein Experiment eingelassen mit (Zucker und Backhefe!) :shock: , damit wirst du nie die nötige Genauigkeit hinbekommen.

Ich fahre mit Regelung einen PH-Wert von 6,4 bei KH 2.
Die Durchströmung des gesamten Bodengrundes sollte schon eine Woche dauern,
im Zweifelsfall kommt man besser ohne Bodendurchsickerung klar.

Du solltest auch die Blasenzahl im Steigrohr nicht über 10 Blasen pro Minute setzen (zu hohe Strömungsgeschwindigkeit),
die Injektorwirkung ist nicht zu unterschätzen, bei PH-Regelung läuft sie auch nicht durchgehend.

Fange doch einfach mit einer zeitlichen Begrenzung (2 bis 5 Stunden) einmal wöchentlich an.

Die optimale Einstellung suche ich selber noch, aber wie gesagt er wenig, sonst gibt es schwarze absterbende Pflanzenstängel (wäre Indikator). Die Funktion ist aber vorhanden, sonst würde bei mir der Kiesboden nicht schon über
24 Jahre im Aquarium seine Aufgabe erfüllen.
Ein Kiesbodengrund verdichtet sich auch im laufe der Jahre, ohne Auflockerung mind. 30% niedrigere Schichthöhe!
Das Referenz-Becken ist der laufende und von mir eingegebene Unterwassergarten.

Wiederhole hier mal ein Dialog mit Roger zum Bodengrund:

kurt wrote:Hallo zusammen,

Roger wrote:Sand verhält sich äußerst neutral.


hm…..???
Sand oder Kies, was ist besser, welchen Stand haben wir?
Man sollte doch mal die Bearbeitung des Bodengrundes bedenken, in der Landwirtschaft wird das gekonnt und gezielt gemacht.

Aber im Aquarium…? vielleicht mal als Anfang.
Was passiert bei Pflegearbeiten wenn Pflanzen eingesetzt werden, vom völligen abgrenzen zum freien Wasser kann man ja nicht reden.
Der Boden wird durch die benutzte Pinzette gelockert gleichzeitig werden die Stängel oder Wurzeln eingedrückt, es kommen organische Bestandteile mit in den Bodengrund.
Zieht man Pflanzen beim umsetzen heraus (gleichzeitige Bodengrundlockerung) bleiben aber Wurzelreste im Boden, daraus können Faulstellen entstehen, was würden jetzt gesunde Pflanzenwurzeln im Boden bewirken?
Mit Sand hätten wir einen sehr dichten Boden, oft entstehen anaerobe Stellen, wie ist das zu bewerten.
Im Kies wird es ähnlich sein, die Sauerstoffzufuhr wird aber bei lockerem Boden besser sein, günstiger oder schlechter?
Wie könnte man den Boden am besten Düngen oder reichen die durch Pflegearbeiten gegebenen organischen Einbringungen?
Wie kommt man da zu einem Einheitsboden, nicht leicht, geht das überhaupt?
Die Praxis sagt etwas anderes und es gibt noch viele offene Fragen. :roll:
Gruß Kurt
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Postby Skout » 28 Feb 2010 16:52
Ob das Durchsickerungsprinzip auch ohne Antrieb funktioniert?
Einfach mit einer Röhre links und rechts, welche über dem Bodengrund rauskommt.
Der Wasseraustausch würde dann ggf. über Konvektion, aber auf jeden Fall über noch langsamere Diffusion erfolgen.
??
Viele Grüße,
Alexander
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Postby kurt » 28 Feb 2010 20:43
Hallo Alexander,

Skout wrote:Ob das Durchsickerungsprinzip auch ohne Antrieb funktioniert?

Klar funktioniert das, zumindest wenn du über den Zu bzw. Ablauf einen manuellen Wasseraustausch in der Bodenkammer vornimmst. :wink:
Gruß Kurt
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Postby dittchat » 01 Mar 2010 17:33
Hallo zusammen,
vielen Dank für die mitfühlenden Worte - kann ich brauchen.

Doch noch einmal zu dieser Bio CO2 Anlage, ich habe die 1 Woche laufen gehabt, bei den Fischen keinerlei
Veränderung gespührt. Ausgerechnet nach einem Wasserwechsel von etwa 50 - 60 Liter kommt dieser Schock,
könnte da noch etwas anderes die Ursache sein?
Mein Wasser hat Ph 7,8, Gesamthärte 14°dH, habe es auf etwa 25 °c temperiert und langsam eingefüllt.
Auch die anderen Werte des Wassers, nach den Daten der Stadtwerke sind ok, Bodenseewasser (weich), gemischt mit
der Keckquelle (sehr hartes Wasser - das nehmen sogar einige Züchter hier im Umkreis Pur.
Habe nach dem Unfall gemessen - Ph früh 7,38 abends gegen 20:00 7,45, alles ohne CO2.
Werde heute mein neues µS (Leitwert) Messgerät einsetzen, welcher Wert ist aber der richtige ??
Teststreifen 6 in 1 war am Sonntag auch ok, ich weiß schon das diese Streifen nichts genaues sind.

Erst mal Chao

Grüße von Dittmar
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Postby kurt » 02 Mar 2010 17:51
Hallo Dittmar,

dittchat wrote:Doch noch einmal zu dieser Bio CO2 Anlage, ich habe die 1 Woche laufen gehabt, bei den Fischen keinerlei
Veränderung gespührt. Ausgerechnet nach einem Wasserwechsel von etwa 50 - 60 Liter kommt dieser Schock,
könnte da noch etwas anderes die Ursache sein?

ja,
hier ein Link mit ähnlichen Problemen, vielleicht interessant für dich diskus-scnappen-nach-luft-trotz-o2-von-9-10

dittchat wrote:Werde heute mein neues µS (Leitwert) Messgerät einsetzen, welcher Wert ist aber der richtige ??

Wichtig ist hauptsächlich die KH um mit dem passenden PH-Wert einen CO2-Wert von ca. 20mg/l einzustellen.
Die KH sollte nicht zu hoch sein damit du den PH unter 7 einstellen kannst.
Achte auch auf deine Sauerstoffwerte bzw. die Assimilation der Pflanzen.
Ein Härtegrad wird mit einer Leitfähigkeit von 30 µS/cm gerechnet.
Dünger bzw. Wasserbelastungen erhöhen die Leitfähigkeit.

Wäre aber alles ein anderes Thema! :wink:
Gruß Kurt
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Postby Yanomamo » 08 Aug 2010 23:36
Hallo zusammen,

mit Interesse habe ich Eure bisherigen Forschungen verfolgt. Als Sandmaennchen kann ich bei Kies nicht viel mitreden, suche aber wegen Neueinrichtung derzeit nach Argumenten. Viele Versuche mit Bodenflutern etc. "versanden" leider buchstaeblich. Im Thread wurde die Idee mit den offenen Roehren angesprochen, dazu habe ich folgenden Link http://www.zierfischforum.at/artikel/bodengrund.html zu einer 18-jaehrigen Erforschung diverser Bodengruende. Der Aquarianer hat am Ende Drainagesysteme eingebaut, mit offenen Roehren an einer Seite und dem Biofilter an der anderen. Es ist ein anderes Konzept als bei Kurt, fuehrt aber wohl auch zu der erforderlichen extrem langsamen Durchflutung.

Die "Profi-Firmen" wie D...e & Co. haben leider immer nur den Bodenfluter in Kies im Angebot. Wahrscheinlich das umsatztraechtigste Konzept, aber nicht unbedingt das wirksamste (wenn das Ziel 20 Jahre stabiler Boden sind).

Gruss
Christian
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