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Beitragvon neoni » 21 Sep 2009 10:56
Hallo,

leider habe ich in meinem seit ca. 5 Monaten laufenden 360l-Raumteiler-AQ ein "kleines" Fadenalgen-Problem. Grundsätzlich wachsen die meisten Pflanzen bis auf einige Ausnahmen eigentlich ganz gut, trotzdem gehe ich von einer nicht ausgewogenen Düngung als Ursache aus.

Erst mal zu den Facts:

Technik:
360l - 120x50x60 als Raumteiler
Beleuchtung 5 x 39 W - 2 x Color Plus, 2 x Amazon Day, 1 x Special Plant tlw. versetzt geschaltet, insg. 11,5 h mit 4 h Mittagspause, volle Pulle nur 2 h am Vormittag und 3 h am Nachmittag
Filter Eheim 2180
Dennerle CO2-Anlage mit Außenreaktor

Bodengrund:
Nature Soil (Oliver Knott) 20l grob, darüber 15l fein
darunter 9l Aqualit und 1kg Duplarit (würde ich nicht mehr so machen, leider zu spät!)

Bepflanzung: (1. Foto von links nach rechts)
- Loch, das noch mit Rotala Rotundifolia gefüllt wird, zu den Rändern Rotala Wallichii
- Aponogeton boivinianus
- Hemianthus Micrathemoides
- Hygrophila corymbosa "Kompakt"
- Wurzel mit ?Moos?
- HCC
- Echinodorus Aquartica
- Staurogyne
- Hygrophila difformis
- Crinum calamistrum
- Ludwigia Glandulosa

Die H. diff. soll durch Hygrophila corymbosa "Thailand" ersetzt werden, sie gefällt mit nicht mehr.

Besatz: 20 Gelbe Phantomsalmler, 4 Corydoras Sterbai, 9 Otos, ca. je 14 Hummelgarnelen und Amanos.

Momentane Düngung:
tägl. 0,5 ml V30 (Dennerle), 1,5 ml S7, 4 Sprühstöße A1 NPK, 15 ml Easy Carbo

Wasserwerte: pH 7,0; GH 13; KH 12; NH4 knapp unter 0,5 ml/l; NO2 0; NO3 knapp 5 ml, PO4 nicht nachweisbar; Fe 0,1
Wasserwechsel: pro Woche ca. 70-80l

Vor einiger Zeit hatte ich Blaualgen, die sind aber nach der Umstellung aud A1 mit NPK und mechanischem Absammeln innerhalb weniger Tage weg gewesen. Seitdem kämpfe ich "nur" noch gegen die ungefähr zeitgleich aufgetretenen Fadenalgen. Momentan sammle ich jeden Tag ca. eine knappe Handvoll aus dem Becken. Bis auf die Ludwigia glandulosa gedeihen die Pflanzen eigentlich ganz gut, aber wohl nicht gut genug. :?

Meine Frage ist, könnte eine Umstellung auf PPS Pro Erfolg haben? Ich bin immer ein bißchen skeptisch mit der Makrodüngung wegen dem NO3-Wert, da das bei uns mit 26 mg/l aus der Leitung kommt. Aber als ich die Blaualgen hatte, war es nicht nachweisbar. Im Moment hat er sich auf knapp 5 ml eingependelt. Ist es jetzt sinnvoll, den Mikrobasic und den Makrobasic NPK auszuprobieren? :?:

Danke an alle,die bis hierher durchgehalten haben! :wink:

Gruß Claudia
DSC02339.JPG
DSC02335.JPG
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Beitragvon Japanolli » 21 Sep 2009 12:49
Würde auf 50% WW wöchentlich umstellen.
So hast Du schonmal konstant ausreichend Nitrat sichergestellt.
Als Makros Phosphat und Kalium nach Bedarf zudüngen.
Den Eisendünger durch einen einfacher zu dosierenden ersetzen.
Z.B. Den Micro Basic und täglich düngen.
Beleuchten würde ich voll, dann aber nur 8-10 Std.
Würde erstmal mit 8 anfangen bis sich die Algensituation verbessert hat.
Gruß
Olli

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Beitragvon neoni » 21 Sep 2009 13:02
Hallo Japanolli,

danke schonmal für die Antwort.

Ich hab mal gehört, dass ich bei dem Knott-Boden zu starke TWW vermeiden sollte, da dann plötzlich zu viel NH4 entstehen könnte. Dazu kommt, dass die Leitungswasserwerte sich erheblich von denen im Becken unterscheiden (GH ist um 11 Grad höher, die KH um 6 Grad, der pH um 0,6). Deshalb würde ich lieber bei den kleineren TWW bleiben und Nitrat durch Düngung zufügen.

Die Beleuchtung kann ich ändern, den Volldünger auch, das wäre vielleicht schon ein Anfang.

Gruß Claudia
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Beitragvon Japanolli » 21 Sep 2009 18:11
Das ist natürlich ein Problem.
Das würde ich auf Mikro basik + Makro umsteigen.
Soviel Nitrat kommt ja bei 20% WW auch nicht dazu, sollte also kein Problem sein.
Mit dem Licht aber wie beschrieben reduzieren.
Gruß
Olli

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Beitragvon goldberg1974 » 21 Sep 2009 18:45
Hallo,

passt zwar hier nicht zum Thema hier,aber mir ist bei deinen besatz aufgefallen das du nur 4 Panzerwelse drin hast.
Die könnten noch ein paar Kumpels vertragen :D .

Gruß Daniel
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Beitragvon neoni » 21 Sep 2009 18:52
Hallo Daniel,

das versuche ich seit mehreren Wochen vergeblich - da kommen noch ca. 10 Kumpels dazu ;)

Außerdem wird noch ein zweiter Schwarm einziehen. Wir wissen nur noch nicht, ob Kaisersalmler, Schrägschwimmer oder Rote von Rio.

Gruß Claudia
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Beitragvon goldberg1974 » 21 Sep 2009 19:05
Hallo Claudia,

ich persönlich würde den schwarm Phantomsalmler vergrößern.
Es sieht besser aus finde ich,wenn nur eine schwarmfischart das becken bevölkert,aber das ist geschmackssache.
Ist nur so ein Tip,letzendlich entscheidest du ja. :wink:
Ich habe selber sterbays echt tolle welse,da ist immer was los bei denen :D .
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Beitragvon neoni » 21 Sep 2009 19:44
goldberg1974 hat geschrieben:Hallo Claudia,

ich persönlich würde den schwarm Phantomsalmler vergrößern.
Es sieht besser aus finde ich,wenn nur eine schwarmfischart das becken bevölkert,aber das ist geschmackssache.
Ist nur so ein Tip,letzendlich entscheidest du ja. :wink:


Prinzipiell bin ich deiner Meinung. Allerdings sind die Gelben Phantome fast ein bißchen "zu blass" und außerdem ganz schön bistig zueinander. Deshalb sollte eigentlich noch ein bißchen was kontrastreicheres friedliches mit rein.

Ich habe selber sterbays echt tolle welse,da ist immer was los bei denen :D .


Meine sind auch schon eine ganze Weile bei mir... Ich hoffe, dass sie mit neuen Kumpels nicht mehr so scheu sind wie momentan.

Gruß Claudia
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Beitragvon goldberg1974 » 21 Sep 2009 19:58
Hallo Claudia,

ja ich habe die gelben auch schon gesehen,sehen doch blaß aus die tiere,die roten und schwarzen kommen besser rüber.
Oder verkaufst die gelben und holst dir einen schönere Art dafür.
Wie wärs mit rotblaue Kolumbianer zB. die habe ich auch sehr schöne Tiere.
Salmler gehen meist mit sich etwas ruppig um,aber das ist normal und harmlos.
Zu den Sterbays,die sind immer etwas scheu wenn man sich rund um das becken bewegt.
Meine kommen aber danach wieder hervor aus ihrem versteck.
Meist hängen die unter einer wurzel bei mir,das mögen die. :D
Panzerwelse sind immer etwas scheu,die anderen mehr die anderen weniger.

Gruß Daniel
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Beitragvon neoni » 21 Sep 2009 20:04
Hallo Daniel,

nein, soweit sind die Gelben schon ok, die knallrote Schwanzflosse kommt schon gut und die Quirligkeit sorgt für ordentlich Action im Becken.

Meine Sterbais kannte ich im kleinen Becken als bei weitem nicht so scheu. Da waren sie noch mit einem Trupp Pandas (der da jetzt alleine wohnen darf) und lagen immer am vorderen Beckenrand. Und das bei einem Becken im Zimmer eines lebhaften 5jährigen ;)

Vielleicht wird es ja wieder.

Gruß Claudia
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Beitragvon goldberg1974 » 21 Sep 2009 20:17
Hallo,

Ja das wird bestimmt besser wenn noch welche dazu kommen,ne gruppe macht schon sehr viel aus.
Ich habe zwar auch nur 5 drin,aber noch 5 schwartziis dazu,und das klappt bei mir ganz gut.
Die haben bei mir auch schon ein paar mal gelaicht.
Mit deinen Fadenalgen hast du aber noch glück das es keine andere ist,die gehen ja noch und sind leicht zu entfernen.
Ich habe mit Bartalgen zu kämpfen,die sind extremer,da zerpflücke ich fast jede Pflanze bei mir als mir lieb ist :twisted: .

Gruß Daniel
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Beitragvon neoni » 09 Nov 2009 12:04
Hallo,

ungefähr 6 Wochen sind jetzt vergangen. Folgendes wurde geändert:

- gedüngt wird täglich je 5 ml Mikrobasic und Makrobasic NPK
- beleuchtet wird 9,5 h insgesamt, davon 8 volle Pulle, der Rest dient zur "Dämmerungssimulation", 4,5 h Mittagspause (aus persönlichen Gründen, nicht algentechnisch)
- es wurde noch eine große Menge Rotala Rotundifolia eingebracht, die H. diff. wurde durch Hygrophila corymbosa ersetzt

Die aktuellen Wasserwerte sind so:
pH 7,0; GH 13; KH 11; NH4 knapp unter 0,5 ml/l; NO2 0; NO3 5-15 ml, PO4 nicht nachweisbar; Fe 0,5

Meine eigenen Einschätzungen:

Algen sind zwar noch da, aber so zurückgegangen, dass es schon fast ein erträgliches Maß hat. Die E. Aquartica ist explodiert, die neuen Blätter sind rötlich durchzogen, v.a. im ganz jungen Stadium. Moos und HCC wuchern ohne Ende, die Rotata Rutundifolia wächst gut, ist aber kaum rötlich. Die H. coymbosa und die H. corymbosa "kompakt" zeigen Mangelerscheinungen in Form von kleinen braunen Fleckenauf den alten Blättern, die dann zu Löchern werden (Kaliummangel?).

Da ich nach wie vor PO4 nicht nachweisen kann und ich die Mangelerscheinungen an den H. als Kaliummangel deute, wenn ich es mit Fotos vergleiche, würde ich jetzt die Mikrodüngung wenig zurückfahren und zusätzlich zum NPK-Dünger P und K gezielt aufdüngen, um nicht zuviel NO3 zu bekommen.

Ist mein Umkehrschluss jetzt vernünftig oder totaler Nonsense? :|

Hier noch zwei aktuelle Fotos, ungeschönt, was die Algen betrifft, etwa 4 Tage nach dem Gärtnern.


Gruß Claudia
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Beitragvon neoni » 09 Nov 2009 19:39
Hallo,

ich habe eben noch zwei Bilder von den Mangelerscheinungen an Hygrophila corymbosa und Hygrophila corymbosa "kompakt" gemacht. Fällt dazu noch jemandem etwas ein?

Gruß Claudia
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Beitragvon Japanolli » 09 Nov 2009 23:04
P und K zusätzlich düngen würde ich auch sagen.
Durch so viel N im LW bleibt ja eigentlich nichts anderes übrig.

Gruß
Olli
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Beitragvon KaiyJaiy » 10 Nov 2009 12:12
Hallo Claudia,

Tobi schreibt in seiner Erklärung zum Nährstoffmangel (naehrstoffe/mangelerscheinungen-bei-pflanzen-und-ihre-symptome-t6.html), dass schwarze Flecken auf Kaliummangel deuten.

Viele Grüße
Kerstin
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