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Postby emzero » 17 Mar 2013 23:16
Hallo liebe Wassergärtner,

erstmal mein Kompliment zu diesem Forum. Ich habe in den letzten Wochen hier viel gestöbert, und man kann sich hier wirklich sehr wohl fühlen: Fachkompetenz, angenehmer Umgangston und letztlich auch ein ansprechendes Design haben mich jetzt dazu gebracht, mich hier doch mal anzumelden.

Zu meiner Person:
Ich habe mein Aquarium schon vor über 20 Jahren als Student angeschafft, habe mir seinerzeit tonnenweise Bücher aus der Bücherei geholt (Internet war damals ja noch nicht so), und ständig daran herumgefrickelt.
Dann kam der berufliche Einstieg, Umzug, Haus, Renovierung, und das Aquarium führte fast 10 Jahre lang nur noch ein Schattendasein - insbes. auch, weil es hier (neuer Ort = anderes Leitungswasser) nie richtig "funktioniert" hat.
Futter rein, ab und zu CO2 nachfüllen lassen, sporadisch Dünger rein, und unregelmässiger WW und Filterreinigung haben es auch kaum schlechter gemacht: Die Pflanzen wuchsen nicht besonders, aber die Algen (Grünalgen) ganz gut.

Zuletzt ging dann auch noch die CO2-Anlage kaputt, das Becken war mit ca. 50-60 Kaisertetras (die auch alle in diesem Becken geboren wurden), völlig überbesetzt und ich hatte keine Lust mehr, und war kurz davor, das Aquarium abzuschaffen.

Allerdings passierte nach Monaten ohne CO2, WW und Filterreinigung dann etwas Erstaunliches:
Es schien sich so eine Art biologisches Gleichgewicht einzustellen. Ein Teil der Pflanzen war im Laufe der Zeit eingegangen, die Cryptocorynen hatten sich zurück gezogen (ich dachte, sie wären auch hin, kommen aber jetzt wieder), das ganze Becken war von Vallisnerien und Saggitaria durchzogen, die seltsamerweise nur 10-20cm hoch wurden, aber massig Ausläufer bildeten. Die Grünalgen (vermutlich Fussel) verschwanden zwar nicht, und befielen immer noch ältere Pflanzenblätter, schienen sich aber mit einem Nischendasein zu begnügen.

Da ich ja, um das Becken abzubauen, erstmal die Fische iwie hätte unterbringen müssen, und zu Weihnachten auch der Aussenfilter den Dienst quittierte, kam ich dann doch wieder ins Thema, habe mich an den langen Abenden (insbes. hier) wieder kräftig eingelesen, und mich auch wieder völlig von Euch mitreissen lassen.
Da ich mich schon damals von einem alten Schinken "Das holländische Pflanzaquarium" völlig fasziniert war, und seit meiner Jugend Bonsais ziehe, ist das für mich bis dato unbekannte "Aquascaping" natürlich ein absoluter Magnet, und wenn ich die Bilder dieser wunderschönen Becken sehe, weiss ich nicht, warum manche Leute Drogen nehmen :hechel:

Also habe ich jetzt 2/3 der Fische abgegeben, und alles wieder neu aufgebaut.

Aber trotz der vielen (vermeintlichen) Verbesserungen explodieren jetzt aber erstmal wieder die Algen während die Pflanzen noch nicht so richtig in die Pötte kommen (ob es da wohl einen Zusammenhang gibt? :pfeifen:), und ich möchte Euch doch mal um Rat fragen.

Bevor ich Euch aber nun die "Technik" meines Beckens um die Ohren haue, fände ich es toll, wenn Ihr mir Kommentare zu zwei Bildern geben würdet.
Ich möchte nämlich eigentlich gar nicht wieder mit der ganzen Wassertesterei anfangen, und bin imho schon wieder viel tiefer in die ganze Wasserchemie eingestiegen als ich eigentlich wollte.
Dabei sagt ein Bild doch mehr als 1000 Zahlen, oder? :-)

Es wäre mir eine grosse Hilfe, wenn Ihr mir Eure Meinung sagt, wass meiner guten (gut ein Monat im Becken) Hygrophilia corymbosa fehlt:



Wie man (hoffentlich) erkennen kann:
Die neuen Blätter sind aussen gelblich und die Blattspitzen teilweise verkrüppelt.
Was man aber nicht erkennen kann, dass der Neuaustrieb quasi keine Internodien hat. Würde man den alten Teil unten abschneiden, könnte man es fast für eine Rosettenpflanze halten :?
Zuviel Licht, die Standard-Erklärung für gedrungenen Wuchs, ist bei 36W auf 112 ltr. wohl eher unwahrscheinlich ...





Und dann noch die Frage, ob das wirklich Fusselalgen sind (den Begriff kenne ich von früher nämlich gar nicht - hatte es immer für Pelzalgen gehalten)



Vielen Dank im voraus für Eure Ideen dazu!


EDIT: Habe gerade in der Fülle der Foren hier auch einen Bereich zur Mitglieder-Neuvorstellung entdeckt, wo dieser Beitrag eigentlich imho erstmal besser plaziert wäre.
Sollte ein Admin das zufällig bemerken, wäre ich für ein Verschieben sehr dankbar.
Sorry für die Umstände! :ops:
Greetz Hartmut

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Postby RB_ » 18 Mar 2013 11:39
Hallo Hartmut,

ich habe nicht alles gelesen :D !... aber

Bild 1: Mangel: EISEN und eventuel MG & Nitrat!
Bild 2: Wenn Neueingerichtet -------> zu lange Beleuchtungszeiten, reduzier bitte auf 6 Stunden für 2 Wochen und wenn die Pflanzen los legen erhöhe die Zeit auf 8 Std.


Grüße
Ahmad
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Postby emzero » 18 Mar 2013 22:47
Hallo Ahmad,

vielen Dank für Deine Einschätzung!

RB_ wrote:ich habe nicht alles gelesen

Perfekt! Dadurch ist Dein optischer Eindruck von den Bildern ziemlich unvoreingenommen. :bier:

Ich hatte auch schon das Gefühl, dass es zuviel Licht sein könnte.
Dafür spricht insbes. das Wuchsbild der Valisneria Spiralis: Die etwas abgeschatten Pflanzen wirken sehr gesund und schön grün, während die stärker beleuchteten recht blasse (gelbliche) Neutriebe zeigen.

Was mich dabei aber verunsichert ist, dass ich dass 100l-Becken (80x35x40) nur mit dem (Juwel-)Standard von 36W beleuchte, und dass auch nur 9 Std. (unterbrochen von 3 Std. Mittagspause) lang
Auch wenn Reflektoren dran sind, ist das ja eigentlich eher wenig Licht .... :?

Aber ich werde wohl dann doch tatsächlich mal das Licht reduzieren.
Aber muss es denn die Beleuchtungsdauer sein?
Wenn ich einfach die Reflekoren abnehme, habe ich ja schon mal locker 50% weniger Licht.
Erst den einen, und nach ein paar Tagen ggf. den zweiten. Und später dann ebenso zeitversetzt wieder drauf?
Wäre das nicht ggf. der schonendere Weg als nur 6 Std., aber dafür grell zu beleuchten?

Ähnlich komisch wie bei dem Licht ist es auch mit den Nährstoffen:
Ich dünge inzw. gut 0,05 mg/l Eisen täglich, und auch Nitrat sollte imho eigentlich ausreichend vorhanden sein (alleine über das Leitungswasser - Nitrattest zeigt ca. 12 mg/l ... obwohl ich dem (Tetra) für keine 5 Ct über den Weg traue)
Greetz Hartmut

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Postby RB_ » 18 Mar 2013 23:15
Hallo Hartmut,

Reflektoren dran lassen!
36Watts auf 100 Liter ist zu wenig
Keine Pausen (kommt in der Natur auch nicht vor!) also 6 Std. am Stück.
Mikro und Makro fehlen in deinem Becken, nicht weil du nicht düngst oder die Pflanzen die verbrauchen sonder dein Filter baut die ab (viel oder falsch bestückt)!

Grüße
Ahmad
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Postby emzero » 19 Mar 2013 00:29
Hallo Ahmad @all,

dann will ich mal mein Becken vorstellen, auch wenn es noch nie so schäbig ausgesehen hat :(:

Vorabinfo:
Über 10 Jahre alt, in den letzten Jahren vernachlässigt, neues LW nach Umzug. Vor ca. 6 Wochen generalüberholt, ca. 80% Bepflanzung raus, Bodengrund mit Mulmglocke gereinigt, und wieder (teilw. auch mit neuen Planzen) neu bepflanzt.
TWW seither mit Osmosewasser verschnitten und in kurzen Abständen (s.u.)



Allgemeine Angaben zum Becken:
ca. 100 ltr. netto (80x35x40cm)

Bodengrund: Kies 3-4mm farblich gemischt (braun, schwarz, hell)
Hardscape: Lavasteine und etwas Schiefer, Wurzel liegt seit 3 Wochen im Wasser, will ich aber erst einbringen, wenn Algenproblematik gelöst ist.
Temperatur: 24°C


Beleuchtung:
2x18W T8 mit Reflektoren
vorne: Osram 865 (Tageslicht, 6500K)
hinten: Osram 827 (Warm, 2700K)
Dauer: 9 Std. + 3 Std. Mittagspause (10:00-14:30 + 17:30-22:00 Uhr)


Filterung:
Fluval 205 (Volumen 4 ltr., Pumpenleistung 680 ltr./Std.), z.zt. realtiv "steril", da gereinigt und auch altes! Zeolith gegen Schaumstoff getauscht wurde
Bestückung: 1 Vlies, haupts. Schaumstoff und etwas Keramik.
Einlauf: OFA (Walter), klein eingestellt
Auslauf: selbstgebaute Lilypipe, ca. 5 cm unter Oberfläche und nach unten gerichtet, um CO2-Austrieb zu minimieren
Durchfluss leicht gedrosselt (läuft auf geschätzt 80%)


CO2-Anlage
Bioplast-Druckgasanlage, adaptiert auf 290g-Sodamaxx-Flaschen
wird zeitgleich mit Beleuchtung geschaltet
Einspeisung: Dupla Reaktor rausgeworfen. M4-Schraube in Luftrohr erzeugt feine Blasen, die ich von unten in den (angebohrten) OFA einleite, so dass die Bläschen in den Gegenstrom gehen und dann den kompletten Filterweg durchlaufen, wodurch sich ein hoher Wirkungsgrad ergeben dürfte.
Menge:
Die früher für ca. 20 mg/l ausreichende Menge von ca. 16 Blasen/min scheint hier nicht mehr zu reichen (vermutl. KH), und z.Zt. läuft sie auf ca. 22-24 Blasen/min.Trotzdem zeigt mein Dupla-Dauertest, seit ich das Wechselwasser mit Osmose verschneide und mit Bittersalz und Kaliumsulfat aufdünge nur noch Blau.
Chemikalien für KH-unabhängigen CO2-Test sind bereits bestellt.


Besatz
ca. 24 Kaisertetras
1 Antennenwels


Bepflanzung:
alt:
Cryptocoryne x willissii
Valisneria spiralis
Sagittaria ? (kleinwüchsige Art)
neu:
Echinodorus argentiniensis
Hygrophila corymbosa
Altheranthera reineckii
Pogestemon helferi
Hemianthus Cuba (der kahle Fleck vorne - haben die Fische ständig ausgerupft :( )


Das Problem:
Leitungswasser (Analyse vom 10.02.2013 - eine ältere komplett hier: http://loermecke.de/index.php?id=Small_ ... tent_id=12):

pH-Wert: 7,74
Karbonathärte 11,5 °dH
Gesamthärte 14,8 °dH
Nitrat  16,0 mg/l
Phosphat 2,0 mg/l
Kalium 3,9 mg/l
Natrium 85,0 mg/l
Calcium  89,3 mg/l
Magnesium 10,0 mg/l


Wasserwechsel:
Nach dem "Teil-Reset" vor ca. 6 Wochen habe ich zunächst ca. 20% WW mit je 33% Osmosewasser alle 2-3 Tage gemacht, und mit Bittersalz und Kaliumsulfat aufgedüngt.
Zuletzt zwei 40%-ige WW mit 50% Osmosewasser in 4 Tage Abstand, wodurch ich mit Bittersalz- und Kaliumsulfat-Zugabe rechnerisch (und aufgrund der ständigen WW inzw. vermutl. auch real) auf folgendes Frischwasser komme:

Karbonathärte 5,7 °dH
Gesamthärte ?
Nitrat  8,0 mg/l
Phosphat 1,0 mg/l
Kalium 5,7 mg/l
Natrium 42,5 mg/l
Calcium  44,7 mg/l
Magnesium 9,9 mg/l

Leider geht das so auf Dauer nicht, da wir zusätzlich zu dem Sch*-Wasser auch nur minimalen Leitungsdruck haben, bei dem Umkehrosmose noch so gerade eben funktioniert, aber die 20 ltr. Osmosewasser ca. 3 Std. brauchen (eigentlich Trinkwasseranlage - weiss nicht, ob einfache Aquarium-Anlagen ggf. mehr Durchfluss haben?)


Zudüngung
Z.Zt. Dünge ich täglich 10 Tr. Profito (=1/3 Normaldosis) + 4 Tr. Ferrogan (=1/1 Normaldosis)
Damit dünge ich Eisen über 0,05 mg/l tägich.
Früher habe ich bei vollbepflanztem Becken und gutem Wuchs 2 Tr. Ferrogan tägl. gedüngt - sonst nix.

Dünger aus KNO3+K2SO4+MgSO4 ist vorhanden, wird aber momentan wg. der Algen nicht mehr eingesetzt.


Auffälligkeiten
  • Die Pflanzen wachsen extrem gedrungen, wie unter (zu)viel Licht. Ein paar Valisneria an hellen Stellen liegen fast platt /wie ein Stern) auf dem Boden, und der Neuaustrieb ist gelblich (Eisenmangel trotz guter Eisendüngung und/oder zuviel Licht bei 36W auf 100 ltr.?)
    Neuaustrieb bei Hygrophila fast keine Internodien - sieht fast aus wie Rosettenpflanze.
    Alte Blätter werden nicht gelb, also vermutl. kein Nitratmangel (Test zeigt 12 mg/l, aber dem traue ich eh nicht)

  • Neuaustrieb teilw. hell/gelblich wie bei Eisenmangel.
    Eisenphosphat wg. hohem PO4-Wert???
    Aber Eisendüngung rel. hoch (s.o.) und Filter rel. "steril".
    Bodengrund????

  • obwohl Redfield-Ratio phosphatlastig, spriessen die Grünalgen, aber (bis dato) keine Blaualgen in Sicht.

  • Ca:Mg-Verhältnis durch Bittersalz auf 4,5:1. Aber könnte das viele Natrium ggf. noch ein Problem darstellen?

Peinlich:
Vor 10 Tagen habe ich mir aufgrund der vielen Web-Berichte eine Flasche Easy Carbo geholt, und tägl. 1ml (1/2 Normaldosis) zugegeben. Schleiche es aber gerade wieder aus.


Aktuelles Problem des Beckens:
Die Pflanzen kommen nicht wirklich in die Pötte und lassen ihre Blätter mehr und mehr von Grünalgen (Fusselalgen?) überwachsen.


Persönliches "Problem des Aquarianers":
  1. Ich sträube mich gegen Troptests, weil meine Erfahrungen bzgl. der Richtigkeit sehr mies sind.
  2. Bei dem Leitungswasser muss wohl VE-Wasser her. Da die Umkehrosmose wegen des niedrigen Leitungsdrucks zu langsam läuft, muss ich den Anteil aber auf Dauer eher klein (ca. 25-30%) halten. Sonst darf ich nur alle paar Wochen WW machen :wink:
  3. Hätte trotzdem gerne mal wieder ein wirklich schönes Aquarium :gdance:

@Ahmad
Habe heute Abend mal den vorderen Reflektor abgenommen, und fand das richtig schön angenehm, dass gerade die 6500-K-Lampe nicht mehr so grell war.
Auch die Fische wurden direkt munter und trauten sich mal aus den Pflanzen hervor.
Subjektiv würde ich tippen, dass ein Reflektor die Lampenleistung nicht nur verdoppelt, sondern noch mehr.
Meine Idee, mal einen Parabol-Reflektor mit Spiegelfolie zu bauen, um die Lichtleistung zu erhöhen, kann ich mir wohl sparen.
Klar werde ich den Reflektor wieder einbauen, aber die 865er mit Reflektor ist schon echt grell (hatte vorher 830(warm)+840(neutral) und die Reflektoren waren matt)
Greetz Hartmut

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Postby emzero » 19 Mar 2013 11:05
Hallo Ahmad,

RB_ wrote:36Watts auf 100 Liter ist zu wenig


Diese Standard-Rechnung von 0,5W/ltr.verstehe ich sowieso nicht. Wird hier eigentlich immer grundsätzlich unterstellt, dass Reflektoren dran sind?
Gute Reflektoren bringen ja erwiesener Massen das 2-2,5 fache an Licht zu unseren Pflanzen.
Schau mal hier: http://www.hereinspaziert.de/Lampen/Reflektor.htm

Verglichen mit einem Becken ohne Reflektoren bekommen meine Pflanzen also theoretisch eine Lichtmenge von 80-90 Watt.
Die Formel Watt pro Liter für Röhren ist also eine ziemliche Milchmädchenrechnung, sofern nicht explizit gesagt wir, ob mit oder ohne Reflektoren.
Und dann gibt es noch unterschiedliche Lampen und auch Reflektoren, was aber wohl nicht ganz so gravierend ist.

RB_ wrote:Keine Pausen (kommt in der Natur auch nicht vor!) also 6 Std. am Stück.


Natur ist für mich immer ein guter Ratgeber. Allerdings hat in der Natur ein Tropentag (und da kommt ja das Gros unserer Pflanzen her) immer seine ca. 12 Stunden und andererseits selten in dieser Zeit eine gleichbleibende Beleutung. Insbes. Wolken schieben sich immer wieder vor die Sonne.
Insofern fände ich es eben viel natürlicher, 12 Std. zu beleuchten, aber durch weniger Licht und/oder Dunkelphasen (Stichwort: Mittagspause obwohl es natürlicher wäre, wenn möglich, dabei nur einen Teil der Lampen abzuschalten), eine Schlechtwetterphase zu simulieren.

Mit der Mittagspause habe ich übrigens damals gute Erfahrungen in Bezug auf Algen gemacht. Das mag an Nährstoffdefiziten gelegen haben, die sich in der Pause ggf. etwas ausgleichen konnten oder auch am Redoxpotential ... ich weiss es leider nicht. Ich habe es aber dann so beibehaten.

Aber unser Aquarium ist ja nun leider nicht Natur pur. In der Natur machen Algen ja durchaus Sinn, überschüssige Nährstoffe abzubauen (o.k. ... im Aquarium auch ;))

Gibt es denn für die von Dir vorgeschlagene Methode, nur 6 Std. aber bei vollem Licht zu beleuchten, eine logische Erklärung, dass es vorteilhafter ist, als statt dessen die Lichtstärke bei gleichbleibender Beleuchtungsdauer zu reduzieren?
Greetz Hartmut

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Postby emzero » 01 Apr 2013 16:02
Hallo,

ich will doch mal ein Upgrade geben:
Nachdem ich das vermutlich vom Bodengrund abgegebene NO3 (Thread) in der Wassersäule durch dicke WW nun auf knapp 20 mg/l runter habe, gehen die Pflanzen teilw. ab wie Schmidt's Katze. Echin. argent. scheint jeden Tag mind. ein neues Blatt zu treiben, und die Blätter werden auch wieder grösser. Auch schiessen die verloren geglaubten Cryptos überall wieder wie Pilze aus dem Boden.

Aber eine gewisse Dame, namens Hygrophila C. zickt immer noch rum :(
Sie tut so, als würde sie nicht genug Eisen und/oder Magnesium bekommen, wird da aber (wie bei Damen manchmal ;)) nicht konkret, und erwartet von mir, dass ich es selbst raus finde.

Ich meine allerdings, dass sie von beidem wirklich genug bekommt:
Ich dünge z.Zt. täglich 20 Tr. Profito (ca. 75% der empf. Normaldosis) + 4 Tr. Ferrogan24 (Brustmann/Dohse, ca. 110% empf. ND)

I.S. Magnesium veschneide ich das kalkhaltige Wasser mit OsmoseW. und dünge mit Bittersalz auf, so dass ich (rechnerisch) auf ca. 56 Ca : 11 Mg (= 4,5:1) komme. Ich weiss, dass das noch nicht optimal ist, will das Wasser aber nicht wieder zu sehr aufhärten.

Ich vergleiche immer gerne mit früher, wo es mit den Pflanzen gut geklappt hat (allerdings mit einem anderen Leitungswasser)
Damals habe ich Eisen nur die Hälfte der heutigen Dosis Ferrogan gedüngt (ohne Profito), also nur ca. (exakte Werte rückt Fa. Dohse leider nicht raus) 1/3 der heutigen Eisenzugabe.
Bittersalz habe ich gar nicht gegeben bei 43 Ca : 7 Mg

Jetzt frage ich mich,ob die Dame H.C. ggf. sehr empfindlich ist?
Ist ggf. iwie bekannt, dass Hygrophila eine Indikatorpflanze für Eisen- oder Magnesium-Mangel ist?

Ein ggf. wichtiger Unterschied "zu früher" ist allerdings, dass das damalige Wasser sehr phoshatarm war, während ich hier trotz 50% Osmosewasser noch >1 mg/l PO4 im Frischwasser habe.
Ich kann auch trotz vermeintlicher Eisen-Überdüngung kein Eisen im Becken nachweisen.
Der Test ist zwar schon älter, aber ich habe ja hier gelesen, dass Profito kaum chelatiert ist, und Ferrogan24 (als Tagesdünger konzipiert) vermutlich noch weniger. Deshalb dosiere ich hier auch möglichst mehrfach über den Tag verteilt.

Könnte es sein, dass das eher viele Phosphat das Eisen "wegsaugt", noch bevor die H.C. sich satt essen kann?
Wenn ja, was könnte man dagegen machen?
Ein anderer, stärker chalatierter Eisendünger zusätzlich oder ganz wechseln?
Hättest Ihr da Empfehlungen?

Oder ist doch das Ca/Mg-Verhältnis so entscheidend, dass ich lieber die Härtebildner in Kauf nehmen und die Bittersalzzugabe verdoppeln sollte???
Dann hätte ich 56 Ca:16 Mg = 3,5:1
Greetz Hartmut

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