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72 Beiträge • Seite 2 von 5
Beitragvon Kejoro » 10 Mär 2018 19:33
Hi,

Stefan*90 hat geschrieben:Auxine Phytokine Selen währ das vielleicht noch sinnvoll als Ergänzung?
und aus dem Eingangspost
Stefan*90 hat geschrieben:Die Diskussionen gingen jetzt dahingehend das ja auch eventuelle Rücklösungen des Eisens stattfinden und mehr Mangan, Bor usw ein besseres Verhältnis schaffen könnte.

Ich habs lieber einfach. Die Zielsetzung ist, eine SE-Versorgung zu gewährleisten, die auch bei Starklicht (>100lm/l) funktioniert.
Da gibts ja Probleme bei der Rotala. Gibts da noch andere "Wackelkandidaten"? Man vermutet ja, dass die Pflanzen die SEs nicht "schnell" genug aus den synthetischen Chelaten lösen können, um entsprechende benötigte Mengen aufzunehmen.

Booster wären hier kontraproduktiv.

Bei den Inhaltsstoffen (nicht die Relationen) würde ich mich an das orientieren, was die Drak-Produkte schon enthalten. Dr. Kremser wird wegen einer kleinen Charge keine neuen Chemikalien ordern ^^

Grüße,
Kevin
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Beitragvon Stefan*90 » 10 Mär 2018 20:13
Hey Kevin,

da hast du natürlich auch recht. Halten wir die Sache einfach is das beste. Wenn ich jetzt mit sowas auch noch anfang .. too much xD.

Toll währs halt wenn beide Varianten möglich währen dann bräuchten wir jetzt nicht die Pro und Contras abwägen ^^ im Sachverhalt der Chelatierung. Würd mich halt schon freuen ein bisschen SE zu Düngen .. praktisch ^^

Grüße Stefan
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Beitragvon Trizonas » 10 Mär 2018 21:59
Julian-Bauer hat geschrieben:Nabend,

Schwach hat aber auch den Vorteil dass Die SE schneller verfügbar sind, wenn unter starklicht die Spurenelemente schnell gebraucht werden, dann müssen sie auch aufgenommen werden können.


So war auch mein Gedankengang.
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Beitragvon Kejoro » 10 Mär 2018 22:12
Hi,

dann wirds wohl schwach chelatiert :bier:
Könnte man nicht, wenn Experimentierbedarf besteht, EDTA und Co im Nachhinein hinzufügen?
Durch die höheren Bindungskonstanten müsste doch ein Großteil der Metalle von den organischen Chelaten herausgelöst und von den synthetischen Chelaten maskiert werden.

Mich würde eben interessieren, ob der Mangel bei Starklichtbecken auch bei höherkonzentrierter, aber stärker chelatierter SE-Versorgung einsetzt.

Grüße,
Kevin
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Beitragvon Stefan*90 » 10 Mär 2018 22:42
Nabend Kevin,

hey interessanter Gedanke ... daran hab ich noch gar nicht gedacht... leider hab ich da null Ahnung von aber im Prinzip hört er sich für mich zumindest logisch an dann hätte ja trotzdem jeder was von.

Bei meinen Tests mit stärkerer chelatierung bildeten sich immer Rotalgen und ich hab das schnell wieder abgebrochen ... komisch aber auch interessant bei schwacher stabilisierung konnte ich 300% der empfohlenen Dosis seperat zum Basic nutzen und keine Spur von Rotalgen :glaskugel:

Grüße Stefan
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Beitragvon Wuestenrose » 10 Mär 2018 22:48
'N Abend...

Mineralquellen hat geschrieben:was wäre denn noch mit Selen?

Warum?

Willst Du den Pflanzenverschnitt aus Deinem Aquarium an Kühe verfüttern oder etwa selber essen?

Trizonas hat geschrieben:Es dürfte auch gern ein Anteil "zweiwertiges" FE mit rein, ...

Warum?

In wässriger Lösung liegen die Eisenkationen im vom Redoxpotential abhängigen Gleichgewicht Fe2+ ⇋ Fe3+ vor. Das Milieu unserer Aquarienwässer ist üblicherweise stark oxidierend, also ist das Gleichgewicht auch stark in Richtung Fe3+ verschoben. Das aber geht mit Hydroxid, Carbonat, Phosphat, ... schwer- bis unlösliche Verbindungen ein und verschwindet alsbald aus der Wassersäule. Man könnte das Fe2+ ja chelatieren, meinst Du. Dann funktioniert aber der Eisen(III)-Chelat-Reductase-Trick nicht mehr und die Pflanze kommt nicht an das im Chelat fixierte Eisen.

Grüße
Robert
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Beitragvon Trizonas » 10 Mär 2018 23:30
Wuestenrose hat geschrieben:'
In wässriger Lösung liegen die Eisenkationen im vom Redoxpotential abhängigen Gleichgewicht Fe2+ ⇋ Fe3+ vor. Das Milieu unserer Aquarienwässer ist üblicherweise stark oxidierend, also ist das Gleichgewicht auch stark in Richtung Fe3+ verschoben. Das aber geht mit Hydroxid, Carbonat, Phosphat, ... schwer- bis unlösliche Verbindungen ein und verschwindet alsbald aus der Wassersäule. Man könnte das Fe2+ ja chelatieren, meinst Du. Dann funktioniert aber der Eisen(III)-Chelat-Reductase-Trick nicht mehr und die Pflanze kommt nicht an das im Chelat fixierte Eisen.

Grüße
Robert


Könnte das auch der Grund sein, warum man z.B. mehr als nötig AR Micro Spezial düngen kann, ohne merkbare Auswirkungen? Ist ja irgendwie nie nachweisbar das Zeugs :)
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Beitragvon swabwa » 11 Mär 2018 11:13
Hallo Allerseits,
@ Stefan : Mich bitte auch auf die Liste, ich bin durchaus interessiert!
Eine Abfüllung bzw. Portionierung durch Dr. Kremser in Pulverform wäre vllt. auch eine Option...
würde m.E. den Weiterversand erleichtern, und jeder könnte seine gewünschte Lösung selbst ansetzen.
Vielen Dank für die Mühe im Voraus!
Gruß Bernd
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Beitragvon Julian-Bauer » 11 Mär 2018 11:20
swabwa hat geschrieben:Hallo Allerseits,
@ Stefan : Mich bitte auch auf die Liste, ich bin durchaus interessiert!
Eine Abfüllung bzw. Portionierung durch Dr. Kremser in Pulverform wäre vllt. auch eine Option...
würde m.E. den Weiterversand erleichtern, und jeder könnte seine gewünschte Lösung selbst ansetzen.
Vielen Dank für die Mühe im Voraus!
Gruß Bernd



Gute Idee, spart einiges an Versandkosten
Gruß Julian

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Beitragvon DJNoob » 11 Mär 2018 11:58
hi,

Stefan*90 hat geschrieben:Nabend,
Bei meinen Tests mit stärkerer chelatierung bildeten sich immer Rotalgen und ich hab das schnell wieder abgebrochen ... komisch aber auch interessant bei schwacher stabilisierung konnte ich 300% der empfohlenen Dosis seperat zum Basic nutzen und keine Spur von Rotalgen :glaskugel:

Grüße Stefan

Genau so ist es nämlich auch bei mir. Deswegen nutze ich und bleibe bei AR Flowgrow. Bei etwa 150 Arten, habe ich bis auf die eine oder andere Art keine Probleme. Das ganze natürlich auch unter Starklicht. Ich habe bei mir mittlerweile die Erfahrung gemacht, das stark Chel. Dünger nicht so gut ankommen, wie täglich die gewünschte menge zu einem bestimmten Zeitpunkt nach Lichtanlass reinzupumpen.
Vielleicht hat Tobi mal Zeit und kann da was machen. Ich wäre aufjedenfall dabei mal was neues auszuprobieren.
Grüße,
Bülent

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Meine WW: Nitrat: 25 mg/l Phosphat: 0,5 mg/l Kalium: 5 mg/l Calcium: 30 mg/l Magnesium: 10 mg/l
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Beitragvon Stefan*90 » 11 Mär 2018 12:35
Hey,

Werde den Vorschlag Herrn Drak unterbreiten wenn er sich auf meine letzte Nachricht gemeldet hat :thumbs: .

Kein Ding Bernd haben ja alle dann was von :D

Interessant das dir der auch lieber ist Bülent. Du kennst ja meinen Thread mit der Rotala. Klar geb ich immer noch den Basic mit 5ml nach einem WW zu aber die Mängel waren schon echt stark auch wenn das auf den bescheidenen Bildern nicht so rüberkam. Der schwach chelatierte schlug dann eine wie eine Bombe. Hast du mir ja auch so prophezeit :smile:.

Gruß Stefan
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Beitragvon Mineralquellen » 17 Mär 2018 21:29
Hi,
An Selen dachte ich nur weil ich es irgendwo mal gelesen hatte,
Habe es z.b. In diesem Paper jetzt auf die Schnelle gefunden

https://onlinelibrary.wiley.com/doi/pdf/10.1002/jpln.19721320304

https://www.jarts.info/index.php/tropenlandwirt/article/viewFile/1606/771

(Gleicher Autor, Studie an Weizenkeimlingen zeigt Wachstumsschub, allerdings in einem Bestimmten Konzentrationsfenster, bei höherer Dosierung Wachstumsdepression)

Und das einige Knoblauch- und Zwiebelgewächse Selen akkumulieren...

War nur ne Idee, kein Gesetz ;)

Und ich schätze mal das man bei dem Dünger nicht drum rum kommen wird mehrere Chelatbildner zu verwenden, da die Bindungskonstanten zu den Metallen doch ziemlich unterschiedlich ist, oder? Sonst wäre doch Eisen z.b. Fast vollständig Komplexiert und Zn oder so weniger chelatisiert im Gleichgewicht? Das dürfte doch auch nicht durch den Überschuss an Komplexern verändert werden, bei einem Komplexer wäre dann trotzdem ein Kation präferiert und die anderen dann z.t. nur schwach komplexiert (und damit solvatisiert und Oxidationsanfällig), oder? Bräuchte man nicht nen Komplexer für kleine und einen für größere Kationen ( alternativ 2/3/4-Wertigkeit Ionen präferiert) ?
Kommerzielle Spurenelemnte Dünger (hier für Biogas) müssen da auch etwas in die Trickkiste greifen...hat das man jemand durch kalkuliert wie die Bindungsverhältnise wären? Oder ist der Herr Kramer so freundlich und übernimmt das als Profi?

https://www.google.de/imgres?imgurl=https%3A%2F%2Fpatentimages.storage.googleapis.com%2FWO2009077623A1%2Fimgf000016_0001.png&imgrefurl=https%3A%2F%2Fwww.google.com%2Fpatents%2FEP2231528A1&docid=kLTRZKCw2-k7iM&tbnid=So9pezh9Fq4MJM%3A&vet=10ahUKEwjzjL2GlvTZAhVGZlAKHUl-DiIQMwiTASgwMDA..i&w=1815&h=2607&hl=de-de&client=safari&bih=666&biw=1024&q=edta%20komplexe%20tabelle&ved=0ahUKEwjzjL2GlvTZAhVGZlAKHUl-DiIQMwiTASgwMDA&iact=mrc&uact=8
Gruß, Jörg
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Beitragvon Wuestenrose » 18 Mär 2018 08:51
Morgen…

Mineralquellen hat geschrieben:(Gleicher Autor, Studie an Weizenkeimlingen zeigt Wachstumsschub, allerdings in einem Bestimmten Konzentrationsfenster, bei höherer Dosierung Wachstumsdepression)

Zwei fast 50 Jahre alte Aufsätze, die zudem vom selben Autor stammen, besitzen eine recht dünne Evidenz, findest du nicht selbst? Neuere Papers beschreiben die Selen-Düngung eigentlich immer nur als Methode, die Selenversorgung der Menschen zu verbessern.

Und das einige Knoblauch- und Zwiebelgewächse Selen akkumulieren...

… ist kein Wunder :D . Die Aromen dieser Gewächse basieren auf Schwefelverbindungen. Schwefel und Selen sind sich chemisch so ähnlich, daß die Pflanze sie schlicht und ergreifend verwechselt. Die Akkumulation selber ist auch kein Beweis, sonst könnte man noch auf die Idee kommen, Quecksilber wäre gut für den Fisch, der es ansammelt.

Nicht, daß ich Selen nicht düngen könnte, ich sehe nur keine Notwendigkeit dafür und so steht das Zeux bei mir nur rum.



Naja, die "Störgröße" Fe3+ ist bei aquaristischen Spurenelementedüngern ja schon deswegen eliminiert, weil das Eisen selbst in Chelatform zugegeben wird und deshalb eben kein Anlaß vorliegt, daß es andere Metalle aus deren Chelaten verdrängt. Zudem darf ein aquaristisch verwendeter Komplexbildner Fe2+ nicht binden, sonst kommt die Pflanze nicht mehr an ihr Eisen, weil die Eisen(III)-Chelat-Reductase mit chelatiertem Fe2+nicht mehr funktioniert. Das in der Patentschrift als guter Chelator genannte Glycin habe ich hier im Forum schon des Öfteren zu diesem Zweck angeführt. Vielleicht hat der Autor der Patentschrift hier mitgelesen :?

Grüße
Robert

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Beitragvon Trizonas » 20 Mär 2018 18:09
Was ist denn hiermit:

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Beitragvon Wuestenrose » 20 Mär 2018 18:20
'N Abend...

Der war kürzlich schon ein paar Mal Thema, auch hier im Thread.

Ich halte das Zeug für überflüssig wie sonst noch was. Von 0,0044 mg Mangan, 0,00008 mg Bor oder 0,000005 mg Cobalt pro Liter läßt sich garantiert keine einzige Pflanze beeindrucken.

Grüße
Robert
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