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Postby Deeplink » 15 Jul 2018 14:12
Hallo Zusammen,

aktueller Stand der Dinge. Bartalgen weiterhin auf dem Vormarsch und das obwohl ich seit einer Woche nichtmal Eisen Dünge. Mittlerweile ist Eisen im Wasser auch nicht mehr nachweisbar.

Ansonsten habe ich heute beim Filter den Vorfilter gereinigt und die Plastikröhrchen aus den unteren beiden Körben entfernt. Der Filter sieht ansonsten eigentlich ziemlich sauber aus von innen.
Gruß
Matthias
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Postby Gast » 03 Aug 2018 21:50
Hallo Mathias,

wie schaut es aus? Ist der Twinstar noch aus? was hat das gebracht?
Gast
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Postby Haeck » 04 Aug 2018 00:12
Hi

Deeplink wrote:aktueller Stand der Dinge. Bartalgen weiterhin auf dem Vormarsch und das obwohl ich seit einer Woche nichtmal Eisen Dünge. Mittlerweile ist Eisen im Wasser auch nicht mehr nachweisbar.


... was Fe als Ursache ausschliesst. Es muss demnach an etwas anderen liegen.

Lg
André
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Postby Deeplink » 04 Aug 2018 09:36
Moin moin Zusammen,

@Werner
Ein aktuelles Bild habe ich gestern in meiner Aquarienvorstellung gepostet. Dieses hier:
resources/image/94468/K1024_IMG_1016_1.JPG

Der Twinstar ist noch immer draußen ja, eine Veränderung konnte ich nicht feststellen. Weder positiv noch negativ.
Die Bartalgen sind etwas zurückgegangen, nach 2 Wochen ohne Eisendüngung. Mittlerweile Dünge ich seit ca. 1 Woche wieder 1ml Flowgrow täglich, da die Mangelerscheinungen an den Pflanzen nicht gerade klein waren.
Die Pinselalgen scheinen sich weder zu vermehren noch zu verschwinden :)

@André
Für Ideen an was es liegen könnte wäre ich dankbar :)
Wenn man danach sucht stößt man eigentlich immer nur auf zuviel Eisen bzw. einen generelles Ungleichgewicht der Nährstoffe.
Gruß
Matthias
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Postby nik » 04 Aug 2018 10:11
Hallo zusammen,
Haeck wrote:... was Fe als Ursache ausschliesst. Es muss demnach an etwas anderen liegen.

musste ich drüber nachdenken. Bin ich nicht sicher. Könnte man mit Fetrilon überprüfen. Sicher ist, dass irgendetwas Einfluss auf die Düngung nimmt und wenn ich Volcano/Powder/Tropica Soil als Substrate lese, dann verabschiede ich mich wegen der völlig unklaren Effekte gedanklich sonst schon.

Auffällig waren die Nährstoffmängel gleich zu anfang, dass das ungelöst später zu Bartalgen führt, wundert mich nicht. Ich mag dann auch nicht mehr zur anfänglichen Düngung recherchieren, aber solche Mängel muss man durch eine von anfang an vollständige Wasserdüngung zu vermeiden suchen. Dann noch an ein mit Pflanzen gestopftes 90P einen großen, vollgestopften Filter der 600 l Klasse dranzuhängen, kann ich mir nur noch - das ist kein Vorwurf - durch völlige Ahnungslosigkeit erklären. Wie man sich dann, damit meine ich Torsten, noch darauf versteifen kann, der Filter muss mit Vorfiltermaterial laufen, ist mir auch unverständlich. Einfach mal schauen ob der Filter auch noch ohne Vorfilterung läuft. Von der Notwendigkeit einer Substratfilterung kann hier schon mal keine Rede sein.
Mein 90P wurde mit einer irgendwie 3W Springbrunnenpumpe mit Schwamm der Größe 40x40x10 mm gefiltert.
34727
Bevor das so aussah, hatte das Becken so ziemlich jede Seuche, die man sich denken kann, resultierend aus meinem Versuch das Becken ausschließlich mit "Baumarktpflanzen" aufzusetzen. Mit übersichtlichem, ungedüngten Sand und ohne Filterung ließ sich auch das gerade ziehen. -Und da sind höchst effiziente 4x39W drüber. Der M. fluviatilis sieht man schon an, dass die mit ihrer hellen Farbe am Rande ihrer Möglichkeiten ist - wobei das überwiegend daher rührt, dass die M. fluviatilis über und über mit Bläschen voll ist - nicht aus einer irgendwie perlenden CO2-Zugabe! Die restlichen Pflanzen waren einwandfrei. Mir ist diese auf viel Licht und und schon nur Wasserdüngung basierende Turbopflanzenaquaristik übrigens zu viel. Mache ich nicht noch einmal. WTF soll ich mit vorgedüngtem Soil?

Dann bei einer 900s RGB auf einem 90P von Lichtstress zu reden kann man knicken! Never! Die Probleme resultieren aus irgendeiner Beeinflussung der Nährstoffsituation, entweder durch eines oder mehrere der großartigen Hochleistungsbodensubstrate (sorry), die völlig übertriebene Substratfilterung und die Zugabe der Nährstoffe selbst.

@ Matthias, die Möglichkeiten, das gerade zu ziehen, sind übersichtlich. Der Filter muss leer! Schon weil dann sicher ist, dass die Probleme nichts mehr mit dem zu tun haben können. Notwendig ist die Filterung sowieso nicht.

Um diese Pracht von high sophisticated Bodengrund in den Griff zu bekommen gibt es nur eine Möglichkeit:
Zwei mal die Woche >50% Wasserwechsel, verbunden mit einer anschließenden üppigen Wasserdüngung, wie ich sie in meiner Sig beschrieben habe um die derzeitige Beladung des tonigen Substrats in einen der Wasserdüngung entsprechende Beladung zu bringen.
Am Volcano kann man nix machen, da kann man nur hoffen.
JBL wrote:JBL ProScape Volcano ist reich an Mineralien wie Calcium, Magnesium und Kalium sowie Spurenelementen wie z.B. Eisen, Bor oder Mangan und liefert Pflanzen daher auf natürliche Weise zahlreiche erforderliche Wuchsstoffe.

Soso, das Volcano gibt Ca, Mg und K ab, das vom Tropica soil vermutlich gleich wieder angelagert wurde. Muss und kann man nicht verstehen. Was diese Kombi an Bodengründen sonst so á la "Reise nach Jerusalem"-Nährstoffbeladung treibt, wird im Dunkeln bleiben. Das kann man nur versuchen über massive Wasserwechsel und üppige Wasserdüngung nach Wunsch zu beladen. Keine Ahnung wie lange so etwas dauern kann. Lavasplit käme mir gerade wegen der gepriesenen Porösität und der daraus resultierenden möglichen "Filterleistung" niemals in ein Pflanzenaquarium!

Früher hatte man eine geradezu phobische Angst vor Makronährstoffen, heute wird der Aquarianer mit Nährstoff gestopften tonigen Soils mit "Sorgenfrei-Versprechen" überschüttet. Von mir aus, das muss aber nicht. Ja, man kann und sollte deren Notwendigkeit und Sinnhaftigkeit durchaus mal hinterfragen. Anfangs wollte ich das auch mal wenigstens ausprobieren, inzwischen erscheint es mir so wenig attraktiv, sodass ich das nicht mal mehr selbst erlebt haben will. Nicht mal versuchsweise.

Gruß, Nik
nik wrote:
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Postby Gast » 04 Aug 2018 10:44
Hallo Mathias,

hmm.. ich hatte ja den Twinstar wieder installiert wegen Garnelen sterben.
Ob der Twinstar die Keimzahl reduzieren kann , weis ich nicht. Die Verluste waren unverändert.
Das Garnelen sterben kann ja auch was anderes gewesen sein.
Die Woche mit TWINSTAR sind meine Pflanzen würde ich sagen unverändert weiter gewachsen.
Eine 100% Zuordnung des Problems, ist mit einem nicht optimal laufenden Becken sehr schwierig.
Also deine Einschätzung würde ich so unterschreiben.
Bringt nichts außer etwas klareren Wassers.
Dann bleibt nur noch dein Bodengrund übrig, das heißt Eisenphosphat evtl Rücklösungen oder der Soil gibt irgend was ab.
Ich muss natürlich erwähnen, das es bei mir darin ganz schlecht gewachsen ist.
Da wächst es im Kies bei mir schneller und gesünder.
Im großen und ganzen würde ich den Tropica Soil nicht mehr nutzen wollen, obwohl ich schon einige tolle Becken damit gesehen habe.
Da gibt es bessere.
Warum du aber dieses feingemahlne Lava Zeugs von JBL darunter gemacht hast ist mir schleierhaft. Das macht die Lage noch undurchsichtiger.
Ich musste meine Soilbecken genau so absaugen wie ich es im Kies handhabe, sonst sind die Probleme vorprogrammiert .
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Postby Deeplink » 04 Aug 2018 14:52
Hallo Ihr Zwei :)

musste ich drüber nachdenken. Bin ich nicht sicher. Könnte man mit Fetrilon überprüfen. Sicher ist, dass irgendetwas Einfluss auf die Düngung nimmt und wenn ich Volcano/Powder/Tropica Soil als Substrate lese, dann verabschiede ich mich wegen der völlig unklaren Effekte gedanklich sonst schon.

Fetrilon habe ich gerade mal fix gegoogelt. Scheinen ja Düngestäbchen für Zimmerpflanzen zu sein.
Diese löst mann dann auf? Oder wie soll ich mir das vorstellen?

Auffällig waren die Nährstoffmängel gleich zu anfang, dass das ungelöst später zu Bartalgen führt, wundert mich nicht. Ich mag dann auch nicht mehr zur anfänglichen Düngung recherchieren, aber solche Mängel muss man durch eine von anfang an vollständige Wasserdüngung zu vermeiden suchen. Dann noch an ein mit Pflanzen gestopftes 90P einen großen, vollgestopften Filter der 600 l Klasse dranzuhängen, kann ich mir nur noch - das ist kein Vorwurf - durch völlige Ahnungslosigkeit erklären. Wie man sich dann, damit meine ich Torsten, noch darauf versteifen kann, der Filter muss mit Vorfiltermaterial laufen, ist mir auch unverständlich. Einfach mal schauen ob der Filter auch noch ohne Vorfilterung läuft. Von der Notwendigkeit einer Substratfilterung kann hier schon mal keine Rede sein.

Nunja, ich habe am Anfang ja direkt versucht gegenzuwirken und es ist ja jetzt auch nicht so, das das Becken mega schlecht da steht. Man versucht halt immer das Optimum rauszuholen und daher würde ich natürlich gerne den Nährstoffmangel beseitigen. Die Bart/Pinselalgen sind erst aufgetreten nachdem ich meine Eisendüngung erhöht habe. Das ganze ist über mehrere Wochen passiert und die Düngung wurde um bis das 5fache zur ursprünglichen gesteigert. Da kamen dann die Algen. Allerdings würde ich auch hier von keiner Plage reden. Generell war das Becken während der ganzen Laufzeit von nun 4 Monaten nahezu Algenfrei. Jedenfalls hat die erhöhte Eisendüngung auch die Mangelerscheinungen nicht berseitigen können, es war zwar besser geworden, aber nicht behoben. Was den Filter angeht, so hatte ich mich im Vorfeld informiert und es gab mehrere Quellen die meinten es sei besser diesen größer zu wählen aufgrund der Strömung. Damit die Nährstoffe auch gut im Becken verteilt werden. Das klang für mich schlüssig und an meinem Becken betrachtet war es zumindest was die Strömung angeht auch Sinnvoll, die ist nämlich gerade so ausreichend würde ich sagen.

@ Matthias, die Möglichkeiten, das gerade zu ziehen, sind übersichtlich. Der Filter muss leer! Schon weil dann sicher ist, dass die Probleme nichts mehr mit dem zu tun haben können. Notwendig ist die Filterung sowieso nicht.

Da bin ich ja aktuell bei, allerdings habe ich Fische im Becken (ja sie tarnen sich auf den Fotos immer gut) und ich denke ich kann den Filter daher nicht komplett leeren. Die beiden unteren Körbe sind bereits leer. Morgen beim Wasserwechsel werde ich die nächsten Matten rausnehmen. Mal sehen ob 1 oder 2.

Um diese Pracht von high sophisticated Bodengrund in den Griff zu bekommen gibt es nur eine Möglichkeit:
Zwei mal die Woche >50% Wasserwechsel, verbunden mit einer anschließenden üppigen Wasserdüngung, wie ich sie in meiner Sig beschrieben habe um die derzeitige Beladung des tonigen Substrats in einen der Wasserdüngung entsprechende Beladung zu bringen.
Am Volcano kann man nix machen, da kann man nur hoffen.

Ich habe die ersten 3 Wochen 2 80% Wasserwechsel gemacht um genau dem entgegenzuwirken. Danach habe ich glaube noch über insgesamt 5 Wochen 80% Wasserwechsel einmal die Woche durchgeführt aufgrund meiner Saugwürmer Plage :) Aktuell wechsel ich 50% die Woche.

Früher hatte man eine geradezu phobische Angst vor Makronährstoffen, heute wird der Aquarianer mit Nährstoff gestopften tonigen Soils mit "Sorgenfrei-Versprechen" überschüttet. Von mir aus, das muss aber nicht. Ja, man kann und sollte deren Notwendigkeit und Sinnhaftigkeit durchaus mal hinterfragen. Anfangs wollte ich das auch mal wenigstens ausprobieren, inzwischen erscheint es mir so wenig attraktiv, sodass ich das nicht mal mehr selbst erlebt haben will. Nicht mal versuchsweise.

Bezgl. dem Soil und dem Vulcano, das habe ich benutzt da es von verschiedenen Quellen empfohlen wurde. Sei es vom Nachbarforum (aquasacping-forum) oder youtube etc.
Ich hatte das damals auch als plausibel empfunden das Vulcano zum anlockern unten drunter einzubringen, mittlerweile würde ich davon auch Abstand nehmen. Was das Soil angeht bin ich mir noch unschlüssig, das Tropica ist ja auch nicht so extrem vorgedüngt wie andere.

hmm.. ich hatte ja den Twinstar wieder installiert wegen Garnelen sterben.
Ob der Twinstar die Keimzahl reduzieren kann , weis ich nicht. Die Verluste waren unverändert.
Das Garnelen sterben kann ja auch was anderes gewesen sein.
Die Woche mit TWINSTAR sind meine Pflanzen würde ich sagen unverändert weiter gewachsen.
Eine 100% Zuordnung des Problems, ist mit einem nicht optimal laufenden Becken sehr schwierig.
Also deine Einschätzung würde ich so unterschreiben.
Bringt nichts außer etwas klareren Wassers.

Jup, sehe ich genauso. Vielleicht hat er in der Anfangszeit geholfen was Algenwachstum angfeht, denn ich hatte tatsächlich kaum welche.

Dann bleibt nur noch dein Bodengrund übrig, das heißt Eisenphosphat evtl Rücklösungen oder der Soil gibt irgend was ab.
Ich muss natürlich erwähnen, das es bei mir darin ganz schlecht gewachsen ist.
Da wächst es im Kies bei mir schneller und gesünder.
Im großen und ganzen würde ich den Tropica Soil nicht mehr nutzen wollen, obwohl ich schon einige tolle Becken damit gesehen habe.
Da gibt es bessere.
Warum du aber dieses feingemahlne Lava Zeugs von JBL darunter gemacht hast ist mir schleierhaft. Das macht die Lage noch undurchsichtiger.
Ich musste meine Soilbecken genau so absaugen wie ich es im Kies handhabe, sonst sind die Probleme vorprogrammiert .

Zum Vulcano habe ich ja bereits etwas geschrieben. Dazu kann ich nur noch sagen das das Kind in den Brunnen gefallen ist. Das lässt sich ja nichtmal eben ändern, zumal das Becken ja nicht gerade so dasteht das man sagt man startet es neu.
Gruß
Matthias
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Postby Wuestenrose » 04 Aug 2018 15:18
Mahlzeit…

Deeplink wrote:Fetrilon habe ich gerade mal fix gegoogelt. Scheinen ja Düngestäbchen für Zimmerpflanzen zu sein.

Äh, nö :wink:

Diese löst mann dann auf? Oder wie soll ich mir das vorstellen?

Genau. Der Foren-eigene Nährstoffrechner rechnet auch so.

Grüße
Robert
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Postby Deeplink » 04 Aug 2018 15:55
Hallo Robert,

achja, da habe ich mich schön von dem Bild irreführen lassen und hatte daher auf Stäbchen getippt. Naja wer lesen kann ist klar im Vorteil :)

Ok, und wenn ich das richtig verstanden habe, ist dabei jetzt der Vorteil das ich nur den Eisengehalt erhöhe und nicht irgendwelche anderen Micros ja? Sollte man damit dann ganz normal auf 1ml Eisen aufdüngen? Oder lieber umrechnen auf tägliche Dosen?

Für Fische, Schnecken und Garnelen ist das ungefährlich ja?
Gruß
Matthias
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Postby Wuestenrose » 04 Aug 2018 16:33
Hallo Matthias,

ja, Fetrilon (nicht das Fetrilon-Combi!) erhöht nur den Eisengehalt. Ein etablierter Standardwert ist 0,1 mg/l, den kannst Du ja mal mit Hilfe des Nährstoffrechners einstellen. Ich habe in dem verlinkten Beispiel mit 150 Litern Nettoinhalt Deines Emmel-Pools gerechnet.

Jahrelang hat man Wirbellosen-Aquarien mit auf EDTA basierenden Spurenelemente-Düngern gedüngt, inzwischen ist EDTA bei Wirbellosen etwas in Verruf geraten. Sollen andere was dazu schreiben, da kenne ich mich zuwenig aus.

Die Alternative wären auf anderen Chelatoren als EDTA beruhende Fe-Nährsalze.

Grüße
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Postby Haeck » 06 Aug 2018 06:26
Hi

nik wrote:Hallo zusammen,
Haeck wrote:... was Fe als Ursache ausschliesst. Es muss demnach an etwas anderen liegen.

musste ich drüber nachdenken. Bin ich nicht sicher.


Doch, bist Du, ziemlich sogar. Zumindest warst Du das, wenn ich deine bisherige Meinung zum Thema betrachte, die da irgendwann einmal mehrmals lautete, das Bartalgen nicht durch Eisen entstehen, wenn ich mich recht entsinne.

Ich duengte zeitweise ueber Wochen ein Fe Gemisch aus EDTA und Gluconat separat bis auf 0,2 mg/l in meinen geringgefilterten Kiesbecken auf. Da tat sich Bartalgenmaessig weit und breit absolut gar nichts. Nehme ich statt dessen einen herkoemmlichen Mikroduenger a lá Drak oder Flourish, treten sie ueberdosiert innerhalb kuerzester Zeit auf. Demnach muss es meiner Meinung nach anderweitige, Bartalgenwachstum beguenstigende Mitspieler innerhalb dieser Praeparate geben.

Lg
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Postby nik » 06 Aug 2018 07:56
Hi André,
Haeck wrote:Hi

nik wrote:Hallo zusammen,
Haeck wrote:... was Fe als Ursache ausschliesst. Es muss demnach an etwas anderen liegen.

musste ich drüber nachdenken. Bin ich nicht sicher.


Doch, bist Du, ziemlich sogar. Zumindest warst Du das, wenn ich deine bisherige Meinung zum Thema betrachte.

ach so. :smile:

Ich duengte zeitweise ueber Wochen ein Fe Gemisch aus EDTA und Gluconat separat bis auf 0,2 mg/l in meinen geringgefilterten Kiesbecken auf. Da tat sich Bartalgenmaessig weit und breit absolut gar nichts. Nehme ich statt dessen einen herkoemmlichen Mikroduenger a lá Drak oder Flourish, treten sie ueberdosiert innerhalb kuerzester Zeit auf. Demnach muss es anderweitige, Bartalgenwachstum beguenstigende Mitspieler innerhalb dieser Praeparate geben.

Jepp, das verengt den Interpretationsspielraum schon erheblich. Das sieht dann auch so aus als wäre ein Zuviel eines SE die Ursache. Nur kann ich selbst mit reichlichem Volldünger keine Rotalgen erreichen. Das kann auch daran liegen, dass ich es für möglich halte, Rotalgen völlig aus dem System zu haben, sie also nicht mal mehr latent vorhanden sind. Und dann ist im Zusammenhang vermutlich noch die Phophatdüngung interessant.
Interessehalber, warum nimmst du Kies? An dem kann man rummulmen wie man will, der wird nie so frei sein wie Sand es ist.

Gruß, Nik
nik wrote:
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Postby Julian-Bauer » 06 Aug 2018 08:09
nik wrote:Jepp, das verengt den Interpretationsspielraum schon erheblich. Das sieht dann auch so aus als wäre ein Zuviel eines SE die Ursache. Nur kann ich selbst mit reichlichem Volldünger keine Rotalgen erreichen. Das kann auch daran liegen, dass ich es für möglich halte, Rotalgen völlig aus dem System zu haben, sie also nicht mal mehr latent vorhanden sind.


Guten Morgen zusammen,

ich dünge zur Zeit nahezu nur noch mit dem Mikro Spezial Flowgrow + zusätzlicher MnSO4-Lösung + DRAK SE Lösung und das sehr fett.

bis zu 1,5ml des Flowgrow pro Tag auf 50L Netto und dann den Rest im Verhältnis Fe:Mn:B von ungefähr 6:3:1 manchmal aber auch etwas weniger!

Rotalgen kann ich keine entdecken! Auch nachdem ich vor zwei Wochen rund eine Woche lang jeden zweiten Tag in den Sand rund 0,3 bis 0,5mg/L PO4 reingespritzt habe. Hatte einen starken Rückschnitt gemacht und wollte die Pflanzen etwas über die Wurzeln helfen an Nährstoffe zu gelangen. Übrigens konnte ich hier niemals wirklich PO4 nachweisen, es zwar zwar kurzzeitig ganz leicht hellblau, aber eher im Bereich 0,05 - 0,1mg/L. Entweder ist das PO4 nur langsam aus dem Sand raus diffundiert, größtenteils aufgebraucht oder eben direkt im Sand ausgefallen :lol:

Um aber zurück aufs Thema zu kommen: Ich dünge viel SE und Eisen, aber schwach chelatiert und sehe trotzdem kein aufkommen von Rotalgen. Selbst wenn ich neue Pflanzen einsetze bricht hier keine Plage aus.
Gruß Julian

Colorful

Mein aktueller Pflanzenverkauf aus den eigenen Becken gibt es hier: Der Pflanzen - Dauerverkauf :)
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Postby chrisu » 06 Aug 2018 08:19
Hallo,

meine stärkste Bartalgenplage hatte ich vor vielen Jahren als ich begann mit Ammoniumdüngung zu experimentieren. War aber nach wenigen Wochen wieder vorbei und seitdem waren Bartalgen nie wieder ein Thema.
Mfg Christian
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Postby nik » 06 Aug 2018 09:51
Hallo Matthias,
Deeplink wrote:Fetrilon ...?

es ging um die Mär vom Eisen und den resultierenden Rotalgen. Du hättest jetzt die Gelegenheit über die ausschließliche Zugabe von Eisen das zu überprüfen. Vielleicht gibt es auch einen aquaristischen reinen Eisendünger à la EL Ferro, wobei ich nicht weiß ob der noch weiteres drin hat. Aber in der Eisenergänzungsdüngerecke könnte man auch schauen. Musst du aber nicht, mein Erkenntnisgewinn wäre das nicht, sondern deiner.

Nunja, ich habe am Anfang ja direkt versucht gegenzuwirken und es ist ja jetzt auch nicht so, das das Becken mega schlecht da steht. Man versucht halt immer das Optimum rauszuholen und daher würde ich natürlich gerne den Nährstoffmangel beseitigen. Die Bart/Pinselalgen sind erst aufgetreten nachdem ich meine Eisendüngung erhöht habe. Das ganze ist über mehrere Wochen passiert und die Düngung wurde um bis das 5fache zur ursprünglichen gesteigert. Da kamen dann die Algen. Allerdings würde ich auch hier von keiner Plage reden. Generell war das Becken während der ganzen Laufzeit von nun 4 Monaten nahezu Algenfrei. Jedenfalls hat die erhöhte Eisendüngung auch die Mangelerscheinungen nicht berseitigen können, es war zwar besser geworden, aber nicht behoben. Was den Filter angeht, so hatte ich mich im Vorfeld informiert und es gab mehrere Quellen die meinten es sei besser diesen größer zu wählen aufgrund der Strömung. Damit die Nährstoffe auch gut im Becken verteilt werden. Das klang für mich schlüssig und an meinem Becken betrachtet war es zumindest was die Strömung angeht auch Sinnvoll, die ist nämlich gerade so ausreichend würde ich sagen.

Das ist kein Vorwurf und es gibt für dich nichts zu rechtfertigen. Ein größerer Filter mag wegen des höheren Durchsatzes sinnvoll sein, aber wenn der dann vollgestopft betrieben wird, ist das kontraproduktiv. Ich mache auch Fehler, gestatte nicht nur mir die, auch anderen. Ist ganz und gar nix Schlimmes, im Gegenteil. Meistens braucht es keine größeren Filter, weil leere Filter viel mehr Durchsatz haben. ^^ An meinem 90P genügte als Antrieb eine kleine Springbrunnenpume mit einem strömungsverteilenden Hydor Bioflo small.

Du hast den Thread wegen eindeutiger Nährstoffmängel aufgemacht, daran gibt es nichts zu deuteln oder zu rechtfertigen. Deine Probleme mit erhöhter Volldüngerzugabe passen doch prima zu Andrés Schilderung.

Du hast halt gedacht, ich mach mir viele verschiedene, vorgedüngte :hechel: Substrate rein. Die Hersteller werden schon wissen was sie tun und das nimmt mir Düngearbeit ab. Von wem hast du die Empfehlungen bekommen? Von Leuten, die genauso denken. Nun funktioniert es nicht in Gänze und du hast das Problem, dass du nicht weißt, was in welchen Mengen in den Substraten drin ist und wie die miteinander interagieren.

Das kannst du nur als Ganzes betrachten und dann sieht mir der Mangel nach Magnesium aus. Da keiner eine Ahnung hat was in den Substraten Sache ist, kannst du nur über eine üppige Wasserdüngung - so wie du sie dir vorstellst(!), ich empfehle die in meiner Sig beschriebene - und massive Wasserwechsel die träge(, puffernde ^^) Masse, die du für high sophisticated Soils hältst, so beeinflussen, dass sie dir nicht mehr die Wasserdüngung unerwünscht beeinflusst. :D

@ Matthias, die Möglichkeiten, das gerade zu ziehen, sind übersichtlich. Der Filter muss leer! Schon weil dann sicher ist, dass die Probleme nichts mehr mit dem zu tun haben können. Notwendig ist die Filterung sowieso nicht.

Da bin ich ja aktuell bei, allerdings habe ich Fische im Becken (ja sie tarnen sich auf den Fotos immer gut) und ich denke ich kann den Filter daher nicht komplett leeren. Die beiden unteren Körbe sind bereits leer. Morgen beim Wasserwechsel werde ich die nächsten Matten rausnehmen. Mal sehen ob 1 oder 2.

Du denkst, du kannst den Filter bei der Pflanzenmasse und der paar schwindsüchtigen Fischchen nicht komplett leeren? Das sind lediglich deine Gedanken, Erfahrungen hast du keine - genauso wie diejenigen, die sonst üppige Filterung kolportieren und ebenfalls keine Erfahrungen haben. Das sind nicht mehr als unreflektierte Gewohnheiten und Ängste. Beschreibe einfach noch mal deinen Besatz, ich bin aber so schon ziemlich sicher, dass wegen der Menge Futter, die du ins Becken wirfst, keine Substratfilterung notwendig ist. Es mag andere Gründe für Substratfilterung geben, die spielen derzeit eine geringfügige, nachrangige Rolle. Es ist wichtiger, die Nährstoffe von der Filterung unbeeinflusst zu wissen. Gerührte, ungefilterte Pflanzenbecken sind deutlich leistungsfähiger als du es derzeit für möglich hältst.

Um diese Pracht von high sophisticated Bodengrund in den Griff zu bekommen gibt es nur eine Möglichkeit:
Zwei mal die Woche >50% Wasserwechsel, verbunden mit einer anschließenden üppigen Wasserdüngung, wie ich sie in meiner Sig beschrieben habe um die derzeitige Beladung des tonigen Substrats in einen der Wasserdüngung entsprechende Beladung zu bringen.
Am Volcano kann man nix machen, da kann man nur hoffen.

Ich habe die ersten 3 Wochen 2 80% Wasserwechsel gemacht um genau dem entgegenzuwirken. Danach habe ich glaube noch über insgesamt 5 Wochen 80% Wasserwechsel einmal die Woche durchgeführt aufgrund meiner Saugwürmer Plage :) Aktuell wechsel ich 50% die Woche.

Das wollte ich nicht wissen. Ich kann dir nur was vorschlagen, es obliegt dir ob du das machst oder nicht. Das will ich wissen. ^^ Ich bin übrigens in keiner Weise beleidigt, wenn du das anders machst.

Bezgl. dem Soil und dem Vulcano, das habe ich benutzt da es von verschiedenen Quellen empfohlen wurde. Sei es vom Nachbarforum (aquasacping-forum) oder youtube etc.
Ich hatte das damals auch als plausibel empfunden das Vulcano zum anlockern unten drunter einzubringen, mittlerweile würde ich davon auch Abstand nehmen. Was das Soil angeht bin ich mir noch unschlüssig, das Tropica ist ja auch nicht so extrem vorgedüngt wie andere.

Alles wird irgendwie, bis hin zum Gegensätzlichen, immer von irgendwelchen Leuten empfohlen. Das ist so, genauso wie du die Substrate jetzt drin hast. Das ist nun so und ich denke schon, dass es den Versuch wert ist das gerade ziehen zu wollen.

Zu den verschiedenen, respektive deinem Twinstar kann ich übrigens so ziemlich gar nichts sagen.

Gruß, Nik
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