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Postby uruguayensis » 19 Sep 2013 14:05
Hallo, ich habe aus dem Baumarkt Kaminholz, natürlich getrocknetes Kaminholz. Eiche, Buche, Esche, Birke, Erle. Die Holz Sorten sind doch ideal. Nun meine Frage kann man mit der Asche einen Kalium Dünger selber herstellen ?

Besten Dank im Voraus

MfG
Emrah
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Postby Giftzwerch28 » 19 Sep 2013 16:22
Hallo!

Nicht sicher ob es sich hierbei um eine ernstgemeinte Frage handelt,
will ich doch zumindest darauf hinweisen, das Holzasche undefinierbare Mengen an Schwermetallen
enthalten (können), daher auch im Gemüsegarten nur in geringen Mengen verwenden.
Lieber Pottasche oder Kaliumsulfat.


Gruß Alex
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Postby uruguayensis » 19 Sep 2013 16:40
Hallo, Alex doch das ist ernst gemeint :smile: Pottasche wurde auch aus Holzasche hergestellt:

Der Name Pottasche stammt von der alten Methode zur Anreicherung von Kaliumcarbonat aus Holzasche durch Auswaschen mit Wasser und anschließendes Eindampfen in Pötten (Töpfen).

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Kaliumcarbonat

Meine Frage ist es ob es auch mit Holzasche hergestellt werden kann, statt Pottasche. Zur Düngekugel Herstellung ist ja Holzasche auch bekannt, deshalb dachte ich das es vielleicht auch möglich währe einen Kalium Dünger herzustellen. Mein Bedenken ist nur ob das Kaminholz naturbelassen ist, ob da vielleicht nicht irgendwelche Stoffe verwendet werden um das Holz schneller brennbar zu machen.

MfG
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Postby Roger68 » 20 Sep 2013 16:32
Hallo Emrah

Warum verwendest du zur Herstellung nicht Kaliumsulfat ? Kaliumsulfat Aquasabi
Gruss Roger
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Postby Tigger99 » 20 Sep 2013 16:55
Emrah,

eine neue Idee :pfeifen:
Aber sagen wir mal so, ich vertraue da mehr auf die Profis für die Herstellung
von Düngern. Gehen wird das schon, nur rechtfertigt das den Aufwand und das Risiko
für die Fische, Nelen und so? Meiner Meinung nach eher nicht. Kaliumsulfat bekommt
man ja recht preiswert siehe oben und fertig.
Allerdings stellt sich noch die Frage warum du Kalium noch ins Becken schütten
möchtest ?? Mehr und mehr setzt sich die Kalium arme Düngung durch.. :pfeifen:
Schönen Gruß
Dirk
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Postby uruguayensis » 21 Sep 2013 00:02
Hallo, Das Kaliumsulfat ist bestimmt reiner als Holzasche. Natürlich vertraue ich auch eher den Profis, die es herstellen. Da sind Mikrobiologen und Chemiker am tuen und machen, die können Rohstoffe testen und analysieren und haben das know- how dazu. Da geht man lieber kein Risiko ein und führt Experimente durch und benutzt das was getestet wurde und auf dem Markt ist. Da hat man ein ruhiges Gewissen und immer eine Garantie.
Mir ist Holzasche im Aquarium mit Düngekugeln bekannt geworden, da ältere Aquarianer damit Langjährige gute Erfahrungen haben. Ich hatte vor ca. 2 - 3 Jahren auch traditionell Düngekugeln mit Holzasche hergestellt. Ich habe die im Aquarium verwendet, so ein enormes Turbowachstum in alle höhen und Breiten hatte ich mit herkömmlichen Düngemitteln noch nie gesehen. Dann habe ich meinen Bruder auch welche gegeben, der war auch erstaunt darüber, in seinen Aquarium was für eine "Power" die Holzasche eigentlich hat. Ableger sind in kürze in die volle Größe herangewachsen, sonst dauert es einige Monate. Ich habe dann weitere Experimente mit Holzasche gemacht und im Garten verwendet, die Tannen sind in die doppelte Größe und Breite geschossen nach 1-2 Jahren. Ich wahr selber verwundert, auch wahren Besucher verwundert darüber und bezeichneten den Garten als "" Was ist das den für ein Wald hier geworden". Ich musste alle Bäume stutzen damit es wieder nach Garten aussieht. Seit ich keine Holzasche mehr verwende ist überall normales gewohntes Wachstum eingetreten. Seit dem wahr ich fasziniert von der Holzasche, was ältere Aquarianer wohl immer noch sind. Da habe ich mir gedacht, man könnte es doch weiter entwickeln mit den technischen Möglichkeiten von heute, in alle Richtungen (Bodengrund und Wassersäule) in der Düngung. Holzasche ist nicht nur reich an Kaliumcarbonat, sondern enthält auch andere Nährstoffe, sogar Mikro Nährstoffe. All das was der Baum in 50 oder 100 Jahren vom Boden aufgenommen hat, sind in der Holzasche, daher ist das wahrscheinlich für die Pflanzenwelt Gold wert.

MfG
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Postby emzero » 21 Sep 2013 09:38
Da geht man lieber kein Risiko ein und führt Experimente durch und benutzt das was getestet wurde und auf dem Markt ist.
Da hat man ein ruhiges Gewissen und immer eine Garantie.

Ist das so??? Warum haben dann so viele Aquarianer trotz Garantie Probleme mit Algen und Pflanzenwuchs?

Hallo Emrah,

ich finde die Idee ziemlich genial! :thumbs:
Für mich ist die Natur immer der bessere Dünger, weil komplett.
Im Garten gibt es bei mir (ausser Rasen) keinen gekauften Dünger. Alles, was geschnitten oder gezupft wird (dito Holzasche aus dem Ofen), geht ggf. durch den Häcksler und auf den Kompost bzw. gleich direkt wieder auf die Beete, und alles wächst von ganz alleine wie Hulle, dass man mit dem Schnitt gar nicht mehr nachkommt, obwohl ich ansonsten keinerlei Aufwand betreibe.
Auch der uralte Pflaumenbaum, der bei meinem Einzug kaum getragen hat, hängt seit ein paar Jahren ohne jede Pflege proppenvoll.

Inbes. die Idee mit den Düngekugeln aus Holzasche muss ich deshalb unbedingt mal bei meinen Vallis probieren!!
Würdest Du uns das "Rezept" verraten?
Greetz Hartmut

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Postby uruguayensis » 21 Sep 2013 13:21
Hallo Hartmut,

die Richtlinie lautet, man nehme 20 Gramm oder 75 ml Holzasche ( am besten Buchen Holz oder gleich gutes Laubholz) auf einen Liter Lehm. Der Lehm sollte Tonmineralien enthalten. Wenn man es mit Wasser vermischt und einen Tag warten lässt sollten sich Risse bilden, wenn da im Lehm viele Tonmineralien sind. Tut es sich nicht oder nur wenig, kann man den Lehm nicht verwenden, weil er im Wasser sich auflösen und zerfallen würde. Daher ist es besser auf Lehm zu verzichten und gleich naturbelassenen Ton zu nehmen, der Ton sollte eine rotbraune Färbung haben, dann ist er stark Eisenhaltig was besonders vom Vorteil ist, ähnlich wie Laterit. Auf diesen Ton gibt man dann die Holzasche und knetet es. Damit sich alles gut vermischt gibt man bisschen Wasser hinzu. Die Konsistenz sollte so sein das es nicht an den Fingern und Händen kleben bleibt. Wenn es Kleben bleibt, kann man es einen Tag trocknen lassen. Man formt dann aus der Masse Würstchen und schneidet sie in ca. 1 cm Stücke. Aus Diesen Stücken formt man sich mit den Fingerspitzen leichter Kugeln und Trocknet sie. Wenn sie trocken sind kann man sie Verpacken.

Mann muss aber forschen ob der Ton naturbelassen ist ohne jegliche Zusätze. Auch die Holzasche ob es Naturbelassener Holz ist. Z. b. das Holz den ich habe ist von jaflamme es ist unbehandelt und Naturbelassen.

MfG
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Postby emzero » 23 Sep 2013 12:49
Hallo Emrah,
vielen Dank für Deine ausführliche Beschreibung! :tnx:
Lehm und Holz (haupts. Esche) kämen aus dem Garten, so dass ich davon ausgehen kann, dass sie nicht belastet sind.
Habe übrigens gerade mal gegoogelt, und Holzasche enthält viele Mineralstoffe, wie insbes. Calzium, Magnesium und Kalium.
Leider allerdings auch einiges an Phosphat, wo mir etwas mulmig wäre, davon zu viel im Bodengrund zu haben.
Stickstoff und Kohlenstoff gehen bei der Verbrennung verloren.
Siehe: http://www.waldwissen.net/waldwirtschaft/waldbau/standort/lwf_holzasche_rohstoff/index_DE
Greetz Hartmut

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Postby uruguayensis » 23 Sep 2013 15:17
Hallo Hartmut, das Phosphat und Nitrat ist in NPK Düngerkugeln auch enthalten.
Dabei ist nur wichtig das der Lehm der verwendet wurde viele Tonmineralien enthält und gut speichert.
Damit die Nährstoffe langsam an die Pflanzenwurzeln gegeben werden. Bis zu 6 Monate und mehr.
Wenn der Lehm wenig Tonmineralien enthält kann er nicht gut speichern und zerfällt und gibt alles schlagartig ab, was dann zu Algenplagen führen würde . Das soll ja verhindert werden und die Nährstoffe in Depot Form über einen längeren Zeitraum zu behalten. Damit die Nährstoffe nur langsam abgegeben werden.
Ich würde mit dem Lehm deshalb erst mal die Probe machen:

1) Nas machen und trocknen lassen ob sich viele Risse bilden.

2) Dann auch nochmal um sicher zu gehen eine Kugel formen und trocknen lassen und in ein Glas Wasser geben, ob er zerfällt oder stabil bleibt,

wirst Du dann sehen. Wenn er zerfällt gibt er die Holzasche dann schlagartig ab, das soll ja verhindert werden. Wenn der Lehm die Proben überstanden hat, würde ich ihn nochmal im Herd erhitzen und sterilisieren, das brauche ich aber nicht zu sagen, kennst Du bestimmt. Wenn der Lehm geeignet ist, ist auch der Phosphat ein Düngestoff ohne ein Risiko.

MfG
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Postby Plantamaniac » 23 Sep 2013 16:34
Hallo, alle Ton (gekauft) und Lehmarten die ich bis jetzt ausprobiert habe, zerfallen innerhalb kürzester Zeit, wenn man sie in ein Wasserglas legt. Auch gekaufte Düngerkugeln habe ich so schon zerstört, weil ich wissen wollte was damit passiert. Gerade bei NPK, das man reinmacht, sollte man sie deshalb so tief wie möglich in Sand oder Kies drücken und an der Stelle lange nicht graben. Nur so kann man die Tiere vor manchen Inhaltsstoffen schützen und Algenpest vorbeugen.
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