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Postby Haeck » 14 Dec 2017 04:56
Moin,

schon klar. Solltest du dir zur Beantwortung deiner Frage dennoch eine definitive Aussage wünschen, empfehle ich dir nach wie vor, das No2 zu testen, denn jedes Becken tickt biologisch betrachtet anders. Keiner der ansässigen Teilnehmer wird dir diese Fragestellung präzise beantworten können.

Wenn ich mich recht daran erinnere, besitzt du ein Großvolumiges, üppig bepflanztes Becken bei geringem Fischbesatz. Das anfallende Amônium werden sich die Pflanzen primär unter den Nagel reißen, womit sich mir die Frage im Anschluß aufdrängt, welche Funktion sich hierbei vom Purigen versprochen wird ?

Nach 3 Jahren habe ich an den Schläuchen der Pumpe schwarze Ablagerungen. Können diese was mit Phosphat zu tun haben?


Es wird sich hierbei höchstwahrscheinlich um ein Bakterienfilm handeln, der sich aus den im PVC befindlichen Weichmachern ernährt und sich als schwarzer Belag bemerkbar macht. Ist der Schlauch steif/hart, sind diese Stoffe im Wasser freigesetzt worden.

Lg
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Postby nik » 14 Dec 2017 06:57
Hi Bülent,

ich kann dir nicht definitiv sagen, ob deine Filterung Geringfilterung ist! Schätzen kann ich es. Das ist vor allem davon abhängig wieviel Futter du rein wirfst. Zur Filterleistung gehören auch die Oberflächen im Aquarium, d.h. die erheblichen Flächen, die sich über die reichlichen Pflanzen eines Pflanzenaquariums und auch über ein verwendetes gröberes Substrat (als Sand) ergeben, welche dem Biofilm ebenfalls als Grundlage dienen. Wenn ich das bei dir schätzen soll, dann brauchst du mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit überhaupt kein Substrat im Filter. Die Flächen im Aquarium werden für den notwendigen Biofilm, d.h. der für die Verarbeitung der anfallenden organischen Stoffe entsprechenden Mikroflora, sicher genügen. Wenn du den Filter über Wochen leer machst, wird eine Verlagerung des Biofilms vom Filter ins Aquarium stattfinden. Überhaupt kein Problem. Wenn du der Umstellung genug Zeit gibst, musst du kein Nitrit messen.

Die biologische Filterung ist das Eine, der Filter wird aber für zusätzliche Funktionen genutzt. Du machst das mit dem Vlies und dem Purigen. Das Vlies wird nach einer Woche schon auch Biofilm beherbergen, also zur Filterleistung beitragen, genauso wie das Purigen auch. Das ist bei einem fetten Pflanzenbecken, wie deinem, unerwünscht.

Du willst also mit dem Vlies Trübstoffe und mit dem Purigen Wasserfärbungen beseitigen. Beides würde ich nur machen, wenn es notwendig ist. Musst du entscheiden wieviel Trübstoffe bei dir durchs Becken wabern und wieviel Verfärbungen vorzugsweise durch Holz oder durch ein als Altwasser betriebenes Aquarium entstehen. Mit einem minimal eingesetzten UV-C bekommt man das Wasser auch klar. An den Trübstoffen ändert der nichts.
Das Purigen nimmt halt bestimmte organische Verbindungen auf, nimmt aber auch Einfluss auf Stickstoffverbindungen. Bei einem zeitweisen Einsatz würde ich das vernachlässigen.
Du verwendest halt auch Soil, das hat über die gröbere Struktur Filterleistung und puffert manche Nährstoffe, manche nicht, was das System bei Änderungen der Düngung für manche Nährstoffe träge macht, für andere Nährstoffe nicht. Transparent ist anders.

Es ist wie oft, Substratfilterung, Feinfilterung, Purigen(, UV-C) werden vorbeugend und üppig verwendet. Dein Job ist es das auf das notwendige zu reduzieren. Das kann dir niemand sagen, das sieht man nur vor Ort.

Dir würde ich übrigens einen UV-C empfehlen, weil du erhebliche Schwankungen in der Pflanzenmasse hast und damit hast du alle Chancen eine Schwebealgenblüte, aka grünes Wasser, zu provozieren.

DJNoob wrote:Moin André, das becken läuft schon 2,5 Jahre so. Die Purigen kommen noch raus. Aber der Filter an sich lief immer so und das war eigentlich meine Frage gewesen. Ob die zwei Fliese inordnung wären. Werden alle 3 Monate erneuert. Ich hatte nie die Absicht Bakterien im Filter zu behausen.

Machst du aber- was nicht generell ein Problem sein muss. Wenn es aber Probleme gibt, dann ist es sinnvoll das ganze System möglichst transparent und übersichtlich zu gestalten. Das geht. Einschränkungen gibt es bei dir nur durch das Soil, weil es als gröberes Soil evtl. unerwünschte Filterleistung hat und Einfluss auf die Nährstoffsituation im Wasser hat. Die Nährstoffsituation im Wasser ist maßgeblich für Algen.

Nach 3 Jahren habe ich an den Schläuchen der Pumpe schwarze Ablagerungen. Können diese was mit Phosphat zu tun haben?

Na ja, dein Aquarium wird aufgrund deiner ständig üppigen Phosphatdüngung eben auch mit Phosphatfällungen "gestopft" sein, d.h. es werden Rücklösungen stattfinden, auch wenn du kein Phosphat zugibst. Mich würden die Fällungen stören, weil sie auch die Düngung undurchsichtig machen, aber grundsätzlich sollte es möglich sein auch mit Soil ein Aquarium in Phosphat limitiert zu betreiben.
Mit den schwarzen Ablagerungen wird das nichts zu tun haben. Normalerweise sind die braun. Wenn schwarz, dann werden das Cyanobakterien sein.

Gruß, Nik
nik wrote:
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Postby Haeck » 14 Dec 2017 22:39
Moin Bülent

nik wrote:Mit den schwarzen Ablagerungen wird das nichts zu tun haben. Normalerweise sind die braun. Wenn schwarz, dann werden das Cyanobakterien sein.


Cyanobakterien haben einen charakteristisch unverfehlbaren Geruch. Bau den Schlauch ab und riech einfach dran ;0).

Lg
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Postby Bad_Rockk » 08 May 2018 09:03
Hallo Nik,

ich habe dein Thema durch mein altes Thema zur Biogenen Entkalkung wiedergefunden und es ist nach wie vor ein sehr interessantes Themengebiet.

Mein Patronen-Filter ist extrem überdimensioniert, werde ihn aber definitiv langsam verkleinern. Dennoch fällt es mir schwer, die Menge an Pflanzen und Fischen einzuschätzen. Was ist gering besetzt? 50 Salmler (4-8 cm) auf ca. 800 L? Was ist gering, mittel oder stark bepflanzt?

Wie würde sich ein permanenter Wasserwechsel auf das Konzept auswirken? In meinem Fall wären es 1-2 L/h, was wöchentlich ca. 20-40% Frischwasser entspräche.

Es wurde des öfteren von den besseren Anströmungen des Substrats im (Topf-/Kanister-)Filter gesprochen. Ich habe ein Filterbecken mit geringer Durchströmung (max. 1,5-facher Beckeninhalt pro Stunde, könnte ich noch weiter drosseln) und Strömungspumpen im Becken. Diese sind deutlich stärker und rühren daher das Becken mehr um als der eigentliche Filter. Würde eine Reduktions des Durchflusses schon eine Verlagerung des Biofilms begünstigen? Die Anzahl an Filterpatronen wird sowieso reduziert.

Bedeutet Schlamm im Filterbecken automatisch, dass hier Nährstoffe ausfallen? Im Becken sind keine Schwebstoffe, daher kann es nicht von da kommen. Und soll der Schlamm im Filterbecken verbleiben oder besser entfernt werden? Es den bisherigen Beiträgen, würde ich den Schlamm eher entfernen, da er Einfluss auf das Gesamtsystem haben kann.

Gruß Tim
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Postby nik » 09 May 2018 11:12
Hallo Tim,

sorry for being late. War im Urlaub, habe auf einen Rechner verzichtet und ein längerer Text auf dem Smartphone ist nicht so meins. ^^

Bad_Rockk wrote:Mein Patronen-Filter ist extrem überdimensioniert, werde ihn aber definitiv langsam verkleinern. Dennoch fällt es mir schwer, die Menge an Pflanzen und Fischen einzuschätzen. Was ist gering besetzt? 50 Salmler (4-8 cm) auf ca. 800 L? Was ist gering, mittel oder stark bepflanzt?

für solche Betrachtungen müssen üblicherweise verdeutlichende Regeln herhalten, von denen bin ich aber so der Freund, denn im Grunde wird der eigentliche Sachverhalt, die relative organische Belastung durch Zersetzung organischer Masse, durch quantitative Bemessung von Pflanzenmenge, Fische/Lebewesen und Volumen verschleiert. Das wird mit Regel komplizierer als ohne. Das finde ich okay mich zur Bemessung zu fragen. Über meine resultierende Geringfilterung, bis hin zur Nichtfilterung habe ich eben sehen können wie leistungsfähig ein schon mittelprächtiges Pflanzenaquarium als Filter in sich selbst schon ist. Die notwendige zusätzliche Filterleistung wird idR erheblich überschätzt. In den üblichen Pflanzenbecken ist die im Grunde gar nicht mehr erforderlich und andere Dinge wie funktionale Dinge im externen Filterkreislauf wie die Unterbringung von Purigen oder auch einem UV-C oder Schwebstofffilterung spielen eine größere Rolle als der originäre Zweck biologischer Filterung mittels externer Substrate.

Wie würde sich ein permanenter Wasserwechsel auf das Konzept auswirken? In meinem Fall wären es 1-2 L/h, was wöchentlich ca. 20-40% Frischwasser entspräche.

Nö, das stimmt so ja nicht. Du gibst wohl soviel Frischwasser zu, aber über den Überlauf gehen - auf längere Zeit - mit dem ablaufenden Wasser lediglich 60 - 80 % Altwasser ab, der Rest ist Frischwasser. Das ist eine stark vereinfachte Betrachtung der permanenten Verdünnung, aber so als grobe Näherung mag das schon taugen. Kann man auch berechnen. Ist mir zu mühsam, müsste ich suchen, wäre mir aber interessant ob meine Schätzung ausreichte. Tut sie das, dann wäre die Effizienz des Wasserwechsels bei durchschnittlichen 1,5l/h bei ~70%. Könnte man bei der Düngung berücksichtigen.

Es wurde des öfteren von den besseren Anströmungen des Substrats im (Topf-/Kanister-)Filter gesprochen. Ich habe ein Filterbecken mit geringer Durchströmung (max. 1,5-facher Beckeninhalt pro Stunde, könnte ich noch weiter drosseln) und Strömungspumpen im Becken. Diese sind deutlich stärker und rühren daher das Becken mehr um als der eigentliche Filter. Würde eine Reduktions des Durchflusses schon eine Verlagerung des Biofilms begünstigen? Die Anzahl an Filterpatronen wird sowieso reduziert.

Schwierig. Der Einfluss ist eher gering, denn die Verweilzeit im Filter ist dann höher, das Wasser ist stärker dem vorhandenen Biofilm ausgesetzt. Ich halte Filterdrosselung für einen Irrtum, besser ist maximaler Durchsatz und eine angepasste Menge Filtersubstrat. Das ist der Kern der Geringfilterung.

Bedeutet Schlamm im Filterbecken automatisch, dass hier Nährstoffe ausfallen?

Ja! In Mengen! Das entspricht auch dem Schlamm in den Schaumstoffschwämmen, deshalb besser ein höherer Durchsatz bei gröberem Schaumstoff, die bleiben dann frei, haben dann auch eine erhebliche Standzeit. Beim Mattenfilter oder auch deinen reichlichen Schwammpatronen sammelt sich erst eine erhebliche Menge Schlamm im Schwamm, was den Durchfluss verengt und wieder zu höheren Strömungsgeschwindigkeiten führt - was die verbleibenden Kanäle freihält.

Geringfilterung mit hohem Filterdurchsatz ist also auch eine Verlagerung ausfallender Nährstoffe ins Becken, wo sie im Wurzelraum der Pflanzen wieder verfügbar gemacht werden können.

Das wird dir in deinem externen Becken mit geringer Strömung kaum gelingen. Schlamm ist aber per se nichts schlimmes, der hat dann nährstoffmäßig Pufferwirkung ähnlich den vorgedüngten Soils. Ich halte es für eleganter den nährstoffreichen Schlamm zu den Pflanzen, direkt in den Kreislauf zu bringen. Dass das funktioniert, kann man sehen, denn mit Sand im Becken gibt es auch über lange Zeiträume (>10 Jahre) keinen Schlamm!

Und soll der Schlamm im Filterbecken verbleiben oder besser entfernt werden? Es den bisherigen Beiträgen, würde ich den Schlamm eher entfernen, da er Einfluss auf das Gesamtsystem haben kann.

Ich würde ihn aus den eben beschriebenen Gtünden vermeiden wollen. Wichtiger ist die "funktionierende" Mikroflora, dann wird deutlich in welch weiten Bereichen Düngung möglich ist. Ist das noch nicht der Fall, muss man auf die Düngung, vor allem auf deren Vollständigkeit achten.

Gruß, Nik
nik wrote:
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Postby Bad_Rockk » 09 May 2018 12:05
Hallo Nik,

Danke für die ausführliche Antwort.

Biologische und mechanische Filterung lassen sich teilweise auch nur schwierig trennen. Eine Filterpatrone/Filtermatte die man als Vorfilter (Reduzierung von gröberen Partikeln) einsetzt, wird zwangsläufig auch eine biologische Filterung übernehmen.

Wenn ich es richtig verstanden habe, dann benötigt man die vielen externen Filtersubstrate, wenn wenig Besiedlungsfläche im Becken und ein hoher Nährstoffeintrag durch Besatz und Fütterung vorliegt. Bsp. bei Becken mit großen Barschen/Rochen etc. Das "normale" Gesellschaftbecken würde dann tendentiell schon mit der Gering-/Nichtfilterung funktionieren.

Das beim permanenten Zu- und Ablauf nicht nur "Altwasser" ersetzt wird, ist mir klar und wird prinzipbedingt auch immer so sein. Mir ging es bei der Frage eher auch um das Thema Nährstoffeintrag (es ist kein Dünger, aber es sind dennoch Makronährstoffe enthalten) bzw. Nährstoffverdünnung durch das Frischwasser. Aus meiner Laiensicht, kann das eigentlich nicht schädlich sein, oder? Möchte nur vermeiden, etwas zu verschlimmbessern.

Ich verwende auch schon immer Sand als Bodengrund und kann deine Aussage bestätigen, dass im Becken kein Schlamm/Mulm entsteht. Werde dann man den Filterschlamm etwas absaugen, die Gartenpflanzen werden sich über die Düngung freuen.

Ich habe die Themen zu Mikroflora und Düngung auch gelesen und finde das Konzept insgesamt sehr interessant. :thumbs:
Ich werde dazu noch ein eigenes "Erste Hilfe"-Thema aufmachen, dann kann man direkt auf meine Gegebenheiten eingehen ohne dieses Thema zu verwässern. Würde mich freuen, wenn du mir da dann mit deinen Erfahrungen weiterhelfen könntest.

Gruß Tim
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Postby nik » 09 May 2018 18:53
Hallo Tim,

Bad_Rockk wrote:Biologische und mechanische Filterung lassen sich teilweise auch nur schwierig trennen. Eine Filterpatrone/Filtermatte die man als Vorfilter (Reduzierung von gröberen Partikeln) einsetzt, wird zwangsläufig auch eine biologische Filterung übernehmen.

ja.

Wenn ich es richtig verstanden habe, dann benötigt man die vielen externen Filtersubstrate, wenn wenig Besiedlungsfläche im Becken und ein hoher Nährstoffeintrag durch Besatz und Fütterung vorliegt. Bsp. bei Becken mit großen Barschen/Rochen etc. Das "normale" Gesellschaftbecken würde dann tendentiell schon mit der Gering-/Nichtfilterung funktionieren.

Das sind dann meist auch keine Pflanzenbecken, beim Gesellschaftsbecken ist die Grenze fließend. Bei deinem Becken weiß ich die Bepflanzung nicht, aber dein Fischbesatz ist bei dem vermutlich vernachlässigbar.

Das beim permanenten Zu- und Ablauf nicht nur "Altwasser" ersetzt wird, ist mir klar und wird prinzipbedingt auch immer so sein. Mir ging es bei der Frage eher auch um das Thema Nährstoffeintrag (es ist kein Dünger, aber es sind dennoch Makronährstoffe enthalten) bzw. Nährstoffverdünnung durch das Frischwasser. Aus meiner Laiensicht, kann das eigentlich nicht schädlich sein, oder? Möchte nur vermeiden, etwas zu verschlimmbessern.

Nährstoffeintrag durch Leitungswasser, das können idR. eh nur Makros sein und da im besonderen Nitrat und Phosphat, betrachte ich als Geschenk. So, wie du deinen Durchfluss beschreibst, kann das im Leitungswasser kaum zuviel sein.

Ich werde dazu noch ein eigenes "Erste Hilfe"-Thema aufmachen, dann kann man direkt auf meine Gegebenheiten eingehen ohne dieses Thema zu verwässern. Würde mich freuen, wenn du mir da dann mit deinen Erfahrungen weiterhelfen könntest.

Wenn ich was dazu beitragen kann, gerne. IdR sehe ich solche Themen.

Gruß, Nik
nik wrote:
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Postby MarkusBu » 30 Apr 2019 15:53
Hallo,
ich bin über Umwege auf dieses Thema gestoßen. Sorry wenn ich ein altes Thema ausgrabe, aber meine Frage passt zu dem Thema.

Ich bin bisher immer eher davon ausgegangen, dass etwas mehr Filterung zugunsten der Fische besser ist. Deshalb habe ich in meinen Filtern normalerweise eher zuviel als zu wenig Biomedien.

Ich weiß, dass es nicht zwingend nötig ist. Ich hatte Mal zeitweise etwa 40 Guppies in einem 54 Liter Aquarium und als Filter nur einen Juwel Bioflow One, bei dem ich sogar problemlos den Schwamm gegen einen neuen ersetzen konnte. Dafür musste ich aber bei der Fütterung aufpassen und ich durfte die Einrichtung nur mit Fingerspitzen anfassen. Mit einem Magnetschrubber die Frontscheibe putzen führte schon zu messbaren Nitrit.

Das Becken war gut bepflanzt, gut beleuchtet und mit CO2 versorgt. Die Pflanzen haben also viel von den Stoffen geschluckt. Es war aber wirklich ein sehr empfindliches Gleichgewicht.

Die Guppies sind jetzt nur noch etwa 30 und sie schwimmen in einem Juwel Rio 125, allerdings noch mit relativ wenig Pflanzenmasse. Im Filter habe ich im unteren Teil drei Körbe mit einem Sinterglas Medium, im oberen habe ich verschieden grobe Schwämme.

Ist das schon zuviel des Guten? Sollte ich das Biomedium reduzieren? Ganz darauf verzichten möchte ich zugunsten der Fische nicht.

In einem anderen Aquarium habe ich auch viel Biomedium und viele Pflanzen, um den Nitratwert niedrig zu halten. Die Fische mögen nitratarmes Wasser. Da kämpfe ich allerdings gerade mit Fadenalgen.

In keinem der Filter habe ich bisher nennenswerte Mengen an Mulm finden können. Ich habe nicht den Eindruck, dass hier viele Nährstoffe ausgefällt werden.

Noch ein Wort zu gesintetem Glas und Silikat: ich habe relativ viel Silikat im Leitungswasser, aber trotz gesintetem Glas steigt der Wert nicht sondern fällt eher. Ich kann jetzt auf die Schnelle gerade nicht testen, kann ich aber nachholen. Der Leitwert von meinem Leitungswasser liegt jedenfalls bei etwa 220, in den meisten meiner Aquarien trotz mehrerer Wochen ohne Wasserwechsel kaum über 350.

Unter dem Strich: Ziel der Filterung muss ein Kompromiss sein. Ausreichend für die Fische, aber nicht zu viel für die Pflanzen. Kommt das so in etwa hin? Aber wie Stelle ich fest, wie viel Nährstoffe vom Filter "gefressen" werden?
MarkusBu
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Postby nik » 01 May 2019 11:32
Hallo Markus,

MarkusBu wrote:Ich bin bisher immer eher davon ausgegangen, dass etwas mehr Filterung zugunsten der Fische besser ist. Deshalb habe ich in meinen Filtern normalerweise eher zuviel als zu wenig Biomedien.

und, hast du dich auch mal gefragt, warum?

Ich weiß, dass es nicht zwingend nötig ist. Ich hatte Mal zeitweise etwa 40 Guppies in einem 54 Liter Aquarium und als Filter nur einen Juwel Bioflow One, bei dem ich sogar problemlos den Schwamm gegen einen neuen ersetzen konnte. Dafür musste ich aber bei der Fütterung aufpassen und ich durfte die Einrichtung nur mit Fingerspitzen anfassen. Mit einem Magnetschrubber die Frontscheibe putzen führte schon zu messbaren Nitrit.

Das Becken war gut bepflanzt, gut beleuchtet und mit CO2 versorgt. Die Pflanzen haben also viel von den Stoffen geschluckt. Es war aber wirklich ein sehr empfindliches Gleichgewicht.

Na, dann hast du ja schon Erfahrungen. Das ist gut und du willst die ja auch ausbauen, wie ich deinem Thread zum Walstad Aquarium entnehme. Das ist eine Betriebsweise, die das Systemische in den Vordergrund stellt. Mache ich mit meiner Betriebsweise auch. Das hat je nach Gewichtung der Faktoren Pflanzen(Konstruenten), Tieren(Konsumenten) unterschiedliche Stellschrauben, die du auch bei einem absichtsweise pflegeleichten Setup, das ist auch bei meinem das Ziel, natürlich nicht in Gänze vermeiden kannst. Daran habe ich schon variantenreich herumgedreht, bin aber erst zuletzt auf die Mikroflora, den Biofilm als leider nicht so offensichtlichen, aber nichtsdestotrotz wesentlichen dritten Faktor (Destruenten) bezüglich des systemischen Kreislaufsgedanken gekommen. Das Problem ist, der Biofilm wird als vorhanden und irgendwie einheitlich angenommen. Das ist er aber bei weitem nicht und nimmt in seiner "Qualität" maßgeblichen Einfluss darauf, was wir als Aquarianer unter einem funktionierenden Aquarium verstehen.

Die wesentlichen Stellschrauben sind Pflanzen(menge), diesbezügliche Absicht und Fische, wieder mit den Absichten, die man verfolgt.
Organische Belastung/Filterung, Düngung, Licht als (in Grenzen) Produkt aus Dauer und Intensität, CO2, auch Temperatur ergibt sich daraus.
Wenn ich bei dir pflegeleicht herauslese, dann muss man das mit Pflanzen und Fischen zum Einen einigermaßen im Gleichgewicht halten und zum Anderen Licht und CO2 als die Wachstumsbeschleuniger ziemlich defensiv fahren. Ein bisschen Eingreifen muss man in solchen Systemen immer noch. Man nähert sich sukzessive den eigenen Vorstellungen.

Die Guppies sind jetzt nur noch etwa 30 und sie schwimmen in einem Juwel Rio 125, allerdings noch mit relativ wenig Pflanzenmasse. Im Filter habe ich im unteren Teil drei Körbe mit einem Sinterglas Medium, im oberen habe ich verschieden grobe Schwämme.

Ist das schon zuviel des Guten? Sollte ich das Biomedium reduzieren? Ganz darauf verzichten möchte ich zugunsten der Fische nicht.

Das kommt darauf an. Funktionieren kann das mit deinem Overkill an Filtersubstrat sehr wohl, wenn es um den Kreislaufgedanken geht, dann würde ich das als unvorteilhaft bezeichnen.

In einem anderen Aquarium habe ich auch viel Biomedium und viele Pflanzen, um den Nitratwert niedrig zu halten. Die Fische mögen nitratarmes Wasser. Da kämpfe ich allerdings gerade mit Fadenalgen.

Der Kreislaufgedanke ist auch simpel: Ist es dir zuviel Nitrat, dann hast du entweder zu viel Eintrag oder zu wenig Verbraucher(/Austrag in Form von Pflanzenmasse). "Fische mögen nitratarmes Wasser" lässt sich übrigens auch hinterfragen und im Detail betrachten. Üblicherweise sind die in Pflanzenaquarien auch schon mal üppigeren Nitratwerte für Fische kein Problem. Können sie aber sein, speziell dann, wenn das reichliche Nitrat aus organischen Quellen kommt. Dann ist das Problem aber eher im Bereich organische Belastung und entsprechend angeheizter Mikroflora zu suchen, weniger die Menge resultierenden Nitrats.

In keinem der Filter habe ich bisher nennenswerte Mengen an Mulm finden können. Ich habe nicht den Eindruck, dass hier viele Nährstoffe ausgefällt werden.

So, du setzt also die Menge Mulm gleich mit der Menge an Nährstoffausfällungen? Das ist mitnichten so! Nährstoffe bewegen sich mengenmäßig im mg-Bereich, auch wenn sie ausfallen, bleibt das kaum wahrnehmbar und sollte nicht mit dem optisch viel präsenteren Mulm, der aus sich zersetzender organischer Masse ergibt, verwechselt werden. ^^

Noch ein Wort zu gesintetem Glas und Silikat: ich habe relativ viel Silikat im Leitungswasser, aber trotz gesintetem Glas steigt der Wert nicht sondern fällt eher. Ich kann jetzt auf die Schnelle gerade nicht testen, kann ich aber nachholen. Der Leitwert von meinem Leitungswasser liegt jedenfalls bei etwa 220, in den meisten meiner Aquarien trotz mehrerer Wochen ohne Wasserwechsel kaum über 350.

Halte ich für so belanglos, dass ich das, glaube ich, nirgends erwähnt habe. Hätte ich machen können um mit Sinterglas zu erschrecken. Die Sinterglasmedien sind per se nicht schlecht, in der Summe aber fakultativ soweit problematisch, dass ich im Pflanzenbecken, auch mit Fischen, explizit davon abrate. Wenn du auch noch ein Gleichgewicht Pflanzen/Tiere im Sinn hast, dann sowieso. Grober Schwamm, mengenmäßig im Sinne der Geringfilterung, ist schlicht geeigneter. Gar kein Filtersubstrat, d.h. es ist nicht notwendig, ist im Sinne des Kreislaufgedankens, auch hinsichtlich der Übersichtlichkeit am besten.

Unter dem Strich: Ziel der Filterung muss ein Kompromiss sein. Ausreichend für die Fische, aber nicht zu viel für die Pflanzen. Kommt das so in etwa hin?

Yep, wobei du mit Filterung zusätzliche Substratfilterung meinst und ich mir die Filterleistung des Aquariums an sich und evtl. zusätzlich notwendige Substratfilterung betrachte. Das macht einen Unterschied, denn die Filterleistung eines Aquariums an sich wird ziemlich unterschätzt - wie man am folgenden Becken sehen kann ...
28007
Mit 40 lm/l, ungedüngtem, gewaschenem Quarzsand, moderater CO2-Druckgasversorgung, durchaus erkennbarem Besatz, einem völlig leeren Filter mit Sieb als Ansaugschutz, war das ein Becken, bei dem sich der Aufwand auf Füttern, ab und zu mal auf Sicht düngen und ein bisschen Pflanzen entfernen beschränkte. Scheiben wurden normalerweise überhaupt nicht gereinigt. Übrigens ein Altwasseraquarium, ein pflegeleichter Dauerläufer, das werden die funktionierenden bei mir alle. Und warum funktioniert das so gut? Die Mikroflora ist entscheidend und wenn die läuft, dann kann das auch mit sinnlos viel Sinterglas laufen. Einen Mehrwert hat das nicht und generiert im Pflanzenbecken nur optional Probleme und ist der Stabilität wie wir sie uns vorstellen eher abträglich.

Aber wie Stelle ich fest, wie viel Nährstoffe vom Filter "gefressen" werden?

Da geht das Problem los, es geht nicht ohne erheblichen Aufwand, einem Aufwand der aquaristisch nicht leistbar ist und nur mehr grob, um nicht zu sagen ungenügend abgeschätzt werden kann.
Das ist ein Grund, warum eben nur so viel Filtersubstrat wie nötig und bevor ich zusätzliches Filtersubstrat verwende, verbessere ich lieber die Filterleistung des Aquariums an sich, erhöhe die Wasserbewegung, mehr Oberflächen - oder ich veringere die organische Belastung. Das macht es übersichtlich. In Pflanzenbecken hat es dafür ausreichenden Spielraum. Das ist dem Kreislaufgedanken sowieso näher als die Krücke zusätzliches Filtersubstrat. Es kann auch mit viel Filtersubstrat funktionieren, im Problemfall weißt du aber nicht mehr was das tut. Ein geringgefiltertes Becken kann ich ganz gut "lesen" bei einem gefilterten fällt mir das schwerer.

Ach ja, so ein Gruß und ein Name unter den Post macht die ganze Sache netter. ^^

Gruß Nik
nik wrote:
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Postby MarkusBu » 01 May 2019 13:11
Hallo Nick,
der einzige Grund, warum ich Sinterglas Medien einsetze ist, dass mir bisher nicht bewusst war, dass neben Ammonium, Nitrit und eventuell Nitrat auch andere Stoffe abgebaut werden können. Ich weiß zwar, dass Bakterien viele Stoffe abbauen können, ich bin nur nicht davon ausgegangen, dass es in einem derart nennenswerten Umfang im Filter passiert.

Ich weiß, auch aus eigener Erfahrung, dass Aquarien auch völlig Filterlos arbeiten können, ich habe nur die Befürchtung, dass größere Änderungen zu Problemen führen kann. Genauer gesagt habe ich damit auch schon schlechte Erfahrungen gemacht. Ich habe eine 15 Liter Vase komplett ohne Technik. Wegen Fadenalgen musste ich einige der Lavasteine austauschen (hab die Fadenalgen nicht von den Steinen bekommen). Ich habe mit einem Nitrit Peak gerechnet, der dann auch kam, aber seit dem habe ich permanent Probleme, obwohl der Nitrit Peak ohne Schäden vorüber gegangen ist. Ich habe dafür seit dem eine immer wiederkehrende dicke Schleimschicht auf der Oberfläche.

Wenn man in einem schwach gefilterten (oder filterlosen) Aquarium zB Pflanzen zurück schneidet entfernt man ja gleichzeitig Besiedelungsfläche und Nährstoffverbraucher und es kann ein paar Tage dauern, bis sich wieder ein Gleichgewicht eingestellt hat. In einem reinen Pflanzenbecken mag das nichts ausmachen, aber Fische kann das schon beeinträchtigen. Ob und wie gut die Tiere einen kleinen Nitrit Peak abkönnen hängt von der Art ab. Manche vertragen höhere Werte als andere.

Ich werde die Filter in meinen Aquarien jetzt mal schrittweise verkleinern.

Das mit dem Silikat hast du übrigens im ersten Beitrag selbst geschrieben
Letzteres stimmt schon mal nicht, denn Sinterglas - in einer kleineren Wasserprobe eingelegt - ergibt schon nach wenigen Stunden einen deutlich anzeigenden Silikattest! Sinterglas gibt also Kieselsäure ab.


Mag vielleicht stimmen, aber ich habe nicht den Eindruck, dass das Ausmaß so groß ist das es irgendeinen Einfluss hat.

Wenn ich nicht jeden Beitrag mit Hallo beginne und mit einem Gruß beende ist das nicht unhöflich gemeint. Für mich ist eine Forendiskussion eben wie eine Diskussion, nur eben sehr langsam.

Ich wünsche noch einen schönen 1. Mai
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Postby MarkusBu » 01 May 2019 16:01
Ich habe damit begonnen, meine Filter "abzurüsten". In einem Primo 110 hatte ich zwei Körbe mit gesintertem Glas, einen mittleren Schwamm und Filterwatte. Ich habe einen Korb gegen einen groben Schwamm ersetzt (Reihenfolge hab ich geändert). Eventuell rüste ich schrittweise ab bis nur grobe Schwämme drin sind

In meinem Rio 125 werde ich die drei Körbe mit Biomedium schrittweise einfach heraus nehmen ohne sie zu ersetzen.

Mal sehen, was sich ändert. In beiden habe ich derzeit Probleme mit Pflanzenwachstum. Hab zwar keine Algen, aber wirklich vorwärts geht es auch nicht.
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Postby Nightmonkey » 01 May 2019 16:28
Hallo Markus,

Eventuell rüste ich schrittweise ab bis nur grobe Schwämme drin sind.


Ich würde dir statt grobe Schwämme Keramikröllchen empfehlen, z. B. JBL Cermec.
Ich habe in meinem Filter die grobe Vorfiltermatte raus und 2 Körbe mit den Röllchen gefüllt, auf Empfehlung von Torsten. :wink:
Da kann sich angesammelter Schlamm bei entsprechender Durchflussrate auch wieder rauslösen, gelangt zurück ins Becken wo er eher nützlich ist, ich habe schon beobachten können wie aus dem Filterauslauf Brocken mit raus kamen.
Ich meine in einem Thread von Kurt mal gelesen zu haben das er auch Röllchen im Filter hat, welche weiß ich nicht, und seinen Filter nie reinigen muss. (Man berichtige mich falls ich hier was falsch in Erinnerung habe)

Gruß Marco
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Postby MarkusBu » 01 May 2019 17:06
Hallo Marco,
Ganz auf Schwämme möchte ich nicht verzichten. In meinem Rio125 steckt ein grober Schwamm vor den unteren Ansaugschlitzen und ein weiterer grober Schwamm liegt ganz oben auf dem Filterschacht, so daß er die Einlaufschlitze von innen bedeckt. Die sollen verhindern, dass Garnelen oder junge Fische in den Schacht schwimmen/krabbeln. Ich habe mehrfach beobachtet, wie kleine Amanos in die unteren Schlitze gekrabbelt sind. Ich weiß zwar, dass den Tieren nichts passiert, aber die gehören einfach nicht in den Filterschacht.

Über die Röhrchen werde ich mal nachdenken. Bei den Juwel Innenfiltern ist das etwas doof. Da müsste ich die Röhrchen entweder in Körbe packen oder in kleine Säckchen. Einfach lose rein werfen wäre ein Alptraum, wenn die aus irgend einem Grund mal wieder raus müssen.

Ich bin mir nicht sicher ob es wirklich gut ist, wenn "Brocken" durch den Impeller gehen. Könnte auf Dauer an der Mechanik nagen. Oder sind die Brocken so klein und weich, dass da nichts passiert?
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Postby unbekannt1984 » 01 May 2019 18:37
Hallo zusammen,

Nightmonkey wrote:Ich würde dir statt grobe Schwämme Keramikröllchen empfehlen, z. B. JBL Cermec.
Ich habe in meinem Filter die grobe Vorfiltermatte raus und 2 Körbe mit den Röllchen gefüllt, auf Empfehlung von Torsten.

und wenn wir dem Kind jetzt einen Namen geben wollen/müssen, dann nennen wir es Geringfilterung à la Kurt (aus dem verlinktem Beitrag und seinem nächstem Post habe ich die Sache übernommen).
Bei grober Filterwatte (was Kurt als Kunststoff Gespinst bezeichnet) darf Diese nicht zu stark zusammengedrückt werden - sonst verstopft der Filter trotzdem.

MarkusBu wrote:Über die Röhrchen werde ich mal nachdenken. Bei den Juwel Innenfiltern ist das etwas doof. Da müsste ich die Röhrchen entweder in Körbe packen oder in kleine Säckchen. Einfach lose rein werfen wäre ein Alptraum, wenn die aus irgend einem Grund mal wieder raus müssen.

Hast du Cirax im Einsatz gehabt? Das Körbchen davon könnte man einfach neu befüllen.
Ansonsten liegt zumindest bei JBL Cermec ein Filtermedienbeutel dabei.

Ich bin mir nicht sicher ob es wirklich gut ist, wenn "Brocken" durch den Impeller gehen. Könnte auf Dauer an der Mechanik nagen. Oder sind die Brocken so klein und weich, dass da nichts passiert?

Qualität hat Ihren Preis... Ist Juwel so schlecht?

Also der Filter ist ein "Erbstück" von meinem Vater (leben beide noch)... Die Aufschrift "Made in W.-Germany" sagt aber ein bisschen was aus :)
Die grobe Filterwatte von Dennerle gibt es hingegen leider nicht mehr (die Packung ist so 10 oder 15 Jahre alt).
Mit freundlichen Grüßen,
Torsten

"Which mindset is right? Mine, of course. People who disagree with me are by definition crazy. (Until I change my mind, when they can suddenly become upstanding citizens. I'm flexible, and not black-and-white.)" (Linus Torvalds)
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Postby Nightmonkey » 01 May 2019 19:36
Hallo Markus,

MarkusBu wrote:Über die Röhrchen werde ich mal nachdenken. Bei den Juwel Innenfiltern ist das etwas doof. Da müsste ich die Röhrchen entweder in Körbe packen oder in kleine Säckchen. Einfach lose rein werfen wäre ein Alptraum, wenn die aus irgend einem Grund mal wieder raus müssen.


Es ist mir entgangen das du einen Innenfilter nutzt, ich habe nur Körbe gelesen und daraus den Rückschluss gezogen das du einen Außenfilter hast.
Aber wie Torsten schon gesagt hat ist da ein Netz dabei.

MarkusBu wrote:Ich bin mir nicht sicher ob es wirklich gut ist, wenn "Brocken" durch den Impeller gehen. Könnte auf Dauer an der Mechanik nagen. Oder sind die Brocken so klein und weich, dass da nichts passiert?


Ne da passiert nichts, das ist ja weicher Schlamm.
Da kommen dann immer mal kleine Mengen von raus, Torsten nennt es "Popel".

Gruß Marco
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