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Postby MarkusBu » 22 Apr 2019 15:57
Hallo,
ich bin noch relativ neu hier im Forum und möchte mich kurz vorstellen. Ich heiße Markus, bin noch ein BiFü :D und habe seit Januar letzten Jahres Aquarien. In dieser Zeit ist die Zahl der "belebten Pfützen" auf 8 angestiegen. Darunter allerdings auch sowas wie ein 12L Aquarium für Schnecken oder eine 12L Vase mit Garnelen.

Ich habe in einem 110L Aquarium (Primo 110) ein paar Black Mollies. Bodengrund ist derzeit einfacher Kies und die Bepflanzung besteht überwiegend aus Cryptocorynen. Die Wasserpest, die ich drin habe, sieht ziemlich verkümmert aus. CO2 will ich in diesem Aquarium mal ausnahmsweise nicht verwenden.

Statt dessen möchte ich es komplett neu nach Diana Walstad aufsetzen. Ich habe bereits ein 25L Aquarium nach Walstad, was bisher bis auf ein paar Fadenalgen hervorragend funktioniert.

Ich suche jetzt nach Pflanzen, die sich dafür eignen. Ich orientiere mich dabei an Pflanzen, die in Online Shops als "pflegeleicht" gelistet sind. Es dürfen auch welche dabei sein, die etwas mehr Licht benötigen. Ich rüste die Standard Beleuchtung des Primo 110 ordentlich auf. Es darf also gerne sowas rein wie Ludwigia repens var. Rubin oder Echinodorus Ozelot rot.

Mein Leitungswasser ist relativ weich (KH6-7, GH etwa ein Grad darüber). Ich möchte das Wasser etwas aufhärten (bis maximal GH15). Zum einen für die Fische, die eigentlich etwas härteres Wasser mögen, zum anderen wegen den Pflanzen. Diana Walstad schreibt, dass Pflanzen in weichem Wasser gerne Mangelerscheinungen habe, weil Mikronährstoffe fehlen. Pflanzen würden in mittelhartem Wasser besser wachsen. Last but not least ist etwas mehr Karbonhärte für die Schnecken ja auch nicht verkehrt.

Das sind die Rahmenbedingungen. Meine Frage: könnt ihr mir dabei helfen, die richtigen Pflanzen auszuwählen? Es geht nicht nur darum, dass die Pflanzen dafür geeignet sind sondern sich auch nicht gegenseitig unterdrücken (Stichwort Allelopathie). Ich weiß, dass das Thema umstritten ist, aber ich habe schon einige Berichte gelesen, die auf solche Effekte schließen lassen. Pflanzen wie Cryprocoryne oder Vallisnerien sollen bekannt dafür sein. Manche Aquarianer behelfen sich, indem sie die Pflanzen in einen Topf packen und einfach auf den Boden stellen, aber das ist ja nicht Sinn von einem Walstad Aquarium.

Welche Pflanzen könnt ihr mir empfehlen oder anders herum, von welchen Pflanzen würdet ihr mir abraten?

Was ich auf jeden Fall mit rein nehmen möchte ist sowas wie Myriophyllum mattogrossense, Tigerlotus und unbedingt Hornkraut. Eine Myriophyllum Art habe ich bereits in dem kleinen Walstad Aquarium und es wächst wie verrückt

Viele Grüße und frohe Ostern
Markus
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Postby Plantamaniac » 23 Apr 2019 05:25
MarkusBu wrote:Hallo,
ich bin noch relativ neu hier im Forum und möchte mich kurz vorstellen. Ich heiße Markus, bin noch ein BiFü :D und habe seit Januar letzten Jahres Aquarien. In dieser Zeit ist die Zahl der "belebten Pfützen" auf 8 angestiegen. Darunter allerdings auch sowas wie ein 12L Aquarium für Schnecken oder eine 12L Vase mit Garnelen.

:D Huhu...


Ich habe in einem 110L Aquarium (Primo 110) ein paar Black Mollies. Bodengrund ist derzeit einfacher Kies und die Bepflanzung besteht überwiegend aus Cryptocorynen. Die Wasserpest, die ich drin habe, sieht ziemlich verkümmert aus. CO2 will ich in diesem Aquarium mal ausnahmsweise nicht verwenden.

:D Wie warm ist das Becken? Wasserpest mag es nicht so warm

Statt dessen möchte ich es komplett neu nach Diana Walstad aufsetzen. Ich habe bereits ein 25L Aquarium nach Walstad, was bisher bis auf ein paar Fadenalgen hervorragend funktioniert.

:D Wenn man keine Algen rein tut, geht das noch besser.

Ich suche jetzt nach Pflanzen, die sich dafür eignen. Ich orientiere mich dabei an Pflanzen, die in Online Shops als "pflegeleicht" gelistet sind. Es dürfen auch welche dabei sein, die etwas mehr Licht benötigen. Ich rüste die Standard Beleuchtung des Primo 110 ordentlich auf. Es darf also gerne sowas rein wie Ludwigia repens var. Rubin oder Echinodorus Ozelot rot.

:D Wenn Du das Licht aufrüstest, steigen alle Verbräuche an und mit Walstadt hat das dann nicht mehr viel zu tun.
Das Becken wird schnell und unberechenbar. Es geht auch prima, bzw. besser ohne zu viel Licht

Mein Leitungswasser ist relativ weich (KH6-7, GH etwa ein Grad darüber). Ich möchte das Wasser etwas aufhärten (bis maximal GH15). Zum einen für die Fische, die eigentlich etwas härteres Wasser mögen, zum anderen wegen den Pflanzen. Diana Walstad schreibt, dass Pflanzen in weichem Wasser gerne Mangelerscheinungen habe, weil Mikronährstoffe fehlen. Pflanzen würden in mittelhartem Wasser besser wachsen. Last but not least ist etwas mehr Karbonhärte für die Schnecken ja auch nicht verkehrt.

:D Je niedriger die KH, desto leichter kommen die Pflanzen an ihr Co2. Im Prinzip ist das aber ok so, weil durch Abbau der Ph meistens noch etwas sinkt. Ja mit den Schnecken ist schon oft ein Problem

Das sind die Rahmenbedingungen. Meine Frage: könnt ihr mir dabei helfen, die richtigen Pflanzen auszuwählen? Es geht nicht nur darum, dass die Pflanzen dafür geeignet sind sondern sich auch nicht gegenseitig unterdrücken (Stichwort Allelopathie). Ich weiß, dass das Thema umstritten ist, aber ich habe schon einige Berichte gelesen, die auf solche Effekte schließen lassen. Pflanzen wie Cryprocoryne oder Vallisnerien sollen bekannt dafür sein. Manche Aquarianer behelfen sich, indem sie die Pflanzen in einen Topf packen und einfach auf den Boden stellen, aber das ist ja nicht Sinn von einem Walstad Aquarium.

:D Gegen Allelopathie hilft Wasserwechsel ehr, als Töpfe. Das schwimmt ja im Wasser rum. Die Töpfe haben wohl andere Gründe.

Welche Pflanzen könnt ihr mir empfehlen oder anders herum, von welchen Pflanzen würdet ihr mir abraten?
:D schau mal in meine Bestandsliste, das geht alles Lowtec.

Was ich auf jeden Fall mit rein nehmen möchte ist sowas wie Myriophyllum mattogrossense, Tigerlotus und unbedingt Hornkraut. Eine Myriophyllum Art habe ich bereits in dem kleinen Walstad Aquarium und es wächst wie verrückt
:D Myriophyllum mattogrossense funktioniert Lowtec nicht so gut. Probier lieber

Myriophyllum cf. aquaticum "Roraima"
Das ist regelrechtes Unkraut und auch schön rötlich.
Viel Spaß beim Planen und ausführen. Bitte immer schön berichten..das ist ein sehr interessantes Thema...

Viele Grüße und frohe Ostern
Markus
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Postby MarkusBu » 23 Apr 2019 07:49
Plantamaniac wrote: :D Wie warm ist das Becken? Wasserpest mag es nicht so warm

25ºC, sollte eigentlich nicht zu warm sein

Plantamaniac wrote: :D Wenn Du das Licht aufrüstest, steigen alle Verbräuche an und mit Walstadt hat das dann nicht mehr viel zu tun.
Das Becken wird schnell und unberechenbar. Es geht auch prima, bzw. besser ohne zu viel Licht

Diana Walstad schreibt, dass sie 0,5W/L verwendet. Eine T8 Röhre (damals gab es nichts anderes) hat bei 25W 1500 Lumen, also 3000 Lumen bei einem 100 Liter Aquarium. Sie schreibt auch von der Verwendung von Tageslicht und sogar von direkter Sonneneinstrahlung für eine gewisse Zeit am Tag.

Die 819 Lumen von dem Primo 110 sind da glaube ich etwas wenig, vor allem weil das Tageslicht fehlt. Ein Youtuber (Dukes Aquaristikexperimente) musste bei einem Walstad Aquarium auch mal aufrüsten, weil die Pflanzen nicht wachsen wollten.

Low Tech heißt bei Walstad nicht Dunkelkammer. Wenn Tageslicht fehlt muss eben ein Ersatz her

Plantamaniac wrote: :D Je niedriger die KH, desto leichter kommen die Pflanzen an ihr Co2. Im Prinzip ist das aber ok so, weil durch Abbau der Ph meistens noch etwas sinkt. Ja mit den Schnecken ist schon oft ein Problem

Ich will es mit dem Aufhärten auch nicht übertreiben, speziell beim KH. Ich weiß, dass es ein Kompromiss ist

Plantamaniac wrote: :D Gegen Allelopathie hilft Wasserwechsel ehr, als Töpfe. Das schwimmt ja im Wasser rum. Die Töpfe haben wohl andere Gründe.

Das stimmt nicht. Allelopathie gibt es auch im Boden. Auch Wurzeln können Hemmstoffe ausscheiden. Außerdem schreibt Diana Walstad, dass sie nur alle 6 Monate einen 50% Wasserwechsel macht. Das ist zwar nicht mein Ziel, aber 50% WW jede Woche finde ich arg übertrieben.

Plantamaniac wrote: :D Myriophyllum mattogrossense funktioniert Lowtec nicht so gut. Probier lieber

Bin mir nicht sicher, welche Myriophyllum ich hier habe

Plantamaniac wrote:Myriophyllum cf. aquaticum "Roraima"
Das ist regelrechtes Unkraut und auch schön rötlich.

Kann auch die sein.

Plantamaniac wrote:Viel Spaß beim Planen und ausführen. Bitte immer schön berichten..das ist ein sehr interessantes Thema...


Ich hab hier mal ein Foto von meinem 25L Walstad Aquarium. Das hat allerdings keine zusätzliche Beleuchtung. Die Rückseite ist mit Frostfolie beklebt, die viel Licht schluckt und die Wasseroberfläche ist gut mit Schwimmpflanzen bedeckt. Es kommt also nicht wirklich viel von dem Tageslicht im Becken an. Die einzige Technik ist ein Heizstab



Bepflanzung weiß ich leider nicht mehr im Detail. Hinten ist eine Myriophyllum Art, vorne ist Eleocharis sp mini und hinter der Wurzel ist ein Zwerg Tigerlotus. Etwas Hornkraut ist auch noch drin und eine rote Stängelpflanze, die solche Kissen bildet, wenn man sie richtig pflegt. Die einzige Pflanze, die bisher etwas Zicken macht, ist Pogostemon erektus.

Was ich besonders spannend finde sind die Wasserflöhe, die ich eingesetzt habe. Die leben und vermehren sich jetzt seit 2 oder 3 Wochen, obwohl es heißt, dass man Wasserflöhe nicht zusammen mit Pflanzen halten soll. Keine Ahnung ob das so bleibt. Ansonsten sind da bisher nur Schnecken drin. Geplant sind aber noch Neocaridina Davidi
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Postby Wuestenrose » 23 Apr 2019 19:26
'N Abend...

MarkusBu wrote:Mein Leitungswasser ist relativ weich (KH6-7, GH etwa ein Grad darüber).

Naja, ich bezeichne das bereits als ziemlich hart. Die Verfügbarkeit von Pflanzennährstoffen ist unter dem pH-Neutralpunkt deutlich besser als darüber. Wie willst Du bei KH 6 oder 7 vernünftig unter pH 7 kommen?

Ich möchte das Wasser etwas aufhärten (bis maximal GH15).

:irre: , sorry...

Diana Walstad schreibt, dass Pflanzen in weichem Wasser gerne Mangelerscheinungen habe, weil Mikronährstoffe fehlen.

Pflanzenwuchs bei KH 1,5; 2 °dGH: https://www.hereinspaziert.de/Neu.htm

Walstad schreibt viel, wenn der Tag lang ist. Man braucht ihr nicht alles zu glauben. Im Gegenteil habe ich mich beim Lesen des Buchs (und beim Verifizieren der darin getätigten Aussagen gefragt, für was man in Amiland eigentlich einen Ph.D. bekommt. Walstad neigt dazu, Aussagen zu kreieren, die aus den Quellen, die sie anführt, so nicht hervorgehen, hier habe ich mal darauf hingewiesen.

Last but not least ist etwas mehr Karbonhärte für die Schnecken ja auch nicht verkehrt.

Schnecken versorgen sich aus der Nahrung mit Gehäusebaumaterial, nicht aus dem Wasser.

(Stichwort Allelopathie)

Hast Du das bei der Walstad gelesen? Vergiss das bitte ganz schnell wieder. Prof. Ole Pedersen, seines Zeichens Professor der Botanik und Mitbegründer von Tropica, hat dem einen Aufsatz gewürdigt.

Viele Grüße
Robert
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Postby MarkusBu » 23 Apr 2019 21:29
Hallo Robert,
ich mache mich mal schlau, danke
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Postby MarkusBu » 24 Apr 2019 08:09
Hallo Robert,
eine Frage hab ich allerdings.

Pflanzenwuchs bei KH 1,5; 2 °dGH


Wie viel Dünger und eventuell CO2 ist da nötig? Es mag sein, dass viele Aussagen in dem Buch fragwürdig sind, aber die Grundidee erscheint mir plausibel. Und zumindest bisher funktioniert es ja auch bei mir. Die meisten Pflanzen wachsen sehr gut. Die Grundidee ist ja, gutes Pflanzenwachstum ohne zusätzlichen Dünger und Zugabe von CO2 zu ermöglichen
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