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Postby Gast » 18 May 2012 10:29
Hallo,

hier mal ein Bild, die linke Errectus ist nach der Dunkelkur wieder gesund ausgetrieben, die rechte sieht man deutlich den Schmuddel. Als wenn die Pflanze förmlich durch die Alge erstickt und in der Nahrungsaufnahme behindert ist.
Sie bildet Nottriebe.
Ich habe jetzt leider kein Bild einer wirklich gesunden P. Errectus, da ist der Stengel gaanz hell und wächst bis zur Wasseroberfläche ohne verstärkte Seitentriebbildung/Luftwurzeln.
Werde ich noch nachreichen.

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Postby chrisu » 18 May 2012 15:42
Hallo Werner,
werner wrote:Die betroffenen Pflanzen riechen auch sehr penetrant.

Kann ich noch nicht sagen, der Geruchstest folgt heute abend :smile:
werner wrote:Das einzigste womit ich eine deutliche Besserung feststellen konnte, war eine Dunkelkur.
Danach sind die Pflanzen wieder sauber und haben einen deutlichen Wachstumsschub vollbracht.

Werd ich jetz auch mal versuchen, wenn das bei meinem Becken ebenfalls für Besserung sorgt, dann haben wir beide wohl wirklich das selbe Problem!
werner wrote:EC hilft hier leider nicht,das hast du ja auch schon festgestellt.

Vielleicht würde Blue Exit von Easylife helfen, dieses Produkt soll ja speziell für Schmieralgen sein?
werner wrote:Ich benutze Osmosewasser dahinter Mischbettharz Leitwert 0 und aufgehärtet mit Duradrakon.
Am Wasser liegt das nicht.

Glaube ich inzwischen auch nicht mehr! Ich habe wirklich schon fast alles probiert.
werner wrote:Vielleicht sollten wir mal für einige Zeit PO4 ganz wech lassen und nur sehr kurz beleuchten ca. 5 Std.!? :?

PO4-Limitierung hilft bei mir auf jeden Fall, aber als Dauerlösung kann und möchte ich das nicht akzeptieren. Es muss auch irgend eine andere Lösung des Problems geben.
Mfg Christian
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Postby kiko » 18 May 2012 16:32
hi,
Vielleicht würde Blue Exit von Easylife helfen, dieses Produkt soll ja speziell für Schmieralgen sein?

Wenn da tatsächlich Schmieralgen sein sollten, kannst du es auch mit Wasserstoffperoxied probieren und mal bei paar Pflanzen ein Spoththreatment damit machen. Binnen 2-3Tage sollten etwaige Cyannos & so Schmierzeugs an den behandelten Pflanzen verschwunden sein, nur halt nicht überdosieren, weil sonst gehen andere Sachen im AQ mit hops. :cool:
grüße Olaf-Peter
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Postby Andreas S. » 18 May 2012 19:31
Hallo Liste!
- ich gebe mich (absichtlich) einmal provokativ:

Triebspitzennekrosen - unklare N-Bedingungen (NO3-Testwerte mittels Vergleichsstandard geprüft?)- Aufkommen von (fraglichen) Cyanobakterien (CB).
Die Fotos sind anschaulich ! Ich pers. würde auf Makromangel tippen - N? (Fernheiler-Kommentare "aus").

Liegt evtl. ein N-Problem vor ?
Mein Gedankengang:
Nitrifikanten ausgehungert, da keine assimilierbaren N-Vorstufen des NO3 vorhanden, die notwendig sind für den effektiven Populationserhalt innerhalb des AQ- Milieus. Daher keine Konkurrenz zu ubiquitären CB, die sich nun breitmachen (können), da Konkurrenz fehlt.

Nicht vergessen:
CB können nahezu a.l.l.e.s.
Das sind Pioniere, die aus "Nichts" "Gold" machen (natürlich nur für sich selbst :-) )
Was sie nicht mögen: Konkurrenz !

Sollten es wirklich CB sein (mikroskopische Nachweise fehlen), dann für wirksame Konkurrenz sorgen - die Nitrifikanten sind doch angeblich überall im AQ ("Biofilme")...
Also Nitrifikation anheizen.Aber nicht mit Endoxidantien wie z.B. NO3-Verbindungen.

'War nur so ein Gedanke von mir- bitte nicht böse sein, wenn der nicht zuende "gedacht" wurde und von daher unsachlich erscheint.
Ich hoffe dennoch, das das posting hier evtl. hineinpasst.

Gruß,
Andreas
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Postby chrisu » 18 May 2012 19:53
Hallo,

bezüglich Stickstoffdüngung habe ich in den letzten Jahren viel probiert:

-beim WW mit KNO3 aufgedüngt und täglich Ammonium
-beim WW mit KNO3 aufgedüngt und täglich Spezial N
-beim WW mit KNO3 aufgedüngt und täglich Spezial N und Ammonium
-beim WW mit KNO3 aufgedüngt und täglich KNO3
-nur Ammonium
-nur Spezial N

Nichts davon brachte Besserung. Der NO3-Gehalt war immer zwischen 10-25mg/l.(Test wurde mehrmals geprüft!)
Kaliumgehalt war immer etwas unter dem NO3-Gehalt, außer bei reiner KNO3-Düngung.
Mfg Christian
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Postby Andreas S. » 18 May 2012 20:03
Hallo chrisu !
Ich muss leider zugeben, dass mir die von dir genannten N-Gaben ("Spezial N") nichts sagen, da ich diese Dünger nicht verwende und kenne (vollkommen: vorurteilsfrei !).
Allerdings lese ich NO3-Formen aus deinem Beitrag. Und diese stellen Endoxidantien im N-Stoffwechsel dar.
Für Pflanzen "gut"- für Bakterienflora (-> "AQ-Milieu") ggf. nicht!- Hunger !!!!
Du hast leider nichts bzgl. der Überprüfbarkeit deines N03-Testes geschrieben. Wie hast du dies angestellt - Vergleichslösungen NO3: welche N-Form, wie berechnet, welcher Firmentest ?
Von daher kann/könnte ich im Heuhaufen der Möglichkeiten nur "stochern".
Hast du Fische, Schnecken ? (Werden die die "fett gefüttert" ?).
Der Fokus liegt in diesem posting auf der Glaubwürdigkeit des NO3-Tests.
Gruß,
Andreas
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Postby chrisu » 18 May 2012 20:47
Hallo Andreas,

ich freue mich über jeden Lösungsvorschlag, vielen Dank!

Also meine Becken würde ich als recht schwach besetzt bezeichnen und daher wird natürlich auch sehr wenig gefüttert(Trockenfutter, Gefriergetrocknetes)
Ich verwende den Nitrattest von Anton Gabriel+Fotometer welchen ich regelmäßig mit Osmosewasser welches mit KNO3(Easylife Nitro) auf einen bestimmten Wert aufgedüngt wird, überprüfe.
Mfg Christian
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Postby Andreas S. » 18 May 2012 21:15
Hallo !
Du weißt um die (aktuellen) Schwächen des NO3-Tests von A.G. ?
- Fotometrische Messungen halte ich als .... "Buchhalter..."

(-> du kennst den hier: ? naehrstoffe/heftiger-unterschied-zwischen-einzelnen-tropftests-t22087.html) ?
erstmal für "sehr gut".
- Allerdings nur solange, wie ich wüsste, dass der NO3-Referenztest gg. dass das Fotometer misst, taugt(e). Und dies geht nur mit einer Vergleichslösung.
Ich halte (vorsichtig ausgedrückt) viele Mängel an Pflanzen für reine Makromängel, bzw. Mängel, die aus Ionenkonkurrenzen resultieren.
Mit dem letzten Satz möchte ich aber keine neue "thread-Baustelle" eröffen!

Gruß,
Andreas
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Postby channaobscura » 18 May 2012 21:53
Hallo zusammen,

ich reihe mich mal ein, da ich phasenweise auch diese Krüppelei in meinen Becken beobachten muss. Leider. Die Beobachtung mit den dunklen Belägen finde ich interessant, allerdings kann ich das nicht bestätigen.

Christian, du hattes doch schon mal ein Thema in dieser Sache laufen. Das war vor über einem Jahr und bezog sich auf die Hemianthus micranthemoides. Hab das damals sehr interessiert verfolgt und grad nochmal überflogen. Hier mal ein Zitat daraus, von dir am 13.02.2012 gepostet :

"Seit ich alle Becken mager mit Mikros und PO4 und üppig mit Spezial N und Ammonium dünge gibts zu 100% gesunde Triebspitzen. :smile:
Dünge ich versuchsweise üppiger Mikros gibts Verkrüppelungen, dünge ich üppiger PO4 gibts Verkrüppelungen, ist die CO2 Flasche leer gibts Verkrüppelungen.
Hemianthus sp. göttingen reagiert identisch. Andere Stengelpflanzen wie Rotal rotundifolia und Pogostemon errectus reagieren ebenfalls (wenn auch nicht so stark mit einzelnen Krüppeltrieben."


Im Grunde musst du mal möglichst genau Revue passieren lassen, was sich in der Zwischenzeit geändert hat - sei es noch so unwichtig oder unscheinbar. Ich weiss, das ist leichter gesagt als getan; in den Monaten dazwischen ist schließlich verdammt viel Wasser die Elbe runter geflossen...! Aber da muss es irgendwo einen "Haken"geben. Filterung geändert? Strömung? Temperatur? Wasserzusammensetzung? Düngermengen/-zusammensetzung? Mal ein "reset" gemacht mit definierter Aufdüngung?

Viele Grüße,
Werner
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Postby Gast » 19 May 2012 11:32
Hallo zusammen,

@Christian
Also das Blue Exit von EL habe ich nicht ausprobiert und auch nichts gutes darüber gehört.
Hast du mal einen Muffeltest gemacht?

@Kiko
die Methode mit dem Wasserstoffperoxid ist mir bekannt, hatte mal in einem Romänischen Forum darüber gelesen, wo einige User damit großen Erfolg hatten. Die haben das Zeugs aber sehr hoch dosiert und somit wäre mir diese Methode zu riskant für die Tiere.

@Andreas

Liegt evtl. ein N-Problem vor ?
Mein Gedankengang:
Nitrifikanten ausgehungert, da keine assimilierbaren N-Vorstufen des NO3 vorhanden, die notwendig sind für den effektiven Populationserhalt innerhalb des AQ- Milieus. Daher keine Konkurrenz zu ubiquitären CB, die sich nun breitmachen (können), da Konkurrenz fehlt


Das ist zwar ein interessanter Ansatz, nur hatte ich bzgl. Düngung schon alles ausprobiert.

Das die Nitrifikanten keine Nahrung mehr vorfinden, ist eigentlich (solange man Fische im Becken hat), mehr als unwahrscheinlich.
Meine Fische und Garnelen müssen auch nicht hungern und werden tägl. abwechslungsreich gefüttert.
Zudem wird tägl. No3,Harnstoff, Amonium in moderater Dosierung hinzugeführt.

Wenn Stickstoff gegen nicht nachweisbar läuft in Verbindung mit wenig PO4, werden gewisse Pflanzen wie bsw. Rotala rotundifolia bei mir Blutrot (ungedüngten Kies/Sand).
Solange diese Pflanzen eher Farblos sind, muss man sich bzgl NO3 keine Gedanken machen .
Die zwischenzeitlichen Kontrollmessungen unterschiedlichster Hersteller, bestätigen mir dieses.

Das Tröpfchentests nur eine grobe Tendenz anzeigen, ist mir bekannt, nur ob No3/Nh4/3 überhaupt vorhanden ist, kann man damit schon erkennen incl. Pflanzen lesen.

Vielleicht handelt es sich einfach um eine allg. Instabilität und muss einfach ausgesessen werden in Verbindung Dunkelkur.
Bei mir zumindest, scheint sich eine Schmieralge breit gemacht zu haben. Wenn man mit der Hand an der Scheibe lang fasst oder an den Pflanzen, alles glitschig.
Hatte letzte Woche mal für 1 Tag Licht off und die Beleuchtungszeit anschließend auf 5 Std. reduziert und eine deutliche Besserung festgestellt.
Nachdem ich die Beleuchtungszeit wieder langsam auf 8 Std. erhöhte, kam die Schmieralge vereinzelt wieder :( .
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Postby kiko » 19 May 2012 12:53
Hallo Werner
die Methode mit dem Wasserstoffperoxid ist mir bekannt, hatte mal in einem Romänischen Forum darüber gelesen, wo einige User damit großen Erfolg hatten. Die haben das Zeugs aber sehr hoch dosiert und somit wäre mir diese Methode zu riskant für die Tiere.

Für Cyannos sind nicht zwangsläufig hohe Dosen erforderlich, man sollte da tendentiell mit der Hälfte dessen auskommen was bei Grünalgen mit H202 üblich ist. Das mit den hohen Dosen ist eher als 3Tages-"Quick-Fix" (fürs komplette AQ) gegen Fadenalgen & so besonders hartnäckigeres fädriges Zeugs gedacht. Der H202 Pegel läßt sich in etwa auch kalkulieren und die Verweildauer in der Wassersäule ist kurz. Sofern man weiß was man da tut ist das eine sichere Sache, die (im Gegensatz zu "undeklarierten" EL Algiziden) auch keine fraglichen Rückstände hinterläßt.
Auf blinden Verdacht hin, würde ich es aber auch nicht empfehlen einzusetzen.
grüße Olaf-Peter
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Postby chrisu » 19 May 2012 19:15
Hallo,

ich habe heute an einigen Pflanzen gerochen, konnte aber eigentlich keinen komischen Geruch feststellen.

Ich werde mir den neuen Eudrakon-Power Dünger besorgen. Vielleicht hilft die gleichmäßige und geringe PO4-Zubabe dieses Düngers das Problem zu lösen!?
Mfg Christian
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Postby chrisu » 22 May 2012 11:28
Hallo,

habe vor drei Tagen 50% Wasserwechsel gemacht. Frischwasser auf 20mg/l NO3 aufgedüngt und 0,6m/l PO4 aufs gesamte Beckenvolumen.
Wie erwartet bekommen nun alle Krüppeltriebe wieder gesunde Triebspitzen.
Beim den nächsten Wasserwechseln werde ich versuchen die PO4-Menge langsam zu erhöhen, bin gespannt wie weit ich gehen kann.
Mfg Christian
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Postby Gast » 22 May 2012 18:17
Hallo Christian,

die Situation hat sich bei mir deutlich gebessert, die P.Errectus wächst bislang ohne krüppeln.
Die schmierigen Beläge sind jetzt verstärkt auf der Ludwigia und etwas auf der Glosso.
Werde nochmals 2/3 Tage Dunkelkur machen, um der Schmieralge den Rest zu geben. :keule:


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Postby chrisu » 22 May 2012 19:49
Hallo Werner,

bin mir zwar noch nicht sicher ob bei mir auch Schmieralgen diese Probleme auslösen, aber die Dunkelkur werde ich auch mal probieren.
Was auch für diese Theorie spricht ist die Tatsache das emerse Triebe von Hemianthus sp. göttingen welche bei mir am Aquarienrand wachsen nie verkrüppelte Triebe haben!
Mfg Christian
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