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Postby Yves » 14 Jan 2018 22:30
Mir kam der gedanke vorhin auch, sodass mich Deine Ergebnisse interessieren.
Yves
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Postby moskal » 01 May 2019 15:19
Hallo,

hier stand ein wenig großer Blödsinn.

Gruß, helmut
Last edited by moskal on 01 May 2019 16:20, edited 1 time in total.
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Postby Wuestenrose » 01 May 2019 15:35
Hallo,

aus Deiner Beschreibung werde ich nicht ganz schlau :? . KH-Tests schlagen von blau nach gelb um. Wenn Dein Versuchswasser erst nach Zugabe von Leitungswasser wieder blau wurde, dann heißt das für mich, es war vorher bereits beim ersten Tropfen KH-Reagenz gelb, was wiederum bedeutet, die Salpetersäure hatte die KH bereits komplett gefressen.

Wieviel KH mit welcher Menge Säure geknackt werden, kannst Du damit ausrechnen.

Grüße
Robert
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Postby moskal » 01 May 2019 16:24
Hallo Robert,

danke. 1. Mai, ich bin nüchtern und schreibe so einen Unsinn. Das kam wohl weil ich bei 100µS/cm aufsalzen kein wegfallen von 6 dH KH erwartet hatte. Dann messe ich jetzt mal NO3...

Gruß, helmut
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Postby moskal » 01 May 2019 16:56
Laut JBL-Schätztröpfchentest der sich in diesen Größenordnungen schwer ablesen lässt kommen bei grob 100µS/cm die ausreichen um 6 dH Kh auszuradieren grad etwa 30mg NO3/l ins Wasser.

Das könnte als Dünger tatsächlich spannend sein. Teilentsalztes(schwach saurer Kationentauscher) Wasser bei mir hat 2 KH, das wären maximal 33µS/cm mit etwa 10mg NO3/l die es bräuchte um KH0 zu machen. Die Pumpe meiner Osmose ist über den Jordan, mal schauen, vielleicht brauche ich sie nicht zu ersetzen. Für die paar l die meine wirklichen mimosen im Jahr brauchen reicht Mischbett.

Gruß, helmut
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Postby unbekannt1984 » 01 May 2019 21:17
Hallo Helmut,

moskal wrote:Teilentsalztes(schwach saurer Kationentauscher) Wasser bei mir hat 2 KH, das wären maximal 33µS/cm mit etwa 10mg NO3/l die es bräuchte um KH0 zu machen. Die Pumpe meiner Osmose ist über den Jordan, mal schauen, vielleicht brauche ich sie nicht zu ersetzen.

da kam mir wohl die Idee mit Salpetersäure gerade rechtzeitig (für dich)...
Für die paar l die meine wirklichen mimosen im Jahr brauchen reicht Mischbett.

Kannst du "paar l" genauer definieren? Für dein Mischbett wäre Regenwasser wahrscheinlich schonender als Leitungswasser, wenn du dann ein paar Kanister für eventuelle Dürreperioden und über den Winter einlagern könntest, dann wärst du doch evtl. bedient.

Auf der anderen Seite ist aber auch im Regenwasser nicht so viel Dreck... U.a. geringe Spuren Salpetersäure wären möglich - aber die wären ja nicht so schlimm, oder?
Und was für Wasser bekommen deine Mimosen in der Natur? Reines Regenwasser, oder geht das dann da noch über Ton & Co. zwecks Teilentsalzung?
Mit freundlichen Grüßen,
Torsten

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Postby moskal » 02 May 2019 06:27
Hallo Torsten,

Teilentsalzung per schwach saurem Kationentauscher der ja sehr ergiebig ist und sich einfach regenerieren lässt macht bei mir KH2 und gH5. Momentan habe ich einen 20l Kübel mit einem l Mischbettharz in Filterbeutel drinnen, in den ich Teilentsalztes Wasser kippe um es vollzuentsalzen. Das funktioniert mit dem 1. l Harz nun schon seit anfang Dezember 2018 so. Ich denke ich werde das beibehalten. So eine Osmoseanlage ist in der Herstellung sehr viel aufwändiger und verbraucht mehr recoursen im Vergleich zum Harz als meine paar Liter Wasser die ich brauche rechtfertigen. Das Teilentsalzte Wasser reicht ja für das meiste.

Hier eine Tabelle von Wasserwerten wie sie von den empfindlicheren gebraucht werden:
gemeint sind die Wässer mit niedriger Leitfähigkeit (Kaspar Horst hat das seinerzeits Leitwert genannt, scheint früher üblich gewesen zu sein) Das bischen Inhalt das die Pflanzen dann doch brauchen kommt über Buchenlaub aus Kalkfreien Gegenden. Für die nicht ganz so empfindlichen kann noch Calcium und Magnesiumnitrat in Größenordnung 0,2gH ins Wasser, das vertragen aber nicht alle.

z.B. dadrum gehts:

Die Meisten Pflanzen sind aber nicht so empfindlich und deshalb wird wohl Mischbett für meine Zwecke ausreichen

Gruß, helmut
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Postby moskal » 05 May 2019 10:39
Hallo,

nach dem mir nun klar ist was blau beim KH-Test bedeutet und zu welchem Ereignis der Farbumschlag stattfindet habe ich einen Versuch gemacht:
Dolomit in Form von Gartenkalk in VE-Wasser gelöst und dann die enthaltene KH mit Salpetersäure weggeätzt. Das ganze dann so weit runterverdünnt, daß ich messen kann. In meinem Fall kam bei einer Verdünnung auf grob 2dgH ein NO3 Gehalt von zwischen 1 und 5 mg/l raus. Das alles bei KH 0 oder für mich nicht messbar. NO3 könnte natürlich höher und wenn ich meine Messungen richtig interpretiere sogar niedriger sein, es kann mehr oder weniger HNO3 in Bezug auf Dolomit dazu, Ca/Mg wird ja nicht angegriffen.
Bei mir sollte im allgemeinen nur Mg dazu, es liegt ein Ca-Überhang vor. Jetzt überlege ich mir, ob Magnesiumcarbonat aus dem das CO3 mit Salpetersäure weggeäzt wird nicht eine elegante Möglichkeit Mg in passender Menge ohne allzuviel Nitrat oder Sulfat ins Aquarium zu bringen wäre? Einige Pflanzen hier mögen einfach keine hohe Leitfähigkeit an sich und was ich bei diesem Feldversuch gemessen habe ist sehr moderat. Für andere Pflanzen wäre es schön, daß dann noch Platz für Urea wäre.
Macht das Sinn?

Gruß, helmut
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Postby unbekannt1984 » 05 May 2019 11:10
Hallo Helmut,

moskal wrote:Jetzt überlege ich mir, ob Magnesiumcarbonat aus dem das CO3 mit Salpetersäure weggeäzt wird nicht eine elegante Möglichkeit Mg in passender Menge ohne allzuviel Nitrat oder Sulfat ins Aquarium zu bringen wäre?

wirklich elegant nicht, da würde ich der Einfachheit halber zu Magnesiumnitrat greifen und wäre fertig mit der Sache.
Die Überlegung von dir war ja deine KH aus dem Wasser zu eliminieren...
Mit freundlichen Grüßen,
Torsten

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Postby moskal » 05 May 2019 11:34
Hallo Torsten,

der Haken an Magnesiumnitrat-Hexahydrat ist, daß bei den 8mg Magnesium die ich fürs Leitungswasser bräuchte etwa 40mg NO3 mitkommen(/l). Per der HNO3 Nummer geht das (so hoffe ich) mit weniger NO3
Nur frage ich mich noch ob meine Tests die Wahrheit sagen. Das scheint mir alles zu wenig NO3 für die ausradierte KH zu sein. Deshalb die Frage ob das ganze stimmen kann.

Gruß, helmut
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Postby Wuestenrose » 05 May 2019 14:01
Mahlzeit…

moskal wrote:Per der HNO3 Nummer geht das (so hoffe ich) mit weniger NO3

Nö, leider nicht. Ob Du jetzt Magnesiumcarbonat nimmst und per Salpetersäure den Carbonatrest verdrängst oder gleich Magnesiumnitrat nimmst, kommt exakt auf's Gleiche raus, die Stöchiometrie läßt grüßen:

  1. MgCO3 + 2HNO3 → Mg2+ + 2NO3- + CO2↑ + H2O
  2. Mg(NO3)2 → Mg2+ + 2NO3-

Nur frage ich mich noch ob meine Tests die Wahrheit sagen.

Nö.

Das scheint mir alles zu wenig NO3 für die ausradierte KH zu sein.

Eben. Wenn Du in 1) das bei der Reaktion entstandene CO2 nicht durch Schütteln oder so entfernst, zeigt der KH-Test zuwenig an.

Grüße
Robert
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Postby moskal » 05 May 2019 14:27
Hallo Robert,

danke. Das habe ich leise so vermutet. Dann also weiterhin Magnesiumnitrat (in meinem Fall Hexahydrat) wie Torsten das auch vorschlägt. Das funktioniert auch so weit ganz gut nur den letzten Rest an Magnesium den ich gerne hätte bekomme ich so leider nicht.
Next try: Bei meinem teilentsalztem 2dKH Wasser auf die per etwa 2dKH pfeifen die bei etwa 8mg/l Mg mitkommen und schauen was wird.

Gruß, helmut
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Postby moskal » 05 May 2019 15:00
Weil mir so was spaß macht habe ich die Proben beblubbert. Okulte KH bekomme ich so nicht sichtbar und pH steigt von 5 auf 5,5, dort ist schluss.

Ich bin auf noch einen Salpetersäure thread gestoßen, da ist jemand auf ähnliche Messergebnisse gekommen wie ich: https://www.flowgrow.de/naehrstoffe/salpetersaure-t24154.html

woran kann das liegen?

gruß, helmut
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Postby Wuestenrose » 05 May 2019 15:19
Servus…

moskal wrote:woran kann das liegen?

Daran, daß aquaristisches Meßbesteck eher der Verunsicherung des Anwenders dienendes Schätzeisen als genaues Instrument ist.


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Postby moskal » 08 May 2019 14:31
Hallo,

ich habe einen Chemiker zum Thema befragt. Klar sagte er, daß im Versuchs/Testaufbau mit seinen Verdünnungen und bei mir unpräzisen Mengenmessungen schon mal Fehlerpotenzial steckt aber er vermutet(im Sinne von hält es für möglich ohne gleich heureka zu rufen) daß der vorhandene Säureüberhang mit dem einhergenden niedrigem pH wert die NO3 Messung per Aquaristik Test verfälscht haben könnte.
Daß ein Fehler vorliegt zweifelt er selbstverständlich nicht an.

Gruß, helmut
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