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Postby MarkusG » 14 Dec 2017 14:32
Hallo Daniel,

die Farben in deinem Becken sind ja richtig Krass :D , ich würde sagen fast schon kitschig....aber ich find's richtig Gut :thumbs:

Lg
Markus
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Postby moskal » 14 Dec 2017 15:59
Hallo Daniel,

gerne, hast PN

Gruß, helmut
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Postby spezzeguti » 14 Dec 2017 18:47
MarkusG wrote:Hallo Daniel,

die Farben in deinem Becken sind ja richtig Krass :D , ich würde sagen fast schon kitschig....aber ich find's richtig Gut :thumbs:

Lg
Markus


Hallo Markus,

hast Recht, die Farben wirken schon fast kitschig :roll: Manch einer bekommt da bestimmt Augenkrebs :pfeifen:
Grüße von der Müritz
Daniel :smile:
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Postby spezzeguti » 21 Dec 2017 08:51
Hallo,

ein paar neue Bilder von den verschiedenen Blattformen die sie nun bildet:


Und die Entwicklung nach der Neugestaltung. Das Becken läuft jetzt eine Woche mit ADA Amazonia, ohne Wasserwechsel. Ich musste sogar schon NO3 nachdüngen.

Grüße von der Müritz
Daniel :smile:
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Postby markfromc » 04 Feb 2018 22:41
Hallo Daniel,

du machst bislang offenbar alles richtig! Oder die Pflanzen lieben dich wirklich sehr! Phänomenale Färbung und toller Wuchs, einfach nur klasse anzusehen. Ich hoffe, du hast auf Dauer Glück :thumbs:

Nachdem ich in den letzten fünf Stunden den kompletten Pantanal thread durchgelesen habe, ist mir aufgefallen, dass hier zwar viele Enthusiasten mit unterschiedlichen Parametern experimentiert und dabei Wichtiges heraus gefunden haben aber trotzdem dauerhaft gesundes Wachstum von Pantanal nur in ganz wenigen Fällen gesichert werden konnte. Aber auch wenn das gelang, blieb eine überzeugende Erklärung oder Begründung dafür aus. Der, meiner Meinung nach, in diesem Zusammenhang alles entscheidende Satz von "omega" vom 15.Nov. 2017 wurde leider nicht kommentiert oder berücksichtigt. Er sagte beiläufig: "Ich glaub', die mag keine sich ändernden Salzgehalte".

Wenn man sich die Biotope der Pflanzen mit den vergleichsweise kleinen Pfützen unserer Aq. vor Augen führt, wird schnell klar, das mineralische Substanzen (und viele weitere Parameter) unter aquaristischen Hälterungsbedingungen sehr stark variieren. Meine These ist daher, dass empfindliche Pflanzen unter sich schnell ändernden Bedingungen übermäßig leiden und daher gleichmäßiger wachsen würden, wenn mehr Stabilität in das System käme. Das trifft auch auf die Düngung mit Makronährstoffen zu. Diese sollten genau so wie SEs täglich und NICHT stoßweise zugeführt werden. Ich habe keine Pantanal, aber diejenigen, die sie noch pflegen, mögen doch bitte unter sonst gleichbleibenden Bedingungen NO3, PO4 und Kalium täglich düngen, um zu testen, ob damit das Nekrotisieren der Triebspitzen gestoppt werden kann. In diesem Zusammenhang sehe ich regelmäßige Ww als sinnvolle Maßnahme, auch die Schwankungsbreite von Ca- und Mg-Gehalten zu minimieren.

Eine Frage: Entnehmt ihr die Pflanzen aus dem Boden, sobald sie zu hoch gewachsen sind oder schneidet ihr sie soweit wie möglich unten ab und belasst das Wurzelwerk im Boden?

Begründung: Vor ca. 18 Jahren, als ich mich ernsthafter für Makrophyten im Aq. zu interessieren begann, hatte ich mit Eusteralis stellata, umbenannt in Pogostemon stellatus, genau die gleichen Probleme wie ihr sie hier schildert: Nicht vorhersehbarer, plötzlich einsetzender Kümmerwuchs oder gar Absterben der Triebspitze mit darauffolgend vielen neuen Seitentrieben unmittelbar um die nekrotische Spitze herum. Irgendwann habe ich dann versucht, möglichst konstante Nährstoffwerte einzuhalten, und siehe da, über die Dauer von mehr als einem Jahr wuchs die Pflanze dann problemlos, wurde immer wieder unten abgeschnitten, der Rest im Boden belassen und die Spitze(n) neu eingepflanzt. Bedenken sollte man auch, dass das Entnehmen der kompletten Pflanze aus dem Boden, insbesondere in kleinen Aq., zu ebenfalls heftigen Änderungen in der Wassersäulenchemie führt, so dass ein ungestörtes Anwachsen oder Weiterwachsen erschwert wird.

Hier ein link zur besagten Pflanze. Und so sahen damals meine ersten Schritte aus. http://showcase.aquatic-gardeners.org/2001/show62.html

Herzlichen Gruß an alle,
Detlef
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Postby omega » 05 Feb 2018 01:11
Hallo Detlef,

markfromc wrote:Eine Frage: Entnehmt ihr die Pflanzen aus dem Boden, sobald sie zu hoch gewachsen sind oder schneidet ihr sie soweit wie möglich unten ab und belasst das Wurzelwerk im Boden?

nach dem Schneiden der Kopfstecklinge verbleiben die unteren Stengel solange im Boden, bis sie entweder nicht mehr können oder kein Platz mehr für die Kopfstecklinge ist.
Die geköpften Stengel treiben i.d.R. an mehreren Blattachseln wieder aus.

Z.Z. bilden nur wenige Sprosse viele schmale Blätter am Knoten, die meisten tragen wenige, breite Blätter. Manche, mit emers gebildetem Kopf, bilden submers weiterhin emers aussehende grüne Blätter und sogar Blüten, die aber nicht aufgehen sondern ihren Kopf nach unten biegen. Deren Internodien sind recht lang. Eine Pantanal'sche Freak Show. Ich sollte mal ein Bild machen.

Grüße, Markus
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Postby markfromc » 05 Feb 2018 09:51
@Markus

Die P. stellatus habe ich manchmal ebenso vermehrt/verjüngt wie du es beschreibst: Abgeschnitten oberhalb eines Internodiums und wieder eingepflanzt. Der verbliebene, geköpfte Stengel trieb dann an vielen Stellen erneut aus. Oder: Pflanze so dicht wie möglich am Bodengrund abgeschnitten, Pflanze eingekürzt und wieder eingepflanzt.

Worauf ich aber hinaus wollte, ist: Niemals Pflanze(n) aus dem Boden rausziehen, weil dadurch die im Boden gebundenen Nähr- und Abfallstoffe, Pilze, Algen etc. in der Wassersäule verteilt werden. Schon gar nicht in Becken, sagen wir mal, <100-150L. Die Wasserzusammensetzung wird auf diese Weise viel zu abrupt und radikal geändert was viele Pflanzen, und vermutlich ganz besonders Diven wie sie auch die Pantanal zu sein scheint, mit einem Wuchsstopp quittieren.


Gruß, Detlef
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Postby omega » 05 Feb 2018 20:00
Hi,

so sehen die Stengel derzeit aus:

Grüße, Markus
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Postby markfromc » 08 Feb 2018 23:37
Hallo Markus,

ich habe lange überlegt wie ich hier weiterhelfen kann. Mir ist folgendes aufgefallen:

1. In deinem Aq. wachsen zahlreiche, unterschiedliche Pflanzen mit sehr gesundem Aussehen, d.h. die Wasserparameter stimmen. Ich würde die Werte beibehalten, zumal Algen offenbar keine Rolle spielen.

2. Die Pantanal als Stängelpflanze steht im Vordergrund natürlich nicht optimal. Ich würde sie auf 10-15cm Länge einkürzen und zu einem Busch etwas weiter hinten arrangieren. Und zwar dort wo im Foto in der rechten Bildhälfte bereits die schöner gewachsenen Stängel stehen. Im Vordergrund könnte dann die grüne Blyxa und die dunkelrote Ludwigie (?) dahinter noch etwas Gesellschaft brauchen.

3. Die abgeschnittenen Pantanalstängel sehen zwar nicht schön aus, haben aber bereits gesunde weiße Wurzeln getrieben (genau so kenne ich das von der P. stellata auch). Sie erholen sich also gerade von einem Schockerlebnis (Einkürzung/Umpflanzung oder, wenn ich dich richtig verstanden habe, Umstellung von emersem auf submerses Wachstum.

4. Mit Geduld wird sich auch die Pantanal nach ihrem Umstellungsprozess zu einer attraktiven Pflanzengruppe entwickeln, sofern es dir gelingt, die Parameter in deinem Aq. konstant genug zu halten.

Viele Grüße, Detlef
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Postby omega » 09 Feb 2018 00:26
Hallo Detlef,

markfromc wrote:2. Die Pantanal als Stängelpflanze steht im Vordergrund natürlich nicht optimal.

die vorderen Stengel stehen dort, weil dort noch Platz für sie war. Die anderen stehen in der Mitte, weil sie dort am meisten Licht abbekommen. Hinten wäre weniger. Dort steht das eher schneller wachsende Gemüse.
Wie das ganze aussieht, ist mir z.Z. egal. Die Pantanal soll sich vermehren, treibt z.Z. aber halt vorwiegend emers aussehendes Blattwerk.

Grüße, Markus
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Postby Andreas S. » 28 Mar 2018 17:15
Hallo,
in Absprache mit Werner und Tobias füge ich diesem thread mal eine Art „Zusammenfassung unserer Gedanken“ bzgl. des Verhältnisses von Ca/Mg/K bei.

Dessen Inhalte referierte ich größtenteils auf dem Göttinger (heute: Berliner) Wasserpflanzensymposium 2015 und sie fanden auch hier an dieser Stelle in vielen Aspekten Niederschrift in Form einiger meiner Postings.

Ein Anspruch auf Vollständigkeit wird hier nicht gelegt, da dies nicht möglich ist. Aber bei der Beschäftigung mit dem Verhältnis der Kationen Ca/Mg/K kam schon viel Literatur (alte und neue) zusammen, die es galt, halbwegs verständlich aufzubereiten- in der Hoffnung, dass dies gelungen ist. Erschöpfend kann man dies nicht, aber dafür ist eben auch die Fachliteratur da - zum gefälligen Selbststudium.

Vielleicht mag der Inhalt den einen oder anderen zu neuen Erkenntnissen führen, die hoffentlich in einer noch besser funktionierenden Kulturpraxis münden mögen, - wer weiß- denn Vieles wurde ja nun auch schon in manchen threads gesagt.

Ursprünglich war das alles mal als Artikel in einer der zahlreichen Hobby-Gazetten geplant, aber welche Redaktion nimmt sich schon 20 Seiten eines Themas an, an denen wohl nur die Wenigsten Interesse bekundeten?!

Auf ein Copyright wurde zwar verzichtet, aber zum guten Ton gehör(t)en bei Zitaten aus dem Text oder Verweisen auf den Volltext die Nennung der Autoren.

An dieser Stelle sei nocheinmal all’ den Vielen gedankt, die sich des Skripts in Wort und Schrift angenommen haben, kritische und konstruktive Anmerkungen beisteuerten. Sie finden teilweise Erwähnung im Anhang.

Gruß,
Andreas

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Bemerkungen zum Ca_Mg_K-Verhältnis.pdf
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Postby moskal » 28 Mar 2018 17:48
Hallo,

danke,danke,danke!

Gruß, helmut
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Postby Thumper » 28 Mar 2018 18:00
Moin,

Besten Dank!

Edit: Zeile 127, da muss ein Fehler sein. Umkehrosmose oder Reverseosmose. Aber nicht beides gemischt ;)
Grüße,
Bene


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Postby omega » 28 Mar 2018 22:52
Hallo Andreas,

Andreas S. wrote:Auf ein Copyright wurde zwar verzichtet,

ein Copyright gibt es in Deutschland nicht. Und auf das Urheberrecht könnt Ihr nicht verzichten, es auch nicht weitergeben oder abtreten. Ihr solltet mit aufnehmen, daß Eure Abhandlung kopiert und vervielfältigt werden darf, ohne Euch um Erlaubnis fragen zu müssen. Dann erhaltet Ihr von anständigen Leuten nicht ständig Anfragen.

aber zum guten Ton gehör(t)en bei Zitaten aus dem Text oder Verweisen auf den Volltext die Nennung der Autoren.

Siehste! Nichts anderes ist die Beachtung des Urheberrechts. Korrektes Zitieren gehört immer dazu. Wer's nicht macht, macht sich anderer Texte zu eigen, ist ein Plagiator.

Grüße, Markus
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Postby Andreas S. » 29 Mar 2018 16:55
Hallo Markus, hallo Bene!
@ Marcus: Danke für die Aufklärung! Auf „Urheberrecht“ hätte ich eigentlich auch selbst kommen können- aber gut, dass dies dir aufgefallen und durch dich korrigiert wurde.
Apropos Korrektur:
@Bene: es findet sich sicher noch der eine oder andere „Bock“ im Text- obwohl ich weiß, dass mindestens zwei der zahlreichen Rezensenten die Sache mit dem…“ Finger `drunter“ gelesen haben und ich entsprechende Verbesserungen anzufertigen hatte.
Von daher bitte(n) ich/wir um Nachsicht.
Natürlich kann und soll das Ganze auch gerne weitergegeben werden.
Gruß, Andreas
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