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Postby Wolke » 03 Jul 2014 18:20
Hi,

Vor einigen Wochen habe ich an einen anderen Aquarianer U.aurea versenden wollen. Einen Tag vorher habe ich das Zeug geerntet und ca. 3-4 Minuten in Mineralwasser gebadet. Dann habe ich es unters Licht gestellt und am Versandtag, wie ich immer Pflanzen dieser Größenordnung und Moose versende, verpackt: mit etwas Luft in einen Zipp-Beutel, diesen nochmal in einen Beutel, das Ganze in einen größeren Lupo-Umschlag.
Beim Empfänger angekommen (1 Tag später) sah das Aurea aber überhaupt nicht mehr toll aus. Es war leicht matschig geworden und viel war anscheinend nicht mehr verwendbar.

Nun frage ich mich, an welcher Stelle habe ich etwas falsch gemacht? Darf man U.aurea nicht in Mineralwasser baden? Verträgt es keine 24h Dunkelheit? Ich bin absolut ratlos. :?
Viele Grüße,
Biene
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Postby Gärtner » 03 Jul 2014 20:36
Hallo Wolke!
Ich meine da mal was gelesen zu haben, dass man zwar durch das Baden in Mineralwasser unliebsame Mitreisende wie Planarien und Schnecken abtöten kann, es aber weicheren Pflanzen auch Probleme bereitet! Vielleicht lag da der Fehler!
Gruß
Thomas
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Postby echino » 06 Jul 2014 15:39
Hallo Biene,

das was Thomas geschrieben hat
Ich meine da mal was gelesen zu haben, dass man zwar durch das Baden in Mineralwasser unliebsame Mitreisende wie Planarien und Schnecken abtöten kann, es aber weicheren Pflanzen auch Probleme bereitet

mag schon stimmen, da Mineralwasser Stress für Pflanzen ist. Wenn dann noch der Versandstress (Dunkelheit, evtl. Druck, nicht ideale Temperaturen) hinzukommt, kann leicht etwas schief gehen. Letztlich kann ich aber die Mineralwassermethode nicht beurteilen, da ich meinen Pflanzen das nicht antue.

Was mir aber auffiel ist die sehr sorgfältige und luftdichte Verpackung. Dies könnte ein Grund für die Zersetzung empfindlicher Pflanzen sein. Eichhornia als Beispiel übersteht dies nur mit mehr oder weniger starken Blessuren.
Meine Verpackungsmethode ist folgende: Ich packe die Pflanze in einen Gefrierbeutel (2 - 3 l, nicht zu klein), schlage diesen in der Hälfte einmal um ohne ihn zu verschließen und stecke ihn so in einen Luftpolsterumschlag. Wenn ich Pflanzen wie z. B. Moose habe, die einfach mehr Feuchtigkeit besitzen als z. B. Stängelpflanzen, kommt die o. g. Verpackung in einen zweiten Gefrierbeutel den ich ebenfalls nur umschlage. Die Ergebnisse siehst Du in meinem Profil.

Wenn Du Lust und genügend Pflanzen hast, kannst Du mir ja eine Portion Utricularia aurea verkaufen und mit o. g. Verpackung, bitte aber ohne Mineralwasserbad, verschicken.

Viele Grüße

Holger
... und falls ich es wirklich einmal vergessen sollte:

Viele Grüße

Holger


http://www.aquariumforum.de/members/80804-albums4691.html
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Postby Gärtner » 06 Jul 2014 16:23
Es kann aber auch sein, dass dich gar keine Schuld trifft, sondern eher den Kurierfahrer (ohne, dass er es wusste)!
Bei den momentanen Temperaturen, wenn das Auto mal etwas länger in der Sonne steht, können leicht Temperaturen von 60-70 Grad im Auto entstehen, dazu kommt noch eine Gärung im Umschlag!
Ich glaube, die Utricularia wurde gekocht! Das nächste mal vielleicht in einer kleinen Styroporbox versenden, ist zwar teurer, kommt aber lebend an!
Gruß
Thomas
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Postby tobischo08 » 06 Jul 2014 16:36
Hey ihr,
Ich Wickel die Pflanzen immer in, mit Aquarienwasser getränkten, Küchen Papier ein und packe das dann in ein
Luft und vorallendingen wasserdicht verschlossenen Plastik Beutel.
Das ganze dann in ein Lupo-Umschlag, so haben Pflanzen schonmal 4 Tage bei der Post überlebt,
Und der Käufer war begeistert über den guten zustand der Pflanzen.

Tobias

PS.
Kein Zeitungspapier nehmen da das denn Pflanzen das Wasser entzieht, und sich auflöst...
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Postby Plantamaniac » 07 Jul 2014 06:20
Hallo, die Arbeit mit dem Mineralwasser bzw. Quarantäne ist immer die Arbeit des Empfängers.
Würde ich nicht machen, bevor ich sie verschicke. Das Risiko ist zu groß, dass die Pflanzen das nicht vertragen.
Oft enthält es ja auch recht viel Natriumchlorid und Hydrogencarbonat, welches dann durch wässern wieder entfernt werden muß. (osmotischer Druck)
Natriumarmes Wasser ist für die Pflanzen schonender, allerdings auch für die Tiere, die bekämpft werden sollen.
1x reicht von daher sowieso nicht. Mind. 2-3x im Abstand von 10 Tagen, um auch ungeschlüpfte Biester zu killen.
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Postby Wolke » 17 Jul 2014 23:58
Hi,

Es scheinen die Meinungen über den Versand von Pflanzen auseinanderzugehen. Die einen schwören auf luftig, die anderen auf luftdicht.

Alles in allem hat sich jetzt aber die Abgabe von U.aurea meinerseits erledigt - in dem Becken sind nach Frostfutterfütterung Planarien aufgetaucht. Solche Pflanzen will keiner haben. Heute sind wieder einige Meter im Müll gelandet, zusammen mit einem 10l Eimer voller C.wendtii.

Ich danke euch für eure Ratschläge.
Viele Grüße,
Biene
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Postby droppar » 18 Jul 2014 06:57
Hi Biene,

Erstmal keine Panik, ich würde fast behauptsn wollen, dass in jedem Aquarium irgendwann mal Planarien auftauchen und auch wieder verschwinden. Nur wenn die Bedingungen extrem günstig sind (viel zu viel Fütterung, ausreichend 'gammelndes' organisches Material im Bodengrund) erlebt man die Hölle mit Planarienexplosion.
Ich hatte auch mal welche und gezieltes weniger Füttern + meine Labyrinther haben diese ekligen schleimigen Würmer gut eliminiert (vmtl. Haben auch meine Dornaugen geholfen, die wühlen eh ständig am Bodengrund ^^)

Aber bevor du 10Liter C. Wendtii wegwirfst, kannste sie auch gerne mir schicken :bier:
Hab noch ein Extrabecken rumstehen, da pack ich sie rein mit teilentsalztem Wasser (ph: 4.5) und notfalls noch AlAun, dann ist gut!

Liebe Gruesse,
Rob
Grüßle,
~rob
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Postby Kugel-Peter » 18 Jul 2014 08:50
Hallo Biene,
zur Mineralwasserbehandlung: Die wirkt vor allem über die hohe CO2-Konzentration, die von Tieren nicht vertragen wird. Eine Einwirkung von wenigen Minuten ist aber völlig wirkungslos. Das CO2 selbst schadet den Pflanzen nicht. Ein Problem könnte aber der niedrige pH-Wert sein.
Ich verwende die Mineralwassermethode in meinen kleinen Becken (7 l), in denen ich Moose, Pflanzen und Futtertiere heranziehe. In einem sind Mexikanische Bachflohkrebse. Trotz größter Vorsicht passiert es immer mal wieder, dass diese Tiere auch in den anderen Becken auftauchen, wo sie an den Moosen heftig fressen. Auch Planarien hatte ich schon darin. Da lass ich dann das ganze Wasser ab, nehme natürlich auch die Tiere raus, die ich behalten will und fülle dann 2 l stark sprudelndes Mineralwasser ein. Das lasse ich einen Tag so stehen und fülle dann wieder mit normalem Wasser nach. Die Pflanzen bekommt das sehr gut, allerdings hatte ich nie Utricularia dabei. Genauso mach ich das, wenn ich Pflanzen gekauft habe, bevor ich die in die größeren Becken setze.
Tiere sind dann nicht mehr da. Die Behandlung wirkt nicht nur gegen den Mexikanischen Bachflohkrebs, sondern auch gegen Planarien und auch gegen Schnecken. Eier von Planarien und Schnecken überleben wahrscheinlich die Behandlung, aber man hat erstmal eine ganze Weile Ruhe.
Bei Unsicherheit, ob Utricularia das verträgt, würde ich ein paar Pflanzen in ein Glas mit Mineralwasser tun und einen Tag so stehen lassen, dann das Mineralwasser gegen normales Aquarienwasser austauschen und nach ein paar Tagen sehen, was passiert ist.
Wegen ein paar Planarien würde ich die Pflanzen nicht wegwerfen, sondern nur gründlichste abspülen. Der Kunde kann nicht mit völliger Freiheit von Planarien rechnen und muss selbst mit Quarantäne dafür Sorge tragen. Wenn Du ganz sicher gehen willst, kannst Du ja die Pflanzen wie beschrieben behandeln - nach einem Verträglichkeitstest.
Mit freundlichen Grüßen
Peter
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