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Postby marcloker » 19 Jun 2018 06:17
Hallo zusammen

Ich bräuchte mal euren Rat wie ich am besten in einem speziellen Fall düngen kann.

Ich habe ein kleines Aquarium dessen Wände oberhalb mit Hygrolon beklebt ist. Im Wasser wie auch an der Hygrolonwand sind Pflanzen die ich nun düngen möchte. Vor allem die Pflanzen an der Hygrologwand.
Ich hatte mir folgendes überlegt. Ich würde NPK und Eisendünger nehmen. Diesen dann mit einer Sprühflasche mit Aquariumwasser füllen und die Seitenwände mit Hygrolon ordentlich besprühen. Den Rest dann ins Aquarium.
So im großen und ganzen müsste das Grundprinzip doch passen, oder?
Nun überlege ich z.B wegen der Dosis. Ich kann leider schlecht abschätzen wie viel Dünger im Hygrolon hängen bleibt beim sprühen, und wie viel dadurch wieder zurück ins Aquarium kommt. Dadurch das aber wieder was von den Seitenwänden ins Wasser läuft darf ich die berechnete Menge fürs Aquarium aber nicht zu hoch nehmen, oder?
Was macht vielleicht mehr Sinn? Mehrmals in der Woche kleinere Dosen und dann mal antesten mit der Menge? Oder eventuell höher dosieren und größerer Wasserwechsel einmal die Woche?

Jemand vielleicht eine gute Idee oder sogar eine Erfahrung gemacht wie man das am besten machen könnte?

Grüße.
marcloker
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Postby Julian-Bauer » 19 Jun 2018 07:08
Hallo,

ich würde die Dosis, die eigentlich ins Aquarium kommt, in eine Sprühflasche mit 200ml Wasser (oder ähnliche Menge) und dann damit die Wand einsprühen bis die Flasche leer ist (wenn du keinen Bock mehr hast einfach die Flasche ins Becken kippen) die Wand wird schon genug Nährsotffe so aufnehmen, solltest du doch mal Mängel erkennen kannst du ja darüber nachdenken wie du mehr Düngen kannst (evtl die Wassermenge reduzieren und dann "konzentrierter" aber mit absolut der gleichen Düngermenge sprühen)
Gruß Julian

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Julian-Bauer
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Postby marcloker » 19 Jun 2018 08:45
Danke. Dann lag ich mit meinem Plan ja gar nicht so verkehrt.
Wie mache ich es denn mit dem Dünger für das Aquarium? Denn da soll ja auch Dünger hinein.
Setze ich dafür dann eine eigene Lösung an? Denn mein Problem ist ja, das ich nicht weiß wie viel Dünger von der Wand ins Becken läuft. Das Hygrolon hängt unten nämlich ins Wasser.
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Postby Julian-Bauer » 19 Jun 2018 08:49
wenn du den Dünger in genügend Wasser löst dann wird da nahezu alles im Aquarium ankommen, du kannst ja um 10% erhöhen, denke aber nicht dass die Wand viel Wasser aufnimmt. Über die Größe des Aquariums/der Wand hast du nichts gesagt, ich nehme mal an so 60-80cm wird es sein, wenn du dann die Wand mit der schwachen Düngerlösung einsprühst wird sicher der Großteil unten ins Aquarium laufen.

Würde aber keine Lösung ansetzen die du nicht sofort versprühst!
1. weißt du sonst nicht wie viel absolut gedüngt wurde und
2. ist das Mischen von Mikro- und Makrodünger nicht ratsam (Eisen-Phosphatausfällung)
Gruß Julian

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Postby marcloker » 19 Jun 2018 10:27
Ich hatte die Frage jetzt erstmal etwas allgemein gehalten, stimmt. Das kam weil ich selber noch am überlegen bin wie und welchen Dünger.
Aber vielleicht mal kurz was zum Becken.
Es ist 100x50x60 LxBxH. Die Seiten und die Rückwand ist komplett mit Hygrolon beklebt. Dann habe ich mit feinen Kies einige Landteile erhoben. Wasserstand ist ca 15 cm. Gesamtmenge so ca 50-75 Liter geschätzt. Es soll später mal für Chinesische Rotbauchunken (Bombina orientalis) dienen.
Im Wasser habe ich versucht möglichst schnellwachsende und/oder einfach zu haltende Pflanzen zu pflegen. Hydrocotyle, Microsorum, Echinodorus, Cryptocoryne z.B. Eine kleine Bio Co2 Anlange ist angeschlossen. Auf das Hygrolon habe ich Ficus und Philidendron angebunden.
Als Beleuchtung dienen 2 36 Watt Phillips Master TL-D 865 Röhren.

Aktuell bin ich halt noch am überlegen was und wie ich am besten düngen könnte.
Tests für die Nährstoffe auf die es beim düngen drauf ankommt habe ich leider noch nicht. Die wollte ich mir nach und nach holen.
Macht es Sinn für den Anfang vielleicht NPK und Eisenvolldünger zu holen und diesen erstmal zu nehmen und sehen was passiert. Und wenn etwas nicht passt dann die Lücke passend zu schließen? Ich weiß das klingt jetzt doch sehr Laienhaft und "Naiv".

Das man den Eisen und den NPK nicht zusammen düngen darf hatte ich bereits gelesen. Wie viel Abstand dazwischen sollte sein?
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Postby Thumper » 19 Jun 2018 10:33
Moin,

Abstand zwischen Eisen und NPK (Im Besonderen gehts ums Phosphat) kannst du pauschal mit 1 Tag ansetzen. Allerdings brachst du bei stark Chalierten Eisendüngern eigentlich keinen Zeitlichen unterschied, da das Eisen nicht mit dem Phosphat ausfallen kann.

Mir ist zum Bewässern eine weitere Idee gekommen. Wäre es möglich, mittels einer Springbrunnenpumpe + Tropfrohr das ganze von oben zu Bewässern? Damit hättest du einen Wasserkreislauf und musst dir weniger Gedanken um die Aufteilung des Düngers machen.
Grüße,
Bene


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Postby marcloker » 19 Jun 2018 13:01
Ich habe gerade mal bezüglich der Nährstoffaufnahme von Hygrolon nachgefragt und folgende Antwort erhalten.

"Die Frage kann ich nicht beantworten, da es abhängig vom verwendeten Dünger ist. Dünger, der die Nährstoffe in ionisierter Form enthält, wird sicherlich auch im Hygrolon angelagert, sollten aber Chelat Dünger verwendet werden, kann nichts angelagert werden. Allerdings ist auch Chelatdünger in Wasser gelöst, und steigt dann im Hygrolon mit dem Wasser hoch.

Bei der Verwendung von Vorratsdüngern wird Hygrolon mit Sicherheit nichts aufnehmen."

Also brauche ich entweder Dünger der sofort verfügbar ist und den ich an das Hygrolon sprühen kann, oder ich dünge ganz normal das Aquarium und sprühe das Hygrolon mit Aquariumwasser. Richtig?

Bezüglich des Düngerns nochmal eine kurze Frage.
Welchen könnte ich am besten nehmen. Viele nehmen ja keinen NPK und Eisenvolldünger weil doppelt Kalium drin ist. Daher eher N und P einzeln. Advanced GH Boost N für Stickstoff. Aber welchen für Phosphor? Ich finde nur einen auch mit Kalium.
Dazu dann einen Volldünger mit Eisen. Welcher macht da eher Sinn? Eisen Volldünger oder der Flowgrow? Der Eisen Volldünger wäre die Variante Wasser aus dem Aquarium nehmen und Flowgrow dir um das Hygrolon direkt zu besprühen?

@Thumper: Die Idee ist gut. Allerdings ist das Hygrolon direkt an der Scheibe. Das wird somit etwas schwer. Ich muss mal schauen ob ich morgen oder so mal ein Bild hochlade. Dann sieht man es.
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Postby omega » 19 Jun 2018 17:16
Hi,

marcloker wrote:Aber welchen für Phosphor? Ich finde nur einen auch mit Kalium.

per Kaliumdihydrogenphosphat gelangen bei einer Dosierung von 0,2mg/l PO4 ca. 0,08mg/l Kalium mit ins Wasser, kann man also vernachlässigen.

Grüße, Markus
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Postby moskal » 19 Jun 2018 17:23
Hallo,

tolles Projekt, um Bombina orientalis schleiche ich auch schon lange rum.

Ganz wichtig zum Thema düngen: Für Amphibien ist EDTA gift. Sowohl für die Haut als auch für das Blut. Handelsüblicher Volldünger sind eine echte Gefahr für sie.

Aber wenn du nicht gerade Tomaten ernten und Mais anbauen willst, brauchst du dir um Düngung der emersen Pflanzen keinen Kopf machen. Unkenausscheidungen reicht für das Meiste. Unten sind ein paar Fotos, das auf dem der komplette Behälter zu sehen ist war mit Leitungswasser pur und nichts betrieben, einmal täglich wurde Wasser aus dem Aquarium per Beregnungsanlage versprüht und das wars. Einzige Düngung: Wasserwechsel und Fischfutter. Wäre kein Umzug dazwischengekommen würde es heute noch laufen.

Der Behälter auf den anderen Fotos wird mit Osmose betrieben, unterhalb der Pflanzregale befindet sich ein 60cm Aquarium und das Wasser wird in einem Kreislauf ständig durrch die Pflanzrinnen gepumpt. Düngung erfolgt über ein wenig Buchenlaub, einmal pro woche 2ml Flowgrow Mikro spezial und 4ml eines selbstangerührtem Düngers, von dem 1ml auf 50l 2,74mg NO3, und 0,15mg K auf 50l macht und dabei die gH um 0,11dH erhöht. Die meiste Zeit finde ich per Tröpfchentest nichts im Wasser. Und die Pflanzen wachsen mehr als mir lieb ist.

Für Mikronährstoffdüngung in Amphibienaquarien ist der oben genannte Flowgrow Mikro spezial geeignet. Er enthält kein EDTA.

Gruß, helmut

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Postby marcloker » 20 Jun 2018 06:53
Grüß euch.

Vorab erstmal Danke für die vielen guten Antworten und Hilfe.
Ich komme wirklich gut voran mit der Planung.

moskal wrote:Ganz wichtig zum Thema düngen: Für Amphibien ist EDTA gift. Sowohl für die Haut als auch für das Blut. Handelsüblicher Volldünger sind eine echte Gefahr für sie.

Für Mikronährstoffdüngung in Amphibienaquarien ist der oben genannte Flowgrow Mikro spezial geeignet. Er enthält kein EDTA.

Gruß, helmut


Das mit dem EDTA wusste ich noch gar nicht. Gut zu wissen. Habe mal etwas gelesen und gefunden das EDTA meist zum Eisenbinden gebraucht wird. Muss ich mir also nur bei Düngern mit Eisen darüber Gedanken machen?
Wenn ich das richtig sehe, dann hat der FlowGrow kein EDTA, der Eisenvolldünger aber schon. Der Flowgrow ist direkt verfügbar, der Eisenvolldünger eher auf Vorrat. Das passt doch soweit, oder?

Wie ist das eigentlich bei den anderen Komponenten? NPK, Advanced GH Boost N, Makro Basic Phosphat. Ist in denen EDTA drin? Und sind das auch Chelat Dünger?

Ich bin von Bombina orientalis auch sehr angetan. Freu mich auch schon drauf. Ich werde heute abend mal ein Bild vom Becken machen.


omega wrote:Hi,

marcloker wrote:Aber welchen für Phosphor? Ich finde nur einen auch mit Kalium.

per Kaliumdihydrogenphosphat gelangen bei einer Dosierung von 0,2mg/l PO4 ca. 0,08mg/l Kalium mit ins Wasser, kann man also vernachlässigen.

Grüße, Markus


Hatte gerade nochmal nachgeschaut und verglichen. Die Menge ist wirklich sehr klein.
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Postby marcloker » 21 Jun 2018 12:18
Hallo

Zuerst einmal wie versprochen Bilder. Es sind noch nicht alle Pflanzen auf dem Hygrolon. Ich nähe diese nach und nach an.




Zum Dünger. Ich habe mit Aquasabi geschrieben und mich etwas schlau gemacht. War sehr interessant. Ich werde die teile der Mail von denen mal als Zitat einfüllen.

Zum Thema EDTA. Nur der Mikro Basic Eisenvolldünger ist mit EDTA stabilisiert. Sonst kein Dünger. Das heißt also als Mikrodünger werde ich Mikro Spezial Flowgrow verwenden.
nach Durchsicht der Datenblätter und Rücksprache mit unserem verantwortlichen Chemiker kann ich Ihnen mitteilen, dass bis auf den bereits genannten Eisenvolldünger,
keiner unserer Premiumdünger EDTA enthält.


Die Makrodünger sind alle nicht chalatiert da diese nicht so schnell verfallen wie die Mikronährstoffe. Das heißt ich kann theoretisch alle Komponenten auch direkt an das Hygrolon sprühen.
Makrodünger sind nicht chelatiert und können fast ausschließlich auch für eine Stoßdüngung genutzt werden. Durch die Struktur der Makronährstoffe verfallen sie nicht so schnell wie es Mikronährstoffe tun und müssen deshalb nicht zusätzlich stabilisiert werden.


Interessant wird es jetzt aber bezüglich der Kombination. Da ich mich für Mikro Spezial - Flowgrow, Advanced GH Boost N und Makro Basic Phosphat als Dünger entschieden habe, wollte ich gerne wissen ob und wie ich diese Dünger zusammen einsetzen könnte da ich gehört hatte das man NPK und Eisen nicht zusammen einsetzen sollte. Und das war die Antwort.
Die Dünger können auch alle problemlos kombiniert werden. Sobald der Dünger im Aquarium ist, wird er so stark verdünnt, dass keine Probleme entstehen sollten. Wenn man absolut sicher gehen möchte, ist es aber natürlich möglich etwas zwischen der Zugabe zu warten.
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Postby Julian-Bauer » 21 Jun 2018 12:22
Servus,

sehr schönes Projekt gefällt mir gut :)

Ich würde einfach N und K zusammen mit dem Eisen mischen in einer Sprühflasche (wobei ich mich Helmut anschließe und glaube, dass die Wand nicht viel Dünger nötig hat!) und den Inhalt sofort versprühen!

P würde ich nur selten düngen, alle 2-4 Wochen und danach für 1-2 Tage einfach das Eisen mal aussetzen, das schadet nicht!
Gruß Julian

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Postby marcloker » 21 Jun 2018 13:05
Julian-Bauer wrote:Servus,

sehr schönes Projekt gefällt mir gut :)

Ich würde einfach N und K zusammen mit dem Eisen mischen in einer Sprühflasche (wobei ich mich Helmut anschließe und glaube, dass die Wand nicht viel Dünger nötig hat!) und den Inhalt sofort versprühen!

P würde ich nur selten düngen, alle 2-4 Wochen und danach für 1-2 Tage einfach das Eisen mal aussetzen, das schadet nicht!


Danke. Bin mal gespannt wie es sich weiter entwickelt. Vor allem die Wasserpflanzen müssen jetzt mal langsam aus dem Quark kommen^^

Kalium wollte ich erstmal gar nicht extra düngen. Da hatte ich oft gelesen das es schnell zu viel wird. Und Kalium ist ja auch im Phosphor wie im Flowgrow drin.

Ich hatte überlegt den Dünger erst im Aquarium zu mischen und dann etwas von dem gemischten Wasser an die Wand zu sprühen.

Wie und wann könnte ich am besten Dünger zugeben. Ich bin nämlich nur jeweil Montag, Mittwoch und Freitag zu Hause.
Stickstoff und Eisen jeweils an den Tagen? Und Phosphor vielleicht einmal die Woche?
Ich muss dann eh die Werte jeweils noch messen um genaue Mengen zu erhalten.

Da ich ja noch keine Tests habe, habe ich überlegt ob man vielleicht am Anfang von allem erstmal grob geschätzt etwas ins Becken packt und dann einmal die Woche 50% Wasserwechsel. Also ähnlich dem estimative index System. Was ich aber nicht anwenden werde da ich nur Bio Co2 habe und die Pflanzenmasse auch zu wenig ist.
Aber ich überlege für den Anfang sowas zu gestalten bis ich nach und nach die Tests habe.
Macht das Sinn?
Kann man eigentlich sonst irgendwie düngen ohne Tests?
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Postby Julian-Bauer » 21 Jun 2018 13:21
marcloker wrote:Ich hatte überlegt den Dünger erst im Aquarium zu mischen und dann etwas von dem gemischten Wasser an die Wand zu sprühen.


das ist auch eine Idee!

marcloker wrote:Wie und wann könnte ich am besten Dünger zugeben. Ich bin nämlich nur jeweil Montag, Mittwoch und Freitag zu Hause.
Stickstoff und Eisen jeweils an den Tagen? Und Phosphor vielleicht einmal die Woche?
Ich muss dann eh die Werte jeweils noch messen um genaue Mengen zu erhalten.


Wie? Am Besten mit einer Spritze, Pimpette oder ähnlichem direkt ins Wasser
Wann? an den Tagen an denen es die möglich ist, also Mo Mi und Fr. Das passt schon!
Messen musst du nicht besonders viel, würde ich lassen...

marcloker wrote:Da ich ja noch keine Tests habe, habe ich überlegt ob man vielleicht am Anfang von allem erstmal grob geschätzt etwas ins Becken packt und dann einmal die Woche 50% Wasserwechsel. Also ähnlich dem estimative index System. Was ich aber nicht anwenden werde da ich nur Bio Co2 habe und die Pflanzenmasse auch zu wenig ist.
Aber ich überlege für den Anfang sowas zu gestalten bis ich nach und nach die Tests habe.
Macht das Sinn?
Kann man eigentlich sonst irgendwie düngen ohne Tests?


Das EI System ist grundlegend anders, damit kannst du dich nicht vergleichen. Aber "schätzen" ist erstmal in Ordnung.
Erst musst du wissen welche Werte du im Becken haben möchtest, sei es hier mal z.B. folgendes:

NO3 = 10mg/L
PO4 = n.n
K = 5mg/L

Dann musst du einmal nach dem Wasserwechsel auf diese Werte aufdüngen (einmal alles, dann immer nur das Wechselwasser) und im Folgenden immer am Mo + Mi + Fr so viel Nachdüngen, dass das was Verbraucht wurde wieder auf den oben genannten Sollwerten ist.
Für NO3 kann man sagen, dass pro Tag rund 1-3mg/L Verbraucht werden, da du wenig bepflanzt hast würde ich erstmal von rund 1mg/L ausgehen, heißt du düngst dreimal die Woche jeweils um +2mg/L Nitrat auf. Dadurch hält sich immer ein konstanter NO3 Pegel. Wenn du das testen möchtest kansnt du am Anfang und am Ende der Woche testen und müsstest beides Mal ca 10mg/L messen, misst du am Ende der Woche wenger, musst du die tagesdosis erhöhen, oder umgekehrt.

Das Eisen dann ähnlich, Dosierung richtet sich hier eher nach den Pflanzen, zu messen gibts hier nichts. Weniger ist mehr, solange es keinen Mangel gibt.
Gruß Julian

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Postby marcloker » 21 Jun 2018 14:52
Julian-Bauer wrote:
Das EI System ist grundlegend anders, damit kannst du dich nicht vergleichen. Aber "schätzen" ist erstmal in Ordnung.
Erst musst du wissen welche Werte du im Becken haben möchtest, sei es hier mal z.B. folgendes:

NO3 = 10mg/L
PO4 = n.n
K = 5mg/L

Dann musst du einmal nach dem Wasserwechsel auf diese Werte aufdüngen (einmal alles, dann immer nur das Wechselwasser) und im Folgenden immer am Mo + Mi + Fr so viel Nachdüngen, dass das was Verbraucht wurde wieder auf den oben genannten Sollwerten ist.
Für NO3 kann man sagen, dass pro Tag rund 1-3mg/L Verbraucht werden, da du wenig bepflanzt hast würde ich erstmal von rund 1mg/L ausgehen, heißt du düngst dreimal die Woche jeweils um +2mg/L Nitrat auf. Dadurch hält sich immer ein konstanter NO3 Pegel. Wenn du das testen möchtest kansnt du am Anfang und am Ende der Woche testen und müsstest beides Mal ca 10mg/L messen, misst du am Ende der Woche wenger, musst du die tagesdosis erhöhen, oder umgekehrt.

Das Eisen dann ähnlich, Dosierung richtet sich hier eher nach den Pflanzen, zu messen gibts hier nichts. Weniger ist mehr, solange es keinen Mangel gibt.


Der Vergleich mit dem EI System war auch nur so als Beispiel. Als eine Art Anlehnung.
Wenn ich nicht viel Messen muss, so muss ich doch wissen wie viel Stickstoff, Phosphor und Eisen im Becken ist, um den Verbrauch zu ermitteln. Oder meinst du mit messen das messen wie viel Dünger ich rein gebe?

Mit Messen hätte ich das jetzt auch so gemacht. Den Verbrauch gemessen und dann dementsprechend gedüngt an den Tagen Montag, Mittwoch und Freitag.
Aber ohne Messen müsste ich ja nur schätzen. Bzw mit einer niedrigen Konzentration anfangen.

Wasserwechsel 1x die Woche oder lieber weniger? Oder ist das schon fast egal? Da man ja "passend" dosiert?
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