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Postby AnYoNe » 16 Nov 2019 15:56
Hallo Forengemeinschaft,

ich bin aktuell am überlegen von meinem Malawi Becken wieder auf ein grünes Becken umzusteigen. Allerdings habe ich keine Lust mehr auf die umständliche Wasserenthärterei. (früher Osmose und Vollentsalzer)

Das Becken hat 325 Liter Inhalt und kann mir maximal 4x 54Watt beleuchtet werden, hatte das Becken bereits vorgstellt:
Rio Madeira

Das Wasser kommt mit folgenden Werten aus der Leitung:
pH 7,51
Carbonathärte 16,1
Gesamthärte 17.3
Leitwert 518

Kann man mit diesen Werten überhaupt ein ordentliches Pflanzenbecken betreiben? Co2 könnte ich natürlich ordentlich reinknallen :)

Soil weiß ich noch nicht, wäre eine ordentliche Investition bei dieser Größe. Das alte Soil hab ich im Garten verstreut :)

Freu mich auf eure Antworten.

Grüße Michi
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Postby Ringo » 17 Nov 2019 00:01
Moin mein Freund,Du kennst die Werte die ein grünes Becken benötigt.Wenn Du diese Werte nicht herstellen kannst(oder möchtest),musst Du klarkommen mit dem was Du hast.Sicherlich gibt es Pflanzen die diese Werte ab können.Du kannst auch was schönes erreichen,aber man ist dann doch sehr eingeschränkt.Aber wenn man sich auf diese Werte einlässt,Pflanzen danach wählt,seine Co2 Versorgung an die hohe KH anpasst,geht immer was.Mit top Ausgangswasser kann jeder umgehen,aber mit schlechtem Ausgangswasser ohne Aufbereitung was zu erreichen ist Profi! Gib dir Mühe! :thumbs:
Ringo
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Postby nik » 17 Nov 2019 13:06
Hallo Michi,

mit Soil wird es dir eine Zeit die Härte im Wasser binden bis die Aufnahmekapazität erschöpft ist. Macht bei hartem Wasser IMHO keinen Sinn.

Sand tut es auch, CO2 kannst du trotzdem nicht über 20-30 mg/l zugeben. Das steht den Pflanzen trotzdem zur Verfügung und verhindert biogene Entkalkung. Du kannst den pH nur knapp über 7 halten und musst schauen welche Pflanzen es dann tun. Ich denke, das sind schon eine ganze Menge und in der Summe kein Hindernis für ein attraktives Pflanzenbecken.

Gruß Nik
nik wrote:
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Postby AnYoNe » 17 Nov 2019 17:49
Hallo Zusammen,

ich denke auch das es einige Arten gibt die die Wasserwerte abkönnen, es muss ja nicht sein jede Woche die Planzen kiloweise zu entsorgen aufgrund des üpigen Wuchses.

Pflanzen wie Marsilea hirsuta, Pogostemon helferi, Blyxa japonica sollten doch hier glücklich werden?

Soil wird mir auch zu teuer werden, denke dann wird es klassisch Kies mit 2-3 mm.

Wieso sind hier nur maximal 20-30 mg Co2 möglich? Aufgrund der Wasserwerte?

Wenn ich mir eine neue Co2 Anlage hole, wäre dann eine mit Ph Steuerung am sinnvollsten?

Grüße Michi
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Postby Lixa » 17 Nov 2019 23:49
AnYoNe wrote:Pflanzen wie Marsilea hirsuta, Pogostemon helferi, Blyxa japonica sollten doch hier glücklich werden?

Hallo Michi,
Gerade Blyxa japonica var. japonica wird nichts werden - zumindest wenn die Datenbank auch nur grob stimmt.
Die Datenbank kann nach Karbonathärte sortieren und wird dir trotz dieser Einschränkung viele Arten vorschlagen. Marsilea hirsuta ist dabei, P. helferi nicht.

Viele Grüße

Alicia
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Postby nik » 18 Nov 2019 11:41
Hallo Michi,
AnYoNe wrote:Pflanzen wie Marsilea hirsuta, Pogostemon helferi, Blyxa japonica sollten doch hier glücklich werden?

ich kann dir das nicht sicher sagen, würde es im Zweifelsfall probieren und sehe eher Potenzial für positive Überraschungen.

Gruß Nik
nik wrote:
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Postby Nightmonkey » 19 Nov 2019 19:42
HI Michi,

wie wäre es mit Sand?
Nik hat in meinem Thread erläutert welche Vorteile das gegenüber Kies bringen kann, schau mal hier.

Zum Thema Pflanze: Cryptocorynen und Echinodorus z. B. wachsen auch in hartem Wasser sehr gut.

Gruß Marco
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Postby AnYoNe » 19 Nov 2019 20:17
Hallo Marco,

mit Sand habe ich keine so guten Erfahrungen gemacht, zum einen gärt es darin schnell, aber auch das Algenwachstum an der Scheibe ist im Sand ordentlich. Denke eher dem Kies treu zu bleiben.

Cryptocorynen und Echinodorus, keine Frage die sind da Schmerzfrei :)

Würde halt gerne wieder zu dem Zustand hier kommen Rio Madeira, oder zu diesem La Gomera, aber denke ohne Soil und weichem Wasser wird das nichts.

Grüße Michi
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Postby themountain » 19 Nov 2019 20:37
Ich hoffe du willst keine Fische wie im rio Madeira in dem Tuempel :sceptic:
Andreas wuenscht euch bienvenidos y saludos de Palma !
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Postby nik » 20 Nov 2019 09:23
Hallo Michi,
AnYoNe wrote:mit Sand habe ich keine so guten Erfahrungen gemacht, zum einen gärt es darin schnell, aber auch das Algenwachstum an der Scheibe ist im Sand ordentlich. Denke eher dem Kies treu zu bleiben.

Sand ist nicht gleich Sand. Und wenn man keinen groben Unfug macht, dabei geht es immer um organische Stoffe (Mulm) im Sand, ist Fäulnis nur in praxisfremden Szenarien denkbar!

"... Algenwachstum an der Scheibe ist im Sand ordentlich". So. Und was veranlasst dich zu der Annahme, das wäre im Kies besser?

Das ist eine generelle Erscheinung und im hellen Sand vor allem besser sichtbar. Es zeigt ein ungelöstes Problem mit der Mikrobiologie. Das wirst du mit jedem Bodengrund sowieso haben! IdR. wird das vernachlässigt bzw. akzeptiert und es reicht, wenn es nicht auffällt. Die Bedeutung der Mikrobiologie wird allgemein immer noch erheblich unterschätzt und viele neigen zu zu einfachen Erklärungen.
Ich hatte Sand vorher schon aus meiner Einschätzung heraus nicht erwähnt, das dient nur der Richtigstellung. Und ja, ich kenne Kies ebenfalls sehr gut, käme für mich in keinem denkbaren Anwendungsfall in Frage. Lieber hartes Wasser. :flirt: Nichtsdestotrotz ist aber auch zweifelsfrei, dass das mit Kies - bei höherem Aufwand in der Pflege, incl. notwendigem periodischen Neusetzen der Pflanzen - auch (sehr) gut funktionieren kann. In Klammern wegen des höheren Aufwands, weil man wegen der Pflanzen nicht hinreichend entmulmen kann. Mit Sand ist das ein im wahrsten Sinne des Wortes übersichtliches Problem.

Gruß Nik
nik wrote:
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