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Postby Philip S. » 25 Feb 2016 20:17
Abend,
Anlass des Themas ist, dass ich in den letzten Monaten zweimal beobachtet habe, dass frisch eingesetzte Bucen (es waren beide Male offensichtlich Wildentnahmen) anfingen zu zerfallen. Möglichwerweise kennt sich jemand mit dem Thema besser aus und kann mir weiterhelfen.

Das erste mal wurden die Pflanzen nach ca. 3-4 Wochen eingesetzt und das zweite mal direkt beim Aufsetzen des Beckens. Das Erscheinungsbild war beide male gleich: die Pflanzen fingen zu erst an neue Wurzeln und Blätter zu treiben doch nach einigen Tagen verloren die Blätter (teilweise punktuell) die Farbe, wurden matt, weich und fielen schlussendlich ab. Auch die Rhizome wurden weich und sind teilweise abgestorben. Alte und neue Triebe sind gleichermaßen abgestorben, von den zerfallenen Pflanzen gingen weiße Fäden aus.

Als ich dem Problem im 1. Becken nachging habe ich den Fehler bei den Wasserwerten gesucht, und diese optimiert. bis auf ein markantes Ungleichgewicht in Ca:Mg sowie einen raschen Verbrauch von Mg und PO4 (wobei ich ich da eher das frische Soil verandwortlich mache) habe ich nichts finden können. Alles andere wuchs bis dahin auch zufriedenstellend. Starke erhöhung des Mg Gehalts schien zumindest due Geschwindigkeit des Zerfalls zu verlangsamen.
EasyCarbo und H2O2 zeigten keine gute Wirkung.

Im 2. Becken habe ich von Anfang an auf ein gutes Ca:Mg Verhältnis geschaut und die Pflanzen vor dem einsetzen 5min. in hochdosierter EC-Lösung gebadet. Trotzdem sind die Pflanzen zum Teil vergammelt.

Habt ihr Ähnliche Erfahrungen gemacht und wie habt reagiert?
Behandelt ihr Pflanzen bevor ihr sie einsetzt?
Wie kann man so etwas am besten verhindern?

vielleicht hat jemand einen guten Rat? :smile:

Die Beiden Becken unterscheiden sich in Einrichtung und Technik, da jedoch das Ergebnis das gleiche ist, habe ich diese nicht weiter beschrieben.
Wichtige Vorraussetungen wie CO2, Düngung, Licht sind in beiden Fällen Ausreichend Vorhanden.



Grüße,
Philip!
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Postby xFiller » 25 Feb 2016 21:08
Hey, bei frischen Becken mit gedüngtem Soil konnte ich das auch beobachten. Bei ungedüngten hingegen nicht.

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Gruß Sandra
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Postby Mr Aqua » 25 Feb 2016 22:10
Moin,

hochdosiertes EC schädigt die Bucen stark. Das ist jedenfalls meine Erfahrung. Hab dadurch schon oft welche vernichtet als ich mal ein paar Test durchgefürht habe. Ich nutze zurzeit ein Verhältnis von 1:10. Wobei man immer beachten muss, was für Bucen du hast. Manche halten auch dieses Mischverhältnis nicht aus.

Gruß Ilja
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Postby garnele1234 » 25 Feb 2016 22:27
Hallo,

habe ich schon desöfteren von gehört und vor Jahren mal selbst erlebt, seitdem lasse ich die Finger von solchen emersen Pflänzchen aus der Wildnis. Meine anderen habe ich mir nur noch von privat zusammengekauft und habe nun in 7 Aquarien 80 Arten Bucephalandras. Wenn ich meine Landkarte mal verliere, dann bin ich verloren :lol:

Machen kann man eigentlich nichts, außer hoffen dass nicht zuviele absterben.
Übringens ohne Soil.

mfg Andreas
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Postby Philip S. » 25 Feb 2016 23:43
Vielen Dank für die schnellen Antworten!

xFiller wrote:Hey, bei frischen Becken mit gedüngtem Soil konnte ich das auch beobachten. Bei ungedüngten hingegen nicht.

das könnte allerdings den Vorfall im ersten Becken erklären. dort sind 13Liter Amazonia drin plus Powersand!
im 2. hingegen sind nur 3Liter Ebi Gold, was wesentlich weniger abgiebt, da kann ich mir den Bodengrund eigentlich nicht als Ursache vorstellen.

Moin Ilja,
ich habe in dem Fall aus Vorsicht ein Verhältnis von 1:250 verwendet, Sprich 2ml auf 0,5l was aber immer noch der 100fachen empfohlenen Dosis entspricht. 'Bukit Kelam' habe ich schon mit 1:10 behandelt wegen Pinselalgen, bis auf ein paar Verbrennungen ist nichts passiert. Echt unglaublich wie unterschiedlich so ähnliche Pflanzen reagieren :?

garnele1234 wrote:Wenn ich meine Landkarte mal verliere, dann bin ich verloren

Haha, da hab ich mit meinen 5 Arten noch kein Problem :smile:
wenns so weiter geht sinds bald eh nur noch 4... naja ich werde mal abwarten.
Wenn ich mir nochmal neue Bucen kaufe, dann sicher auch submerse Nachzuchten, hab mich vom günstigen Preis verleiten lassen.

was mich allerdings stutzig macht, ist das alle bucen getrieben haben, und auch die Rhizome haben jede Menge neue Knospen bekommen und trotzdem vergammeln sie. echt komisch.
Grüße,
Philip!
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Postby LeonOli » 26 Feb 2016 06:59
Hallo Philip,

so schlimm wie bei dir habe ich das noch nicht erlebt.
Allerdings hatte ich bei meinem ersten beiden Bucen ziemliche Startprobleme, obwohl die aus submersen Becken kamen. Die Pflanzen sind damals eher gekümmert als gewachsen und eine der beiden Arten ist ebenso eingegangen.
Allerdings handelte es sich nur um kleinere Rhizom-Stückchen nicht um solch große Polster wie deine...
Ich habe damals meine Aquarebell-Mikro-Düngung auf Easy Life Profito umgestellt, seit dem ging es steil bergauf.
Als Bodengrund hatte ich jedoch nie Soil im Einsatz...

VG
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Wer fragt, ist ein Narr für eine Minute. Wer nicht fragt, ist ein Narr sein Leben lang.
Konfuzius

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Postby Philip S. » 26 Feb 2016 23:40
Abend Oli,
Ist in den Eisenvolldüngern nicht überall das selbe drinnen?
Wäre natürlich ärgerlich wenn die Dünger verantwortlich sind, hab a noch einiges auf Lager und würde es auch gerne weiterverwenden :wink:
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Postby Mr Aqua » 27 Feb 2016 10:52
Hey

grade wo ihr das sagt bezüglich der Umstellung der Dünger. Ich hab mal vom Kumpel Dünger geschenkt bekommen als er sein Becken aufgelöst hat. An die Produkte kann ich mich nicht mehr erinnern. Sie waren jedenfalls welche aus den Standard-Shops.

Natürlich habe ich die auch aufgebraucht. Aber in der Zeit ist mir auch aufgefallen das ich vermehrt Blätter verloren habe an meinen Bucen. Das war aber nicht so extrem wie bei dir.

Was mir persönlich bei meinen Bucen aufgefallen ist, dass manche auch auf das aufkleben mit Sekundenkleber mit Fäule am Rhizome mir danken. Ich klebe keine Bucen mehr.

Gruß Ilja
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Postby xFiller » 27 Feb 2016 16:28
Ich denke, dass die Pflanzen einfach ein Problem mit dem vielen Dünger haben den der Soil anfangs angibt. Man muss wirklich konsequent täglich wechseln. Es sind mir auch nicht nur Bucen eingegangen ;) Bei ungedüngtem habe ich das nie gehabt und den behandel ich von Anfang an so als hätte ich ihn schon Monate im Becken.

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Gruß Sandra
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Postby Philip S. » 27 Feb 2016 22:34
Abend Sandra,
Das kann ich mir vorallem beim ADA Amazonia gut vorstellen, allerdings habe ich eben auch in einem Becken (Becken2) mit sehr wenig, und weniger stark gedüngtem Soil die selben Probleme. und im anderen (Becken1) habe ich die bucen ja erst 3 wochen nach setup eingesetzt, da dürfte das Soil sich auch schon etwas beruhig haben.

Ilja, wäre interessant was für produkt das war, aquarebell vermutlch nicht?

Mr Aqua wrote:das aufkleben mit Sekundenkleber mit Fäule am Rhizome mir danken

daran habe ich auch schon gedacht, aber bei mir gammelts ja wirklich überall, und es fängt auch eher an den Blatträndern an
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Philip!
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Postby Philip S. » 27 Feb 2016 22:43
Ich habe noch ein bisschen weiter im Forum gestöbert und es wird immer wieder erwähnt, dass Bucen ahnlich wie Cryptocorynen bei starken Wechseln der Wasserparameter einfallen.
um sowas zu verhindern könnte man die Bucen erst nach längerer Standzeit einsetzten, liege ich da richtig?
Dann würde sich das Problem mit gedüngtem Soil auch erledigen.
Grüße,
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Postby Pan » 28 Feb 2016 10:28
Hallo, das liegt nicht am Kleber oder das die Pflanzen emers waren.
Meiner Meinung nach ist es ganz einfach ein Mangel bei deiner Düngung.
Viel Licht und zu wenig Eisen reichen da schon aus, dass sie sich auflösen.
Im frischen Soil ist das Problem, dass er einfach zu viel wegzieht.

Ein Überdüngen halte ich auch für unwahrscheinlich.
Ehr ein Ungleichgewicht.

Wie sind denn nun deine genauen Wasserwerte?
Was heißt denn optimiert?

Im übrigen ist nicht jeder Dünger gleich....Olli hat schon recht.
VG Hendrik
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Postby Philip S. » 28 Feb 2016 13:00
hallo Hendrik,

Wie bereits beschrieben war das auch meine erste Vermutung.
optimieren heißt (für mich?) regelmäßig in kleinen abständen messen um zu verstehen welche Nährstoffe am schnellsten verbraucht werden und in welchem Ausmaß. Reaktion auf die Ergebnisse ist eine angepasste Tagesdosierung. und wie beschrieben war in der Tat PO4 schnell, sprich nach 1-2 Tagen von 0.5 auf 0.0mg/l, gefallen und ein massives Ungleichgewicht im Verhältnis Ca:Mg trat auf. Ich habe die Düngung angepasst und trotzdem gings muter weiter mit gammeln. beim anheben des Mg gehalts ist es etwas besser geworden. Fe kommt über spezial Flowgrow und zeitweise um Mängel abzudecken auch Spezial Eisen, was bekanntlich nur leicht chalatiert ist und nicht lange nachweisbar.
Werte: NO3:15, PO4:1 auf Stoß plus Tagesdosis, dass ende der Woche noch etwas nachweisbar ist, K Ergiebt sich aus N und P düngung und ist immer ausreichend sprich 15+ vorhanden, Fe 1ml auf 40l Flowgrow.
Das Bertifft alles Becken1

Becken2 steht erst seit 3Wochen und wird seit der 2. woche mit dem Basic Eisenvolldünger und mit halber Dosis Makros gedüngt. angestrebte Werte: NO3:10, PO4:0,25, K:10. in dem Becken achte ich seit Beginn an auf das Ca:Mg Verhältnis.

Mich würde es wundern wenn Mängel verantwortlich sind, da doch alles andere drum rum gut wächst. Es scheint im Falle des 2.Becken auch nur eine von 3 Arten zu betreffen, aber ich wills noch nicht verschreien.
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Postby Philip S. » 20 Feb 2017 18:23
Abend,
fast ein Jahr später möchte ich das Thema abschließen:

Becken 2:
Zusätzlich zu dem Bucengammel hatte ich auch noch eine heftige Rotalgen und Clado-Invasion, die ich mit H2O2 eliminierte :keule:

langfristige Veränderungen waren:
-Düngung nur noch auf Stoß einmal pro Woche
-härteres Wasser: Osmose/Leitungswasserverhältnis so verändern, das KH3-4, GH4-6 oder härter erreicht werden
-seltener Wasserwechseln, maximal alle 14 Tage 50%
-Lampe höher hängen (ca. 10cm über dem Becken)
-Schnecken und Garnelen einsetzen (Abalonen, Amanos und später noch PHS und Red Rilli)
-dem ganzen Zeit geben
(Twinstar war von Anfang an vorhanden und in Betrieb, vergaß ich zu erwähnen)

Kurz hatte ich das Becken schon abgeschrieben aber nach und nach verzogen sich die Algen und aus den übrigen Rhizomen trieben neue Blätter. Da fast alle Apikalen Triebe vergammelt waren trieben überall seitlich an den Rhizomen neue Blätter was zu einem kompakten buschigen Wuchs führte.





Im Verlauf des Jahres veränderte sich die Bepflanzung etwas was zum Aktuellen Stand führte:





Im anderen Becken (Becken 1) konnte ich kaum einen Trieb Retten, machte aber nichts, sah trotzdem gut aus und brachte mir in der EAPLC Standard Kategorie Platz 97. :smile:



Was ich im letzten Jahr gelernt habe ist, das nicht immer alles sofort lauft aber mit etwas Geduld und Hilfe von Algenfressern (Schnecken wurden vom Feind zum Freund!) und einem ausbalanzierten System fast alles zu retten ist. Gut Ding braucht eben manchmal eine etwas längere Weile!
Grüße,
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