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Postby Maximilius » 17 Apr 2018 10:27
Hallo Nik,
Als No3 Dünger habe ich den Advanced Gh boost n
Mir ging es um den eisendünger primär da bei dem ganz viele andere Stoffe noch drinne sind stellt sich mir die Frage :
Wenn ich No3 (aquarebell) und Kno3 jede Woche nach dem wasserwechsel aufdünge auf meine zielwerte.
Ich den Mikro Spezial immer voll also 1,5 ml wöchentlich hinzuge reichern sich ( abgesehen vom Eisen) die anderen werte an?

Grüße
Max
Gruß
Max
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Postby nik » 17 Apr 2018 20:30
Hallo Max,
Maximilius wrote:Als No3 Dünger habe ich den Advanced Gh boost n

ah okay, der geht. Urea wäre trotzdem meine 1. Wahl.

Mir ging es um den eisendünger primär da bei dem ganz viele andere Stoffe noch drinne sind stellt sich mir die Frage :
Wenn ich No3 (aquarebell) und Kno3 jede Woche nach dem wasserwechsel aufdünge auf meine zielwerte.
Ich den Mikro Spezial immer voll also 1,5 ml wöchentlich hinzuge reichern sich ( abgesehen vom Eisen) die anderen werte an?

Die restlichen SE werden in den Verhältnisse okay sein. Das wäre nicht geeignet mir sonderliche Gedanken aufzuwerfen.

Bei den von Sebastian gemessenen, erheblichen Mn-Rücklösungen wird klar, dass sich eben auch Mn-Depots bilden. Das scheint ein langsamerer Prozess als beim Fe zu sein. Wenn man nun eine übliche, schwach chelatierte SE-Lösung (mit Fe&Mn) zugibt, dann haben die für Fe&Mn alle so ein weites Verhältnis von ~27:1. Das mag im Augenblick der Düngung für die Pflanzen schön und verfügbar sein, geht aber mit einer relativ großen Menge ausfallenden Fe einher. Dieses sukzessive immer größer werdende Depot löst sich gleichgewichtsbedingt zu einem kleinen Teil rück. Dieser Teil Fe ist ständig präsent und wird mit dem Anwachsen des Fe-Depots immer höher. Naja, und darauf wird immer weiter Fe&Mn im Verhältnis 27:1 draufgeschüttet. Und wenn man sich die antagonistische Wirkung von Fe und Mn in Erinnerung ruft, dann verschiebt sich das Fe:Mn-Verhältnis immer weiter in Richtung des präsenten Fe, dh. dem sich immer weiter erhöhende Grundstock aus sich rücklösendem Fe plus die üppige Fe-Dauerberieselung aus dem Dünger. Solch ein immer weiter abweichende Fe:Mn-Verhältnis auf Dauer? Das ist geeignet mir intensive Gedanken zu bescheren.

Das 27:1 Verhältnis mag kurz-, mittelfristig effizient wirken, langfristig sorgt eine solche Düngung für eine vermutlich sogar deutliche Verschiebung des Fe:Mn-Verhältnisses Im System. Schwierig zu beurteilen. Kann super sein, weil niemand Probleme hat oder Mist, weil sukzessive Probleme auftauchen, die erst einmal zugeordnet werden wollen. Könnte man aber alles mind. mal austesten. Ich betrachte das Aquarium als Biozönose und wenn ich dieser Fe&Mn zuführe, dann kann ich langfristig nicht sonderlich von dem erforderlichen 2:1 Verhältnis abweichen. Die Rücklösungen aus den entstehenden Fe- und Mn-Depots könnten es richten! Mit Sand geht 27:1 eher schneller schief, tonige Substrate mögen das wie auch immer puffern, verzögerte aber allenfalls die Auswirkungen. Aber du hast ja nur nach den restlichen SE gefragt. ^^ Die sind fein.
So wie ich das verstanden habe, willst du nur ausreichend düngen. Da ist gegen eine gewisse Anreicherung nichts einzuwenden. Auf Dauer kannst du sowas nur von geringen Gehalten ausgehend auf Sicht sinnvoll düngen.

Gruß, Nik
nik wrote:
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Postby Sepp0207 » 18 Apr 2018 06:03
Hallo Nik,

nik wrote:Hallo Sebastian, wie hast du denn Mn gemessen?


Ursprünglich habe ich mit dem Wasserpantscher Test und Fotometer gemessen. Um sicher zu gehen habe ich mir den Visocolor von M&N gegönnt. Dieser bestätigte meine Messungen. Ich habe eine Zeit lang mit Fe-DTPA in Kombination mit unchelatierten Spurenelementen getestet. Ich bin zeitweise bis zu 0,1 mg/l Mn täglich gegangen. Bei einer Kh von 4 war Mn am nächsten Tag immer unter der Nachweisgrenze des Test. Es ist also komplett ausgefallen.

Um dem entgegen zu wirken habe ich die Kh auf 0,5 gesenkt. Am nächsten Tag hatte ich Mn > 1 mg/l in der Wassersäule. Im Ergebnis musste der gesamte Boden ausgetauscht werden.

Gruß
Sebastian
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Postby nik » 18 Apr 2018 06:57
Hallo Sebastian,

ich danke dir für die Antwort.
Sepp0207 wrote: Ich habe eine Zeit lang mit Fe-DTPA in Kombination mit unchelatierten Spurenelementen getestet. Ich bin zeitweise bis zu 0,1 mg/l Mn täglich gegangen. Bei einer Kh von 4 war Mn am nächsten Tag immer unter der Nachweisgrenze des Test. Es ist also komplett ausgefallen.

Das ist alles andere als langsam. Bis jetzt bekam ich Mn als reaktionsträge vermittelt und es wird als Grund für das stark zu Fe verschobene Fe:Mn-Verhältnis schwach chelatierter Lösungen genannt. Das hat mir aus den in meinem letzten Post ausgeführten Gründen schon nie gefallen, aber nun fällt auch noch der Grund für die kurzfristige Düngung mit dem 27:1 Verhältnis weg.

Um dem entgegen zu wirken habe ich die Kh auf 0,5 gesenkt. Am nächsten Tag hatte ich Mn > 1 mg/l in der Wassersäule. Im Ergebnis musste der gesamte Boden ausgetauscht werden.

Na ja, theoretisch könnte man auch alles unchelatiert düngen und auf die Rücklösungen aus den entstehenden Ausfällungen bauen. Das wäre auch eine Pufferung á la tonige Soils. Das liefe auf ein langfristiges Setup hinaus, ansonsten eine organische Chelatierung, bei der über die Zersetzung der Komplexe eine gleichmäßigere Versorgung erreicht würde

Gruß, Nik
nik wrote:
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