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Postby Thumper » 04 Jul 2019 23:24
Moin,

ich speicher mal aus um einen Einblick zu geben.

P.iv wrote:Ein absolutes muss ist ein Pärchen Zwergbuntbarsche, hab mich schon total in den Electric Blue Buntbarschen verliebt.
Dazu hätte ich noch gerne ca 10 Salmler da gefallen mir die Rote Phantomsalmler sehr gut.
und noch ein paar Panzerwelse ca 8-10 Stück da gefallen mir die Julii Panzerwelse sehr gut.
Ich glaube das sind vorwiegend Arten aus Süd Amerika.

Also willst du eine sehr niedrige KH fahren. Schätze mal <2°dH. Das sollte dein Ziel sein. Ich würde dir da ein KH/GH Salz empfehlen und damit die Werte einstellen. Saltyshrimp Aquarium Mineral GH/KH+ kann man da gut nehmen und auf ~200µS/cm einstellen. Um das zu checken brauchst du auch ein Leitfähigkeitsmessgerät (20-30€).

P.iv wrote:würde die Osmoseanlage Dennerle Compact 130 für meine Zwecke reichen? vorausgesetzt ich mach Wöchentlich einen 50% WW

Osmoseanlagen machen im Grunde alle das gleiche. Die einen mit mehr Filterstufen vor der Membrane (die die eigentliche "Entsalzung" macht), die anderen mit weniger.
Worauf es im Grunde ankommt sind:
1) Durchsatz in GPD (Gallons per Day), Sprich: Wieviel macht die Anlage in 24h Dauerbetrieb an reinem Wasser?
2) Willst du eine Druckerhöhungspumpe (Boosterpumpe) oder nicht?
3) Directflow oder Tank?
4) Wieviel Abwasser? Verhältnisse reichen hier von 1:1 bis 1:4 - Frisch:Abwasser

Ich selbst habe eine 300GPD Anlage, Direktflow mit Boosterpumpe. Die macht pro Stunde ~50-60 Liter - je nach Wassertemperatur.

Die 50GPD Anlage macht in 24h im Optimalfall knapp unter 190 Liter bzw. 7,9 Liter pro Stunde.
Für 60 Liter (50% deines Beckens) brauchst du also 7 Stunden 45 Minuten. Sinnvoll? Ich würde hier zu etwas größerem Tendieren oder einem entsprechenden Behältnis und dann durchlaufen lassen. Überwacht, natürlich. Man will ja kein Wasserschaden.
Grüße,
Bene


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Postby P.iv » 04 Jul 2019 23:59
Thumper wrote:Also willst du eine sehr niedrige KH fahren. Schätze mal <2°dH. Das sollte dein Ziel sein.


2dh=2Kh? ich habe grade nachgeschaut welche Fische welchen Kh Wert brauchen da liege ich (bei den geplannten Besatz) so eher bei 5-6 Kh, ist 2 nicht etwas zu niedrig?

Kann man das Wasser auch mit dem Leitungswasser mischen um auf den gewünschten Wert zu kommen?

Druckerhöhungspumpe eher nicht, das wird aber vom Druck am Wasserhahn abhängen. Dazu kann ich noch nichts sagen da ich in ein Mehrfamilienhaus wohne und der Raum wo ich das ablesen könnte immer verschlossen ist.

Directflow heisst das Wasser fließt direkt im Aquarium? dann nein ich würde das Osmoseasser lieber in einem Behälter auffangen.

Thumper wrote:4) Wieviel Abwasser? Verhältnisse reichen hier von 1:1 bis 1:4 - Frisch:Abwasser

Hängt das von der Membran ab? 1:1 bedeutet 50% Abwasser 50% Osmosewasser?ich weiss nicht was da besser ist?

Ich würde es so machen das ich 1 oder 2 Tage vor dem WW anfangen würde das Osmosewasser herzustellen.
Sprich die Zeit würde ich mich dafür nehmen.
Die Anlage soll nicht zu teuer in der Anschaffung sein und auch die laufende Kosten sollen nicht zu teuer sein.

Lg Kelly
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Postby Thumper » 05 Jul 2019 11:01
Moin Kelly,

Salmler kommen aus Schwarzwasser. Da ist fast nichts drin an KH und der pH turnt gerne um die 5. Daher mein Vorschlag KH 2°dH zu fahren.

Ja, du kannst auch mit Leitungswasser mischen, gar kein Problem.

Directflow heißt, die Anlage hat kein verbauten Tank. Würde ich auch nicht haben wollen, dann lieber eine Plastiktonne / Kanister daneben stellen.

Das Verhältnis hängt unter anderem von der Membrane ab, aber auch im Gesamten, wie die Osmoseanlage aufgebaut ist.

Laufende Kosten hast du kaum, alle 1-2 Jahre die Filter und Membranen wechseln und dann passt es. Die Frage ist nur: Bist du bereit jede Woche 8-9 Stunden das Teil laufen zu lassen oder willst du es schneller fertig haben?
Grüße,
Bene


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Postby P.iv » 05 Jul 2019 11:47
Hi,

Thumper wrote:Salmler kommen aus Schwarzwasser. Da ist fast nichts drin an KH und der pH turnt gerne um die 5. Daher mein Vorschlag KH 2°dH zu fahren.


Ich finde es wirklich schwierig überhaupt die richtigen Werte für Fische herauszufinden da auf fast jeder Seite wo ich schaue was anderes steht :-/ verwirrend.
Ist es nicht so das Nachzuchten mittlerweile schon mit ganz anderen Werte klarkommen?

Thumper wrote:Ja, du kannst auch mit Leitungswasser mischen, gar kein Problem.


Wie berechene ich wieviel Osmosewasser ich mit Leitungswasser verschneiden muss?
Und wie soll ich das überhaupt anstellen? bedeutet das ich muss mir jetzt eine Regentonne ins Badezimmer stellen um das Wasser mischen zu können?.
Wenn ich Zb 2/3 Osmosewasser mit 1/3 Leitungswasser vermischen muss bräuchte ich ja mindestens einen Behälter mit 60L Fassungsvermögen oder? Oder sogar noch mehr wenn ich davon ausgehe auch mal mehr als einen 50% WW zu machen.

Thumper wrote:Das Verhältnis hängt unter anderem von der Membrane ab, aber auch im Gesamten, wie die Osmoseanlage aufgebaut ist.


Dann wäre 1:1 die bessere Wahl weil ich bei der Herstellung weniger Abwasser habe als bei 1:4?
Könntest du mir eine günstige Osmoseanlage empfehlen?

Thumper wrote:Die Frage ist nur: Bist du bereit jede Woche 8-9 Stunden das Teil laufen zu lassen oder willst du es schneller fertig haben?


Wie gesagt an den Wochenenden hätte ich Zeit schön ist das nicht aber mir bleibt wohl nichts anderes übrig.
Ich vermute jetzt mal das meine Pflanzen (die ich jetzt habe) mit die Werte die ich jetzt habe auch nicht klarkommen?

Wenn ich jetzt einen Kh Test mache ist der Test dann verfälscht durch das Natriumchlorid im Wasser? Bedeutet das dann das mein Kh Wert eigentlich unter 7 liegt da der Gh Wert 7 ist? Nachdem Prinzip Kh kann niemals höher als Gh sein? Ich frage mich ob der Wert Kh 20 jetzt der richtiger Kh Wert ist oder ob das Natrium das Messen von Kh unmöglich macht durch die Wasseraufbereitung ? Und jetzt das eigentliche Problem ist das ich Salz im Wasser habe? Heisst Natriumchlorid ist schädlich für Fische und Pflanzen?

Lg Kelly
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Postby Christian-P » 05 Jul 2019 12:15
Hallo Kelly,

ob die Dennerle 130 reicht, hängt von deiner Zeit ab. Die Anlage mach 70-120l in 24h.

Eine Osmoseanlage produziert Unmenegen an Abwasser, das i.d.R. ungenutzt in den Abfluss geht. Bei 100l Osmosewasser sind das je nach Bedingungen 250-500l Abwasser. Deswegen bin ich kein Freund davon.

Gibt es keine Möglichkeit, dass du vor der Wasseraufbereitungsanlage Wasser zapfen kannst? In der Regel ist zwischen Hausanschluss und Wasseraufbereitungsanlage ein Hahn.

Viele Grüße

Christian
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Postby P.iv » 05 Jul 2019 13:42
Hi Christian,

ich habe jetzt das Wasser vorm Aufbereiter getestet. In der Regel wäre es natürlich möglich dort das Wasser fürs Aquarium zu holen allerdings wohnen hier noch 5 andere Parteien im Haus und einige davon sind ziemliche Arsc...
Bzw wird hier im Haus alles sehr genau genommen wenn ich jetzt Wöchentlich 60 Liter dort entnehmen würde gibt es bestimmt wieder ein riesen Drama. Hinzu kommt das seit wir eine neue Hausverwaltung haben alle Technikräume im Haus dauerhaft verschlossen sind :-/ bedeutet ich müsste jede Woche den Hausverwalter anrufen der müsste herfahren die Tür aufmachen, warten bis ich fertig bin, wieder zusperren.

Nun zu den Wasserwerte ohne Aufbereiter und hier wird es für mich ein bisschen komisch

Gh 21
Kh 20 (also gleich wie mit Aufbereiter) Ist es übrigens normal das sich der Kh Test so komisch verfärbt? Außen am Rand Blau, innen eher so ein helles Armee grün? Kh 20 wäre komplett Blau. Wenn ich nach dem grün gehen würde wäre ich auf 10 Kh
Ph 8
auch No3 No2 und Cl sind gleich (was logisch ist)

Da der Kh Wert gleich hoch ist und hier sogar der Gh Wert sehr hoch ist ergibt es wohl eher kein Sinn vorm Aufbereiter Wasser zu entnehmen. Oder?

Christian-P wrote:Eine Osmoseanlage produziert Unmenegen an Abwasser, das i.d.R. ungenutzt in den Abfluss geht. Bei 100l Osmosewasser sind das je nach Bedingungen 250-500l Abwasser. Deswegen bin ich kein Freund davon.


:eek: ich wüsste nicht was ich mit so viel Abwasser anstellen sollte.
Ich bin schon langsam am verzweifeln :(
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Postby omega » 05 Jul 2019 18:12
Hi,

Thumper wrote:Ja, du kannst auch mit Leitungswasser mischen, gar kein Problem.

bei KH >> GH? Ist doch noch immer Murks.

Grüße, Markus
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Postby omega » 05 Jul 2019 19:29
Hi,

P.iv wrote: Ich finde es wirklich schwierig überhaupt die richtigen Werte für Fische herauszufinden da auf fast jeder Seite wo ich schaue was anderes steht :-/ verwirrend.
Ist es nicht so das Nachzuchten mittlerweile schon mit ganz anderen Werte klarkommen?

überleg mal: klarkommen heißt auch, daß sie nicht sterben werden. Klingt nicht so gut, oder?

Wenn ich z.B. so einen Schwachsinn wie "Mikrogeophagus ramirezi benötigt weiches Wasser mit einem Härtebereich von 2 bis 15° dGH und einem pH-Wert von 6,0 bis etwa 7,0" auf Interaquaristik lese, kriege ich einen Hals. Was soll an 15° dGH denn weich sein? Das ist brettlhart.

Und überhaupt: was genau ist eigentlich weiches oder hartes Wasser? Dieser Begriff stammt aus der Trinkwasseraufbereitung und der Wasch/Spülmittelindustrie. Dort geht es um die Verkalkung von Armaturen, Wasserrohren und Heizstäben, die Waschleistung und das Vergilben der Wäsche durch Verseifung (Körperfett in der Kleidung plus Kalk im Wasser ergibt Seife, die an der Wäsche kleben bleibt).

Mit Aquaristik, Fisch- und Pflanzenkunde hat dieser Begriff gar nichts zu tun.
Ausgeprägte Weichwasserfische wie Ramirezis wollen salzarmes Wasser. An KH braucht nur so viel im Wasser zu sein, damit es zu keinem sogenannten Säuresturz kommt. Wechselst Du jede Woche 50% Wasser, pflegst viele Pflanzen und fütterst keine Unmengen, ist ein solcher Säuresturz faktisch ausgeschlossen. Dazu würde auch 0,5°dKH austreichen. Futter bildet bei der Verstoffwechslung ja u.a. Salpetrige/Salpetersäure. Diese Säuren fressen die KH auf, Nitrit/Nitrat bleibt übrig. Pflanzen nehmen Nitrat auf und geben dafür im Gegenzug KH ab. Solange der Nitratgehalt durch die Fütterung nicht steigt, bleibt die KH konstant.
Und ein wenig Calcium und Magnesium (bilden ja die GH) darf dann auch im Wasser sein, damit einem die Pflanzen nicht die Grätsche machen.

Das Wasser südamerikanischer Flüsse ist z.T. derart salzarm, daß man das daheim kaum dauerhaft nachgestellt bekommt. Aber von dort stammen Ramirezis her. Mit einer Umkehrosmoseanlage kann man sein Wasser beliebig einstellen. Ich würde nie mehr mit Leitungswasser mischen. Leitungswasser ist nicht konstant. Ich z.B. nutze Duradrakon und Duradrakon GH Plus, um mein Osmosewasser gezielt aufzusalzen. Je geringer man aufsalzt, desto weniger ist von diesen Aufhärtesalzen notwendig.

Und wie soll ich das überhaupt anstellen? bedeutet das ich muss mir jetzt eine Regentonne ins Badezimmer stellen um das Wasser mischen zu können?.

Ja. Im Winter sollte das Wasser ja auch temperiert sein, bevor es ins Aquarium gepumpt wird.

Wenn ich jetzt einen Kh Test mache ist der Test dann verfälscht durch das Natriumchlorid im Wasser?

Nein.
Wegen Natriumchlorid: damit wird dieser Wasseraufbereiter regeneriert. Es wirkt dabei nur das Natrium, das das Calcium und Magnesium bei der Regenerierung aus dem Aufbereiter verdrängt, die er während der Aufbereitung zuvor aufgenommen hat. Das Chlorid spielt keine Rolle und wird nach der Regenerierung zusammen mit dem Calcium und Magnesium in den Gulli gespült, bevor wieder aufbereitetes Trinkwasser gezapft werden kann. Durch die Aufbereitung wird ein Teil des Calciums und Magnesiums gegen Natrium ausgetauscht. Der Chloridgehalt ändert sich nicht.

Bedeutet das dann das mein Kh Wert eigentlich unter 7 liegt da der Gh Wert 7 ist? Nachdem Prinzip Kh kann niemals höher als Gh sein?

In der Aquaristik gibt es keine KH, auch wenn sie immer als solche bezeichnet wird. Dieser Schwachsinn hat sich einmal eingebürgert und ist nicht mehr tilgbar.
Der Begriff "Karbonathärte" stammt auch wieder aus der Trinkwasseraufbereitung und der Wasch/Spülmittelindustrie. Die Karbonathärte setzt sich zusammen aus der Summe der Erdalkalimetalle, die als Ladungsparter(!) Carbonat/Hydrogencarbonationen haben.
Beispiel:
Im Wasser seien 20 Calciumionen (Ca2+, zweifach positiv geladen) und 4 Hydrogencarbonationen (HCO3, einfach negativ geladen)
Beträgt hierbei die GH 20, dann beträgt die KH 2!
Befänden sich dagegen 20 Hydrogencarbonationen im Wasser, beträge die KH 10.
Befänden sich dagegen 40 Hydrogencarbonationen im Wasser, beträge die KH 20.
Befänden sich dagegen 60 Hydrogencarbonationen im Wasser, beträge die KH weiterhin 20.
Befänden sich dagegen 10000000 Hydrogencarbonationen im Wasser, beträge die KH auch weiterhin 20.

Was wir Aquarianer messen, ist nicht die KH sondern das sogenannte Säurebindungsvermögen bis pH 4,3 (SBV). Wir tröpfeln dabei eine Mischung aus Salzsäure und Indikator in die Wasserprobe. Die Salzsäure zerstört die Carbonat- und Hydrogencarbonationen, wodurch der pH-Wert der Wasserprobe sinkt. Und der Indikator schlägt (beim Tetratest) bei pH 4,3 von blau nach gelb um.
Wir messen also nur die Summe von Carbonat und Hydrogencarbonat.

Kh 20 (also gleich wie mit Aufbereiter) Ist es übrigens normal das sich der Kh Test so komisch verfärbt? Außen am Rand Blau, innen eher so ein helles Armee grün? Kh 20 wäre komplett Blau. Wenn ich nach dem grün gehen würde wäre ich auf 10 Kh

Der Indikator sollte von blau komplett nach gelb umschlagen. Deine KH (SBV) liegt also höher als 20.

Grüße, Markus
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Postby P.iv » 06 Jul 2019 13:51
Hi Markus,

omega wrote:überleg mal: klarkommen heißt auch, daß sie nicht sterben werden. Klingt nicht so gut, oder?


Mit klarkommen meinte ich nicht überleben, natürlich sollten sich die Fische auch wohlfühlen.

omega wrote:Ausgeprägte Weichwasserfische wie Ramirezis wollen salzarmes Wasser. An KH braucht nur so viel im Wasser zu sein, damit es zu keinem sogenannten Säuresturz kommt. Wechselst Du jede Woche 50% Wasser, pflegst viele Pflanzen und fütterst keine Unmengen, ist ein solcher Säuresturz faktisch ausgeschlossen. Dazu würde auch 0,5°dKH austreichen.


Bedeutet das der Kh Wert soll sehr gering bis garnicht vorhanden sein? Gilt das jetzt nur für die Ramirezi oder für alle Süßwasserfische? Welcher Kh Wert sollte ich dann für den geplannten Besatz anstreben? Und ist so ein niedriger Kh Wert auch gut für die Pflanzen?

omega wrote:Das Wasser südamerikanischer Flüsse ist z.T. derart salzarm, daß man das daheim kaum dauerhaft nachgestellt bekommt.


Heißt das ich habe im Moment sehr Salzhaltiges Wasser? Viel Kh = viele Salze?

omega wrote:Im Wasser seien 20 Calciumionen (Ca2+, zweifach positiv geladen) und 4 Hydrogencarbonationen (HCO3−, einfach negativ geladen)
Beträgt hierbei die GH 20, dann beträgt die KH 2!
Befänden sich dagegen 20 Hydrogencarbonationen im Wasser, beträge die KH 10.
Befänden sich dagegen 40 Hydrogencarbonationen im Wasser, beträge die KH 20.
Befänden sich dagegen 60 Hydrogencarbonationen im Wasser, beträge die KH weiterhin 20.
Befänden sich dagegen 10000000 Hydrogencarbonationen im Wasser, beträge die KH auch weiterhin 20.


Das habe ich jetzt nicht ganz verstanden :ops: Der Kh Wert bleibt immer gleich egal wieviele Hydrogencarbonationen im Wasser sind?

omega wrote:Der Indikator sollte von blau komplett nach gelb umschlagen. Deine KH (SBV) liegt also höher als 20.


Bei den JBL Teststreifen gibt es nur Blau und verschiedene Grüntöne wobei Blau das härteste (20Kh oder mehr) ist und ein helles Giftgrün bei 0 Kh liegt

Welche Werte hat eigentlich das Osmosewasser Kh(SBV)? Das einfachste wäre also das Osmosewasser auf den gewünschten Wert zu bringen anstatt es mit Leitungswasser zu verschneiden. Dazu brauche ich ein Leitfähigkeitsmessgerät?

omega wrote:Wegen Natriumchlorid: damit wird dieser Wasseraufbereiter regeneriert. Es wirkt dabei nur das Natrium, das das Calcium und Magnesium bei der Regenerierung aus dem Aufbereiter verdrängt


Das Calcium und Magnesium wird aus dem Wasser entfernt und durch Natrium ersetzt? Wodürch dann der Gh Wert gesenkt wird. Die Aufebereitung des Wassers verändert den Kh Wert nicht? Was auch erklären würde wieso der Kh Wert beim Wasser vor dem Aufbereiter den gleichen Wert hat. Zusätzlich wird durch dem Aufebereiter Natrium ans Wasser abgegeben?

Danke das du dir die Zeit dafür nimmst mir das alles zu erklären
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Postby omega » 06 Jul 2019 15:10
Hi,

P.iv wrote:Bedeutet das der Kh Wert soll sehr gering bis garnicht vorhanden sein?

das soll veranschaulichen, was am natürlichen Standort abgeht. Für's Aquarium muß man Kompromisse eingehen, da man Zuhause diese kleine Wassermenge mit vertretbarem Aufwand nicht so stabil hinbekommt wie es die Natur mit ihren gigantischen Wassermengen schafft.

Welcher Kh Wert sollte ich dann für den geplannten Besatz anstreben? Und ist so ein niedriger Kh Wert auch gut für die Pflanzen?

Sogenanntes Weichwasser liegt bei - ich sag mal - 2°dKH und darunter (und 3°dGH und darunter). Zusammen mit einer CO2-Düngung stellt sich dann ein pH-Wert von 6,5 und darunter ein. Das ist für die allermeisten Pflanzen besser als höhere Werte.
Was Du machst, mußt Du entscheiden. Betreibt man eine Umkehrosmoseanlage, kann man Nägel mit Köpfen machen. Von z.B. 20°dKH auf 7°dKH zu senken, bringt nichts. Das ergibt gerademal knapp pH 7. Wenn, dann gleich so weit runter, damit der pH sehr deutlich unter 7 geht. Dann werden sich BTW auch kaum mehr Kalkränder an den Scheiben etc. bilden.

Heißt das ich habe im Moment sehr Salzhaltiges Wasser? Viel Kh = viele Salze?

Die KH (eigentlich ja das SBV) zeigt ja nur die Menge an Carbonat/Hydrogencarbonat. Was sonst noch an Ionen (Chlorid, Sulfat, Nitrat, Natrium, ...) im Wasser ist, sagt sie nicht.

Das habe ich jetzt nicht ganz verstanden :ops: Der Kh Wert bleibt immer gleich egal wieviele Hydrogencarbonationen im Wasser sind?

Du fragtest ja danach, daß die KH nicht höher sein könne als die GH.
Bei der echten KH ist das so.
Bei der "aquaristischen KH", dem Säurebindungsvermögen bis pH 4,3, kann die "KH" schon höher als die GH sein. Wir Aquarianer messen definitionsgemäß halt gar keine KH. Deshalb immer wieder diese Mißverständnisse.

Bei den JBL Teststreifen gibt es nur Blau und verschiedene Grüntöne wobei Blau das härteste (20Kh oder mehr) ist und ein helles Giftgrün bei 0 Kh liegt

Ich würde mir für die GH und KH Tropfentests holen. Die sind viel genauer.

Welche Werte hat eigentlich das Osmosewasser Kh(SBV)?

Wenn eine Umkehrosmosemembrane im Schnitt 97% aller Salze zurückhält, werden aus 20°dKH ca. 0,6°dKH.

Das einfachste wäre also das Osmosewasser auf den gewünschten Wert zu bringen anstatt es mit Leitungswasser zu verschneiden. Dazu brauche ich ein Leitfähigkeitsmessgerät?

Braucht man nicht unbedingt. Von einem Aufhärtesalz sollten ja die Bestandteile bekannt sein. Bei immer gleicher Dosierung sollte sich immer derselbe Salzgehalt ergeben. Man kann auch die GH und KH nach dem Aufsalzen zur Kontrolle messen. Dann aber mit Tropfentests und nicht mit Teststreifen.

Per GH und KH mißt man ja nur die Menge an Calcium, Magnesium, Carbonat und Hydrogencarbonat. 1°dGH produzieren ca. 33µS/cm Salzgehalt, aber nur bei einem Wasser, das sich im sog. Standardionenverhältnis befindet. Bei Deinem aufbereitetem Wasser ist das nicht so. Dort wurde ja z.T. Calcium und Magnesium gegen Natrium getauscht. Natrium mißt der GH-Test nicht.
Mit einem Leitfähigkeitsmessgerät läßt sich recht gut einschätzen, wieviel anderes Salz als das, was aus der GH und KH stammt, noch im Wasser vorhanden ist. Bei Dir wird Natrium den Salzgehalt höher treiben, als rein nur aus der GH errechnet.
Ein Leitfähigkeitsmessgerät zeigt auch, wie einem der Salzgehalt seines Aquarienwassers mit der Zeit wohin abdriftet. Bei mir z.B. sinkt der Salzgehalt über die Woche, was bedeutet, daß die Pflanzen das verbrauchen, was ich an Dünger und Futter hineinkippe. Bei anderen steigt der Salzgehalt, was bedeutet, daß die Pflanzen das reingekippte nicht wegschaffen können.
Wenn man mit ausreichend großem Wasserwechsel nicht gegenlenkt, driftet das Aquarium mehr und mehr ab. Dabei können GH und KH durchaus nur leicht driften, der Gesamtsalzgehalt dagegen viel stärker.

Das Calcium und Magnesium wird aus dem Wasser entfernt und durch Natrium ersetzt? Wodürch dann der Gh Wert gesenkt wird. Die Aufebereitung des Wassers verändert den Kh Wert nicht? Was auch erklären würde wieso der Kh Wert beim Wasser vor dem Aufbereiter den gleichen Wert hat.

Ja, alles korrekt.

Zusätzlich wird durch dem Aufebereiter Natrium ans Wasser abgegeben?

Nicht nochmal zusätzlich. Das Natrium kommt ja bereits durch den Austausch gegen Calcium und Magnesium ins Wasser.

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Postby P.iv » 07 Jul 2019 14:55
Hi,
omega wrote:Sogenanntes Weichwasser liegt bei - ich sag mal - 2°dKH und darunter (und 3°dGH und darunter). Zusammen mit einer CO2-Düngung stellt sich dann ein pH-Wert von 6,5 und darunter ein. Das ist für die allermeisten Pflanzen besser als höhere Werte.
Was Du machst, mußt Du entscheiden. Betreibt man eine Umkehrosmoseanlage, kann man Nägel mit Köpfen machen. Von z.B. 20°dKH auf 7°dKH zu senken, bringt nichts. Das ergibt gerademal knapp pH 7. Wenn, dann gleich so weit runter, damit der pH sehr deutlich unter 7 geht. Dann werden sich BTW auch kaum mehr Kalkränder an den Scheiben etc. bilden.


dann sollte ich einen Ph Wert von ca 6,5 oder drunter anstreben für die Fische?
Ok ich glaube ich werde mir die Anlage von Dennerle holen die 190 Professional. Die hat ein Spülventil.
Ich hab irgendwo gelesen das der Membran nicht austrocknen darf stimmt das?
Kann ich die Osmoseanlage einfach so an einem Wasserhahn anschliessen oder benötige ich einen Adapter? Ich hätte hier den Gardena Adapter würde der gehen?

omega wrote:Per GH und KH mißt man ja nur die Menge an Calcium, Magnesium, Carbonat und Hydrogencarbonat. 1°dGH produzieren ca. 33µS/cm Salzgehalt, aber nur bei einem Wasser, das sich im sog. Standardionenverhältnis befindet. Bei Deinem aufbereitetem Wasser ist das nicht so. Dort wurde ja z.T. Calcium und Magnesium gegen Natrium getauscht. Natrium mißt der GH-Test nicht.
Mit einem Leitfähigkeitsmessgerät läßt sich recht gut einschätzen, wieviel anderes Salz als das, was aus der GH und KH stammt, noch im Wasser vorhanden ist. Bei Dir wird Natrium den Salzgehalt höher treiben, als rein nur aus der GH errechnet.


Einen Gh und Kh Tröpfchentest werde ich mir auch noch besorgen. Kannst du mir ein Leitfähigkeitsmessgerät empfehlen das nicht zu teuer ist?
Sobald ich die Osmoseanlage habe werde ich bestimmt noch ne Million andere Fragen haben.
Ob ich jetzt das Osmosewasser aufsalzen oder mit dem Leitungswasser verschneiden möchte weiss ich noch nicht.
Wie errechnet man den wieviel Osmosewasser ich mit dem Leitungswasser verschneiden soll? Gibt es da eine Formel?

omega wrote:Ein Leitfähigkeitsmessgerät zeigt auch, wie einem der Salzgehalt seines Aquarienwassers mit der Zeit wohin abdriftet. Bei mir z.B. sinkt der Salzgehalt über die Woche, was bedeutet, daß die Pflanzen das verbrauchen, was ich an Dünger und Futter hineinkippe.


Wenn ich jetzt mit Osmosewasser arbeite, muss ich dann auch öfters Düngen?

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Postby omega » 07 Jul 2019 19:10
Hi,

dann sollte ich einen Ph Wert von ca 6,5 oder drunter anstreben für die Fische?

das mußt Du wissen. Werden Deine Fische sein. Ich zeige Dir Möglichkeiten auf.

Ich hab irgendwo gelesen das der Membran nicht austrocknen darf stimmt das?

Austrocknen wird die Membrane nicht. Die sitzt in einem dichten Gehäuse mit dünnen Schläuchen dran. Bis die Membrane darin ausgetrocknet ist, schreiben andere das Jahr 2100, außer man pumpt Luft durch.
Einfach so aufbewahren, damit kein Wasser ausläuft.

Kann ich die Osmoseanlage einfach so an einem Wasserhahn anschliessen oder benötige ich einen Adapter?

Die eine hier hängt am 3/4" Wasserhahn unter dem Waschbecken (Waschmaschinenanschluß), die andere an so einem Teil hinter dem Eckventil:
https://neueswasser.de/produkt/anschluss-set-fuer-wasserfilter-inkl-eckventiladapter-absperrhahn/

Ich hätte hier den Gardena Adapter würde der gehen?

Nee, da paßt ja der Schlauch der UOA nicht dran.

Kannst du mir ein Leitfähigkeitsmessgerät empfehlen das nicht zu teuer ist?

Ich hab hier ein Lutron WA-300. Andere kenne ich nicht.

Wie errechnet man den wieviel Osmosewasser ich mit dem Leitungswasser verschneiden soll? Gibt es da eine Formel?

Man rechnet das in Härtelitern. Geht natürlich auch mit Leitfähigkeitslitern.
20 Liter 15°dGH hartes Wasser sind 300 Härteliter.
60 Liter 0.5°dGH hartem Wasser sind 30 Härteliter.
Beide zusammengekippt sind das 330 Härteliter.
Wieviel °dGH das dann aufweist? Durch die Gesamtmenge teilen:
(20l * 15°dGH + 60l * 0.5°dGH) / 80l = 4,13°dGH

Wenn ich jetzt mit Osmosewasser arbeite, muss ich dann auch öfters Düngen?

Nein.

Grüße, Markus
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Postby Thumper » 07 Jul 2019 20:39
Moin,

omega wrote: Kannst du mir ein Leitfähigkeitsmessgerät empfehlen das nicht zu teuer ist?


Ich hab hier ein Lutron WA-300. Andere kenne ich nicht.

Ich habe hier mal zwei Geräte auf Genauigkeit getestet.
Grüße,
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Postby P.iv » 07 Jul 2019 22:09
Hi,

omega wrote:Austrocknen wird die Membrane nicht. Die sitzt in einem dichten Gehäuse mit dünnen Schläuchen dran. Bis die Membrane darin ausgetrocknet ist, schreiben andere das Jahr 2100, außer man pumpt Luft durch.
Einfach so aufbewahren, damit kein Wasser ausläuft.


Dann bin ich beruhigt. Wenn ich Wöchentlich einen Wasserwechsel mache sollte es keine Probleme geben.

omega wrote:Die eine hier hängt am 3/4" Wasserhahn unter dem Waschbecken (Waschmaschinenanschluß), die andere an so einem Teil hinter dem Eckventil:


Ich glaube die Dennerle Anlage hat einen Anschluss worauf dann wieder die Gardena Adapter passen. Ich meine das irgendwo in einem Video mal gesehen zu haben. Aber das sehe ich dann schon wenn die Anlage da ist.

Ich denke ich werde doch lieber das Osmosewasser einfach wieder aufsalzen scheint mir einfacher zu sein, und so kann ich sicher gehen das die Werte gleichbleibend sind.

Muss ich fürs aufsalzen ein bestimmter Wasseraufbereiter benutzen oder ist das egal? Ich vermute die haben alle eine andere Zusammensetzung? Wenn ich jetzt das Wasser so aufbereiten möchte das es für Fische und Pflanzen passt welcher Wasseraufbereiter soll ich kaufen? Ist zB das Osmose Remineral+ von Dennerle dafür geeignet?

Dann werde ich mir morgen erstmal die Tröpchen Tests besorgen und versuchen herauszufinden mit wieviel Bar das Wasser hier aus der Leitung kommt. Hast du eigentlich eine Druckerhöhungspumpe Markus?

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Postby omega » 08 Jul 2019 01:49
Hi,

P.iv wrote:Muss ich fürs aufsalzen ein bestimmter Wasseraufbereiter benutzen oder ist das egal?

Wasseraufbereiter? Du meinst sowas wie Tetra Aquasafe. Brauchst Du nicht.
Ach ne, Du meinst ein Aufhärtesalz, oder?
Das Osmose Remineral+ von Dennerle sollte ok sein. Das löst sich aufgrund der Zusammensetzung (mehr Natrium und Kalium als Duradrakon) wohl vollständig in Osmosewasser auf.
Ich verwende Duradrakon. Das löst sich erst im Aquarium unter CO2-Einfluß vollständig auf. Und auch Duradrakon GH Plus, um die GH etwas weiter anzuheben.

Hast du eigentlich eine Druckerhöhungspumpe Markus?

Eine meiner beiden UOAs hat eine, ja.
Mir ist früher mit der UOA ohne Pumpe ab und an die Auffangtonne im Bad übergelaufen, weil deren Durchsatz so gering ist. Man vergißt, daß die UOA läuft. Man hört sie auch nicht.
Die andere UOA mit Pumpe steuere ich per Zeitschaltuhr. Da läuft nichts mehr über.

Grüße, Markus
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omega
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