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Beitragvon nik » 07 Jan 2013 20:42
Hallo Christian,

geht die Verkrüppelung idR. mit Farbverlust in der Spitze einher?
Welchen Volldünger verwendest du?

Gruß, Nik
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Beitragvon chrisu » 07 Jan 2013 21:17
Hallo Nik,

Volldünger verwende ich schon lange Aquafim-Langzeitdünger. Hin und wieder auch mal etwas Spezial Flowgrow.

Ein Farbverlust ist nicht wirklich zu erkennen(siehe Foto).
Mfg Christian
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Beitragvon chrisu » 22 Mär 2013 20:42
Hallo,

kurzer Bericht nach längerer Zeit:
Der Langzeit-Phosphatdünger Eudrakon P-Power hat die Probleme mit den verkrüppelten Stengelpflanzen anscheinend endgültig gelöst :gdance:
Es werden momentan 0,8mg/l Phosphat/Woche zugeführt. Phosphat ist zu keiner Zeit messbar, ich vermute das ist der Schlüssel zum Erfolg.
Mfg Christian
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Beitragvon kiko » 29 Mär 2013 22:52
Hallo,
wollte das Thema aufgrund deiner Beobachtungen bzgl. des Phosphats nochmals aufgreifen und zwar bezugnehmend auf dem was hier steht:
http://www.heimbiotop.de/pflanzenernaehrung.htm#tabe
Demnach kämen für Verkrüppelungen in Frage:
# Calciummangel
# Bormangel
# Zinkmangel
# Kupfermangel
Calciummangel kann man ja meist fast ausschließen, blieben Bor, Zink, Kupfer. Und Phosphat dürfte vermutlich wohl mit Kupfer wie auch Zink (?) reagieren.

Da hier im Tread ja auch teils unterschiedliche Dünger genutzt werden,
frage ich mich nun gerade: Können Verkrüppelungen in Verbindung mit hohen Phosphatwerten dann ev. darin begründet liegen, daß einer der o.g. Nährstoffe jenach Art der Chelatierung eines Düngers (oder ev. jenach Setup/Filterung) ganz einfach nur zu schnell pflanzenunverfügbar ausfallen? (fährt man geringe bis kaum nachweisbare Po4 Werte, verringert sich ja auch der restliche Nährstoffumsatz wieder etwas, so das die gegebenen SEs Mengen dann (trotz div. Ausfällungen) wohl wieder ausreichen würden)
Ergäbe das Sinn?
grüße Olaf-Peter
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Beitragvon nik » 30 Mär 2013 10:20
Hallo Olaf-Peter,

kiko hat geschrieben:Da hier im Tread ja auch teils unterschiedliche Dünger genutzt werden,
frage ich mich nun gerade: Können Verkrüppelungen in Verbindung mit hohen Phosphatwerten dann ev. darin begründet liegen, daß einer der o.g. Nährstoffe jenach Art der Chelatierung eines Düngers (oder ev. jenach Setup/Filterung) ganz einfach nur zu schnell pflanzenunverfügbar ausfallen? (fährt man geringe bis kaum nachweisbare Po4 Werte, verringert sich ja auch der restliche Nährstoffumsatz wieder etwas, so das die gegebenen SEs Mengen dann (trotz div. Ausfällungen) wohl wieder ausreichen würden)
Ergäbe das Sinn?

na ja, wenn Phosphat ständig präsent ist und auch in einem schon geringen Niveau von 0,1mg/l ausreichte um sämtliche geeignete SE auszufällen, ist es zum Einen eine interessant und wohl auch kontrovers zu diskutierende Frage der Chelatierung, aber zum Anderen für mich der Grund Phosphat konsequent nur auf Stoß zu düngen. Die Speicherfähigkeit der Pflanzen ist so hoch, dass man über PO4-gesättigte Pflanzen wochenlang PO4-freies Wasser erreichen kann. Deswegen ist es nicht eine Frage des im Wasser vorhandenen Phosphats sondern der PO4-Sättigung der Pflanzen.

Da ich ja reichlich Volldünger und zusätzlich PMS verwende, d.h. SE satt, habe ich ziemlich selten Probleme mit Verkrüppelungen, absterbenden Triebspitzen. Es kommt aber trotzdem vor, sind aber immer nur kurze Phasen und dann stehe ich trotzdem da wie das Kind beim Dreck.

Ich versuche es also über Vermeidung möglicher Probleme, d.h. üppig SE, meist PO4 n.n., eben auch Geringfilterung und wenn es wenig bis kein Filtersubstrat hat, ist wohl auch eine schwache Chelatierung günstig.

Gruß, Nik
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Beitragvon chrisu » 30 Mär 2013 19:46
Hallo,

wie das ganze mit dem PO4 zusammenhängt kann ich leider immer noch nicht sagen ich bin jedenfalls froh für mich eine gute Lösung gefunden zu haben.
Von den Langzeitdüngern bin ich wirklich total begeistert! :thumbs: Alles gedeiht wunderprächtig obwohl ich momentan wegen Hauskauf und Sanierung sogut wie keine Zeit für meine Becken habe
Mfg Christian
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Beitragvon chrisu » 05 Aug 2014 21:13
Hallo allerseits,

beim Versuch Blyxa japonica durch höhere Phosphatgaben zum blühen zu bringen(was mir übrigens gelungen ist :gdance: ) ist mir wieder mal der halbe Pflanzenbestand verkrüppelt :nosmile:
Besonders betroffen sind wieder mal Rotalas, Hemianthus und Pogostemon errectus. Ich werde daraus einfach nicht schlau. Hab mir jetzt mal Kramerdrak bestellt da dieser ja schon mehr Spurenelemente im Verhältnis zum Eisen beinhaltet.
Mfg Christian
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Beitragvon chrisu » 16 Sep 2018 21:27
Hallo,

ich bin beim Tema Verkrüppelungen durch mehr PO4 als ~0,7mg/l wöchentlich noch keinen Schritt weiter.

Wie viele wahrscheinlich wissen dünge ich deshalb ja seit Jahren nicht mehr als diese Menge. Dieses Vorgehen verhilft mir seitdem zu ausnahmslos krüppelfreien Pflanzen.
Die meisten Pflanzen wachsen so auch perfekt aber einigen scheint das zu wenig zu sein. Vielleicht liegts auch daran das manche Pflanzen schneller in der Aufnahme sind als andere.
Blyxa wächst z.B. immer viel zu klein, Staurogyne wächst sehr langsam und hat rote Stängel usw.
Durch einen Fehler habe ich vor kurzem viel mehr PO4 gedüngt als sonst(3mg/l). Einige Tage danach begann alles schneller und größer zu wachsen und gerade die vorher genannten Problempflanzen explodierten förmlich!
Aber keine 10 Tage später war die Freude schon wieder vorbei. Zuerst begann wie immer Hemianthus glomeratus zu krüppeln und mit etwas Verzögerung viele andere Arten(Rotala rotundifolia, Rotala macrandra green, P. erectus …)
Das wurde dann von Tag zu Tag extremer.
Seit 2 Tagen bin ich jetzt mit PO4 wieder bei 0 mg/l. Ich schätzte in einer Woche wächst alles wieder krüppelfrei.

Aber ich finde einfach keine Erklärung dafür. Bei vielen Aquarianern wächst es doch auch mit ständig nacheisbaren PO4 super und krüppelfrei.
Auch das gleichzeitige anheben der anderen Nährstoffe einschließlich CO2 bringt nichts.
Hat irgend jemand vielleicht noch eine Idee woran das liegen könnte???
Mfg Christian
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Beitragvon chrisu » 17 Sep 2018 13:49
Mfg Christian
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Beitragvon Gerald74 » 19 Sep 2018 12:51
Hallo Christian
Ich hatte auch immer wieder Verkrüppelungen an den Triebspitzen der Vallisneria. Das Blatt war gegen Ende, zwischen 2 und 6cm genickt – verkrüppelt. P. Errectus hatte ich damals noch nicht. Zu dieser Zeit ist das Becken mit 17lm/l T5 und 0,5mg/l P auf Stoß/ Woche gedüngt worden.
Das Becken hatte einen P Verbrauch von 0,1mg pro Tag.

Durch einen Magnesiumtest hatte ich 18mg Magnesium festgestellt – hätte aber nur 12mg haben sollen. Sei dem ich darauf achte, habe ich schon lange keine Verkrüppelungen.
Im Forum hier hatte ich gelesen, dass der Kalium Wert unter dem Magnesium liegen soll.
MG ist bei mir 12 eingestellt und Kalium versuche ich zwischen 8-10 zu halten.

KH4-5, GH8, PH 6,7 – 6,9 (über Co2)

Was mich an der ständigen PO4 Präsenz wirklich stört, ist die sichtbare braune Trübung im Wasser. Ich denke das ist die Chemische Reaktion - eine ungewollte Fällung von P – Eisen & SE….

P. Errectus ist die einzige Pflanze in meinem Becken, welche unangenehm riecht – warum auch immer!

Cyanos habe ich durch 2 Dunkelkuren nicht angebracht – die einzigen denen es geschadet hat, waren die Pflanzen selbst. Erst durch die regelmäßige Zugabe von Special Blend & Nite Out II bei jedem WW habe ich nach Wochen die Cyanos angebracht.
Danke NIK, falls du das liest! :tnx:

Wann hast du das letzte mal Magnesium gemessen?
Düngst du noch mit Spezial N? Wenn ja, wieviel ml gibst du täglich auf welche netto Liter zu?
Wie sieht der Düngeplan generell im Detail aus?
... und wenn du P auf Stoß düngst, wie lange ist es ohne nachdüngen nachweisbar ?

Gruß
Gerald
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Beitragvon chrisu » 19 Sep 2018 16:29
Hallo Gerald,

Düngeplan 20 Liter netto:

Ferrdrakon Power für 20 Liter
0,3ml Eudrakon N täglich
0.15ml Flowgrow täglich
PO4 max. 0,7mg/l wöchentlich damit alles krüppelfrei wächst

beim wöchentlichen 50% Wasserwechsel wird das Frischwasser auf 8mg/l Kalium aufgedüngt.

Wasserwerte:

NO3 5mg/l
K ~5mg/l
Mg 12mg/l
P04 ist innerhalb weniger Stunden auf 0 wenn ich 0,5 stoßdünge
Mfg Christian
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Beitragvon Gerald74 » 20 Sep 2018 05:48
Hallo Christian,
NO3 mit 5mg/l ist mir zu wenig. NO3 messe ich regelmäßig und dünge mit dem GH Boost auf mind. 15mg/l
5mg K ist mir auch zu wenig – da hatte ich schon Nekrosen
Mit welchem P Dünger wird gedüngt?
Hast du schon einmal versucht P fett auf düngen und nach 1-2 Tagen einen Wasserwechsel, um den Überschuss wieder aus dem Becken zu bekommen?
Ich teste diese P Düngung gerade…
Das Abwasser könntest für Zimmerpflanzen verwenden..
Flowgrow dünge ich nicht bei Phosphatpräsenz - da verwende ich den Micro Basic Eisenvolldünger..

Gruß
Gerald
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Beitragvon chrisu » 20 Sep 2018 11:37
Hallo,

NO3 und K finde ich super. Damit bleiben die Scheiben sauberer und die Pflanzenfarben schöner.
Hatte beides früher viel höher.
Phosphat dünge ich jetzt wieder mit Eudrakon P Power. Der gibt rund um die Uhr verteilt 0,7mg/l wöchentlich ab.
Bei Stoßdüngung brauch ich danach gar keine Wasserwechsel weil selbst 1,5mg/l am nächsten Tag weg waren! Trotzdem verkrüppelt danach alles.
Mfg Christian
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Beitragvon Gerald74 » 20 Sep 2018 12:06
Hallo Christian,

Das Thema mit den Scheiben habe ich auch -teilweise nervig sogar!
Die Wasserwerte sind sonst zu meinen Ident - spannendes Thema.
Auch Interssant ist der Nitratverbrauch eines Starklichtbeckens von "nur" 1,5mg.

Gruß
Gerald
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Beitragvon chrisu » 20 Sep 2018 13:27
Hallo,

als ich mehr PO4 reingehauen hatte wurde schon mehr Nitrat verbraucht.
Werd jetzt mal mit dem Drak Spurenelementdünger Versuche machen.
Mfg Christian
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