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Beitragvon Martin1a » 17 Apr 2017 15:52
Hallo Ihr!

Ich werde in einer Woche mein 54l Garnelen-Aquascaping-Aquarium einrichten :grow: (ein bisschen so wie das Beispiel "Cuba mountain" von "Barton". Allerdings weniger staurogyne und dafür etwas cryptocoryne wendtii, hinten links murdannia keisak, um den Innenfilter zu verstecken und statt der Rotala setze ich limnophila hinten rechts ein.)

Wasserwerte und Temperatur:
Zurzeit hartes Wasser, allerdings werde ich eine Umkehrosmoseanlage verwenden, sodass folgende Wasserwerte entstehen:
- PH 6
- Gh2
-Kh2
-Temperatur so um die 25 Grad

Geplanter Besatz:
5-10 Amanogarnelen
20 Red Fire/Christal Red- Garnelen
...und dazu noch eine schöne Schneckenart, die nicht aus offenen Aquarien klettert und sich nicht hundertfach vermehrt. Außerdem sollte sie nicht an Pflanzen gehen.

Gibt es sowas? Wenn ja, bitte schreibt mir die Art!

LG, Martin.
LG, Martin.
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Beitragvon Öhrchen » 17 Apr 2017 17:55
Hallo Martin,

bevor ich was zu den Schnecken schreibe, ein Wort zu deinem geplanten Garnelenbesatz.

Amanogarnelen werden groß, und sind schwimmfreudig, im Vergleich zu den Zwerggarnelenarten. Ich persönlich würde keine mehr in 54l setzen. Ich hatte sie im 60l Aqua Art Becken, und empfand das immer als grenzwertig.
Wenn du es machst, dann lieber 5, als 10. Zumal sie auch ziemlich ruppig sind, kleinere Garnelen, und sogar Fische, müssen schon schauen, wo sie futtermäßig bleiben!

Dann willst du Red Fire (Neocaridina) und Crystal Red (Caridina). Die Kombi geht selten gut. Erfahrungsgemäß verdrängt eine Art die andere. Das müssen nicht zwangsweise die eigentlich robusteren Red Fire sein, manchmal setzen sich auch die Bienengarnelen durch. Zumal für die das weiche, saure Wasser auch besser passt.
Kurzum: Ich würde mich da auf eine Art beschränken. Wenn du Red Fire nimmst, braucht das Wasser auch nicht so weich zu sien.

Was wiederum besser für die Häuser von Schnecken ist, um zu deiner eigentlichen Frage zu kommen.

In Frage kommen Geweihschnecken (Clithon sp.), die es in vielen Farbvarianten gibt. Im Gegensatz zu Rennschnecken (Neritina) krabbeln sie nicht großartig aus dem Wasser. Ich halte meine schon lange in einem offenen Becken, sie zeigen keine Fluchttendenzen :) Und ihre Häuser sind auch einigermaßen robust in weichem Wasser, wenn man Mineralien zufüttert. Vermehren tun sie sich auch nicht in Süßwasser, allerdings pappen sie ihre Eier gerne an Gegenstände, oder noch lieber, wenn vorhanden, an andere Schnecken. Die Eier sind nicht so einfach zu entfernen.
Geweihschnecken sind Nahrungsspezialisten, fressen fast ausschließlich Aufwuchs/Algen. Das heißt, solche müssen vorhanden sein, was in einem neu eingerichteten Becken oft noch nicht ausreichend der Fall ist. Meine Rennschnecken habe ich schon öfter an "Fremdfutter" wie Gemüse oder Laub erwischt, die Geweihschnecken nie. Also auch nicht zu viele auf 54l, die futtern ganz schön was weg.
Viele Grüße
Stefanie

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Beitragvon Martin1a » 18 Apr 2017 15:54
Hallo und danke für deine Antwort. :tnx:

Der bisherige geplante Besatz ist so noch nicht fix, deshalb danke das du auch da eine Kritik hinterlässt. Allerdings hast du da etwas falsch verstanden. Ich will entweder die Bienengarnelen oder Die Red Fires pflegen. Da aber durch die Umkehrosmoseanlage sowieso die Wasserwerte besser für Bienengarnelen geeignet wären, werden es wahrscheinlich Crystal Red- Garnelen (finde ich sowieso viel schöner). Die Red Fires wären nur eine Alternative, wenn ich keine finden würde.
Beim Thema Amanogarnelen muss ich mich erst einlesen, du würdest also keine einsetzen?!

Nun zur eigentlichen Fragestellung: Da das Wasser für die Bienen perfekt sein soll (kommt natürlich auch darauf an, in welchem Wasser sie vorher gelebt haben), wird es eher sehr weich. Also nicht gerade perfekt :? . Von welchen Mineralien redest du? Ich lese mich mal ein bisschen ein, dann melde ich mich wieder.

LG, Martin.
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Beitragvon Martin1a » 17 Jun 2017 15:52
Ich bins nochmal...

Es werden jetzt bald Red Bee Garnelen einziehen (auch keine Amanos).
Nun nochmal zu meiner Frage:
- Geweihschnecken und Rennschnecken will ich nicht einsetzen, da sie alle Wildfänge sind und die Ausfallsquote sehr hoch ist
- Turmdeckelschnecken?- habe Sand, also das würde passen - und die Wasserwerte (PH6,2- KH0-1, GH 7)?
- Welche Mineralien meinst du???

LG, Martin.
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Beitragvon vonZorn » 18 Jun 2017 19:02
Servus,

Stefanies Beitrag gibt es eigentlich nichts hinzuzufügen.
Derartige Ausfälle hatte ich bei Geweihschnecken noch nie, außer dass die wie alle Lebewesen halt auch irgendwann mal sterben. Und ich habe die in jedem Becken. Das sind gute Algenfresser und nett anzusehen sind sie auch.
Wenn Du weiches Wasser, in Deinem Fall dann Bienenwasser, verwendest, können Schnecken Korrosionsschäden an ihrem Gehäuse bekommen. Daher empfiehlt es sich, Mineralien z.B. in Form von speziellem Schneckenfutter zuzugeben. Das fressen die Garnelen auch. Ich verwende Staubfutter, das sich gut im Becken verteilt, so kriegt jeder was ab ;)
Geweihschnecken und Napfschnecken, das sind meine Favoriten und in jedem meiner Becken.
Grüße,
Tobias
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Beitragvon Öhrchen » 18 Jun 2017 20:38
Hallo Martin,

ich füttere ca. 2x wöchentlich die Mineral Junkie Perlen von Glasgarten/Garnelenhaus.
Und gebe ab und zu eine Messerspitze Montmorillonit ins Wasser. Mineralien sind aber auch in allen Garnelenfuttern enthalten, die Garnelen brauchen sie ja auch. Überbrühtes Grünzeug wie Brennessel liefert auch Calcium.
Trotzdem halten sich Posthornschnecken und Blasenschnecken nicht im Weichwasserbecken bei mir, auch die "normalen" indischen Turmdeckelschnecken kriegen schnell Gehäuseschäden.
Wer sich gut hält, sind die genoppten TDS ("Nöppies"), da sehe ich immer mal welche.
Viele Grüße
Stefanie

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Beitragvon Martin1a » 19 Jun 2017 14:24
Hallo!
Ich meinte nicht, dass sie im Aquarium sterben, aber ich habe öfters gelesen, das der Import vielen Geweihschnecken das Leben koster und ich von sowas kein Unterstützer sein will.

Brennessel werden auf jeden Fall gefüttert, auch roter Paprika, Feldsalat, Mangold,... falls da auch was drin enthalten ist. Außerdem kommen Seemandelbaumblätter und Eichen/Buchenblätter ins Aquarium,...
Staubfutter könnte ich auch besorgen.

Also halten sich bei dir die genoppten, aber nicht die indischen TDS im Aquarium? Ist das nicht diesselbe Art?

LG, Martin.
LG, Martin.
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Beitragvon Martin1a » 26 Jun 2017 15:11
Hallo?! Keiner mehr was zu sagen??
LG, Martin.
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Beitragvon Öhrchen » 26 Jun 2017 15:26
Hallo,
nein, ist nicht ganz die selbe Art, wie du mit einer kurzen Recherche im Netz schnell selber rausgefunden hättest ;)

Genoppte TDS = Tarebia granifeira
Indische oder malaiische TDS = Melanoides tuberculata

Lebensweise und Vermehrung allerdings ziemlich gleich.

Die genoppten TDS scheinen mir die robusteren zu sein, auch in Bezug auf Zersetzung des Häuschens.
Wenn du so fütterst, wie du schreibst, bekommen sie viele Mineralstoffe, mehr kann man kaum machen.
Viele Grüße
Stefanie

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Beitragvon Martin1a » 27 Jun 2017 18:33
Danke! Dann hab ich wohl kein gutes Händchen, hab schon recherchiert! Egal ob genoppte oder indische eingegeben, hab immer nur die melanoides gefunden. :-/

Dann werde ich mir die genoppten TDS besorgen! Sind die auch öfters im Handel erhältlich oder sind das nur die indischen TDS?

LG, Martin
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Beitragvon Öhrchen » 28 Jun 2017 08:37
Hallo,
bei Garnelen Tom z.B bekommst du "Nöppies" im Shop.
Du kannst aber auch im Zooladen gucken, oder bei den lokalen Kleinanzeigen. TDS werden ja oft abgegeben, da sind bestimmt auch mal genoppte dabei.
Viele Grüße
Stefanie

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Beitragvon Martin1a » 28 Jun 2017 12:16
Das Problem ist, dass ich Österreicher bin und Tom liefert nicht zu mir. Schaue mal Zooladen, oder eventuell gibt es bald bei Garnelaxia in Wien wieder welche.
LG, Martin.
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