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Postby Frank2 » 21 Dec 2014 16:45
Hallo Volker

ich bin gespannt was Du berichten wirst von Deinem homemade-Dünger.
Mehr als nur geniale Tipps bekommen in diesem thread. Hammer.

Grüße
Frank
Frank2
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Postby java97 » 21 Dec 2014 18:23
Hallo Frank,
Ja, wie gewohnt die geballte Kompetenz :tnx:

Ich werde gern berichten, allerdings erwarte ich keine wirklich gravierenden Unterschiede.
Ich habe halt das Gefühl, das mein "fast-Altwasser"- Aquarium besser mit SE-reduzierter Mikrodüngung läuft und dass weniger SE und stabilere Chelatierungen ein geringeres Rotalgenrisiko bergen. Das möchte ich , nachdem ich auf diese Art meine Rotalgen bis auf ein winziges, noch zu entfernendes Pinselchen, losgeworden bin, gern weiter optimieren und daher der Wunsch nach einer "besseren" Chelatierung meines Fe-Mn-Düngers. Nun bin ich erst mal gespannt, wie´s damit laufen wird und wie lange der Fe-Mn-Dünger nachweisbar sein wird.
schöne Grüße
Volker
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Postby java97 » 04 Feb 2015 14:28
Hallo,
Ich habe nochmal eine Frage zu dieser Grafik und dem HEDTA.
http://www.smart-fertilizer.com/loadedFiles/iron%20chelate.png
Laut Grafik ist das Eisen damit bei PH 6-7 nur zu ca. 50% chelatiert und die anderen 50% müssten also quasi frei verfügbar sein, also schnell aufgenommen werden oder eben ausfallen, richtig?
Ich überlege nämlich, EDTA, DTPA und HEDTA 1:1:1 zu mischen, um den Pflanzen von allem etwas zu bieten.

PS: Ist HEDTA und HEEDTA das gleiche?
schöne Grüße
Volker
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Postby UnKreativ_ » 05 Feb 2015 00:39
java97 wrote:Hallo,
Ich habe nochmal eine Frage zu dieser Grafik und dem HEDTA.
http://www.smart-fertilizer.com/loadedFiles/iron%20chelate.png
Laut Grafik ist das Eisen damit bei PH 6-7 nur zu ca. 50% chelatiert und die anderen 50% müssten also quasi frei verfügbar sein, also schnell aufgenommen werden oder eben ausfallen, richtig?

Grüß dich!
Ja, je nach pH-Wert befinden sich die Ionen in Lösung und/oder in einer Komplexbindung. Wie gesagt, gib einfach ein wenig Zitronensäure hinzu und du hast eine stabile Düngelösung. :putzen:

java97 wrote:Ich überlege nämlich, EDTA, DTPA und HEDTA 1:1:1 zu mischen, um den Pflanzen von allem etwas zu bieten.

:? .... Also hast du drei mal eine Eisen- Komplexbindung. Und was soll dir das nützen? Hast du etwa so starke pH Schwankungen in deinem Aquarium? :lol:
Bleib mal einfach bei Fe-DTPA. Macht das leben gleich viel leichter :bier:
VG
Mehmet.
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Viele Grüße
Mehmet.
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Postby java97 » 05 Feb 2015 08:38
Hallo Mehmet,
Es ging mir darum, dass ich befürchte, dass DTPA allein zu stabil sein könnte und das Eisen damit für manche Pflanzen zu schwer verfügbar.
Meine Pflanzen sehen nämlich teilweise ein wenig blass aus. Warum sonst setzen die meisten Düngerhersteller mehrere Chelatoren ein?
DTPA ist ja, so viel ich weiß 1000mal(?) stärker als EDTA, HEDTA chelatiert nur, wie schon geschrieben ca. 55% des Eisens.
Das könnte sich doch gut ergänzen, oder nicht?
Wie viel Zitronensäure soll ich pro Liter an die Lösung machen?
schöne Grüße
Volker
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Postby Wuestenrose » 05 Feb 2015 09:21
Morgen…

Ich würde nicht mit Zitronensäure ansäuern, sondern mit Ascorbinsäure. Die hat den Vorteil, daß sie auch als Antioxidans wirkt. Für meine eigenen Düngelösungen verwende ich 1 g/l.

Nach eigenen Angaben verwendet Dok Kremser (DRAK) deshalb verschiedene Chelatoren in seinem Düngern, um es den Bakterien schwieriger zu machen, sich auf das Knacken derselben einzustellen.

Ich sehe diese Angabe allerdings mit etwas Skepsis.

Grüße
Robert
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Postby java97 » 06 Feb 2015 09:06
Hallo,
Danke erst mal für eure Tipps.
Fe ist z.Zt. mit 0,05 mg/l nachweisbar und hält sich sehr stabil. So viel Eisen habe ich sonst nie im Wasser.
Trotzdem sind die Pflanzen teilweise etwas blässlich. Ich dünge z.Zt. den JBL Proscape (war ein Geschenk), der von den Chelaten her dem Microbasic ähnelt jedoch mehr SE und Kalium enthält und meinen selbstgebrauten FE-/Mn-DTPA-Dünger im Verhältnis 1:1.
schöne Grüße
Volker
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Postby Wuestenrose » 26 Feb 2016 14:02
Mahlzeit…

Wuestenrose wrote:Ich würde nicht mit Zitronensäure ansäuern, sondern mit Ascorbinsäure.

Bei meinem nächsten Spurenelementedünger lasse ich die Ascorbinsäure wieder weg. Was soll denn an Fe3+ noch oxidiert werden, bei Mangan und Kupfer sind +2 die stabilsten Oxidationsstufen, Zink liegt in Lösung eh ausnahmslos (IMHO) als +2 vor.

Und warum keine Ascorbinsäure mehr? Ascorbinsäure bzw. deren Ascorbatanion reduziert Fe3+ zu Fe2+, was den Eisenkomplex destabilisiert. Also genau das, was man in einer Düngerlösung und im Aquarium nicht haben will.

Den ph-Wert der Lösung stelle ich, falls erforderlich, mit Zitronensäure auf leicht sauer ein.

Grüße
Robert
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Postby Fino » 26 Feb 2016 20:39
Hallo Volker,
java97 wrote:Es ging mir darum, dass ich befürchte, dass DTPA allein zu stabil sein könnte und das Eisen damit für manche Pflanzen zu schwer verfügbar.
Meine Pflanzen sehen nämlich teilweise ein wenig blass aus.

versuch doch mal probeweise eine weniger starke Chelatierung, wie EDTA. Ist möglicherweise besser für unsere Pflänzlein verfügbar. Wie weiter oben berichtet, ist Eisen-EDTA ja hinreichend stabil und entsprechend lange nachweisbar.

Viele Grüße
Klaus
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Postby Wuestenrose » 26 Feb 2016 21:04
'N Abend...

Fe-EDTA ist mit steigendem pH-Wert wachsend instabil. Bei pH-Werten ab 6,5 wendet sich das EDTA lieber anderen Metallkationen zu, mit denen es auch bei höheren pH-Werten noch stabile Komplexe bildet. Habe ich hier im Forum inzwischen mehrfach belegt.

Bei Dir ist Eisen einfach deshalb nachweisbar, weil Du inzwischen soviel Eisen als Hydroxid, Phosphat, Karbonat, … im System hast, daß durch die Rücklösung immer etwas im Wasser ist.

Grüße
Robert
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Postby DJNoob » 26 Feb 2016 21:31
java97 wrote:Hallo,
Trotzdem sind die Pflanzen teilweise etwas blässlich. I

HI Volker, hast mal Bilder von den betroffenen Pflanzen?
Grüße,
Bülent

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Postby Fino » 26 Feb 2016 21:44
Hallo Robert,
Wuestenrose wrote:Fe-EDTA ist mit steigendem pH-Wert wachsend instabil. Bei pH-Werten ab 6,5 wendet sich das EDTA lieber anderen Metallkationen zu, mit denen es auch bei höheren pH-Werten noch stabile Komplexe bildet. Habe ich hier im Forum inzwischen mehrfach belegt.

Du müsstest mal erläutern, warum sich EDTAbei steigendem pH vom Eisen abwenden sollte. Die Bildungskonstanten sich deutlich höher als bei Ca, Mg, Cu, Mn usw. Das gilt auch für die sog. effektive Bildungskonstanten, die den pH-Wert berücksichtigt.

Viele Grüße
Klaus
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Postby Wuestenrose » 26 Feb 2016 22:08
'N Abend...

Fino wrote:Du müsstest mal erläutern, warum sich EDTAbei steigendem pH vom Eisen abwenden sollte.

Nö, muß ich nicht :cool: .

Mir genügt:
Ich sehe keinen Grund, an diesen Aussagen zu zweifeln. Im Gegenteil läßt sich damit ganz zwanglos die Depotbildung immobilisierten Eisens erklären, die Krause noch dem bösen Sauerstoff bzw. dem bösen oxidierenden Filter zuschiebt. Aber was soll man denn bitte an Fe3+ noch oxidieren?

Viele Grüße
Robert
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Postby Fino » 26 Feb 2016 22:34
Hallo Robert,
Wuestenrose wrote:Ich sehe keinen Grund, an diesen Aussagen zu zweifeln.

Ich für meinen Teil sehe keinen Grund an den chemischen Gesetzmäßigkeiten zu zweifeln. Vielleicht gelingt es uns ja irgendwann, diesen (vermeintlichen) Widerspruch aufzulösen.

Viele Grüße
Klaus
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