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Postby fosorom » 29 Jul 2009 12:03
Hallo Forum,

ich brauche mal einen Tip was ich mit meinen Cryptocorynen machen soll.

Ich habe eine Fläche von etwa einer Postkartengröße mit Cryptocoryne bepflanzt.
Besonders gut sind sie nie gewachsen. Haben schnell die älteren Blätter verloren aber doch immer neue hervor gebracht.
Jetzt während meines Urlaubts in dem natürlich auch das Becken etwas kurz kam ist fast nichts mehr da. einige wenige mikrige Blätter.
Im Gegensatz dazu sind die anderenPlanzen (Vallisnereien, Echinodoren, Javamoos) eneorm gewachsen,
wenn auch bei den Echinodoren jetzt gelbe Blätter auftraten.
Und die Pinselalgen sind auch wieder da - aber dazu starte ich vielleicht noch einen eigenen Threat.

Meine aktuellen Wasserwerte:

GH 6
KH 1
pH 6,2
CO2 ~ 20 mg/L (Dauertest)
NO3 10 mg/L
P04 nN
Fe 0,1 mg/L
Beleuchtung auf 240 Literbecken mit 98 Watt T8
Vor dem Urlaub war NO3 bei ca: 20 mg/L und PO4 bei 0,5 mg/L. die Pflanzen habe also ordentlich was verbraucht,
was ja auch durch den üppigen Zuwachse gerade bei den Vallisnerein klar ist.
Aber was hat die Cryptocoryne? :?:

Als sofort Maßnahme habe ich einen Wasserwechsel duchgeführt und PO4 sowie NO3 per Stoßdüngung erhöht.
Ausserdem habe ich den Haufen Cryptocoryne herausgenommen und etwas getrennt. Die Wurzeln waren weiß und zahlreich vorhanden.
Was kann ich noch tun? :?:

Gruß
Michael
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Postby Sumpfheini » 29 Jul 2009 20:06
Hallo Michael,

das war wahrscheinlich die berühmte Cryptocorynenfäule - unendliches Diskussionsthema seit aquaristischen Urzeiten :) Vielleicht ausgelöst durch irgendeine stärkere Änderung irgendwelcher Parameter... so genau weiß man das nie. Die Blätter werden schnell matsch und fallen ab, aber die Rhizome u. Wurzeln bleiben im allgemeinen gesund - wie Du es schon festgestellt hast. Ich meine, da kann man erst mal nicht viel anderes machen als so weitermachen wie bisher und geduldig abwarten, was aus den Rhizomen wieder austreibt.

Gruß
Heiko
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Postby fosorom » 30 Jul 2009 09:41
Hallo Heiko,

das war doch mal ein Hinweis. Vielen Dank dafür. :bananadance:
Nach dem Studium einer Threats die sich mit Cryptocorynenfäule beschäftigen bin ich mir sicher, dass es sich auch bei mir um dieses Phänomän handelt. Besonders interessant fand ich diesen Link. :shock:

Kann ein ähnliches Verhalten auch andere Pflanzen befallen? Ich habevergleichbares schon mal bei einer Echinodorus bleheri und auch bei meinen Vallisnerien beobachtet?

Gruß

Michael
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Postby Sumpfheini » 30 Jul 2009 13:46
Hallo Michael,

ja, das scheint zumindest für viele Cryptos typisch zu sein, die Anfälligkeit ist wohl auch unterschiedlich je nach Art. Bei mir war mal ein anfangs üppiger C.-affinis-Bestand mehrmals kahl, wurde dadurch doch sehr geschwächt und starb schließlich großenteils ab, im selben Becken waren C. undulata u. C. beckettii kaum betroffen. In einem anderen, schwach beleuchteten kleinen "techniklosen" Becken wächst die C. affinis aber seit längerem stabil. Irgendwo habe ich gelesen, dass gelegentliches Abwerfen aller Blätter auch bei Cryptocorynenbeständen in der Natur beobachtet worden ist.
Mit Vallisneria kenne ich mich zu wenig aus, bei Echinodorus lag es vermutlich an Nährstoffmangel.

Gruß
Heiko
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Postby Karin » 30 Jul 2009 14:32
Hallo Michael,

bevor ich dieses Forum kannte, hatte ich immer zu viel NO³ und PO4.
Hatte deshalb mal über Nacht PhosEx im Filter mitlaufen. Am nächsten oder übernächsten Tag ist mir mein gesamter Crypto-Bestand zusammengefallen.
Meine Feststellung nach dem Testen war, daß kein PO4 mehr vorhanden war.
Vielleicht solltest Du Deinen PO4-Wert konstant bei 0,5 lassen und nicht absinken lassen.

Vielleicht hilft Dir dies auch ein wenig weiter.

LG Karin
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Postby Rotmaul » 30 Jul 2009 18:27
hallo michael,

zuerst die antowrt zu deiner frage: ja die cryptocoryne ist noch zu retten :D .

ohne nähere details über dein becken (grösse, filter, boden, etc.) zu kennen, gilt es die ursache für den schlechten cryptowuchs bzw. die fäule zu klären, was nicht ganz einfach ist.

anhand deiner schilderungen ' Besonders gut sind sie nie gewachsen. Haben schnell die älteren Blätter verloren aber doch immer neue hervor gebracht', denke ich dass du ein thema mit den hauptnährstoffen, allem voran kalium hattest, ggfs. noch hast.

cryptos -als auch andere pflanzen-zeigen k mangel an schlechtem wachstum, ausgeprägt an blattrand nekrosen (fäulnis vom blattrand her) als auch blattabwurf von älteren blättern. echis sind starkzehrer, d.h. die holen sich die nährstoffe vor den cryptos, so lange bis sich auch bei ihnen mangel zeigt. von dir geschildert 'erkennbar an gelben blättern'.

(aber achtung bei zugabe von einzelnährstoffen z.b. k, reagieren cryptos besonders, und die fäule kann sehr rasch kommen bzw. beschleunigt werden.)

vorrausgesetzt dein no3 test zeigt halbwegs vernünftig an, scheint dein nitratgehalt ausreichen zu sein.

ich würde dir folgendes empfehlen:

düngung n:k:mg im verhältnis 1:1:0,25, po4 auf ca. 0,5 mg, + spuren. bei n hat sich bei mir harnstoff bewährt, da durch no3 gabe, die denitrifikation in aneroben bereichen (filter/bodengrund, etc.) angeheizt wird, sprich die pflanzen können es wenig verwerten, es kommt zu gasförmigem stickstoffverlust. harnstoff kann sofort aufgenommen werden. 10mg/l n/k ist ein anzustrebender wert.
(=>minimumtonne: die niedrigste daube (bei dir mangel an hauptnährstoff K?) begrenzt den ertrag)

vg
harald

die pinselalgen sind folge dem verschobenen nähstoffspektrum.
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Postby VolkerN » 31 Jul 2009 09:26
Hallo,

meine Cryptos kümmern immer dann, wenn die NPK-Kugeln erschöpft sind, sprich NO3 und PO4 nicht mehr genügend zur Verfügung stehen. Wenn ich ihnen dann wieder ein paar NPK-Kugeln "unter den Hintern" schiebe, wachsen sie wieder prächtig.
Viele Grüße
Volker
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Postby fosorom » 01 Dec 2009 15:44
Hallo,

da ich es immer blöd finde wenn ein Threat ohne Ergebnis bleibt will ich ier auch noch mal ein update anhängen.

Meine Cryptos wachsen und gedeien wieder. :bier:

Verändert wurde:

1. Der alte Klumpen (es war ein sehr stark verwurzelter Teppich von mehreren ineinader verwachsenen Pflanzen) wurde vollständig herausgenommen und die Pflanzen vereinzelt wieder eingepflanzt. Dabei altes und schlechte Blatt und Wurzelwerk entfernt.

2. Habe ich das Wasser etwas aufgehärtet bzw. verschneide das WW nicht mehr so stark und Dünge konsequent mit Kalium und Phosphat. aktuelle Wasserwerte.

GH 9
KH 1,5
CO2 ~ 20 mg/L (Dauertest)
NO3 1 mg/L
P04 0,3 mg/L
Fe 0,2 mg/L

Kalium:per Kaliumsulfat Lösung dem WW 20mg/L und 1mg/l tgl. Düngung zugeführt.
Magnesium: per MGSO4 (Bittersalzlösung) wird das CA/Mg Verhältnis des WW auf 1/3 eingestellt und tgl. Düngung von 0,25 mg/l.

Die Pflanzen wachsen wieder gut. Die Blätter weisen kaum noch Mangelstellen auf und werden auch nicht mehr abgeworfen. :D

Gruß

Michael
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Postby fosorom » 01 Dec 2009 17:07
Da ist mir ein kleiner Fehler unterlaufen....

fosorom wrote:Magnesium: per MGSO4 (Bittersalzlösung) wird das CA/Mg Verhältnis des WW auf 1/3 eingestellt und tgl. Düngung von 0,25 mg/l.

Natürlich sollte es heißen:
Magnesium: per MGSO4 (Bittersalzlösung) wird das CA/Mg Verhältnis des WW auf 3/1 eingestellt und tgl. Düngung von 0,25 mg/l.

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