Antworten
21 Beiträge • Seite 1 von 2
Beitragvon Fred59 » 05 Jul 2018 17:07
Hallo zusammen,

ich bin auf der Suche nach flüssigen Humin-Extrakten, die das Wasser trotzdem nicht trüben.
Z.Z. nehme ich Aqua Humin WH67 (Weinböhla) + RioNequa (Happy Life) als Ergänzung.
Vielleicht kennt jemand ein Substrat, bei dem das Wasser gleich nach der Zugabe goldig wird aber glasklar bleibt und die leichte Trübung nicht erst nach einem Tag verschwindet.

LG,
Fred
Fred59
Beiträge: 72
Registriert: 27 Aug 2017 19:45
Bewertungen: 0 (0%)
Beitragvon Felix2310 » 05 Jul 2018 22:14
Hallo Fred,

ich betreibe auch ein Schwarzwasserbecken. Die gewünschten Wasserwerte sowie die Färbung erreiche ich einmal durch einen Aufguss aus Erlenzapfen, Eichen- und Buchenblättern sowie der Filterung über Torfpellets. Damit bekomme ich eine schöne Bernsteinfarbe aber keinerlei Trübung.
Viele Grüße
Felix
Felix2310
Beiträge: 91
Registriert: 17 Jan 2015 11:17
Bewertungen: 2 (100%)
Beitragvon Fred59 » 05 Jul 2018 22:56
Hallo Felix,

danke für deine Antwort.
Daran hab ich auch schon mal gedacht.
Sind das dann aber nicht Unmengen an Blättern und Erlenzapfen die man da braucht, wenn ich das z.B. für mein 400L Becken nehme?
Torf wollte ich eigentlich vermeiden, da meine jetzigen pH/ KH-Werte und der sich daraus resultieren CO²-Wert gut passen.

LG,
Fred
Fred59
Beiträge: 72
Registriert: 27 Aug 2017 19:45
Bewertungen: 0 (0%)
Beitragvon Georg N. » 06 Jul 2018 10:36
Hi Fred,

ich nehme das Humin DSO von Frank Tinnes für mein Diskusbecken. Allerdings nur 2 ml tgl. über Dosierpumpe auf ca. 500-550 Liter netto. Trübungen entstehen dadurch zwar keine, ob das Wasser allerdings DADURCH eine goldbraune Farbe bekommt, kann ich nicht wirklich sagen. Denke dafür dosiere ich wahrscheinlich zu gering. Auf den ersten Blick erscheint das DSO Humin ziemlich teuer im Vergleich zu anderen käuflichen Flüssigextrakten, das wird aber durch die größere Konzentration (man benötigt weniger ml) ausgeglichen.

Vielleicht könnte Dir aber folgendes weiter helfen:
Ich habe drei verschiedenfarbige LED-Leisten über dem Becken (über Controller gesteuert). Lege ich etwas mehr Saft auf die eher gelblich/rötliche Lichtleiste (glaube so ca. 2.500 bis 3.500 Kelvin) und nehme von den beiden anderen LED-Leisten die gleiche Power weg, lässt sich ein leichter teefarbener Farbton des Wassers erreichen. In Verbindung mit dem niedrig dosierten Humin DSO habe ich einen leicht goldfarbenen Farbstich des Wassers, der mir manchmal schon etwas zu heftig ist. Werde das wieder etwas reduzieren.

Gruß Georg
Gruß Georg
Georg N.
Beiträge: 15
Registriert: 28 Jun 2016 19:08
Wohnort: Ludwigshafen am Rhein
Bewertungen: 0 (0%)
Beitragvon Fred59 » 06 Jul 2018 11:25
Hallo Georg,

hab mich heute auch mal diesbezüglich mit einem Experten unterhalten.
Er meinte, dass er auch kein Extrakt kennt, welches das Wasser am Anfang nicht leicht trübt, - ist bei Gerbstoffen nun mal so.
Da werde ich wohl bei meiner Konstellation bleiben und am Abend nachdosieren, - dann ist es morgens wieder kristallklar.

LG,
Fred
Fred59
Beiträge: 72
Registriert: 27 Aug 2017 19:45
Bewertungen: 0 (0%)
Beitragvon Georg N. » 06 Jul 2018 11:49
Hi Fred,

da würde mir dann nur noch einfallen, die Huminstoffe über den Tag/Nacht verteilt zuzugeben (zur Not über Dosierpumpe) und nicht auf einmal, falls Du das nicht sowieso schon machst. Denke mal, da macht wie bei allem die Dosis das Gift.

Aber mal ne andere Sache: Diese milchige Trübung müssten ja Bakterien sein, wenn ich mich nicht irre. Hast Du mal nen Dip-Slide während der Trübung und bei klarem Wasser gemacht? Gibts da Unterschiede in der Keimbelastung?
Einerseits sollen Humine ja die Keimbelastung reduzieren, andererseits gibts bei hoher Dosierung (zumindest bei Dir) eine Trübung (evtl. Bakterienblüte)... Das beisst sich irgendwie. Evtl. kommt die Trübung bei Dir ja durch ein Zusammenspiel der Humine mit anderen Faktoren...?

Gruß Georg
Gruß Georg
Georg N.
Beiträge: 15
Registriert: 28 Jun 2016 19:08
Wohnort: Ludwigshafen am Rhein
Bewertungen: 0 (0%)
Beitragvon Fred59 » 06 Jul 2018 15:33
Georg N. hat geschrieben:Aber mal ne andere Sache: Diese milchige Trübung müssten ja Bakterien sein, wenn ich mich nicht irre. Hast Du mal nen Dip-Slide während der Trübung und bei klarem Wasser gemacht?
Gruß Georg


Hallo Georg,

nein, hab ich nicht.
Ich weiß aber, dass meine Keimbelastung gleich/ kleiner 10² KBE ist.
Hab da auch noch nie was lesen können, wer die Gerbstoffe/ Humine/ Folsäure im Becken verbraucht.
Pflanzen, Fische, andere Ionen, - keine Ahnung.
Bei Folsäure geht man ja von Licht aus.


LG,
Fred
Fred59
Beiträge: 72
Registriert: 27 Aug 2017 19:45
Bewertungen: 0 (0%)
Beitragvon nik » 06 Jul 2018 15:47
Hallo Fred,
Fred59 hat geschrieben:ich bin auf der Suche nach flüssigen Humin-Extrakten, die das Wasser trotzdem nicht trüben.
Z.Z. nehme ich Aqua Humin WH67 (Weinböhla) + RioNequa (Happy Life) als Ergänzung.
Vielleicht kennt jemand ein Substrat, bei dem das Wasser gleich nach der Zugabe goldig wird aber glasklar bleibt und die leichte Trübung nicht erst nach einem Tag verschwindet.

da fällt mir Microbe Lift BioCarbon ein. Das ist übrigens das beste Pflanzenspeed, das ich kenne. Bei dem ist sonst die bei Normaldosierung auftretende Färbung des Wassers durch die enthaltenen Huminstoffe unerwünschte Nebenwirkung.

Gruß, Nik
So wenig [füge hier eine beliebige beinflussende Maßnahme ein] wie nötig.

Wasserpflanzenaquaristik mit allem Drum und Dran

- funktioniert bestens mit ungedüngtem Sand
- ausschließlicher, vollständiger Wasserdüngung
- Geringfilterung, d.h. so viel Filterung wie nötig
- und mit einer gut funktionierenden Mikroflora
Benutzeravatar
nik
Team Flowgrow
Beiträge: 6761
Registriert: 17 Aug 2007 11:06
Wohnort: vom Frankfurter Hügelchen, Bergen-Enkheim
Bewertungen: 7 (100%)
Beitragvon Fred59 » 06 Jul 2018 16:36
Hallo Nik,

danke, - werd mich mal näher damit beschäftigen.

LG,
Fred
Fred59
Beiträge: 72
Registriert: 27 Aug 2017 19:45
Bewertungen: 0 (0%)
Beitragvon Georg N. » 06 Jul 2018 22:14
Hi Fred,

meine Vermutung ging in eine andere Richtung. Wenn man Bakterien als Ursache für die Trübung ausschließen könnte (deshalb meine Frage nach dem Keimtest während und nach der Trübung), ist es denkbar, dass Rücklösungen von (Dünger-) Ausfällungen stattfinden, die dann wiederum ausfallen und so das Wasser trüben - da Huminstoffe ja auch Chelatoren sind.

Gruß Georg
Gruß Georg
Georg N.
Beiträge: 15
Registriert: 28 Jun 2016 19:08
Wohnort: Ludwigshafen am Rhein
Bewertungen: 0 (0%)
Beitragvon Haeck » 07 Jul 2018 03:37
Moin

Fred59 hat geschrieben:hab mich heute auch mal diesbezüglich mit einem Experten unterhalten.
Er meinte, dass er auch kein Extrakt kennt, welches das Wasser am Anfang nicht leicht trübt, - ist bei Gerbstoffen nun mal so.


Nicht wenn du das Extrakt selbst zubereitest :wink:
Das verlinkte Rezept aus SMBB verwende ich bereits seit einigen Jahren erfolgreich, zur Optimierung vom Aquariumwasser in der Garnelen- und Bettazucht, fernab von auftretenden Truebungen. Auch zur Bekaempfung von bakteriellen Erkrankungen, optional mit oder ohne Salz, eignet sich das diy hervorragend. Dazu bedarf es einer Halbierung der empfohlenen Wassermenge, wodurch ein noch staerkeres Konzentrat entsteht.

Lg
André
Benutzeravatar
Haeck
Beiträge: 485
Registriert: 20 Mär 2011 21:45
Bewertungen: 0 (0%)
Beitragvon Fred59 » 07 Jul 2018 11:16
Georg N. hat geschrieben:Hi Fred,

meine Vermutung ging in eine andere Richtung. Wenn man Bakterien als Ursache für die Trübung ausschließen könnte (deshalb meine Frage nach dem Keimtest während und nach der Trübung), ist es denkbar, dass Rücklösungen von (Dünger-) Ausfällungen stattfinden, die dann wiederum ausfallen und so das Wasser trüben - da Huminstoffe ja auch Chelatoren sind.

Gruß Georg


Hallo Georg,

wie gesagt, ich hab 10²KBE im Becken, - nach der "Trübung" gemessen.
Bakterien halte ich aus folgenden Gründen nicht für möglich (lasse mich aber gern eines Besseren belehren):

1. Würden sich Bakterien (ohne Gegenmaßnahmen) nicht eher vermehren?
2. In einer Flasche, mit so hoch konzentrierten Huminstoffen, kann ich mir eigentlich keine Bakterien vorstellen.
Selbst wenn...., ich kann es eh nicht bei diesen Präparat ändern.
Man muss eben für ein paar Stunden mit dieser leichten Trübung leben.

@ André,
danke für das Rezept, - werde ich mal probieren.

LG,
Fred
Fred59
Beiträge: 72
Registriert: 27 Aug 2017 19:45
Bewertungen: 0 (0%)
Beitragvon Georg N. » 07 Jul 2018 12:23
Hi Fred,

wenn man Bakterien als Ursache ausschließen kann, bleibt ja nur noch die Geschichte mit den Ausfällungen/Rücklösungen - mit irgend etwas im Wasser müssen die Huminstoffe ja reagieren - von selbst/ohne Auslöser können keine Trübungen entstehen.

Ich würde die Sache versuchen einzugrenzen:
Sauberes Gefäß mit einem Liter Aqua dest füllen, einen Tropfen/ml Huminstoffe zugeben und beobachten, ob hier schon eine Trübung entsteht. Wenn nicht...
Die gleiche Geschichte mit einem Liter Leitungswasser. Wenn nicht...
Mit jedem Dünger, den Du normalerweise düngst, einzeln...
So sollte es möglich sein, den/die Übeltäter zumindest einzugrenzen. Hat man den heraus gefunden, kann man sich Alternativen überlegen. Ist natürlich mit einiger Arbeit verbunden. Oder halt, wie Du geschrieben hast, mit der Trübung leben. Ich wäre da aber viel zu Neugierig für, um das auf sich beruhen zu lassen... :D

Gruß Georg
Gruß Georg
Georg N.
Beiträge: 15
Registriert: 28 Jun 2016 19:08
Wohnort: Ludwigshafen am Rhein
Bewertungen: 0 (0%)
Beitragvon Fred59 » 07 Jul 2018 14:53
Georg N. hat geschrieben:Hat man den heraus gefunden, kann man sich Alternativen überlegen.


Hallo Georg,

....die da wären? :?

LG,
Fred
Fred59
Beiträge: 72
Registriert: 27 Aug 2017 19:45
Bewertungen: 0 (0%)
Beitragvon Georg N. » 07 Jul 2018 17:24
Hi Fred,

da kann man pauschal unmöglich sagen. Es kommt einerseits auf die Ursache an und andererseits auf Dein spezielles System, das Du fährst. Dafür weiß ich zu wenig bis fast gar nichts über Dein System. Man sollte das System als Gesamtheit/Einheit betrachten, darf nichts isoliert sehen. Wenn ich an irgend einer Stellschraube drehe, hat das nicht nur Einfluss auf diese eine Sache, sondern zieht oft mehrere Geschichten nach sich.

Oft liest man in Foren z. B.: "Hilfe, ich bekomme plötzlich Algen nachdem mein Becken jetzt ein Jahr algenfrei war". Dann stellt sich heraus, dass vor kurzem die Beleuchtung/Röhren erneuert wurden. Die Beleuchtung wurde also erhöht, die Düngung wurde aber nicht erhöht --> irgendein (oder mehrere Stoffe) laufen in den Mangel und es entstehen Algen... Hat jetzt zwar nix mit Deiner Geschichte zu tun, wollte damit nur sagen, dass ALLES im System "Aquarium" miteinander in Verbindung steht und jeder einzelne Eingriff (sogar solch alltägliche Sachen wie z. B. Filter säubern, über die man nicht wirklich nachdenkt) Auswirkungen auf andere Bereiche haben kann.

Aus DC weiß ich noch, dass Du ein Dikusbecken hast, damit wahrscheinlich Weichwasser mit saurem pH, sehr geringe Keimbelastung und Huminstoffe düngst. Aber: Sind Pflanzen im Becken, wenn ja wieviele, düngst Du, mit was, wie wird gefiltert, Glasperlenfilter dran?, UV-Klärer dran? usw.? Alles Dinge, die man berücksichtigen/wissen muss um der Sache auf die Spur zu kommen.

Ich vermute (aber es ist halt nix weiter als eine Vermutung), dass die Geschichte im Bereich der Mikrodüngung in Verbindung mit der Huminstoffdüngung liegt (eben Rücklösung und wieder Ausfällung), kann aber genauso gut auch daneben liegen, da ich ja sonst nix über Dein System weiß.

Gruß Georg
Gruß Georg
Georg N.
Beiträge: 15
Registriert: 28 Jun 2016 19:08
Wohnort: Ludwigshafen am Rhein
Bewertungen: 0 (0%)
21 Beiträge • Seite 1 von 2

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast