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Postby Beetroot » 16 Mar 2008 17:12
Hallo Klaudi,

herzlich Willkomen.

Bezüglich der Krankheit würde in die Bakterielle Richtung evtl. eine gute Portion Seemandelbaumblätter Besserung bringen. Ich empfehle pro 100L 2 Blätter bei einer größe von ~30cm oder 4 von ~15cm, nach einer Woche im Wasser sollten die Wirkstoffe sich gelöst haben und dann bei Bedarf nochmals ausstauschen.

Bezüglich Beleuchtung kann man auch mit normalen Dreibanden-Röhren wie 8xx was rausholen, diese verwendeten Aquaristikröhren hauen bezüglich Lichtleistung (Lumen) oftmals nicht viel vom Hocker.

Zum Beispiel mal die dolle Pflanzenröhre von Sylvania 18W T8 mit 550 lm gegenüber einer 18W T8 840 mit 1350 lm.

Ob sich eine Aufrüstung zu mehr Watt bei dir lohnt kommt natürlich auf die Pflanzen an die du pflegst oder zukünftig pflegen möchtest. Der Tausch zu 8xx in der bestehenden Beleuchtungsanlage ist bestimmt der einfachere und günstigere Weg um noch was rauszukitzeln. Wenn keine Reflektoren vorhanden sind, dann bringen gute auch noch mal an die 100%.

Gruß
Torsten
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Beetroot
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Postby Sabine68 » 18 Mar 2008 07:00
Hallo Klaudi,


herzlich willkommen.

ich bin auch nicht so der Fischexperte, aber wie oft und wieviel wechselst du Wasser?
Viele Grüße
Sabine


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Sabine68
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Postby Anton_Gabriel » 18 Mar 2008 09:52
Hallo,

Betreffend Pflanzennährstoffe: da gibt es wohl vielfältigste Erfahrungen. In dem Beispiel oben wo viel NO3 und PO4 keine Algenplage brachte wird Kalium nicht erwähnt - ist einer der Hauptpflanzennährsstoffe und ist aus meiner Erfahrung bei einem Übermaß eher sehr Algenfördernd. Das zu Viel wird wieder sehr unterschiedlich gesehen - ich meine 5mg/l reichen in den meisten Aquarien (weil ich mit 10mg/l planmäßig Grünalgen züchten kann, ganz egal wo Phosphat und Nitrat liegen) und Andere meinen wieder, dass ein Pflanzenaquarium sogar mehr Kalium braucht.

Man kann bei der ganzen Düngerei nach Gefühl düngen und schauen wie die Pflanzen und Algen in den Wochen darauf reagieren oder man misst eben nach Düngung und vor der nächsten Düngung die wichtigsten Pflanzennährstoffe und kann so den Verbrauch der Pflanzen beurteilen und eine Tendenz (steigend/fallend) schon in kurzer Zeit feststellen.
Eine Büschelalgeninvasion kann man in 3 Wochen haben - weg bekommt man sie erst nach etwa 3 Monaten.

Bei meinen unzähligen Versuchen und Tests hat sich ein sehr hoher Eisengehalt (dauernd über 0,2mg/l) sehr einheitlich als Förderer für rotbraune Büschelalgen und ein zu hoher Kaliumwert als nachvollziehbarer Grünalgenförderer herausgestellt.
Nitrat war eher unauffällig, Phosphat fördert in höheren Dosen (über 3mg/l) hauptsächlich Grünalgen.

Dass Aquarien mit Fischen und ohne Düngung keine Pflanzen ernähren, konnte ich noch nicht feststellen - einfachere Pflanzen wuchern bei mir in einem 150er dass ich regelmäßig ernten muss - das bei "normalen" Fischbesatz und keinerlei Düngung. Man kann dabei auch beachten, dass Wasserpflanzen ja zu bis 99 Prozent aus Wasser bestehen.

mfG Anton Gabriel
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Postby Tobias Coring » 18 Mar 2008 10:00
Hallo Anton,

du hast natürlich absolut recht, dass man die Düngung immer aus recht unterschiedlichen Blickwinkeln betrachten muss.

Hinsichtlich des von Hans genannten Beispiels war aber auch der Kaliumgehalt sehr hoch, da NO3 über KNO3 zugeführt wurde.

Diese Algenprobleme entstehen wohl eher, wenn gewisse Stoffe im Überfluss vorhanden sind und einige im Mangel. Ich kann bei mir z.B. keine Grünalgenplagen feststellen, wenn ich Fe bei 0,5 mg/l halte oder auch den Kaliumgehalt über dem NO3 Gehalt ansiedel.

Bei sehr leicht zu haltenden Pflanzen wird eine Makrodüngung sicher nicht erforderlich sein, jedoch muss man im Gegenzug sagen, dass sie auch nicht Schaden wird. Man schüttet ja kein Gift oder dergleichen in das Becken, sondern bringt die Pflanzen nur zu noch mehr Wuchs.
Herzliche Grüße aus Braunschweig,

Tobias

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Postby Anton_Gabriel » 18 Mar 2008 10:08
Hallo Tobi,

Stimmt genau.
Lieder ist die Aquaristik derart "uninteressant" z.B. Für Forschung, dass es kaum wirklich fundierte und auf Massenuntsersuchungen beruhende Erkenntnisse gibt. Ein paar Monate Versuche und Messungen wie sie sonst ein Aquarianer kaum machen kann/wird an vielleicht 3 oder 4 gleichen Aquarien wie ich sie zuweilen mache geben mitunter eine Tendenz unter gewissen Rahmenbedingungen - voll umlegbar auf alle Aquarien ist es denn doch nicht.
Insofern ist das was wir hier in einem halben Leben an Erfahrungen sammeln können immer noch wenig - aber besser als nix :-)

lG Anton Gabriel
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Postby Tobias Coring » 18 Mar 2008 10:17
Hallo Anton,

stimme dir da voll zu :). Es ist wirklich schade, dass man nicht auf ein paar mehr Zahlen und Fakten zurückgreifen kann, um gewisse Zustände im Aquarium besser erklären zu können. So basiert vieles nur auf der Erfahrung von anderen und der eigenen. Dein Fotometer hilft beispielsweise schon bei der günstigen und genauen Bestimmung vieler Wasserwerte, so dass auch eine Person aus dem Hobby recht aufschlussreiche Zahlen sammeln kann. Sowas ist sehr hilfreich um tiefer in die Materie einzutauchen und das Ganze mit ein paar Fakten zu untermauern.
Herzliche Grüße aus Braunschweig,

Tobias

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Postby Klaudi » 18 Mar 2008 10:45
Hallo Sabine,

momentan bin ich ja dabei meine Werte mit Osmosewasser aufzupeppen.
Momentan alle 2 Wochen ca 25 %. ich bin dabei GH und KH zu senken :o

Der PH Wert liegt dank der CO2 Anlage jetzt um die 7.

Ich habe mir das Buch bestellt was Tobi empfohlen hat, müßte heute kommen.

Habe auch am Samstag die Erfahrung gemacht, als ich den normalen TMG benutzt habe (20ml auf 200 Liter), eine Trübung im Wasser hatte.

Ich habe die ganze Zeit 10 ml auf 200 Liter dosiert.

Kann ja mal gucken das ich ein Bild meines Beckens einstelle.

Hatte auch schonmal überlegt, meine Pflanzen komplett rauszuwerfen...und komplett neu einzurichten.

Aber da ich die Algen mit der CO2 Anlagesuper wegbekommen habe, werde ich es erstmal weiter probieren mit meinen Pflanzen.
Habe erstmal alles radikal gekürzt, sieht ein bischen leer aus, wird aber wieder wachsen..

Viele Grüße
Klaudi
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Postby Sabine68 » 18 Mar 2008 10:58
Hallo Klaudi,

jetzt mal in Bezug auf deine Fische wäre es vielleicht mal ein Versuch wert, das Wasser öfter und großzügiger zu wechseln.
Ich denke dabei an mind. 50 - 60% wöchentlich - eventuell vielleicht sogar noch öfter, je nachdem, was deine Fische sagen.
Damit verringerst du die Keimdichte.
Viele Grüße
Sabine


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Postby Klaudi » 18 Mar 2008 11:43
Hui das ist aber viel 50% jede Woche.

ich hole mom das osmosewasser in einer fachhandlung...
alle 2 wochen 2 eimer geht ja, aber jede woche.....puh.

ich hatte es damals schonmal probiert mit mehren ww, leider ging die infektion nie ganz weg...
mal weniger mal mehr, trotz medikamente..

Liebe grüße

klaudi
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Postby Roger » 18 Mar 2008 12:07
Hallo Klaudi,
erst einmal ein herzliches willkommen von mir. Habe den Thread eben erst entdeckt und Dir wurden ja schon reichlich Ratschläge gegeben.

Es freut mich, das sich mal wieder jemand aus meiner Nähe hier eingefunden hat. :D
Wenn mal was dringendes ist, kann man sich ja helfen.
Gruß
Roger
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Postby Klaudi » 18 Mar 2008 13:41
Hallo Roger,

find ich auch super jemand gefunden zu haben in der Nähe.

Wir waren auch mal auf einer Fischbörse in Ffm, war aber auch nix dolles um Kontakte zu knüpfen.
Man hat ja mal öfters problemchen mit dem aquarium u brauch mal nen Rat

Viele Grüße und hoffentlich bis bald :wink:
Klaudi
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Postby Sabine68 » 19 Mar 2008 17:42
Hallo Klaudi,

hast du keine Möglichkeit an gutes Regenwasser zu kommen?
Osmose wäre vielleicht auch noch eine Möglichkeit - ich kann mir vorstellen, daß es auf Dauer sicherlich sehr teuer ist, das Wasser zu kaufen.

Mit den Medikamenten das ist so eine Sache. Das Problem ist oft die genaue Diagnose der Krankheiten und dann werden Medikamente auf Verdacht reingekippt.
Gerne bilden sich dann auch schonmal resistenzen.
Ich sehe das ein bißchen kritisch.
Hast du es den schonmal mit Salz und Temperaturerhöhung versucht?

Aber die Fischexperten im Forum können da sicherlich bessere Tips geben :wink:
Viele Grüße
Sabine


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Postby Klaudi » 19 Mar 2008 17:56
Hallo Sabine,

ja Salz und Temperaturerhöhung hatte ich auch schon alles probiert. Leider verlief das alles frustran.

Das Osmosewasser geht vom Preis eigentlich, habe mal versucht zu rechnen was günstiger ist. Eine Anlage zu kaufen (Abwasser, Zeitaufwand,Anschaffungskosten...)

Oder einfach 2x 10 Liter alle 2 Wochen kaufen...

Ist billiger als dest Wasser zu kaufen.

Naja mit den Fischen warte ich mal ab. Momentan scheint es Ihnen gut zu gehen :D

Trotzdem überlege ich mir, ob ich nicht komplett neue Pflanzen reinsetze und viell auch den Grund auszutauschen in der Hoffnung alle bakterien damit rauszuholen..

Hast Du denn für meine mom Wasserwerte (siehe oben) einen Pflanzentipp ??
Also welche Pflanzen ich kombinieren kann, damit ich ein ausgeglichenes Becken bekomme ??
Wenn ja, woher beziehe ich solche am besten ?
Überlege mir auch ob ich den TMG zurückgebe und mir so eine Makrolösung zulege.
Aber welche....seufz
Kommt ja auch auf die Pflanzen an die ich viell noch nicht besitze, oder die mom im Becken sind (siehe Bild) wieder aufpeppel....

Danke für die Hilfe

Viele Grüße
Klaudia
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Postby Sabine68 » 20 Mar 2008 09:25
Hallo Klaudi,

Trotzdem überlege ich mir, ob ich nicht komplett neue Pflanzen reinsetze und viell auch den Grund auszutauschen in der Hoffnung alle bakterien damit rauszuholen..


Ich denke nicht, daß das was bringen würde.
Bakterien werden sich wieder ansiedeln und der Streß der ganzen Aktion würde das Immunsysterm der Fische sicherlich schwächen und da hätten die Bakterien wieder bessere Chancen.
In solchen Fällen würde ich immer auf regelmäßige größere Wasserwechsel zurückgreifen um die Bedingungen für die Bewohner zu verbessern.
Die Seemandelbaumblätter, wie von Torsten vorgeschlagen, helfen ja auch gut.

Ich bin nicht der Fischexperte und ich habe mit Fischkrankheiten bisher so gut wie nichts zu tun gehabt.
Aber m.E. nach ist es der falsche Weg Medikamente reinzkippen, wenn sich das Umfeld, sprich die Lebensbedingungen nicht verändern/verbessern.
Zumal hat ja jedes Medikament auch seine Nebenwirkung und u.U. machst du dir damit viel kaputt

Zu den Pflanzen - guck mal in der Wasserpflanzendatenbank, da stehen die Bedingungen für die verschiedenen Wasserpflanzen dabei :wink: .

So spontan würde mir Vallisnerien einfallen.

Zum Dünger. Wenn du genug No3 und P im Becken hast, würde ich den Dünger umtauschen.
Wenn nicht, würde ich ihn benutzen :wink:
Viele Grüße
Sabine


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