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Postby Bitterlemon » 21 Sep 2016 18:06
Ich freu mich ja recht, dass der Thread sich reger Beteiligung erfreut möcht aber drauf hinweisen, dass es weniger um gammelnden Sand (auch wenn das ein interessantes Kriterium für die Substratwahl ist) sondern eher um die Wahl des Substrates für (m)ein Holland Becken geht. Gammelnder Sand-Threads gibts ja wie Sand am Meer (pun intended)

Liebe Grüße
Tom

P.S.: Wieso bist du für Sand Dirk?
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Tom (Aquascaper since 11/2015)
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Postby eheimliger » 21 Sep 2016 18:58
Hallo Nik
nik wrote:Ich hatte ja auch mal Kiese, alle möglichen und da war jedes Mal nach 2 Jahren schon Ende, weil das mit H2S los ging.

Woran merkt man dann das es soweit ist, kippt das Becken und wie wirkt sich das aus, oder nur durch aus der tiefe aufsteigende Blasen, die ja nach Wikipedia: "Das übel riechende, farblose, hoch giftige Gas ist brennbar und in Wasser wenig löslich." ist.
Bei wenig löslichkeit könnte es ja auch sein das gar nicht passiert, solange kein Funke über der Wasseroberfläche vorhanden ist. :roll:
Klar, hellsehen kann keiner, daher interessiert mich wie sich das dann bemerkbar macht, tritt direkt oder langsam ein Fischsterben ein oder andere anzeichen.
Richtig dicke aufsteigende Blasen aus dem Bodengrund oder dem HCC habe ich jetzt schon, wird aber mit Sicherheit kein H2S sein da das Becken ja noch recht frisch ist, den Unterschied würde ich aber wohl auch nicht erkennen können.

Hallo Tom,
Bitterlemon wrote:...dass es weniger um gammelnden Sand (auch wenn das ein interessantes Kriterium für die Substratwahl ist) sondern eher um die Wahl des Substrates für (m)ein Holland Becken geht. Gammelnder Sand-Threads gibts ja wie Sand am Meer (pun intended)

Sand gammelt, Soil matscht und gammelt dann auch, Kies auch. :wink:
Daher Frage ich mich inzwischen auch ob es denn überhaupt einen Bodengrund gibt, der langzeittauglich ist und Bodenunebenheiten ermöglicht.
Ich hatte schon mal ein Langzeitbecken über fast 10 Jahre, nur mit grobkörnigem Kies.
Das lief so vor sich hin, nicht besonders hübsch und mit prächtigem Pflanzenwuchs, aber kein Fischsterben oder umkippen oder sonstwas, lief einfach so, Gedanken über den Boden hatte ich aber damals nicht angestellt, aber auch nicht so hoch geschichtet wie jetzt, so maximal 7cm dürften es gewesen sein.
Gruß, Frank
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Postby Wuestenrose » 21 Sep 2016 19:10
'N Abend...

nik wrote:Ich hatte ja auch mal Kiese, alle möglichen und da war jedes Mal nach 2 Jahren schon Ende, weil das mit H2S los ging.

Kann ich nicht bestätigen. Dieses Aquarium lief vor der Umstellung auf Sand durchgehend von 1995 bis 2001 mit Kies der Körnung 3...5 mm.


(Wurzeln von Echinodorus barthii, Bodengrundhöhe etwa 10 cm)

Grüße
Robert
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Postby chrisu » 21 Sep 2016 20:08
Hallo Tom,

da es mit beiden Substraten möglich ist Pflanzen schön und gesund wachsen zu lassen musst du dich halt entscheiden was dir mehr zusagt.
Ich würde jedenfalls Sand nehmen da er billiger ist und unbegrenzte Standzeiten des Beckens möglich sind. Der Pflanzenwuchs eines gut mit Flüssigdüngern versorgten Sandbeckens steht dem eines mit nährstoffreichem Soil eingerichteten Becken um nichts nach.
Mfg Christian
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Postby nik » 22 Sep 2016 00:19
Hi,

es lag nicht nur am Kies. Das Becken war immer gestopft voll mit Pflanzen, lief aber eher schlecht, mit Algen und relativ viel absterbender Pflanzenmasse und selbst mit 2-3 mm war der Boden nach 2 Jahren dicht. Das konnte ich an der Scheibe mit ansehen. Und wenn's zuviel war, stagnierte der Pflanzenwuchs. Viel gefiltert, wenig gedüngt, da hatte mich die Nummer mit den bösen Nährstoffen noch im Griff, ein Teufelskreislauf. Ich weiß ja, dass Kies funktionieren kann. In d.r.t.a. hatte Sand die Welle gemacht und zum Glück auch mich erfasst. Sand kann nicht alles, es ist ein ausgesprochen solides Substrat und in seinen Möglichkeiten noch nicht ausgereizt. Ein Soil ist möglicherweise anfangs schneller, ist mir uninteressant. Einfach das nehmen womit man sich wohl fühlt.

DSB oder ein Ansatz wie Walstad ist eher weiter weg von meinem, der ist schon eindeutig gärtnerisch. Kann man alles machen. Die Aquaristik ist bunt und vielfältig, Andere Ansätze sind auch gut, wer bei Verstand ist schaut sich die alle an. Ingo (Bratfisch) war so einer, das ist ein Guter. Trotzdem, alles gut!

Gruß, Nik
nik wrote:
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Postby Bitterlemon » 01 Oct 2016 13:01
Ich glaub ich werde mich dennoch für ein sehr nährstoffreiches jedoch formstabiles Subtrat wie den
Cal Aqua Labs Soil entscheiden. Der ist verdammt hart, hat aber im Vergleich zum Sand eine größere Oberfläche (so vermute ich) und dient alsbald die Nährstoffe aufgebraucht sind dennoch als gute Verankerung.

Beweggründe für diese Entscheidung ist die Tatsache, dass mir so wahrscheinlich das Kultivieren von Cryptos und Eriocaulon Arten und anderen Wurzelzehrern leichtern fallen wird.

Was sagt ihr dazu?
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Tom (Aquascaper since 11/2015)
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Postby omega » 01 Oct 2016 14:27
Hi,

Bitterlemon wrote:hat aber im Vergleich zum Sand eine größere Oberfläche (so vermute ich)

kommt auf die Korngröße an: je kleiner, desto größer die Oberfläche.
Aber was hat die Oberfläche des Substrats damit zu tun, für welches man sich entscheidet?

Beweggründe für diese Entscheidung ist die Tatsache, dass mir so wahrscheinlich das Kultivieren von Cryptos und Eriocaulon Arten und anderen Wurzelzehrern leichtern fallen wird.

In meinem Aquarium (<=0,8mm Sand plus Drak Terrdrakon) wachsen Cryptocorynen hervorragend. Das Bild zeigt u.a. einen großen Busch von C. wendtii. Dahinter C. beckettii und C. × willisii 'lucens'. Mir wurden die auf Dauer zu invasiv.

Grüße, Markus
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Postby chrisu » 01 Oct 2016 16:03
Hallo,

auch in ungedüngtem Sand wachsen meine Cryptocoryen richtig invasiv. Ein echt schlimmes Unkraut.
Mfg Christian
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Postby omega » 01 Oct 2016 16:10
Hi,

Bild vergessen: db/images/aquarien/detail/markus-130er-556e368ede610.jpg

Grüße, Markus
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Postby steppy » 03 Oct 2016 09:41
Hi,
ich schließe mich an, für Cryptocorynen ist kein vorgedüngtes Substrat nötig, die sind völlig anspruchslos und werden dann noch invasiver. Ich habe auch nur noch langsam wachsende Varianten im Boden (Flamingo und Parva). Oft werden die ja schon von vornherein in einem Topf eingepflanzt.
Ich habe auch Sand nachdem ich zuvor den Dennerle Garnelenkies mit zugehörigem Nährboden hatte. Gefällt mir deutlich besser weil nicht immer der Nährboden hochkommt wenn man ein wenig rumwühlt oder Pflanzen rauszieht. Außerdem soll das Aquarium lange stehen.

Gruß
Stefan
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Postby nik » 03 Oct 2016 11:12
Hi,

Bitterlemmon wrote:´
Was sagt ihr dazu?

nik wrote: Einfach das nehmen womit man sich wohl fühlt.

das finde ich völlig ausreichend, denn es geht ja mit beiden und dann muss man nicht sich oder andere mit irgendwelchen Scheinargumenten überzeugen.
Bitterlemon wrote:Ich glaub ich werde mich dennoch für ein sehr nährstoffreiches jedoch formstabiles Subtrat wie den
Cal Aqua Labs Soil entscheiden. Der ist verdammt hart, hat aber im Vergleich zum Sand eine größere Oberfläche (so vermute ich) und dient alsbald die Nährstoffe aufgebraucht sind dennoch als gute Verankerung.

Beweggründe für diese Entscheidung ist die Tatsache, dass mir so wahrscheinlich das Kultivieren von Cryptos und Eriocaulon Arten und anderen Wurzelzehrern leichtern fallen wird.

Von mir kannst du Argumente pro Soil haben. Die Wurzelzehrer sind keins, aber die Stängelpflanzen. Die kannst du kurz über dem Boden abschneiden und kommen dann wegen der Wurzeldüngung schneller und üppiger in die Gänge als in ungedüngtem Sand.
Ein weiteres Argument könnte sein, dass ein vorgedüngtes Soil anfänglich schnelleres Pflanzenwachstum ergibt. Da ich bei dem von mir verwendeten ungedüngten Quarzsand von anfang an voll aufdünge, bin ich mir nicht mal sicher ob ein Soil das schneller kann. Ich will mal einen Vorteil pro soil annehmen, er wird nicht gravierend sein, mir nicht relevant.
Und zuletzt das Soil als Nährstoffdepot. Kann man machen. Nachdem sich das Soil mit dem umgebenden Wasser ausgetauscht hat, ist die Beladung des Soils ein Abbild der Wasserdüngung. Es entfällt dann auch der anfängliche Vorteil erhöhter Nährstoffe im Bodengrund. Bei den gröberen Soils geht das sowieso voll ins Wasser, das tut es schon beim Sand.

Und wenn du magst, schaust du dir mein leider nochmalig einzufahrendes 25l Becken mit 40x25x25 an. Da hat der verwendete "Hybridkleber" unter Wasser trotz entsprechender Angaben nicht gehalten und ich musste es wieder trocken setzen und das Hardscape neu verkleben. Das fuhr schon bis auf einen Anflug von Kieselalgen super ein. Wenn ich das die nächsten Tage wieder aufsetze, bin ich optimistisch evtl. sogar die Kieselalgen vermeiden zu können. Selbstverständlich sofort voll aufgedüngt. Hat einer einen Grund für mich, warum ich soil verwenden sollte? Bitte nicht die Pufferwirkung, die halte ich mit der Absicht auf ein schnell und deutlich reagierendes Aquarium für hinderlich.

Nun noch mein Disclaimer, ich bin sicher, dass das mit "verdammt hartem" ^^ soil auch lange und gut funktionieren kann. Es gilt weiterhin mein obiges Eigenzitat. ;)

Gruß, Nik
nik wrote:
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Postby chrisu » 03 Oct 2016 19:04
Hallo,

ich schneide meine Stängelpflanzen oft extrem runter sodass überhaupt keine Blätter mehr vorhanden sind.
Die treiben schnell wieder aus und werden extrem schön und dicht.
Mag sein das die Prozedur bei nährstoffreichem Substrat geringfügig schneller geht aber der Unterschied ist vernachlässigbar gering.
Mfg Christian
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