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Postby java97 » 03 Dec 2009 13:33
Hallo!

Ich habe folgendes Problem mit meinen Pflanzen:

Hygrophila Polysperma:
bildet kräftig aussehende grosse Blätter, die aber, wenn sie älter werden, kleine Löcher ausbilden.

Heteranthera Zosterifolia:
wächst eigentlich auch sehr schön, nur habe ich heute Flecken in den etwas älteren Blättern entdeckt, die wie kleine längliche Lufteinschlüsse aussehen, sich aber bei genauerem Betrachten als längliche glasige Stellen herausstellten.

Mein Aquarium:

-55l beleuchtet mit 2x18W Solaris Wave Leuchte 6500K
-Beleuchtungsdauer: 9.00-14.00, 2Std.Pause, 16.00-22.00
-Filterung mit Dennerle Nano-Eckfilter XL und grobem Schaumstoff darin
-1x wöchentlich TWW mit 15-20l mit GH/KH plus, extra Magnesiumsulfat und Calciumsulfat (für die Schnecken) aufgesalzenem dest. Wasser (wegen der extrem hohen Silikatwerte im Leitungswasser von 26 mg/l)
-Dennerle Garnelenkies, Deponit darunter, schwaches 5W Bodenheizkabel
-Dichte Bepflanzung
-Besatz: 11 Amanos, 9 Funkensalmler

Düngung:
Aquafim Langzeitdünger, 2x pro Woche Easylife Fosfo und Easylife Nitro, Bio Co2

Wasserwerte:
GH: 9
KH: 4
NO3: 3-5
PO4: 0,3-0,5
FE: 0,1( kontinuierlich nachweisbar durch Düngung mit Aquafim)
K: schätzungsweise 10-20mg/l ( schwer zu beurteilen, da der Test (Trübung)für mich schlecht ablesbar/beurteilbar)
CO2: ca. 16 --Dennerle Dauertest zeigt grün
Ph: 7,0
Kein Ammonium/Nitrit

Der einzige Verdacht, den ich habe (da es am Kalium ja nicht liegen kann) ist
der niedrige NO3-Wert.
Ich habe hier im Wasserpflanzenregister gelesen, das Heteranthera Zosterifolia auf Nitratmangel mit durchsichtigen und dann absterbenden Blättern reagiert. Daraufhin habe ich gestern auf

NO3: 10mg/l
PO4: 1mg/l (um das 1:10- Verhältnis zu erhalten --ist dies notwendig?)

aufgedüngt, worauf dann auch die Anflüge von Fadenalgen wieder verschwanden.

Habt Ihr noch Tipps?
An Fraßschäden durch die Amanos glaube ich eigentlich nicht...

Ich freue mich auf eure Einschätzungen!!!

Gruss

Volker
schöne Grüße
Volker
java97
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Postby unkraut » 03 Dec 2009 16:55
Hi,
deine Probleme hat ich auch mal.
Heteranthera saugt richtig stark Nährstoffe. Tropica PFLANZENNAHRUNG+ hat dabei gute Erfolge erzielt. Hab auch gesehn das Kakteendünger ihr auch gefallen hat. Aber diesen Tip will ich eigentlich nicht unbedingt geben ;)
Hygrophila, hab da schon Sorten gehabt die sich nur in etwas härteren Wasser wohl gefühlt haben und mit Co2+Weichwasser kümmerten/auflösten. keine ahnung warum. Bei deinem Equip kannst dir ja was Anspruchsvolleres reinsetzen :) Der Aufwand für deinen Wasserverschnitt hört sich etwas aufwändig an. Hattest schlechte Ergebnisse als du das dest. Wasser mit Leitungswasser verschnitten hast?
Gruß Sebastian - 200l - Red Point - Red Point v2
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Postby nik » 03 Dec 2009 18:38
Hallo Volker,

java97 wrote:Hallo!

Ich habe folgendes Problem mit meinen Pflanzen:

Hygrophila Polysperma:
bildet kräftig aussehende grosse Blätter, die aber, wenn sie älter werden, kleine Löcher ausbilden.

Heteranthera Zosterifolia:
wächst eigentlich auch sehr schön, nur habe ich heute Flecken in den etwas älteren Blättern entdeckt, die wie kleine längliche Lufteinschlüsse aussehen, sich aber bei genauerem Betrachten als längliche glasige Stellen herausstellten.
...

Der einzige Verdacht, den ich habe (da es am Kalium ja nicht liegen kann) ist
der niedrige NO3-Wert.
Ich habe hier im Wasserpflanzenregister gelesen, das Heteranthera Zosterifolia auf Nitratmangel mit durchsichtigen und dann absterbenden Blättern reagiert. Daraufhin habe ich gestern auf

NO3: 10mg/l
PO4: 1mg/l (um das 1:10- Verhältnis zu erhalten --ist dies notwendig?)

aufgedüngt, worauf dann auch die Anflüge von Fadenalgen wieder verschwanden.

liest sich gut! Die Beschreibung einer Abhängigkeit von Fadenalgen zu einem Stickstoffmangel kommt ja jetzt öfters. Von der Bedeutung des Stickstoffs bezüglich Fadenalgen bin ich schon eine Weile überzeugt. Muss natürlich nicht der einzige Faktor sein, unter bestimmten Bedingungen konnte ich Fadenalgen abhängig vom Stickstoff beliebig wiederholen.

Ich würde noch die Trinkwasseranalyse auf einen relativen Mg-Mangel überprüfen und das evtl gerade ziehen. Ah nee, du bastelst dir dein Wasser selber. Trotzdem lohnt das eine Überprüfung. In letzter Zeit beschäftige ich mich mit Ca und SO4, das zieht wieder eine Menge (höchst interessante) Abhängigkeiten zu anderen Nährstoffen nach sich, d.h. zurzeit verunsichere ich mich selber. Solche Phase gehören einfach dazu. ;) Trotzdem beschreibe ich, was sich bis dato bewährt hat. Kalium und Nitrat sollte man in etwa gleichen Mengen Düngen, verbrauchsmäßig ist meist K<NO3. K wird aber von höheren Ca-Gehalten in der Aufnahme behindert. Ca wirkt auch antagonistisch auf Magnesium (und Mangan und Bor . Magnesium halte ich für ziemlich wichtig denn es hat - es gibt nicht nur Behinderungen zwischen den Nährstoffen ;) - synergistische, d.h. eine fördernde Wirkung auf die Stickstoff- und Phosphataufnahme der Pflanze.
Wenn es also nicht extrem hohe Ca-Gehalte im Leitungswasser hat, dann schaute ich, dass das Ca/Mg Verhältnis bei 3:1 bis 2:1 zu liegen käme.

Schnecken und Garnelen kommen auch mit geringer KH/GH zurecht. Meine Amanos sind bei KH<0,5° und 2°GH 7 Jahre und älter geworden, die TDS haben sich auch daran "gewöhnt".

Das 10:1 Verhältnis von N:P bezieht sich auf den Gehalt in der Trockenmasse einer Pflanze, oder irgendwie so, denn ich halte es für einigermaßen uninteressant bis unsinnig daraus ein Verhältnis im Wasser abzuleiten, da verschiedenen Nährstoffe unterschiedlich gut aufgenommen werden können. Ich fahre gerne PO4-limitiert, habe zurzeit aber nur ein Leitungswasser mit 1 -1,5 mg/l PO4 zur Verfügung. Geht auch.

Gruß, Nik
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nik
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Postby java97 » 04 Dec 2009 08:48
Vielen Dank für eure Beiträge!

@unkraut:

Ich hatte am Anfang Kieselalgen wg. des hohen Silikatgehaltes. Darum nehme ich jetzt Dest. Wasser. Vielleicht ein wenig extrem aber für so ein kleines Becken ist das für mich vertretbar.
Mein fertig augehärtetes Wasser ist ja gar nicht so weich, also denke ich nicht, das die Löcher durch fehlende Härte entstehen...

@Nik:
Das mit den Fadenalgen und dem Stickstoff finde ich auch jedesmal sehr eindrucksvoll. Sie zeigen mir immer, wann es höchste Zeit ist zu düngen.
Das Ca/Mg- Verhältnis müsste ca. bei 3-4:1 liegen. Ich werde aber in Zukunft noch etwas mehr MG hinzufügen.
Ist eine GH von 9 für die "meisten" Pflanzen zu verkraften oder sollte ich die Finger von starkem Aufhärten lassen?
Ich hatte hier halt irgendwo gelesen, das Schnecken zu weiches Wasser nicht vertragen und das das Schneckenhaus dann "ausdünnt". Deshalb die Ca-Zugabe in Kombination mit Mg.
Was ist denn SO4? Ich komme gerade nicht drauf...und was ist da so interessant? Kannst es gerne mal etwas ausführen.

Gestern beobachtete ich so meine Pflanzen und die Amanos und es keimte der Verdacht in mir, das die grossen Weibchen evtl. auch die Ursache für die Löcher sein könnten. Mein Mooskraut hatten sie schon mal gefressen und nun musste ich gestern feststellen, das sie doch recht rabiat mit ihren Borstenscheen an den doch recht zarten Blättern der Heteranthera rupften.
Ich werde das mal im Auge behalten...wenn sich herausstellen sollte, das sie die Ursache für die Löcher und "Stellen" sind, dann werde ich mich von Ihnen trennen und nur die kleinen Männchen behalten, die ich noch nie so ruppig erlebt habe....

Gruss
Volker
schöne Grüße
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