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Postby ghostfish » 30 Jun 2011 19:55
Das ist auch interessant:
www.hlug.de%2Fmedien%2Fwasser%2Fgewaess ... ildner.pdf

Kläranlagen haben Probleme EDTA zu eliminieren. 10-250µg/l sind normal im Ablauf.
NTA soll schneller im biologischen Abbau sein, ist aber in geringeren Mengen als EDTA toxisch, weil es cancerogen ist.
Beide Substanzen stimulieren Algenproduktion. Und das bereits bei 10µg/L NTA und 20µg/l EDTA. Geringste Chronische Toxizität von 1-25µg/l gibt es bei Daphnien und Algen. Bei aquatischen Lebensgemeinschaften wird ein max. Wert von 10µg/l angesehen.
Mit dem Dünger führen wir aber bereits rund 1000µg davon zu, also die 100fache Menge.
Anscheinend sind für Daphnien ein Wert von 2,2mg/l festgelegt worden ab dem es schädlich wird. LC50 Werte bei Fische liegen erst bei 100mg/L. Algentoxizität EC50 bei 1mg/l, bei DTPA sind es 1-10mg/l.
Da fragt man sich wirklich wie lange die Halbwertszeit im Aquarium ist. Angeblich ist EDTA lichtempfindlich.

Wäre es nicht besser die anderen Schwermetalle ausser Eisen dann organisch zu chelatieren? Aber mit was?
Gruß Thomas
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Postby nik » 30 Jun 2011 20:18
Hallo Klaus,

fino wrote:
nik wrote:Das kann soweit gehen, dass man sich mit zusätzlichen Chelatgaben eine entsprechende Mikroflora heran züchtet. Muss nicht sein, kann sein. So wenig Filtersubstrat wie nötig vermindert dieses mögliche Problem.

Wenn ich Ben und Robert richtig verstanden habe, ist das gar nicht möglich. Um in meiner Sprache zu bleiben, wäre demnach das "böse" Filtermaterial unschuldig, da es gar keine chelatierten Nährstoffe killen kann.

Die Sprache beeinflusst das Denken und umgekehrt, wenn also jemand von liebem/bösem Filtermaterial, "Fischis", "Nelchen" und ähnlichem schreibt, dann ist das eher emotional beladen denn mit Tiefgang. Deine Sache.

Es geht völlig in Ordnung, wenn Robert und Ben annehmen bakterieller Chelatabbau spielt im Aquarium keine Rolle. Ich würde das auch gerne glauben. Aber ich sage es mal ganz trocken, der Kopf ist rund damit das Denken besser die Richtung ändern kann.
Wenn so etwas beobachtet wurde, es gab hier auch genug Beispiele, dann spielte immer Zeit eine Rolle. Es dauerte eine gewisse Zeit bis sich höherer Eisenverbrauch einstellte. Ein Aquarienfilter ist eine ziemlich stabile Umgebung. Ob stabiler als ein Klärwerk mit hohem Durchsatz an Belebtschlamm?
Es gibt noch einen weiteren Punkt, in welcher Umgebung fallen nach deiner Einschätzung erheblich(!) mehr Chelate an und wird es dann für Mikroflora attraktiver die als Energiequelle zu erschließen?
Sich mit Mikroflora zu beschäftigen und dann in den Raum zu stellen, das wäre eine isolierte Erscheinung und im Aquarium nicht möglich halte ich - sozusagen - für ziemlich seltsam.

Im Grunde ist es mir wurscht, weshalb Fe ausfällt. Es steht außer Frage das es deutliche quantitative Unterschiede gibt. Leider sieht es einfach so aus, dass bakterieller Chelatabbau möglich ist und im Aquarium eben auch passieren kann. Es steht jedem frei mir zu erklären weshalb das Eisen sonst in solch unterschiedlichen Mengen flöten geht.
Wenn man die beschriebene Stabilität der Chelate in der Umwelt auf das Aquarium übertrüge, könnte es bei den Mengen an Chelaten nicht zu dieser unterschiedlichen Verfügbarkeit in verschiedenen Aquarien kommen. Licht ist es nicht, pH auch nicht. Man möge mich überzeugen. Mit Quelle wäre extrem schick sonst ist das ebenfalls nur zu bedenkender, wohlwollender, vorwheinachtlicher Spekulatius.

Gruß, Nik
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Postby ghostfish » 30 Jun 2011 21:35
Würden Chelate nicht abgebaut hätte man auf Dauer irgendwann ein riesen Problem. Wie oben beschrieben sind die eingebrachten Mengen der Chelatoren nicht so klein wie gedacht. Durchschnittlich macht man ja nur etwa 30% Wasserwechsel pro Woche, dass Zeug würde sich aufkumulieren und irgendwann einen Gau auslösen.
Gruß Thomas
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Postby Fino » 30 Jun 2011 21:56
Hallo Nik,

ich will dir deine Überzeugungen nicht nehmen und dir auch nicht ausreden, was für dich alles außer Frage steht und du alles beobachtest hast. Das ist deine Sache.

Dass mit dem "bösen" Filtermaterial diente nur dazu, die Sache auf den Punkt zu bringen. Ich bin kein großer Freund des Schwafelns. Da steckte nichts dahinter.

Was die Geringfilterung nicht bewirkt, ist mir nun klar geworden :wink: .

Viele Grüße
Klaus
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Postby ghostfish » 01 Jul 2011 10:18
Gude!

macht es eigentlich einen Unterschied ob man Eisenchlorid oder Eisensulfat nimmt?
Und hat man einen Vorteil wenn man Eisen(III) statt Eisen(II) verwendet? Im Aquarium und in der Düngerlösung stellt sich ja eh automatisch ein Verhältnis Fe2 zu Fe3 ein.
Gruß Thomas
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