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Postby omega » 25 Nov 2016 20:07
Hi,

Rue wrote:Wenn dem so ist, müsste man die Betontechnologie neu überdenken da ist von 0,2-32mm alles rund.

dann könnte die Betonindustrie ja Wüstensand nehmen, den es in Hülle und Fülle gibt. Tut sie aber nicht. Und warum? Weil Wüstensand ein rundes Korn hat.

"Grobkörmig" gesehen enstehen bei kantigen Material eher mehr Lücken die nicht mehr gefüllt werden.

Bei kantigem Material breiter Sieblinie (z.B. 0-2mm) verdichtet sich das Material durch Bewegung (Pflanze reinstecken, wieder rausziehen, Mulmen etc.) mehr und mehr, weil die feineren Brösel zwischen die größeren rieseln und sich durch die Bewegung mehr und mehr anschmiegen. Bei runden Körnen viel engerer Sieblinie (z.B. 0,4-0,8mm) passiert das nicht.

Verkanteter Basaltsplit oder Bruch wird auch nicht "Hart" er wird nur "sperrig" beim einpflanzen.

Was bei Brechsand tief im Aquariengrund unter Luftabschluß so alles passiert, weiß ich nicht. Aber ich kenne Zementierung: https://de.wikipedia.org/wiki/Sandstein#Entstehung

Was die Cory´s und Basaltsplitt angeht, die filtern den Splitt durch die Kiemen wieder aus, ob es da nun Verletzungen gibt, kann ich nur vermuten, ich schneide sie nicht auf.

Kommt auf die Klingenhöhe der Scherben / des Bruchs an. Sind sie nicht dazu in der Lage, die Schleimhaut abzutragen oder zu durchdringen, passiert den Tieren nichts.

Grüße, Markus
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Postby Rue » 25 Nov 2016 20:34
Hallo Markus,

Die Zementierung erfolgt bei jeder Form, in der Natur (Sandstein) durch Sedimentpartikel, im Aquarium-egal ob rund oder kantig- durch Mulm. Im Beton durch breite Sieblinien (0,2-32mm) und/oder Zement welche natürlich nicht nur als Lückenschließer dient, sondern auch als Klebstoff, der Sand und Zuschlag zusammen hält.

Alles was ich in meiner bisherigen Beruferfahrung als Maurer gemauert und betoniert habe war "rund". ein kantiger Sand wie der Splitt, ist mir bis dato nicht unter gekommen-ansonsten ist mir etwas entgangen.

Das die Cory´s durch eine Schleimhaut geschützt werden macht freilich Sinn.
gruß rue
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Last edited by Rue on 25 Nov 2016 20:53, edited 1 time in total.
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Postby omega » 25 Nov 2016 20:52
Hi,

Rue wrote:Alles was ich in meiner bisherigen Beruferfahrung als Maurer gemauert und betoniert habe war rund. ein eckiger Sand ist mir bis dato nicht unter gekommen-ansonsten ist mir etwas entgangen.

hmm, ich seh' grad, es geht wohl gar nicht um die Kornform, wie ich meinte, sondern um die Oberfläche des Korns. Für guten Beton darf das Korn nicht zu glatt sein. Deshalb funktioniert Wüstensand nicht.

Grüße, Markus
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Postby Biotoecus » 25 Nov 2016 21:09
Moin,
meine Schmerlen und Panzerwelse leben seit 14 Jahren sehr gut auf gebrochenem Basaltsand der Körnung 0,1-0,3.
Von Bartelverlusten nix zu sehen.
Beste Grüße
Martin
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Postby Rue » 25 Nov 2016 21:48
Hallo Markus,

ich habe mich diesbezüglich auch schlecht ausgedrückt, wenn ich von Rund spreche meine ich nicht Kugelrund sondern eher abgerundet. Im Betonbau enthält der 32er Zuschlag viele flache Steine-aber eben abgerundet, da das bei den Zuschlägen von 0.2 -32mm generell auch so ist, lässt es sich mit der Rüttelflasche besser verdichten wie beim "ungerundeten" Basaltsplitt.

Dein Link zum Sandstein verdeutlich eigentlich ganz gut was in einem Becken-früher oder später passiert, der Eintrag ins Becken führt zu Verdichtung des Bodengrund-je nach Körnung oder Beschaffenheit schneller oder langsamer.

Bei @Nik seinem Feuergetrochneten, feinen Fugensand gehörte wohl nicht viel Eintrag um eine gewisse "Festigkeit" zu erzeugen. Beim Splitt dauert dies-wenn überhaupt möglich-wesentlich länger, weil dieser durch seine Verkantung mehr Lücken aufweist.
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