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Postby ghostfish » 08 May 2012 10:17
Hi Daniel

das senken müsste mit Eisen gehen. Aber ob das bei Polyphosphat geht, keine Ahnung.

Bei unserem Wasser weiß ich auch nur das Eisen entfernt wird, aber nicht wie. Normal macht man dies ja per Phosphat, ich kann aber keins feststellen. Ist aber seltsam, denn wie dosiert man das derart genau das nichts nachweisbar bleibt.
Das Wasser habe ich auch schon erhitzt und gemessen, auch Fehlanzeige.
Gruß Thomas
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Postby BigDaddy » 08 May 2012 11:59
Hallo Thomas,

werde ab nächster Woche Eisen direkt zu düngen und mal beobachten ob sich ewtas tut. Habe mir Fetrilon bestellt und mische mir dann mit dest. Wasser nen reinen Eisendünger.

Bisher wuchsen alle Pflanzen gut bis sehr gut, nur die Didiplis Diandra zickt rum und da sie anscheinend sehr viel Eisen braucht....Phosphat ist immer in geringen Mengen auch im Ausgangswasser nachweisbar(obwohl wir in einer Region mit mittelhartem Leitungswasser leben), mal schauen obs der Weisheit letzter Schluss ist....Hatte nun dieses Polyphosphat in Verdacht...
Eisen ist hier bei uns im Grundwasser reichlich enthalten. Wir haben in unserem Garten nen kleinen Brunnen und wenn wir Wasser in ein Eimer füllen und etwas absteht, ist der ganze Boden meist mit braunem Rost bedeckt.
Vielleicht setzen auch unsere Wasserwerke ein Polyphosphat ein, um die Leitungen vor Rost zu schützen?...
LG
Daniel
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Postby nik » 08 May 2012 12:36
Hi Daniel,

Polyphosphate würde ich eher bei sehr weichem Wasser erwarten. Und dann kommt noch deren nicht unerhebliche Unverträglichkeit mit Kupferrohren zum tragen. Gas-, Wasser-, Heizungsinstallateure müssten aus der Praxis darum wissen. Ansonsten würde ich mal beim Wasserversorger solange insistieren, bis sich jemand findet, der sagen kann ob und mit welchen Phosphaten aufbereitet wird.

Bei der Düngung kann alles mögliche eine Rolle spielen, alleine Fetrilon als Lösung ist eher unwahrscheinlich. Ich habe schon allen möglichen Kram gedüngt, Fetrilon nie. No need.

Gruß, Nik
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Postby ghostfish » 08 May 2012 12:47
http://www.caruscorporation.com/content ... phates-faq
"Orthophosphate based additives are classified as corrosion inhibitors and as such react with dissolved metals (e.g. Ca, Mg. Zn, etc.) in the water to form a very thin metal-phosphate coating or it reacts with metals on a pipe surface to form a microscopic film on the inner surface of the pipe that is exposed to the treated water.
Polyphosphate type chemicals react with soluble metals (iron, manganese, calcium, magnesium, etc.) by sequestering (bind-up) the metals to maintain their solubility in water. The phosphate sequestering process minimizes the risk of discoloration, staining, scaling, taste/odor and other water quality complaints."

So wie ich das sehe würden die Polyphosphate bei Eisenzugabe nicht ausfallen, sondern in Lösung bleiben. Und Fetrilon würde auch erstmal keine Bindung eingehen, weil es selbst mit EDTA chelatiert ist.

Die Polyphosphate sollen wohl verhindern das z.B. Calcium in den Leitungen ausfällt.
Gruß Thomas
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Postby BigDaddy » 08 May 2012 22:10
Hallo Thomas,

wenn ich meine Englisch trauen darf, wird auf der Seit geschrieben, dass die Polyphosphate das Eisen in Lösung halten, damit es sich nicht in den Rohren festsetzen kann? Heißt das jetzt, es ist dann auch im AQ noch gelöst und kann von den Pflanzen verstoffwechselt werden?

@Nik
Hallo Nik,

dann werde ich mal bei de Wasserwerken nerven und mal in Erfahrung bringen was da eventuell eingesetzt wird (falls sie überhaupt was kucken lassen)

Falls du dich an meinen Fred vom Februar erinnerst: habe dann den HMF rausgehauen, Pflanzen gesäubert und nen Innenfilter eingebaut. (Dunkelkur lief zwar, aber Problem mit der Mulmalge trat 4 Tage später wieder auf ---> HMF :down: )
Wuchs im März und April alles sehr gut, nur die Amerikan.Wasserhecke will seit 3 Wochen nicht mehr so gut....erst nachdem ich doppelt Volldünger täglich gebe, sehe ich ne leichte Besserung....

Sonst dünge ich nach PPS Pro, aber eher auf Sicht mit dem NPK....

Würde den reinen Eisendünger einfach mal ne Woche testen und schauen ob sich was ändert. Durch den Bericht von Michael über die Polyphosphate, dachte ich eventuell ne Möglichkeit zu finden für die Düngeunstimmigkeiten....kann natürlich nen Holzweg sein :sceptic:
LG
Daniel
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Postby nik » 09 May 2012 10:46
Hi Daniel,

Düngung ist im Grunde einfach. Volldünger je nach Pflanzenmasse/Licht, da reicht Pi x Daumen, lieber mehr als zu knapp. Phosphat besser als separate Komponente KH2PO4 auf Stoß mit dem Wechselwasser "rechnerisch" aufdüngen, K mit KNO3 genauso "rechnerisch" auf Zielwert düngen und falls das resultierende NO3 nicht reicht, mit Mg-Nitrat(Stoßdüngung möglich) oder Urea oder Ammoniumcarbonat per Tagesdüngung ergänzen. Deren Nitratäqivalent lässt sich im Nährstoffrechner ersehen. Mit Stickstoff kann man nichts kaputt machen, mit einem Mangel schon. Das moderat stickstoffbetont zu fahren macht Sinn. Bei 50% Wasserwechseln bleibt das dann sicher im grünen Bereich. Einfluss auf die Nährstoffe kann dann Filter- bzw. gröberes Bodensubstrat (jenseits Sand) haben und die Mikroflora haben. Zeigen dann die Pflanzen immer noch Probleme, musst du in den letztgenannten drei Einflussfaktoren suchen. Einfach, gell. ;)

Dann erst würde ich das Leitungswasser verdächtigen.

Gruß, Nik
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Postby ghostfish » 09 May 2012 12:32
Hallo Daniel

genau das habe ich mich auf gefragt ob Phosphat, Eisen dann noch für Pflanzen verfügbar ist. Polyphosphat führt zur Komplexbildung aller zweiwertigen Ionen damit sie nicht mit anderen Ionen reagieren können. Beim Menschen verursacht Phosphat eine Senkung des Calciumwerts im Blut aber da wird die Menge wohl zu klein sein.
Niedere Pflanzen bilden sogar Polyphosphat zur langfristigen Speicherung:
http://books.google.de/books?id=nZEALlG ... en&f=false

Hier noch ein Dünger der Polyphosphate enthält:
http://www.yara.de/doc/36806_Kristalon.pdf
Gruß Thomas
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Postby Wuestenrose » 16 May 2012 07:41
Hallo,

Wuestenrose wrote:weil ich's nun wirklich genau wissen will: Ich habe gerade eine Anfrage ans BMJ geschickt.
Zwischenstand: Ich habe vom BMJ Mitteilung bekommen, daß meine Anfrage ans Bundesgesundheitsministerium weitergeleitet wurde.

Viele Grüße
Robert
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Postby Wuestenrose » 11 Jun 2012 14:03
Hallo,

die Antwort vom BMG ist da. Phosphat taucht erstmals in der Trinkwasserverordnung 1990 auf, da noch in der Anlage 4 "Kenngröße und Grenzwerte zur Beurteilung der Beschaffenheit des Trinkwassers", Abschnitt III. "Grenzwerte für chemische Stoffe". In der TrinkwV 2001 ist dieser Grenzwert in die Liste der zugelassenen Aufbereitungsstoffe und Desinfektionsverfahren gerutscht.

Nur der Vollständigkeit halber,
Robert
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