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Postby chrisu » 24 Nov 2019 10:40
Hallo Thomas,

chrisu wrote:-nie mehr Soil

Weil ich eine sehr lange Standzeit anstrebe und ich keinen Vorteil im Pflanzenwachstum erkennen kann.
Ich finds zum kotzen wenn Anfängern immer wieder eingeredet wird man benötigt Soil wenn man auf gutes Pflanzenwachstum wert legt.
chrisu wrote:-nur mehr gefärbten Kies oder Sand

Weil ich mit gefärbten Kies und Sand immer bessere Ergebnisse erzielt habe als mit Naturkies. Frag mich nicht warum denn ich kann’s mir auch nicht erklären aber die Ergebnisse waren eindeutig. Vielleicht geben die Naturprodukte irgend was ans Wasser ab.
chrisu wrote:-nie mehr üppige Düngung

Nach unzähligen Versuchen steht fest das bei mir üppige Düngung einfach nicht funktioniert. Mit magerer Düngung wächst es einfach besser, gesünder, farbenprächtiger und vor allem krüppelfrei.
chrisu wrote:-Masterline von Marian Sterian ist ein top Düngesystem

Masterline ist eine Düngelinie für dichtbepflanzte Becken mit wenig Besatz und besteht aus 3 Komponenten. Mikrodünger, Makrodünger und Carbodünger. Das tolle daran finde ich die Dosierung denn man gibt immer täglich von jedem der 3 Flaschen die gleiche Menge ins Becken. Laut Anleitung 1ml täglich auf 30 Liter. Ich dosiere allerdings deutlich weniger.
Funktioniert bislang super bei mir.
chrisu wrote:-jedes neue Becken wird in Zukunft mit Glanzwürmern besetzt

Ursprünglich kaufte ich mir zwei Päckchen Glanzwürmer als Lebendfutter für meine Panzerwelse. Doch einige Tiere haben sich im Boden verkrochen und leben seither glücklich im Boden und vermehren sich auch fleißig. Die Glanzwürmer machen das gleiche wie ihre Verwandten im Garten, sie fressen Futterreste, abgestorbene Pflanzenteile und Mulm. Mit ihren eigenen Ausscheidungen reichern sie den Kies mit Humus an und lockern und belüften nebenbei den Boden. Davon profitieren Fische und Pflanzen.
Und die Panzerwelse haben seither immer eine tolle Lebendfutterquelle im Becken :thumbs:
Mfg Christian
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Postby Plantamaniac » 24 Nov 2019 10:49
Hei, das hört sich wirklich super an :thumbs:
Dann würde das vielleicht auch endlich mal was mir meinen Glanzwürmern...
In extra Gefäßen leben die immer nicht lange...
VG Monika
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Postby chrisu » 24 Nov 2019 10:58
Hallo,

Mfg Christian
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Postby Thumper » 24 Nov 2019 11:47
Moin Chris,

Kannst du mal bitte die Komposition der Dünger posten? Würde mich interessieren.

Ansonsten gefällt mir das Becken immer noch sehr gut.
Grüße,
Bene


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Postby Kejoro » 24 Nov 2019 11:48
Hi Chris,

solch "Gewürm" im Boden hat schon seine Daseinsberechtigung, du hast es ja bereits ausgeführt.
Was mich allerdings dabei stört, dass sie organisches Material in den Boden einarbeiten. Es zeigt sich ja, dass zu sehr mit Organika gestopfte Böden das Pflanzenwachstum begrenzen/behindern.
Da bin ich auf den Langzeitbetrieb (>5 Jahre) gespannt. Ein vollständiger Abbau wird nicht vorliegen, sonst gäbe es ja keine Erde draußen ^^

Ich bin derzeit auf der Suche nach geeigneten Quellen, was die Verfügbarkeit von Nährstoffen angeht. Dabei geht es nicht um das reine Vorhandensein, sondern mehr darum, wie Pflanzen diese Aufnehmen können. Das würde jedenfalls erklären, warum Pflanzen trotz Vollversorgung in den Mangel geraten. Deine Experimente mit verschiedenen Bodengründe empfinde ich hier mehr als Sympthombehandlung :pfeifen: Beim Marian Sterian läufts ja auch mit Soil oder anderen Kiesen. Die Ursache wird wo anders liegen.

In dem Paper hier fand ich die Streptomyces ganz nett. Dieses Bakterium sorgt für einen "erdigen, waldigen" Geruch. Dass gut laufende Becken einen blumigen, frischen Geruch aufweisen, ist dir sicher bekannt :D Dann gibt es noch Mykorrhiza, die ebenso eine Symbiose mit Pflanzen eingehen können, um nur ein paar Beispiele zu zeigen. Diese Pilze gibt es auch zu kaufen.
Wenn man mal gesehen hat, wie die Mikrobiologie sich gegenseitig verdrängen kann (Cyanos und Teichschlamm), dann kann ich mir das auch mit anderen MO gut vorstellen. Dabei muss das, was anderes auskonkurriert, nicht immer das beste sein.
Ein etabliertes System umzustimmen, ist allerdings äußerst schwer. Da hänge ich ja schon Jahre dran^^

Weiterhin guten Wuchs mit wenig Frust :bier:
Kevin
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Postby chrisu » 24 Nov 2019 12:57
Hallo Kevin,

ich lasse den Kies ja nicht jahrelang unberührt. Wenn ich eine Pflanzengruppe nach mehrmaligen Rückschnitt rausziehe um neu zu stecken mulme ich diesen Bereich schon immer etwas ab.
So lassen sich unbegrenzte Standzeiten erreichen.
Wuchsstockungen nach mehreren Monaten oder Jahren kenne ich nicht.
Soil abzumulmen stelle ich mir nicht so lustig vor, vor allem wenn es nach längerer Zeit nicht mehr so formstabil ist.

Bei mir läufts ja auch mit Soil und anderen Kiesen gut aber bei den vielen Tests hat sich eben herausgestellt was bei mir am besten und problemlosesten funktioniert. Ich behaupte ja überhaupt nicht das Soil scheiße ist aber ich kann auch nicht nachvollziehen warum es so in den Himmel gehoben wird.
Hab momentan 3 Kiesbecken laufen und eines mit Tropicasoil.
Mfg Christian
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Postby p'stone » 24 Nov 2019 14:03
Hallo Christian,

wielange hast Du die Würmer schon im Becken?

LG Thomas
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Postby chrisu » 24 Nov 2019 17:50
Hallo Thomas,

schätze so ca 7 Monate.
Mfg Christian
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Postby chrisu » 24 Nov 2019 19:16
Hallo,

im Soilbecken habe ich Bedenken da Würmer einzusetzen. Nicht das die mir die Kügelchen zerfressen
Mfg Christian
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Postby Plantamaniac » 24 Nov 2019 21:23
Hei, also auch TDS arbeiten "Organica" unter...aber ich hab Becken, mit etwas mehr Bodengrund, die laufen erst so richtig gut, seitdem sich TDS sprunghaft darin vermehrt haben...Ich meine, die zersetzen das alles ja, manchen einen sehr feinen Schlamm daraus, der wiederum Nährstoffe abgibt. Nebenbei halten sie den Boden locker und durchlässig, was schwarze Stellen mit Schwefelwasserstoff verhindert. Das läuft wirklich sehr, sehr gut :thumbs:
Sie verbrauchen auch sehr viel Sauerstoff, machen aber auch Co2 daraus...
Eine Zeitlang war ich garnicht begeistert von TDS.
Aber das hat sich wieder gewandelt...In allen Becken mit Boden über 3cm dicke, möchte ich welche drin haben...Außer Soil..logisch das sie da drin nix verloren haben.
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Postby chrisu » 24 Nov 2019 21:40
Hallo Moni,

ja TDS hatte ich auch versucht aber die halten sich bei mir leider nicht. Die bekommen nach einiger Zeit weiße löchrige Gehäuse, ebenso Posthornschnecken :(
Blasen- und Tellerschnecken geht's prächtig :?
KH3
GH8
CO2: 25mg/l
NO3: 3mg/l
PO4: n.n.

Hast du ne Idee worans liegen könnte? Wasser zu weich?
Mfg Christian
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Postby Wuestenrose » 25 Nov 2019 07:45
Morgen…

chrisu wrote:Wasser zu weich?


Unwahrscheinlich, ich hatte TDS noch bei einer KH von 1,5.

Viele Grüße
Robert
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Postby Plantamaniac » 25 Nov 2019 08:17
Hei, ja das is das große Rätsel, mit dem ich auch seit Jahren Kämpfe.

OT, Achtung Schneckengelabere..wer das nicht will, überspringen..

Ich liebe schöne Schnecken über alles :grow: .Betonung auf SCHÖN :?
Ich hab festgestellt, das sie in neuen Becken, bei denen der Bodengrund noch sauber ist, wunderschön werden.
Sowie der Boden anfängt zuzumocken, geht es mit den Gehäuseschäden los. Wenn ich dauernd mulme, ist es erträglich, wenn nicht, sind sind die Schnecken krätzig, auch wenns Becken optisch gut aussieht.
Für mich ist der Zusammenhang eindeutig damit zu suchen.
Ich habe auch Schnecken bei den Bees mit drin. Soil, Kh 1/GH5/Ph irgendwo zwischen 5 und 6.
Da gehts den Schnecken prächtig, solange das Becken neu ist...wird es älter, gehen die Gehäuse kaputt und auch den Bees geht es zunehmend schlechter..dann muß das Becken neu gemacht werden.
Dann hab ich ein Sulawesibecken mit 5mm Basaltsplitt und einem großen Dennerle Eckfilter.
Darin leben Tylo Yellowspottet. Die Gehäuse der älteren Tiere sind auch kräzig...obwoh. Gh und Ph hoch und Kh niedrig sind. Erst war alles gut, dann ging es los...Aber da ist kaum Mulm drin, den Filter muß ich alle 2 Wochen sauber machen, weil er voll ist...

Letztes Jahr hab ich wieder mit Pianoschnecken angefangen...in einem älteren Becken...hat nicht lange gedauert und die Gehäuse waren wieder angefressen..seitdem bin ich am Kämpfen, das der Nachwuchs gut wird :paket:
Der Vorbesitzer hat einen Tip bekommen, man soll Soda nehmen, einfach mit einem kleinen Löffelchen zugeben. Das wäre ein Trick aus dem Meerwasserbereich...klar, das erhöht den Ph. Will ich das wegen den Pflanzen? Wenn müßte das sehr behutsam geschehen. Hab auch Soda da, aber habe mich noch nicht getraut. Evt. könnte man das ausrechnen, sich rantasten und mit dem Co2Dauertest überwachen?
Hier mal ein Link aus dem Meerwasserbereich:
http://www.korallen-wiki.de/index.php?title=Natriumcarbonat

Im Oktober ist mir ein 11 Jahre altes 54er Waterhome ausgelaufen. Also Neues gekauft, Grundreinigung.
Dann junge Pianoschnecken eingesetzt...Yeahhh, es hat eine Zeitlang geklappt..jetzt geht es schonwieder los :(
Sind halt Ancistrus Claro drin, die gerade Junge haben...da muß Futter rein...und zuviel saubermachen vertragen die in dem Alter noch nicht...Im Mom Mulme ich jeden Tag ein kleines Bisschen. Hoffe das sie mir dann nicht wegkippen.
Wenn die Schnecken nicht drin wären, würde ich sie mind. 6 Wochen erstmal in Ruhe lassen...
Mit dem Natriumcarbonat bin ich dran...habe das von Heitman, aus der Waschmittelabteilung. Ob das rein genug ist, weiß ich nicht...Ich würde mir wünschen, eine Stammlösung zu machen und dann damit, wie mit Dünger, nach Anleitung den Ph etwas anzuheben. Weil ich auch oftmals ein kleines PHproblem habe. Was die Pflanzen natürlich toll finden...Aber ich habe davor größten Respekt und möchte nix kaputtmachen...

Man könnte meinen, Wasserwechsel wären die Lösung...aber das hilft absolut garnichts. 70% Wasserwechsel, und 2 Tage später ist der Ph wieder wo er vorher war...
Näää, ich brauche keine Co2Anlage...das erledigen meine Becken von selbst...Im Sommer hab ich mal versucht, das Verdunstete mit Leitungswasser (Kh 7,6, GH 14, PH8) aufzufüllen und damit auch den Ph zu heben und den Schnecken genug Calcium und Magnesium zur Verfügung zu stellen...Was is passiert? Es hat "gezischt" die Säure hat die KH aufgelöst und der PH ist gleich wieder runtergerauscht...Die Fische haben schneller geatmet und die PFlanzen geblubbert und sind schön gewachsen...Insgesamt war das eigentlich toll... im Moment verdunstet kaum Wasser.
Deswegen zieh ich ab und zu mal paar cm ab, mulme dabei und fülle Leitungwasser pur nach, was ich bei großen WW nicht mache. Da sind mir die Sprünge für die Tiere zu groß. Große Wasserwechsel mache ich mit Leitung/Regenwasser 1:1, = Kh 3/GH 7/PH 7,2
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Postby chrisu » 25 Nov 2019 09:28
Hallo Moni,

hört sich alles sehr interessant an. Ich werde mal versuchsweise ein Nano mit Leitungswasser aufsetzen(KH12, GH16) und nur wenig CO2.
Komischerweise gibts auch Leute die weiches Wasser haben, viel füttern, nie abmulmen, kaum den Filter reinigen und trotzdem diese Probleme nicht haben :?
Sehr kompliziert alles.
Mfg Christian
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Postby Pan » 25 Nov 2019 11:20
Hallo Christian,

ich lese seit Jahren mit. Bitte weiter berichten, auch wenn sich vielleicht nicht immer so viele Leute zu Wort melden.
Alles interessant, auch wenn ich nicht unbedingt Glanzwürmer im Kies haben möchte, dies hat aber weniger mit dem Nutzen als mehr mit dem Wurm an sich zu tun :lol:
VG Hendrik
"natura non facit saltus" G.W. Leibnitz

Suche: Datz 01/2015 bzw ein Scan eines Artikels daraus
Suche: Sphaerocaryum malaccense
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