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Postby Sumpfheini » 05 Feb 2011 21:47
Hallo,

ich kenne diese Rotala-Neuheit bisher nur aus Zeitschriften und dem www. Hat evtl. schon jemand von den Mitlesern Erfahrungen mit der? Mich würde auch besonders interessieren, wie sich die 'Enie' unter gleichen Bedingungen von Rotala sp. 'Vietnam' und Rotala hippuris unterscheidet. Diesen scheint die neue Sorte mit ihrem rotbraunen Stängel ähnlicher zu sein als R. wallichii.
Link:
http://www.cubeclub.net/news/2010/neues ... -spec-enie

Gruß
Heiko
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Postby bitterling » 24 Jan 2013 18:19
Hallo wieder mal in die Flowgrow Gemeinde.
Hat jemand Erfahrungen mit der Rotala "Enie"?. Ich finde zumindest auf den Fotos, dass sie richtig gut aussieht und würde sie gerne kultivieren.
Schon mal vielen Dank
Gottfried
bitterling
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Postby Sumpfheini » 24 Jan 2013 20:42
Hallo Gottfried,

ich hatte schon mal vor längerem ein Thema darüber eröffnet und habe dein Thema damit zusammengeführt. Die 'Enie' hatten wir kurzzeitig in einem Becken bei Aquasabi, zusammen mit 'Vietnam' und einer Rotala cf. hippuris von Andreas S. Die Rotala 'Enie' ließ sich nicht von Andreas' Rotala cf. hippuris unterscheiden und ich meine, die sind identisch. Zur 'Vietnam' gab es leichte Unterschiede.
Siehe auch hier: neue-und-besondere-wasserpflanzen/vergleich-der-feinen-rotala-arten-t13738.html#p150335

Gruß
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Postby Sumpfheini » 24 Jan 2013 20:48
p.s.
Kulturbedingungen im Schaubecken bei Aquasabi nur kurz umrissen: intensive Beleuchtung, weiches Braunschweiger Leitungswasser, CO2 um 20-30 mg/L, Aquasoil-Bodengrund. Vielleicht können andere hier detaillierter über ihre Erfahrungen mit dieser Rotala schreiben. Ich meine, Ansprüche in etwa vergleichbar mit denen von Rotala wallichii und R. sp. "Vietnam".

Gruß
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Postby bitterling » 24 Jan 2013 22:57
Vieln Dank für die Antwort...also ein eher schwierges Gewächs bei mittelhartem Wasser. Schade, daß die filigranen Arten immer so weiches Wasser brauchen.
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Postby Sumpfheini » 24 Jan 2013 23:07
Hallo Gottfried,
ich kann nur sagen, dass sie in weichem Wasser gut gewachsen ist, aber weiß eigentlich nichts Genaues darüber, wie sie sich in härterem Wasser macht. Mal schauen ob hier jemand darüber berichten kann.

Gruß
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Postby bitterling » 25 Jan 2013 09:18
hallo Heiko,
vielleicht probiere ich sie mal aus und berichte mal....mein Wasser ist mittelhart, Ph so um die 7 und Lichtfaktor 0.8.
Vielen Dank
Gottfried
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Postby bitterling » 09 Feb 2013 12:12
Ich habe sie jetzt in zwei Becken, im DisKus Becken und einem etwas kühleren Cube. Im Cube, der nur Bio Co² hat, aber mit Tropica Dünger versorgt wird, geht sie deutlich besser als im Diskus Becken. Hier hat sie Bodenheizung, Tagesdüngung mit Daydrak und Co² über Druckflasche. Allerdings wächst sie sichtbar in beiden Becken. So viel nach zwei Wochen. Ich werde demnächst mal Bilder zum Vergleich reinstellen.
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Postby Sumpfheini » 09 Feb 2013 15:26
Hallo Gottfried,
danke! :thumbs: Ich meine, es lohnt sich immer, auch als schwierig geltende Pflanzen unter verschiedenen Bedingungen zu testen. Solche Infos aus der Praxis - auch Negativerfahrungen! - sind auch immer für unsere Pflanzendatenbank (die wir rundumerneuern und hofftl. in absehbarer Zeit online stellen können) wertvoll, dort wird man sich als User dann auch mit Erfahrungsberichten verewigen können.

Gruß
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Postby bitterling » 19 Feb 2013 21:38
Hallo wieder mal,
kleines Update zu Rotala spec. Enie:
im warmen Dikusbecken sind die Triebspitzen ausgebleicht und nahezu zerfallen und haben das Wachstum komplett eingestellt. Ich habe jetzt den Dünger gewechselt und benutze den Tropica Aqua Care, jetzt bilden sich neue Triebe mit roten Stängeln, also ich hoffe, daß die Pflanzen sich jetzt regenerieren.

Im kleinen 20 Liter Cube mit normaler Temperatur und Bio Co2 wächst die Pflanze bei ähnlichem Lichtfaktor deutlich besser. Auch "angeschlagene" Stängel aus dem Diskusbecken begannen sich sofort zu regenerieren..
Wenn das Experiment neue Ergebnisse zeigt, berichte ich wieder aus der wundersamen Welt der Wasserpflanzen.
Bis dahin Grüße ins Forum,

Gottfried.
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Postby Andreas S. » 20 Feb 2013 17:35
Hallo Rotala-Freunde!

"Weiches Wasser" bei Pflanzen bedeutet schon etwas länger...

... "Hydrogencarbonat-armes Wasser" !

Je geringer die "KH", desto leichter haben es 90% aller kultivierten Pflanzen der Süßwasseraquaristik.

Begriffe wie
"hart"
"mittelhart" oder gar:
"weich"
sagen in der Pflanzenaquaristik nichts aus.

Genau wie "GH" in ° .

(für das posting habe ich spaßeshalber mal eben gerade die GH in meinem AQ gemessen: 30°! Interessieren tut das keine meiner kultivierten Arten! Der GH-Test ist übrigens zuverlässig; zumindest zeigt er die GH im Leitungswasser korrekt an)

Was wir brauchen, ist eine niedrige "KH" (m.E. nach > 2°) und das Verhältnis von Ca: Mg im Wasser. Der Rest ist natürlich auch wichtig: N/P/K. Und somit schließletztlich das Ca:Mg:K-Verhältnis, wenn wir das K miteinschließen.

Ersteres kann man als Carbonathärte ("KH") ermessen.
Letzteres muss man mit Mg und Ca-Tests eruieren, bzw. (bei TWW) dem lokalen Wasserversorger entlocken, dem man i.d.R. vertrauen darf.
Werden dessen Werte mit den Tests annähernd ermittelt, funktionieren diese und dann darf man auch das AQ-Wasser testen.

Die hier erwähnte Rotala halte ich jetzt seit mind. 12 J. bei geringster "KH" und einem pH von 5.
Der pH gilt übrigens für alle meine Pflanzen, da ich nur ein AQ besitze. TWW erfolgen nicht, es sei denn, ich werde dazu gezwungen.

Diese (Pflanze) wurde von mir -unfachmännischer Weise- lange Zeit als Rotala spec. "hippuris" über die D.A.C.H.-Staaten verteilt, was - unter diesem Namen- ein Fehler gewesen sein mag, da sie nie als solche bestimmt wurde.
Aber ob "enie", "vietnam", oder "spec. hippuris" ist mir ehrlich gesagt auch egal. Ich halte das pers. -angesichts der breiten Variabilität der Pflanze- alles für R. wallichii-Varianten. Bin aber auch kein Fachmann.

Dennoch zeigt diese Rotala, um die es hier geht, hinsichtlich ihrer Färbung und Blattnadellänge eine derartige Variabilität, die nichts mit Licht (hier 0,7W/l T5-VS, 12Std.) zutun hat. Sie reagiert aber auf differierende Parameter von NO3, Ca:Mg (weniger bei P&K)- zumindest in meinem AQ !

N halte ich immer bei 20 über die ganze Woche, Ca: Mg bei 4:2.
Wenn ich K noch in's Spiel bringen darf ?
Verhältnis 4:2:1.
CO2: mind. 20-30mg/l (titriert)
P 0,5 (ganze Woche) als Na, oder K-Form, je nach Laune.
Temp.: 25°max.
Um dieses Verhältnis aufrechtzuerhalten muss ich regelmäßig messen und ggf. gegensteuern.
Das macht Mühe und manchmal bin ich faul gewesen- mit entspr. Folgen: dann gerät das Wachstum nämlich schnell beträchtlich in Schieflage (Minderwuchs, Chlorosen) !


Ich kenne die Pflanze sowohl als schmutzig-grün (selbst unter Starklicht), rein braun (Sprossachse und Laub), Mischformen (Stängel, braun, Blattwerk grün vice versa).
Z.Zt. ist sie rein braun (Sprossachsen und Laub). Auch die Nadellängen können variieren. Die habe ich aber nie ernsthaft vermessen.

Die angeblichen Umrandungen der Nodien, die rötlich ausgeprägt werden sollen und für somit angeblich Pogostemon sprechen, werden je nach Ernährungslage mehr oder weniger ausgeprägt.

Ob diese rötlichen Stängelumfassungen ein definitives Bestimmungsmerkmal darstellen
ist selbst für Pogostemon nicht bewiesen, bzw. nicht bekannt, da Einsichten in entspr. Arbeiten, die diese Gattung behandelten, fehlen.
Achja, nochwas:
Da es immer noch Pflanzen-AQer gibt, die mit DBL beleuchten, kann auch diese Licht"form" Unterschiede in Habitus der Pflanze hervorbringen.

Was diesen Aspekt anbegeht:
Hier geht in den threads quasi grundsätzlich alles durcheinander; nichts ist (für mich pers.) leider auch nur irgendwie nachvollziehbar- v.a. die Erhebung der Wasserwerte, wenn nicht mit Vgl.-Lsg. oder Fotometer mit regelmäßiger Kalibrierung der FM- Kalibrier-Tests, die ihrerseits auf ihre "Genauigkeit" hin überprüft werden wollen, gearbeitet wird !
Es wäre daher wünschenswert, wenn auf der Forum -Seite DIY- Anleitungen bzgl. N/P/K-Vergleichslösungen für Jedermann angeboten würden!.

Sorry für den Exkurs und die Länge.
PS: was die Fotos betrifft:
es handelt sich um ein und dieselbe Pflanze!

Gruß,
Andreas

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Postby bitterling » 20 Feb 2013 21:07
Wirklich ein bemerkenswerter Beitrag. Danke für den Erfahrungsbericht. Ich bin auch schon sehr gespannt, ob ich diese Pflanze erfolgreich kulitivieren kann.

Vielen Dank Gottfried
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Postby bitterling » 21 Feb 2013 15:37
Hallo Andreas,
hier noch einige Punkte im Nachgang:

Die KH liegt beim Rohwasser bei 11. Im warmen Diskusbecken habe ich sie abgesenkt auf 5 bei einem ph von 6,8.

Im 20 Liter Cube ist das Wasser nicht teilenhärtet. Die Co2 Versorgung läuft über eine Bio Co2 Anlage von JBL, der ph Wert liegt bei 7,6. Die Kh bei 11. Erstaunlicher Weise ist hier das Wachstum der Rotala hier deutlich besser als im weicheren Wasser mit besserer Co² Versorgung.

Wie betreibst du das Aquarium mit so einem niedrigen pH Wert? Gibst du Säure zu , oder reagiert das sehr weiche Wasser auf das Co²?

Also nochmal vielen Dank für deine Antwort.

Gottfried
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Postby Andreas S. » 21 Feb 2013 19:15
Hallo Gotffried!
1) habe ich die Pflanze nicht 12, sondern 8Jahre in Dauerkultur. Ich bekam sie aus einer Gärtnerei Singapurs.
Ich bin bekennender Nicht-TWW'ler!
Die geringe KH wurde mittels HCl herausgenommen. Daher der geringe pH.
Warum die Rotala bei Dir unter den angebenenen KH-Werten "besser" wächst, kann ich nicht sagen.
Da spielt ja auch die N/P/K und die SE-Versorgung ein Rolle.
Ich nutze KramerDrak als SE-Dünger z.B.
Dein KH-Test ist i.O. und gibt die KH des Ausgangsleitungswassers her?
Gruß,
Andreas
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Postby bitterling » 22 Feb 2013 11:54
Hallo Andreas,
die Ausgangswerte habe ich direkt von den Stadtwerken. Die KH messe ich mit einem einfachen Test von Tetra. Den pH Wert senke ich mit Ph Minus von DRAK (Dauerkontrolle mit ph Diode). Allen anderen Pflanzen wachsen gut (Eusteralis, Ammania sind auch dabei). TWW ist bei Diskusbecken unabdingbar. Bei den Cubes oder reinen PflanzenbecKen kann man da schon etwas zurückhaltender sein.

Gem. Intenetpräsenz von Dennerle ist diese Rotala ausdrücklich für Diskusbecken bei "mitlerer Härte" ausgewiesen. Wie sich der Begriff "mittlere Härte" definiert, erschließt sich mir leider auch nicht. Also nochmal vielen Dank für deine Hilfe. Ich schreibe mal wieder, wenn ich mehr Erfahrungswert mit dieser Pflanze gesammelt habe.

Grüße Gottfried
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