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Beitragvon cyjo5 » 26 Jul 2012 21:24
Hallo Leute,

nachdem ich ( Frank Z.) in den vergangenen Tage euer Forum kreuz und quer durchgearbeitet habe, habe ich mich dann heute endlich auch angemeldet. Steckbrief vom Primär AQ ist bereits eingestellt. Ich habe diese Anfang Mai nach über einem Jahr Laufzeit (vorher ca. 20 Jahre AQ-Pause) komplett neu gemacht. Irgendwie waren sämtliche Werte total gekippt und das Becken bestand aus mehr Algen als Pflanzen. Mit Pflanzen bestückt ist das Becken jetzt seit ca. 5 Wochen mit den ersten Fischen wieder besetzt.
Allerdings hatte ich diesmal vor, mir selber Einzeldünger herzustellen. Nitrat, Phosphat, Kalium, Eisen, Magnesium, Mikronährstoffe. Allerdings blicke ich gerade bei dem Micro noch nicht so ganz durch. Welche chem. Elemente sollten da genau genutzt werden (B oder Mn als Angabe reichen zum bestellen leider nicht aus). Desweiteren wäre es gut zu wissen, wieviel EDTA und/oder DTPA benötigt wird. Muss man bei N,P,K,Fe,Mg noch was zum stabilisieren zugeben ?
Ich weiß, ziemlich viele Fragen für den Einstieg, aber bei soviel unterschiedlichen Infos im Web und nach langer Suche tauchen halt immer mehr Fragen auf. Doch ich denke mit flowgrow habe ich so ziemlich das Beste gefunden was es gibt.

Werte meines Wasserversorgers: http://www.stadtwerke.contentsys.de/cs_stadtwerke/cmsfiles/Trinkwasseranalyse_2011.pdf

Der Grund für die eigene Mischung: Bin mit dem Wuchs und der Farbgebung der Pflanzen noch nicht so zufrieden. Will daher die Stoffe möglichst einzeln und genau hinzugeben (meine WW-Werte sind im AQ-Steckbrief hinterlegt). Gerade das nicht vorhandene Rot der Ludwigia Repens Rubin, der Echinodorus Renii und des Myriophyllum machen mir sorgen. Z.Zt. leichte grüne Punktalgen und 2-3 braune Fadenalgen an der Bleheri.
NO3 muß bestimmt noch angehoben werden, PO4 dann im Verhältnis (10/1) ebenfalls. Magnesium wahrscheinlich auch, wenn ich mir die Werte der Stadtwerke anschaue. Ist meine Beleuchtung ausreichend. Wenn ich ohne Reflektoren rechne, habe ich 0,36W/l (Brutto). Die Juwel Reflektoren sollen ja die Lichtausbeute verdoppeln, heißt das dann 0,72 W/l?


Viele Grüße aus Witten

Frank
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Beitragvon Roger » 27 Jul 2012 11:31
Hallo Frank!

Willkommen bei Flowgrow!

Allerdings blicke ich gerade bei dem Micro noch nicht so ganz durch. Welche chem. Elemente sollten da genau genutzt werden (B oder Mn als Angabe reichen zum bestellen leider nicht aus). Desweiteren wäre es gut zu wissen, wieviel EDTA und/oder DTPA benötigt wird.

Mikrodünger selbst zu mischen hat so seine Tücken und ich würde Dir eher dazu raten auf ein fertiges Produkt auszuweichen. Ggf. kannst Du mit verschiedenen experimentieren um fest zu stellen welcher die besten Ergebnisse zu Tage fördert. In der Regel gibt es da keine so großen Unterschiede.
Wenn Du das selbst mischen dennoch versuchen möchtest findest Du sehr gute Nährstoffrechner in diesem Thread:

http://www.flowgrow.de/naehrstoffe/nahrstoffrechner-t12931.html?hilit=N%C3%A4hrstoffrechner

Die geben auch Aufschluß über die zu verwendenden Inhaltsstoffe.

Muss man bei N,P,K,Fe,Mg noch was zum stabilisieren zugeben ?

N, P, K und Mg muß man nicht stabilisieren, kann es aber z. B. mit Methylparaben konservieren. Fe sollte nicht in einen NPK mit eingebracht werden um Ausfällungen zu vermeiden. Für Fe ist eine Stabilisierung z. B. mit EDTA usw. nötig.

Ist meine Beleuchtung ausreichend. Wenn ich ohne Reflektoren rechne, habe ich 0,36W/l (Brutto). Die Juwel Reflektoren sollen ja die Lichtausbeute verdoppeln, heißt das dann 0,72 W/l?

Die Reflektoren fließen bei der W/L Berechnung nicht ein! Dennoch würde ich es vorerst mal mit der vorhandenen Beleuchtung versuchen und später - wenn es wirklich nötig sein sollte - noch etwas aufrüsten.

PS: Deine Filterbefüllung und den verwendeten Bodengrund halte ich für suboptimal. Ob sich damit die Düngung wirklich so abstimmen läßt das ein problemloser Betrieb möglich ist bleibt abzuwarten. Ich habe es mit Zeolith und Co nicht geschafft.
Gruß
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Beitragvon cyjo5 » 28 Jul 2012 15:40
Hallo Roger,

vielen Dank für die Antwort. Den Nährstoffrechner schaue ich mir gleich an. Evtl. nehme ich da aber doch was fertiges. Aner was ????
Beim Bodengrund bin ich selber gespannt. Habe vorher normalen Pflanzengrund von JBL gehabt und darüber Kies von 3-6mm + Sand für die Cory's. Dann habe ich viel positives über diese Art von Bodengrund gelesen und gehört. Deshalb probier ich das jetzt mal aus.
Dummerweise kriegen die Pflanzen mittlerweile Mangelerscheinungen. Gehört aber glaube ich nicht hier rein, werde ich mal in die Erste Hilfe setzen.

Bis bald

Viele Grüße

Frank
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Beitragvon Roger » 28 Jul 2012 15:48
Hallo Frank!

Evtl. nehme ich da aber doch was fertiges. Aber was ????

Würde da in jedem Fall auf etwas bewährtes setzten von dem auch die Inhaltsstoffe und Mengen bekannt sind.
z. B. Aquarebell Mikro-Basic oder Ferrdrakon von Drak.

Dummerweise kriegen die Pflanzen mittlerweile Mangelerscheinungen.

Ich hatte zu Zeiten mit Zeolith im Boden und Filter immer einen riesigen Kaliumbedarf der an der 10mg/L Tagesbedarfgrenze lag. Selbst durch tägliches zudüngen ließen sich jedoch diverse Mangelerscheinungen nicht beheben. Für ein Becken mit wenigen Pflanzen und vielen Fischen haben diese Materialien sicher ihre Berechtigung. In einem pflanzenlastigen Becken nicht!
Gruß
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Beitragvon manink180 » 22 Feb 2014 01:39
Hallo leute :)

wollte mal fragen woher ihr diese verschiedenen inhaltsstoffe bekommt? :?





Grüße aus Östrreich

manuel
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Beitragvon ggoetz56 » 24 Feb 2015 13:00
Grüß Gott zusammen,
ich habe zum ersten mal Soil (Tropica) als Bodengrund verwendet. Jetzt durchforste ich das Forum wie es mit dem Düngen weiter geht.

Ich habe schon eine Frage wegen schneiden H. Pinnatifida gestellt, weil mir die nach dem schneiden immer eingeht. (Kaliummangel?).
Bei dem was ich so lese, wird (einfachheitshalber) immer davon ausgegangen das die Nährstoffe gleichmässig abgegeben werden, was sicher nicht so ist. Auch frag ich mich ob es nicht zu unterscheiden wäre was im Wasser gelöst ist und was im Soil noch steckt?

In meinem Pflanzen orientierten AQ (160 x 50x50) (noch) fast ohne Fische (8 Otos), und ca 250 L Netto-Wasser, hab ich eigentlich nichts messbares im Wasser (PO, Fe, NO3...). Es läuft seit 2 Monaten, Pflanzen wachsen Algen im Rahmen. Jetzt musste ich meine H. Pinnatifida schneiden. Und dann wirds wieder losgehen. Die Blätter lösen sich langsam auf, erst die alten dann die neuen Triebe.

Soll ich zu düngen anfangen (PMDD)?

Danke für eure Hilfe.
Gerhard
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Beitragvon Mario09 » 24 Feb 2015 15:53
Huhu Manuell,

manink180 hat geschrieben:Hallo leute :)
wollte mal fragen woher ihr diese verschiedenen inhaltsstoffe bekommt? :?


in Wien bekommst du alles was du brauchst bei Neubers enkel Gross-Drogerie .... in der apotheke verlangen sie unsummen ....

http://www.neubers-enkel.at/

lg Mario
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Beitragvon Marian89 » 21 Aug 2016 09:23
Hi, ich hab eine Frage zu den Spurenelementen. Sind die Salze egal und wieviel chelatoren werden eingesetzt? Da steht nur EDTA und DTPA.
Schöne Grüße,
Marian
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Beitragvon Wuestenrose » 21 Aug 2016 09:47
Servus…

Der in der Original-Rezeptur verwendete Spurenelemente-Mix verwendet nur EDTA-Chelate, zudem wurde sich seine Zusammensetzung gegenüber dem ersten PMDD-Rezept geändert.

Von Compo gab es mal das Pflanzen-Vital und von Dephyte eine "Mikroelemente - Mischung teilchelatiert" gleicher Zusammensetzung. Leider sind beide nicht mehr erhältlich.

Du kannst Dir entweder bei Dephyte die Einzelsubstanzen kaufen, wobei ich beim Eisen Fe-DTPA dem Fe-EDTA vorziehen würde, oder von mir noch ein Beutelchen Compo Pflanzen-Vital bekommen.

Achtung: Das Compo Pflanzen-Vital enthält im Vergleich zu anderen aquaristischen Spurenelementedüngern einen erheblich größeren Anteil Kupfer und Zink. Das könnte bei Wirbellosen Ärger machen. Meinen Blasenschnecken jedoch macht das nix aus.

Grüße
Robert
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Beitragvon Marian89 » 21 Aug 2016 18:18
Hi, danke für die Antwort. Ich kann mir die Lösungen im Labor herstellen. Die EDTA chelate als solche haben wir nicht da. Was wären die Alternativen? Tiere sind keine drin...
LG, Marian
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Beitragvon Wuestenrose » 21 Aug 2016 20:43
'N Abend Marian...

Die Chelate aus den Metallsalzen und Anhydriden bzw. Natrium- oder Kaliumsalzen der Chelatoren selbst herzustellen, funktioniert meiner Erfahrung nach - ich hab das auch schon probiert - nicht so richtig. Sie verbinden sich nur ein einem recht engen pH-Wert-Fenster miteinander.

Ich würde daher die Chelate zukaufen, wenn sie nicht vorhanden sind. Beim Eisen bevorzuge ich andere Chelatoren gegenüber dem EDTA.

Grüße
Robert
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Beitragvon Marian89 » 21 Aug 2016 23:05
Top, gut zu wissen! :) klang in dem Eingangspost anders ^^ Guten wochenstart!
LG, Marian
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