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Postby Wuestenrose » 15 Aug 2013 08:22
Servus...

@emzero
emzero wrote:Z.B. die Frage, warum man den Grenzwert von 280 µS in 1980 auf inzw. 2.500 µS angehoben hat ... (siehe z.B. hier)

Mal abgesehen davon, daß die Behauptung dieser der Esoterik-Ecke zuzuordnenden Website vollkommener Blödsinn ist: Das Wasserwerk meiner Stadt fördert Grundwasser und pumpt es vollkommen unaufbereitet (ja, darauf ist das Wasserwerk stolz und jeder, der will, darf sich mit seinen eigenen Augen höchstpersönlich davon überzeugen) in Mineralwasserqualität ins Leitungsnetz. Aufgrund unserer Lage in der eiszeitlichen Schotterebene im Voralpenland ist das Wasser relativ hart. Seine Leitfähigkeit beträgt knappe 500 µS/cm. Warum sollte unser Wasserwerk unser tolles Wasser aufbereiten, nur um unter 280 µS/cm (der behauptete Wert) zu kommen? Warum?

PS. Hormonähnliche Substanzen, Pflanzenschutzmittel, etc. liegen im Wasser nicht dissoziiert vor und erhöhen die Leitfähigkeit nicht.

@Marion
Marion wrote:Anfangs dachte ich mein LW ist ja gar nicht so übel .. dann hab ich den Silikatwert gemessen ... für den reicht die Skala vom JBL Test nicht aus, dafür musste ich sogar verdünnen.

Ja, und? Was ist daran so schlimm? Der Silikatgehalt meines Leitungswassers sprengt die Skala meines Salifert-Tests, d. h. er liegt über 10 mg/l. Er bereitet jedoch nicht die geringsten Probleme. Die Silikathysterie wird gezielt von der Aquaristikindustrie geschürt, um dann Silkat-Ex oder andere Wundermittelchen verkaufen zu können.

Ich halte den Silikatwert für einen der in seiner Wichtigkeit in der Aquaristik am meisten überschätzten Werte. Hier noch ein interessanter Gastbeitrag: http://www.deters-ing.de/Gastbeitraege/Kieselsaeure.htm

Mein LW gemessen. Der PH-Wert war von 7,4 auf 7,9 gestiegen.

Oh, der Wahnsinn. Um einen halben Punkt? Tatsächlich ein ganzer halber Punkt? Mal abgesehen davon, daß der pH-Wert des Leitungswassers reichlich uninteressant ist, weil das Aquarium mit seinen Prozessen dem Wasser sehr rasch seinen aquarieneigenen pH-Wert einprägt, macht ein Fisch, wenn der von der sonnendurchfluteteten Uferzone eines Gewässers in tiefere Wasser schwimmt, locker pH-Wert Sprünge von einem Punkt und mehr mit. In einer schon älteren DATZ nimmt ein sehr guter Artikel (D. Hohl, "Wer viel misst misst Mist") die Wasserwertehörigkeit mancher Aquarianer zu recht auf's Korn.

Grüße
Robert
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Postby Aquariophilo » 15 Aug 2013 13:08
Hallo,

Wuestenrose wrote:Ja, und? Was ist daran so schlimm? Der Silikatgehalt meines Leitungswassers sprengt die Skala meines Salifert-Tests, d. h. er liegt über 10 mg/l. Er bereitet jedoch nicht die geringsten Probleme. Die Silikathysterie wird gezielt von der Aquaristikindustrie geschürt, um dann Silkat-Ex oder andere Wundermittelchen verkaufen zu können.


Dem stimme ich uneingeschränkt zu:
Fahre gerade seit 5 Wochen ein Aquarium mit 9,5 mg/l Silikat im Wasser ein: Keine einzige (sichtbare :wink: ) Kieselalge... Und auch wenig bis keine anderen Probleme.
Liebe Grüße
Stefan

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Postby Ralle68 » 15 Aug 2013 13:39
Rue wrote:moin,


nur mal so zum richtig stellen-die werte werden in den örtlichen kindergärten entnommen-warum sollte klar sein. die komplette ausführung findet man im gemeindehaus für jedermann zugänglich.

telefonisch oder im netz könnt ihr vergessen, weil die im werk nix über die zumischung wissen und nur über ihre eigenen werte informieren können.
es wird ein unabhängiges labor beauftragt welches beim endverbraucher proben nimmt-die liegen der gemeinde "schwarz auf weiss" vor und da wird alles gemessen und aufgeführt was geht.

vergesst also das internet und geht auf die gemeinde wenn ich was wissen wollt.


Versteh ich nicht die Aussage. Die die bei meinem Wasserversorger im Netz runterzulade ist, ist die deren Probe im KiGA entnommen wurde, die die von einem unabhängigen Labor geprüft wurde. Wieso sollte ich dann telefonisch oder im Netz vergessen können.
Mal davon ab habe ich mit beiden Wassermeistern der beiden Brunnen gesprochen die mir viel zusätzliches erklären konnten und den Professor der LUFA der seine Unterschrift unter den Prüfbericht gesetzt hat hab ich auch 1,5 Stunden terrorisiert.
Wohingegen die Gemeinde mir allerhöchstens den Prüfbericht zeigen könnte, wo keiner Fragen zu beantworten könnte.

Rue wrote:allerdings kann ich jetzt schon verstehen, warum einige "profi-lack-tisch" vergehen. nachdem was so alles gepostet wird. nur muss man auch sehen, dass es auch regionsabhängig ist.


nein...nicht prophilaktisch... nach unserem Umzug hierhin hatte ich über 1000 tote Garnelen und in den ersten Woche dannach einige tote Fische, kein Pflanzenwuchs und wenn ich nicht aufbereite lebt hier im Wasser nix mehr.
Und natürlich isses reginonsabhängig. Ich hatte vorher keine Probleme
Grüße

Ralf
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Postby Ralle68 » 15 Aug 2013 13:41
Aquariophilo wrote:Hallo,

Wuestenrose wrote:Ja, und? Was ist daran so schlimm? Der Silikatgehalt meines Leitungswassers sprengt die Skala meines Salifert-Tests, d. h. er liegt über 10 mg/l. Er bereitet jedoch nicht die geringsten Probleme. Die Silikathysterie wird gezielt von der Aquaristikindustrie geschürt, um dann Silkat-Ex oder andere Wundermittelchen verkaufen zu können.


Dem stimme ich uneingeschränkt zu:
Fahre gerade seit 5 Wochen ein Aquarium mit 9,5 mg/l Silikat im Wasser ein: Keine einzige (sichtbare :wink: ) Kieselalge... Und auch wenig bis keine anderen Probleme.


wer schöne dicke Kieselalgen auf Steine hat kann sie mir gerne zukommen lassen. Ich versuche nämlich gerade mittles Kieselsäuregel welche für meine Stiphodon zu züchten. :lol:
Grüße

Ralf
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Postby Rue » 15 Aug 2013 17:52
Ralle68 wrote:
Rue wrote:moin,


nur mal so zum richtig stellen-die werte werden in den örtlichen kindergärten entnommen-warum sollte klar sein. die komplette ausführung findet man im gemeindehaus für jedermann zugänglich.

telefonisch oder im netz könnt ihr vergessen, weil die im werk nix über die zumischung wissen und nur über ihre eigenen werte informieren können.
es wird ein unabhängiges labor beauftragt welches beim endverbraucher proben nimmt-die liegen der gemeinde "schwarz auf weiss" vor und da wird alles gemessen und aufgeführt was geht.

vergesst also das internet und geht auf die gemeinde wenn ich was wissen wollt.


Versteh ich nicht die Aussage. Die die bei meinem Wasserversorger im Netz runterzulade ist, ist die deren Probe im KiGA entnommen wurde, die die von einem unabhängigen Labor geprüft wurde. Wieso sollte ich dann telefonisch oder im Netz vergessen können.
Mal davon ab habe ich mit beiden Wassermeistern der beiden Brunnen gesprochen die mir viel zusätzliches erklären konnten und den Professor der LUFA der seine Unterschrift unter den Prüfbericht gesetzt hat hab ich auch 1,5 Stunden terrorisiert.
Wohingegen die Gemeinde mir allerhöchstens den Prüfbericht zeigen könnte, wo keiner Fragen zu beantworten könnte.

Rue wrote:allerdings kann ich jetzt schon verstehen, warum einige "profi-lack-tisch" vergehen. nachdem was so alles gepostet wird. nur muss man auch sehen, dass es auch regionsabhängig ist.


nein...nicht prophilaktisch... nach unserem Umzug hierhin hatte ich über 1000 tote Garnelen und in den ersten Woche dannach einige tote Fische, kein Pflanzenwuchs und wenn ich nicht aufbereite lebt hier im Wasser nix mehr.
Und natürlich isses reginonsabhängig. Ich hatte vorher keine Probleme


nein, die probe wird von der gemeinde aus, an einem unabhängigen labor in auftrag gegeben-die wiederum messen beim entverbraucher sprich in der KiTa-is ja logisch.

und der "profi-tisch" war ja nicht für dich explizit gemeint-der ruht im anfangsbeitrag-welcher nun schon seit 3 seiten unbeantwortet blieb, ob nur prophylaktisch aufgesalzen wird.


@Robert, 500µS fürs alpen-vorland ist ja super-ich "kämpfe" hier mit 960µS aus den haßbergen
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Postby Ralle68 » 15 Aug 2013 17:56
Hier geben es die Stadtwerke in Aufrag die auch das Wasser abrechnen, nicht die Gemeinde direkt.
Im Normalfall stehen bei jedem Wasserversorger die aktuellen und korrekten Laborergebnisse auf der HP
Grüße

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Postby kurt » 15 Aug 2013 19:49
Hallo zusammen,

Ralle68 wrote:
Aquariophilo wrote:Hallo,

Wuestenrose wrote:Ja, und? Was ist daran so schlimm? Der Silikatgehalt meines Leitungswassers sprengt die Skala meines Salifert-Tests, d. h. er liegt über 10 mg/l. Er bereitet jedoch nicht die geringsten Probleme. Die Silikathysterie wird gezielt von der Aquaristikindustrie geschürt, um dann Silkat-Ex oder andere Wundermittelchen verkaufen zu können.


Dem stimme ich uneingeschränkt zu:
Fahre gerade seit 5 Wochen ein Aquarium mit 9,5 mg/l Silikat im Wasser ein: Keine einzige (sichtbare :wink: ) Kieselalge... Und auch wenig bis keine anderen Probleme.


ich nicht… :wink:

Mich erstaunen immer Resümees die in so kurzen Zeiträumen gemacht werden.
Wenn es denn z.B. mit etwas höheren Silikat Gehalt oder auch über 10 Wochen oder länger erst geht?

Praxis, mal anders herum.
Hat man den entsprechenden Wasserversorger (Regionsabhängig) bekommt man ja Kieselalgen, (Reproduzierbar).
Das Grundgerüst von Kieselalgen, Silikat.

Kieselalgen (Diatomeen) Probleme,
In welcher chemischen/biologischen Wasserzusammensetzung genau, müsste man noch herausbekommen.
Warum geben die Wasserwerke den Silikat Gehalt in den Analysen oft nicht an? :nosmile:

Maßnahme,
letztendlich hat bei mir Vollentsalzung (Stark sauer- Stark basisch) geholfen,
Aufhärtesalz und dann war Ruhe…
Gruß Kurt
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Postby Wuestenrose » 15 Aug 2013 19:57
Servus...

kurt wrote:Warum geben die Wasserwerke den Silikat Gehalt in den Analysen oft nicht an? :nosmile:

Weil seine Relevanz unbedeutend ist. Ich betreibe seit rund 40 Jahren Aquarien mit einem Silikatwert über 10 mg/l. Probleme habe ich damit nicht.

Grüße
Robert
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Postby Rue » 15 Aug 2013 20:24
Ralle68 wrote:Hier geben es die Stadtwerke in Aufrag die auch das Wasser abrechnen, nicht die Gemeinde direkt.
Im Normalfall stehen bei jedem Wasserversorger die aktuellen und korrekten Laborergebnisse auf der HP

joa, ich schrob ja auch das es ortsabhängig ist. unsere gemeinde bezieht ihr wasser von mehreren quellen, welche ganz andere werte haben wie das wasser aus dem werk, deshalb mache ich akten einsicht im gemeindehaus.

entnommen 300m von mir im kindergarten.
gruß rue
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Als ich in die Schule kam, baten sie mich aufzuschreiben, was ich später einmal werden möchte. Ich schrieb auf: "glücklich"
Sie sagten mir, ich hätte die Frage nicht richtig verstanden, und ich antwortete ihnen, dass sie das Leben nicht richtig verstanden hätten.“
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Postby kurt » 15 Aug 2013 20:40
Hallo zusammen,

Wuestenrose wrote:Servus...

kurt wrote:Warum geben die Wasserwerke den Silikat Gehalt in den Analysen oft nicht an? :nosmile:

Weil seine Relevanz unbedeutend ist. Ich betreibe seit rund 40 Jahren Aquarien mit einem Silikatwert über 10 mg/l. Probleme habe ich damit nicht.

Grüße
Robert

@ Robert,

das sieht bei mir ganz anders aus…
Ich kenne den Silikat Gehalt meines Leitungswassers nicht, keine Angabe vom Versorger.
Gemessen habe ich mal vor Jahren, Werte weiß ich nicht mehr.
Kann nur sagen wenn ich denn auf Leitungswasser wechselte bekam ich Kieselalgen.
Machte ich regelmäßige Leitungswasserwechsel über Monate wurde sogar mein ganzer Bodengrund mit Kieselalgen durchzogen.
Zu den Zeiten/ Versuchen hatte ich meine Bodendurchsickerung in Betrieb.

Alles war reproduzierbar.
Woher sollen die Kieselalgen kommen, wenn nicht Silikat?

VEA-Wasser,
mit vollentsalzten Wasser aufgehärtet (Aufhärtesalz) sind sie ja wieder verschwunden.
Im Bodengrund dauerte es dann über ein Jahr.
Gruß Kurt
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Postby Plantamaniac » 15 Aug 2013 22:09
Hallo, Kieselalgen kommen und gehen aber auch wieder.
Man kann im gleichen Haushalt Becken mit und ohne haben.
Silicatgehalt bleibt gleich.
Deshalb kann man nicht sagen, das Slicat ist alleine schuld.
Chiao Moni
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Postby emzero » 15 Aug 2013 23:29
Hallo Robert,
Wuestenrose wrote:
emzero wrote:Z.B. die Frage, warum man den Grenzwert von 280 µS in 1980 auf inzw. 2.500 µS angehoben hat ... (siehe z.B. hier)

Mal abgesehen davon, daß die Behauptung dieser der Esoterik-Ecke zuzuordnenden Website vollkommener Blödsinn ist:

Tja ... zugegeben habe ich den Link mal schnell gegoogelt, aber diese Zahlen findest Du 100-fach im Web. Ich denke, bei Google findest Du dazu auch Seiten, die in Deinen Augen weniger "esotherisch" sind ;).

Aber ich würde mich sehr freuen, wenn Du im Gegenzug einen "besseren" Link parat hast, der Deine Behauptung, die 280µS seien "Blödsinn", untermauert :pfeifen:

Das Wasserwerk meiner Stadt fördert Grundwasser und pumpt es vollkommen unaufbereitet (ja, darauf ist das Wasserwerk stolz und jeder, der will, darf sich mit seinen eigenen Augen höchstpersönlich davon überzeugen) in Mineralwasserqualität ins Leitungsnetz. Aufgrund unserer Lage in der eiszeitlichen Schotterebene im Voralpenland ist das Wasser relativ hart. Seine Leitfähigkeit beträgt knappe 500 µS/cm. Warum sollte unser Wasserwerk unser tolles Wasser aufbereiten, nur um unter 280 µS/cm (der behauptete Wert) zu kommen? Warum?

Warum?
Ein praktisches Beispiel:
Unser Wasserwerk verwendet reines Quellwasser, welches mit seinen 880µS immer noch deutlich unter dem Grenzwert von inzw. sogar 2790µS liegt.
Aber schon mit nur 880µS ist es für unser Leitungsnetz durch den hohen Kalkgehalt angeblich so schädlich, dass man Korrosionsschutzmittel beigibt ...und schon hat sich die gute Wasserqualität erledigt, und es ist als Trinkwasser eigentlich nicht mehr geeignet.
Würde man statt dessen enthärten (um möglicherweise sogar auf die 280µS von 1980 zu kommen), käme hier vermutlich erstklassiges Wasser aus der Leitung ... auch wenn ein für die menschliche Gesundheit optimales Trinkwasser vermutlich noch etwas "reiner" sein könnte.
Aber so ist es natürlich seeehr viel billiger ... ... ...
Greetz Hartmut

Kann z.Zt. nur sporadisch antworten, da immer noch DSL-Störung (Telekom :keule:)

"Vertraue denen, die nach der Wahrheit suchen, und mißtraue denen, die sie gefunden haben." (André Gide)
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Postby Wuestenrose » 16 Aug 2013 08:23
Servus...

emzero wrote:Tja ... zugegeben habe ich den Link mal schnell gegoogelt, aber diese Zahlen findest Du 100-fach im Web.

Dann hat einer vom anderen abgeschrieben und sie sind hundertfach falsch. Ich habe mal schnell gegoogelt und keine der Seiten zeigt einen Ausschnitt aus der alten TVO, die diese Aussage untermauert. Überall wird nur diese Behauptung aufgestellt.

Unser Wasserwerk pumpt seit 1878 das Wasser ohne jegliche Aufbereitung ins Leitungsnetz. Wenn die Behauptung stimmen würde, dann hätte unser Wasserwerk gegen die TVO verstoßen. München pumpt sein Leitungswasser seit 1880 aus dem Mangfallgebiet ohne jegliche Aufbereitung mit rund 500 µs/cm ins Leitungsnetz. Ein weiterer Verstoß gegen die TVO? Nein, das Münchner Leitungswasser zählt zu den besten Europas.

Die meisten Wasserwerke, die hier in der voralpinen Schotterebene ihr Wasser fördern, würden gegen diesen Grenzwert verstoßen, wenn er denn stimmen würde. Tut er aber mit Sicherheit nicht, ich habe mal bei unseren Wasserwerken und dem Herausgeber der TVO, dem Umweltbundesamt, angefragt.

Würde man statt dessen enthärten (um möglicherweise sogar auf die 280µS von 1980 zu kommen), käme hier vermutlich erstklassiges Wasser aus der Leitung ... auch wenn ein für die menschliche Gesundheit optimales Trinkwasser vermutlich noch etwas "reiner" sein könnte.

Warum? Mit welcher Begründung soll weicheres Wasser besser für die menschliche Gesundheit sein? Und bitte nicht wieder irgendwelche Links in die Esoterik-Ecke. Danke.

Grüße
Robert

PS. Hier die Ur-Trinkwasserverordnung von 1975: Kein Grenzwert der Leitfähigkeit.
Hier deren Änderungsverordnung vom 20. Dezember 1977: Kein Grenzwert der Leitfähigkeit.
Hier deren Änderungsverordnung vom 25. Juni 1980: Kein Grenzwert der Leitfähigkeit.

Ergo: Die Behauptungen der Esoterik-Ecke sind Blödsinn.
Q.e.d.
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Postby Plantamaniac » 16 Aug 2013 12:43
Hallo

>Würde man statt dessen enthärten (um möglicherweise sogar auf die 280µS von 1980 zu kommen), käme hier vermutlich erstklassiges Wasser aus der Leitung ... auch wenn ein für die menschliche Gesundheit optimales Trinkwasser vermutlich noch etwas "reiner" sein könnte.<

Bei uns herrscht ein Leitwert von knapp 550 und einer Gesamthärte von 13 °dh.
Das ist immernoch zu wenig um die Menschen im Großraum vor Osteoporose zu schützen.
Ich verstehe nicht, warum dann ein Wasser mit geringerem Leitwert gesünder sein soll?
Viele Menschen nehmen zusätzlich Magnesium, wegen Muskelkrämpfen nach dem Sport.

Wogegen das Münchner Leitungswasser einen abartig ekligen Tee ergibt :shocked: , wenn man nichts unternimmt.
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Postby Fino » 16 Aug 2013 13:19
Hallo zusammen,

man denke auch an die ganzen Mineralwässerchen mit ihren hohen Leitfähigkeiten oberhalb von 2.000 uS, die nun ja auch nicht im Verdacht stehen, gesundheitsschädlich zu sein.

Viele Grüße
Klaus
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