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Postby Fino » 23 Oct 2010 17:15
Hallo zusammen,

seit ein paar Wochen wächst meine echinodorus barthii nur noch auf Sparflamme. Während ihre Blätter in den letzten gut 2 Jahren stets eine Länge von etwa 30 cm hatten, erreichen sie seit ein paar Wochen nur noch eine spärliche Länge von gut 10 cm. Auf dem beigefügten Bild kann man die Unterschiede recht gut sehen. Hat jemand schon Ähnliches erlebt? Was mögen die Gründe für diese „Schwächephase“ sein?

Viele Grüße
Klaus

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Postby Sumpfheini » 24 Oct 2010 21:11
Hallo Klaus,

kenne ich auch von verschiedenen Echis, sehe ich als (Makro)Nährstoffmangelsymptom an. Bei Nachdüngung über den Bodengrund (Lehmkugeln mit NPK-Dünger o.ä.) trieben sie i.d.R. wieder große Blätter.
Deine Pfl. könnte übrigens was anderes als E. x barthii sein, evtl. E. osiris. Bei barthii sind die submersen Blattspreiten meistens deutlich nach außen gerollt (http://www.echinodorus-online.de/Deutsc ... rthii.html). Anscheinend ist unter dem Namen heute meistens was anderes im Handel und echter E. x barthii kaum noch zu bekommen.

Gruß
Heiko
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Postby Fino » 24 Oct 2010 22:06
Hallo Heiko,

ich verwende bisher keinen Bodengrunddünger, da es bisher über das Wasser und den darin enthaltenen reichlichen Makros (u.a. Nitrat ca. 30 mg/L; Phosphat ca 1 mg/L) sehr gut funktioniert hat. Möglicherweise hat sich aber der Kiesboden (Körnung 2-3 mm) ein wenig zugesetzt, so dass im Wurzelbereich zu wenig ankommt. Ich werde mir das noch ein zwei Wochen anschauen und wenn sich dann immer noch nichts tut, werde ich das mal mit dem Nachdüngen versuchen.

Ja, ist wohl keine E. x barthii: nachricht78293.html#p78293. Hatte sie nur als solche gekauft.

Viele Grüße
Klaus
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Postby Sumpfheini » 25 Oct 2010 12:41
Hallo Klaus,

ok, mal schau'n - mich würde auch interessieren, wie er sich weiter entwickelt. Vielleicht bringt es auch schon was, den Boden im Wurzelbereich aufzulockern, so dass er besser von dem nährstoffreichen Wasser durchflutet wird.
Btw., habe den Eindruck, dass ganz früher bei mir die Echis am besten wuchsen, als ich noch sehr groben Kies im Aq. hatte. Der mulmte schnell zu -> "schietogenes Wachstum" :mrgreen:

Gruß
Heiko
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Postby Heiko-68 » 25 Oct 2010 14:19
Hallo,

bei mir hat eine Echinodorus uruguayensis über zwei Jahre das Wchstum eingestellt. Da half auch keine Düngekugel. Erst ein radikaler Standortwchsel im Becken hat den notwendigen Schub gebracht. Eine Überdüngung bringt auch nicht den Wachstumschub. Es kommt auf das richtige Verhältnis an (Licht - Düngung - Wachstum).

Gruß
Heiko
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Postby Fino » 25 Oct 2010 19:41
Hallo Heiko,
das mit dem Auflockern ist vielleicht eine gute Idee. Da der Pflanzbereich eingefasst ist, könnte ich die obere 3 - 5 cm Kiesschicht recht gut absaugen, dann die untere Kiesschicht auflockern und anschließend den Bereich wieder mit Kies auffüllen. Aber zunächst werde ich noch ein wenig zuwarten.

Hallo Heiko,
2 Jahre ist ja schon heftig. Mit einem neuen Standort kann ich leider nicht dienen. Ich hoffe mal, dass ich die Pflanze auch so wieder hinbekomme.

Viele Grüße
Klaus
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Postby wasserscheu » 02 Nov 2010 17:49
Hallo,

hab eine Osiris (so wie in alten Büchern beschrieben), die bis 80cm lange Blätter bringen kann (Spreite und Stengel gesammt). 3 ihrer Stecklinge haben nach starkem Wachstum auch eine Pause eingelegt u sahen gleich aus wie auf deinem Bild (sieht ihr, von der Größe abgesehn, auch recht ähnlich). Meine bekommen nur Bodendünger. Da das Becken recht klein war, hab ich eine Zeit lang hauptsächlich nur SE gedüngt u das vielleicht auch zu spärlich. In meinem Fall gehe ich davon aus, dass ich sie zu Bonsais gemacht habe, da sie zu lange, zu spärlich Futter zwischen die Wurzeln bekamen. Nach etlichen Monaten, begann ich wieder gut den Boden zu düngen, aber es hat wiederholter Düngeschübe bedurft um 2 davon wieder in voller Pracht "boomen" zu lassen. Es erscheint, symbolisch gesprochen, als müssten sie erst einen Speicher füllen, der dann aber auch eine Zeit lang hält. Meine bildet ein kräftiges Rhizom, dass die Pflanze "durch's Aquarium schiebt". Nur bei Wasserdüngung, würde gerade diese Pflanze das Handtuch werfen, andere Echi's von mir sind da eher Kompromissbereit, aber Bodenfutter scheint effektiver zu sein.
Kalium wirkt allerdings, bei meinen anderen Echis (wie zB Frans Stoffels) sehr gut über's Wasser u verleiht den Blättern innerhalb von Tagen eine "fleischiger-kräftigere" Erscheinung sowie intensivere Färbung u mehr Rot in der Blattzeichnung, aber langfristig auch ein etwas mehr "oliv" im Ton (dunkler).

Gruß

Wolfram
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Postby Rotmaul » 02 Nov 2010 18:24
hallo klaus,

diese scheinbare 'wachstumspause' geht of mit einem meist unbemerkter verschiebung der nährstoffe einher, d.h. u.u. wurde aus einem nährstoff sogar ein hemmstoff, in dem er sich zu stark angehäuft hat. kann man bei echis oft beobachten. gerade ton oder lehm düngekugeln speichern zustäzlich noch kalium und eine solche gabe an die wurzeln bewirkt keine verbesserung, im gegenteil.

deshalb mein vorschlag:

2-3 mal 80% wasserwechsel und anschließend stickstoff betont aufdüngen (restl. nährstoffe nicht vergesssen); am besten n anteil mittels langsam wirkendere wie z.b. harnstoff; es geht aber auch z.b. ammoniumsulfat, oder ammoniumnitrat.

oder düngekugeln mit n betonten nährstofflösungen tränken und dann verabreichen; es kann auch lewatit o.ä. in die kugeln eingebracht werden, bzw. in zewa zu kugeln geformt in wurzelnähe eingebracht werden.

nachricht78293.html#p78293

vg
Es können bei meinen Pflanzen immer Algen, Steinchen, Wasserlinsen, Schnecken etc. dabei sein, da ich nicht jedes Blatt zu 100% kontrolliere. Pflanzen werden sortenweise ohne Bezeichnung in einem Plastikbeutel verschickt. Seht euch aber im Zweifel meine Bewertungen an. 300x70x55cm 1150 Liter Beleuchtung T8 (8x36W); Filter JBL 1901; 150x50x50cm 400 Liter Beleuchtung T5 (2x55W);Filter JBL 1501

VG
Harald
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Postby Fino » 10 Nov 2010 20:44
Hallo Wolfram und Harald,

vielen Dank für die Infos/Vorschläge.

Scheint ja insgesamt nicht ganz klar zu sein, woran es liegt. Ich werd dann wohl noch ein wenig zuwarten in der Hoffnung auf "Selbstheilung". Werde weiter berichten.

Viele Grüße
Klaus
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Postby Fino » 12 Dec 2010 23:06
Hallo zusammen,

die Situation ist unverändert. Beim heutigen Wasserwechsel habe ich viele alte Blätter entfernt, auch um mal optisch ein besseres Bild zu gewinnen (siehe unten).

Mir scheint, dass die Pflanze ziemlich "verwachsen" ist, weil im Laufe der Zeit (sie wurde vor ca. zweieinhalb Jahren eingepflanzt) doch viele Blätter entfernt wurden. Möglicherweise ist das der Grund für eine unzureichende Nährstoffaufnahme. Vielleicht sollte ich die Pflanze ganz rausnehmen, sie von den alten Pflanzenteilen befreien und neu einpflanzen?

Viele Grüße
Klaus

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Postby Fino » 17 Dec 2010 20:53
Hallo zusammen,

beim heute fälligen WW habe ich die echi aus dem Becken genommen. Sie wies (siehe Bild) doch einige Faulstellen auf. Keine Ahnung, woran das liegt?

Insbesondere die stärkste Wurzel war betroffen, die - was mich wunderte - nach oben aus dem Boden gewachsen war, was man auch auf dem Bild von meinem letzten post erkennen kann. Ich habe die Pflanze radikal gestutzt, die Faulstellen entfernt und sie dann wieder eingeflanzt.

Mit ein wenig Wehmut blicke ich zurück, wie sie noch vor einem guten halben Jahr ausgeschaut hat (letztes Bild) :( .

Viele Grüße
Klaus

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Postby Sumpfheini » 17 Dec 2010 21:16
Hallo Klaus,
Insbesondere die stärkste Wurzel war betroffen, die - was mich wunderte - nach oben aus dem Boden gewachsen war, was man auch auf dem Bild von meinem letzten post erkennen kann.
Das ist keine Wurzel, sondern das hintere Ende bzw. der älteste Teil vom Rhizom (Erdspross, Wurzelstock). Echinodorus-Rhizome wachsen oft so gebogen, die Pflanze hat sich wohl auch mit den Wurzeln weiter vorn ein Stück in den Boden gezogen (Echis haben Zugwurzeln). Dabei kam wohl das Rhizom-Ende aus dem Boden.
Das sieht alles insgesamt recht kräftig aus und wird unter besseren Bedingungen (siehe die Tips in den vorherigen Posts) sicher wieder gut treiben. bei der Gelegenheit könntest Du die Pflanze auch per Rhizomteilung vermehren.

Gruß
Heiko
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Postby Fino » 17 Dec 2010 21:34
Hallo Heiko,

interessant. Dass das Rhizom-Ende aus dem Boden wächst, hat dann wohl keine negativen Auswirkungen.

Für eine Rhizom-Teilung ist es jetzt wohl zu spät: Pflanze ist wieder eingepuddelt; Reste entsorgt. Ich sehe, ich muss mich mehr informieren. Bei Vermehrung hatte ich bisher nur an die Ablegerpflanzen gedacht.

Viele Grüße
Klaus
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Postby Sumpfheini » 17 Dec 2010 23:58
Hallo Klaus,
ok, wenn das Rhizom bis auf den nach dem Zurückstutzen übriggebliebenen Teil abgestorben war (das Gewebe innen nicht mehr hell gefärbt und hart), dann wäre natürlich nach Teilung nichts mehr ausgetrieben. Die Rhizomteilung war auf Curts Echinodorus-Homepage schön beschrieben, aber der Link führt jetzt leider ins Leere: http://www.echinodorus-online.de/Deutsc ... ilung.html

Gruß
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Postby Erwin » 18 Dec 2010 00:03
Hallo Klaus,

die Pflanze sieht momentan nicht besonders schön aus, kann aber durchaus wieder schön werden.
Das ganze läuft ja jetzt schon mehrere Monate so ....
Warst du nicht auch jemand, der Topfpflanzen-Düngerstäbchen benutzt hat?
War dieser "Kleinwuchs" vor, während oder nach dem Einbringen der Düngerstäbchen?
Ich vermute da einen Zusammenhang. Langfristig können diese Düngerstäbchen das Bodengundmillieu stark verändern. Vor allem wenn man es zu gut damit meint.
Sie jetzt wieder rauszureißen..., na ja.....
Aber wenn sie in den nächsten Wochen nicht besser wächst, würde ich den Bodengrund an dieser Stelle neu aufbauen.

MfG
Erwin
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Silikonspray auf den Aussenscheiben mit einem weichen Tuch trocken wischen und es flutscht wieder.
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