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Postby Silverlihgt » 09 Dec 2013 06:54
Hallo,

bin noch nicht lange hier und werde mich auch noch kommplett Vorstellen, nun habe ich aber erst mal eine dringende frage die mir noch keine erklären konnte....

Ich Selber Pflege mein erstes Scape in einem Rio400 (450l) und habe da folgendes Problem mit meiner Anubia,
die eigentlich einfache Pflanze geht bei mir nähmlich ein, der Rhizom der Pflanze wird bei mir weis und löst sich dann mit der zeit auf habe dadurch schon viel meiner Anubia verloren und weis nicht wieso das so kommt,

Mein Scape läuft seit ca. 1 Monat es wird wöchentlich Wasserwechsel betrieben (50%) und meine Wasserwerte sind stabil und auseichend angereichert mit nährstoffe für die einlaufzeit.

ich Hoffe ihr könnt mir da weter helfen. :tnx:

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Gruß,

Marcel
Lg,
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Postby Plantamaniac » 09 Dec 2013 12:43
Hallo, warscheinlich handelt es sich dabei um ein bakterielles Problem.
Es ist in manchen Fällen sinnvoll die Anubien einzeln auf keine Holzstücke oder Steine zu binden und so zu dekorieren. Dann könntest Du die Anubien jetzt herrausnehmen und eine Weile in einem Glas auf der Fensterbank kultivieren. Immer die faulige Stelle gründlich entfernen, wenn die Pflanze groß genug ist, ins frische Gewebe schneiden und täglich 1-2x mindestens das Wasser auswechseln. Ein Holzkohlestück im Wasser gegen die Fäulins kann hilfreich sein.
Es stinkt höllisch, wenn Anubien verfaulen. Im Becken merkst Du das nicht, aber in einem andern Gefäß sehr wohl. Durch die ständigen Wasserwechsel entfernst Du die Bakterien und irgendwann hört es auf, die Anubias wächst und Du kannst sie zurücksetzen.
Manche Anubien tragen dieses Bakterium im Rhizom und bei Verletzungen/Schnitt oder wiedrigen Umständen (Neueinrichtung) kommt es zum Vorschein und fängt an die Anubie aufzulösen :keule:
Kann jedem passieren, nicht nur Anfängern. Ich hatte es jetzt 2x mit neuen großen Pflanzen, die ich erstmal zerteilt habe um sie zu vermehren. Seitdem kommen sie erstmal in einen Eimer, bis die Schnittstellen verheilt sind.
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Postby droppar » 09 Dec 2013 13:53
Huhu Marcel,

Moni hats schon gut zusammengefasst.
So ein Problem hatte ich auch mal. Bei mir lags aber irgendwie daran, dass ich Löcher in ne Wurzel gebohrt hatte, Rhizom reingesteckt und dann gehofft, es würde wachsen. Tat es auch, aber nur schlecht.
Irgendwann hats mir dann gereicht, hab die Anubien rausgerupft und das Rhizom war nur noch "Schlamm" und hat echt ekelhaft nach Verfaulen gestunken. Hab das Stück einfach abgetrennt, die Anubien ne Zeitlang (~2 Wochen) in nem Eimer gehabt mit bisschen Nährstoffen und täglichen Wasserwechsel (dazu noch nach Gefühl EasyCarbo und/oder Wasserstoffperoxid, hab mir eingebildet, das bringt was gegen Verfaulen) und dann wieder ins Becken gebracht.
Seitdem hab ich keine Probleme mehr.

Im übrigen hab ich noch im Eimer recht viele kleinere Anubien rumliegen... falls du da welche brauchst, kann ich dir ein Foto schicken. Schreib mir doch dann einfach ne PM :)

Grüße,
rob
Grüßle,
~rob
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Postby robat1 » 09 Dec 2013 17:26
Hallo,

also nach meinem Eindruck fangen die Rhizome auch ganz ohne Verletzung oder falsche Behandlung an zu faulen.
Z.B. wenn die Pflanzen mit der Zeit zu dicht zusammenwachsen. Ich hatte schon öfters mal einen richtigen Anubia-Wald und nach Jahren aus heiterem Himmel geht das dann plötzlich los.

Auf jeden Fall besteht eine Berührungs-Ansteckung. Also wenn ein gesundes Rhizom ein fauliges berührt, fault über kurz oder lang auch das zweite usw.

Wenn man versucht den faulen Teil abzuschneiden muss man die Mittelfaser der Schnittstelle genau betrachten.
Wenn also in der Mitte der Schnittstelle noch ein brauner Punkt zu sehen ist hat man nicht alles erwischt.
Dabei zeigt sich auch dass das Rhizom von innen nach außen Fault und nicht von einer äußeren Verletzung nach innen.

Beinahe die selbe Krankheit gibt es auch beim Javafarn, wobei dort das Rihzom selbst nicht so leicht wegfault aber die Blattstängel von unten nach oben bis das Blatt von unten beginnend befallen wird.
Und der Auslöser ist hier definitiv wenn die Pflanzen mit der Zeit du dicht zusammenwachsen und die Stängel keine Strömung mehr erreicht.
Beim JavaFarn ist das Problem leichter zu stoppen als bei einer Anubia in dem man als faule entfernt und für mehr Platz und Strömung sorgt.

Hier hatten wir das Thema schon mal sehr ausführlich behandelt.

pflanzen-allgemein/faulende-rhizome-an-anubias-und-farnen-t18907.html?hilit=Anubia

Und hier die vermutlichen Verursacher:
habe eben nachgeschaut: Cercospora und Fusarium gehören beide zu den Ascomyceten = Schlauchpilzen, also keine Bakterien (die bei Anubias gefunden worden sein sollen lt. den Labors).
.........
und
......
Gefunden wurden:
Bakterien - Erwinia carotovora ssp. carotovora in Anubias barteri:
Pilze - Rhizoctonia solani in Anubias heterophylla und Colletotrichum sp in Anubias heterophylla
Nematoden - Radopholus similis in Anubias hastifolia


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Postby Silverlihgt » 10 Dec 2013 08:46
hi,

ich danke euch sehr für die tollen tips und eure hilfe.

Werde es heute auch gleich mal umsetzen und schauen wie es wird.

Naturlich halte ich euch auf dem laufenden.

Gruß,

Marcel
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