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Postby Chryorn » 16 Feb 2015 16:26
Hallo,

ich bin immer noch in der Vorbereitungsphase - das 80-Liter-Becken steht schon hier, so langsam trudeln Bauteile, Technik, etc. ein. Ein Großeinkauf Einrichtung steht noch aus. Bei Soil schwanke ich zwischen Glasgarten und H.E.L.P.

Nachdem die Zoohandlung um die Ecke zum Thema Leitungswasser befand, dass es problemlos nutzbar ist und alle der eigenen Becken ohne besondere Anpassungen damit laufen ("klassische" Aquarien, keine auf Pflanzen ausgerichteten Becken), habe ich mir auch noch die Werte des Wasserversorgers kommen lassen:

mg/L bis einschließlich Nitrit
Natrium28,59
Kalium4,38
Calcium57,38
Magnesium12,68
Eisen<0,05
Mangan<0,004
Ammonium<0,22
Clorid52,8
Sulfat46,0
Nitrat9,05
Nitrit<0,05
ph-Wert bei 20°C7,89
Elektr. Leitf.520
Calcium-/Magnesiumcarbonat mmol/L1,95
Gesamthärte10,93

Spontan bin ich über den Chlorid-Wert gestolpert, der erschien mir sehr hoch. Die Suche ergab dann, dass es ab 100mg/L zu Problemen kommen kann, bei 50mg aber unter normalen Verhältnissen schon ein Wasserwechsel empfohlen wird, weniger Chlorid ist besser.

Wenn ich schon mit 50+ starte, ohne weitere Verschmutzungen, wie wahrscheinlich komme ich in den problematischen Bereich? Sollte ich von Anfang an über Dinge wie Umkehrosmose nachdenken?

Eigentlich möchte ich von den grundsätzlichen Werten in den leicht sauren Bereich, mit einem pH-Wert zwischen 6,5 und 7.

Auch ein paar der anderen Werte erscheinen mir relativ hoch. Eisen ist Pflicht, aber sonst? ...- Ein paar Dinge scheinen schon mehr als reichlich vorhanden zu sein. Wasserchemie ist noch nicht meine Stärke, trotz meiner Versuche, dies zu ändern. :?
Ich sehe spannende Zeiten auf mich zu kommen. :glaskugel:

Habt ihr angesichts dieser Werte ein paar grundlegende Düngeempfehlungen für die Einlaufphase?

Viele Grüße

Christoph
Chryorn
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Postby Erwin » 16 Feb 2015 18:28
Hallo Christoph,

Siehe das Chlorid im Zusammenhang mit Natrium.
Kommt darauf an, welche empfindlichen Pflanzen du pflegen willst.
Eine Osmoseanlage brauchst deshalb nicht.
Im Zoohandel findest du zu 99% Verkaufsbecken und nur zu 1 % Schaubecken.
Düngemäßig würde ich ganz normal starten und dann bei Bedarf reagieren.
Basisanleitung findest du sicherlich [url=http://aquascaping.flowgrow.de/aquascaping/naehrstoffe/item/191-der-weg-zum-optimalen-düngesystem]hier.[/url]

MfG
Erwin
Schwergängiger Magnetscheibenreiniger?
Silikonspray auf den Aussenscheiben mit einem weichen Tuch trocken wischen und es flutscht wieder.
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Erwin
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Postby Chryorn » 17 Feb 2015 22:40
Hallo Erwin,

Danke, dann mache ich mir um das Chlorid erst einmal keine weiteren Gedanken.

Den Thread über das optimale Düngesystem habe ich gelesen. Wunderprächtig dachte ich, ich werde Makronährstoffe über Einzelkomponenten düngen, um mehr Kontrolle zu haben und gucke dann, was passiert. Dann habe ich die Düngerrechner hier benutzt und seitdem bin ich völlig verwirrt. :?

Beispiel:
Rechner Düngerempfehlung
80 Liter, CO2 ja, Beleuchtung mittel, Pflanzenmasse gering. - Es soll ja nach der Einrichtung erst einmal wachsen.
Die Empfehlung lautet:
Makro Basic - NPK 1,6 ml pro Tag, 11,2 ml pro Woche.
Mikro Basic -Eisenvolldünger 0,24 ml pro Tag, 1,68 ml pro Woche.

Damit komme ich auf eine NO3-Zugabe von 3,5 mg/l pro Woche. Im Leitungswasser habe ich aber schon 9 mg/l. Bei 50% Wasserwechsel pro Woche müsste ich nach dieser Empfehlung NO3 doch gar nicht düngen? Schließlich kämen ja pro Wasserwechsel 4,5 mg/l dazu.

Wenn ich mit den gleichen Daten (80 l, CO2, Licht mittel, Pflanzen gering, plus Fischfutter 0,1, Eiweißanteil 1% - gibt ja noch keine Fische, aber 0 mag er nicht) plus Wasserausgangswert von 9 mg/l NO3 den
Rechner Erweiterte Düngerempfehlung füttere, wirft er mir deutlich höhere Werte aus (pro Woche):
22 ml Makro Basic Phosphat -(ok, da fehlt mir der Wert, entsprechend geht er von maximaler Zufuhr aus)
24 ml Makro Basic Nitrat - das verstehe ich nicht und
8 ml Mikro Basic - Eisenvolldünger

Bei den Details erläutert er dann:
NO3 Verbrauch 14,5 mg/l, Mangel 14,43 mg/l, Zugabe 15 mg/l.
Wie kommt er auf diese Werte, wenn doch schon 9 mg im Wasser sind? - Selbst unter der Annahme, dass nicht 100% aus dem Wasser aufgenommen werden können? Ich hatte folgende Rechnung erwartet: NO3 Verbrauch 14,5; Mangel 5,5 (14,5 - 9 aus dem Leitungswasser) Zugabe 5,5 mg/l.
Und wie passt das zur Empfehlung des einfachen Rechners, der pro Woche nur 3,5 mg/l NO3 hinzufügen wollte? NPK hat nur halb so viel NO3 wie Basic Nitrat. Der erweiterte Rechner empfiehlt also, die 4-fache Menge NO3 zuzuführen. Beim Eisenvolldünger ebenfalls.

Geht der einfache Rechner, der die Wasserwerte nicht berücksichtigt, von sehr hohen Werten im Leitungswasser aus? Ich war davon ausgegangen, dass er von 0 ausgeht und die Maximaldosis berechnet. Es gibt ja sogar die Anmerkung, dass die Düngermenge während der Einfahrphase auf 50% reduziert werden kann. Aber das passt überhaupt nicht zum erweiterten Düngerrechner.

Was übersehe ich hier? - Abgesehen davon, dass ich wahrscheinlich zu viel denke und einfach Wasser in das Becken lassen sollte, um mich mit der Praxis anstatt der Theorie herumzuschlagen.

Viele Grüße

Christoph
Chryorn
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