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Postby Apteronotus » 06 Feb 2016 09:41
Hoi!

@Wuestenrose:
Das herkömmlicher Landpflanzendünger (sogar simple Blumenerde) genausogut bei Aquarienpflanze funktioniert glaube ich aufs Wort. Aber hast du auch mal die Verträglichkeit auf Fische und ganz besonders Wirbellose getestet?
Das wäre wesentlich interessanter. :wink:

Grüssle Flo
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Postby Wuestenrose » 06 Feb 2016 09:42
Morgen…

In dem Würfel leben nur Blasenschnecken und Muschelkrebse, die eigentlich ungeplant dort eingezogen sind.

Ich dagegen halte es für deutlich interessanter, wie problemlos ein Aquarium mit einem Nitrat-Wert von 100 mg/l und einem Phosphat-Wert von 10 mg/l läuft, bei denen man sofort auf massiven Algenwuchs tippen würde.

Grüße
Robert
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Postby Öhrchen » 06 Feb 2016 10:02
Hi

Jetzt gehe ich selber mal OT, aber meine Frage ist ja soweit beantwortet.

Wuestenrose wrote:Morgen…

In dem Würfel leben nur Blasenschnecken und Muschelkrebse, die eigentlich ungeplant dort eingezogen sind.

Ich dagegen halte es für deutlich interessanter, wie problemlos ein Aquarium mit einem Nitrat-Wert von 100 mg/l und einem Phosphat-Wert von 10 mg/l läuft, bei denen man sofort auf massiven Algenwuchs tippen würde.

Grüße
Robert


Eher stellt sich mir die umgekehrte Frage - warum entsteht überschießender Algenwuchs in Becken mit viel moderateren Werten? Und, könnte man (tierischen Besatz mal außen vor gelassen) ein ganz normales Aquarium ebenfalls problemlos mit diesen hohen Werten laufen lassen, ohne, daß Algen sichtbar werden?
Auch wäre es interessant, ob dein Experiment reproduzierbar ist, oder ob du hier zufällig eine passende Kombi aus Pflanzen und Nährstoffen gefunden hast.
Viele Grüße
Stefanie

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Postby Frank2 » 06 Feb 2016 10:42
Ich dagegen halte es für deutlich interessanter, wie problemlos ein Aquarium mit einem Nitrat-Wert von 100 mg/l und einem Phosphat-Wert von 10 mg/l läuft, bei denen man sofort auf massiven Algenwuchs tippen würde.


Robert ich hatte schon Goldfischbecken mit 50 mg N03 und Po4 von 3. Ohne Pflanzen und ohne Algen.

Für mich ist der entscheidende Faktor für Algenbildung die Mikrodüngung. Und bei Dir ist nahezu unlimiierendes Licht vorhanden, diese in jeder Hinsicht unlimitierten Becken funzen ganz sicher am Besten mit unlimitierter Düngung.

Dennoch ist es interessant. Die Frage ist da für mich, was Grünalgen dazu veranlasst dort nicht zu wachsen. Vlt solltest Du mal spasseshalber ein paar Fusselalgen reinsetzen und schauen was passiert. Rotalgen, Fadenalgen und Punktalgen sicher kein Problem. Aber was passiert mit anderen Grünalgen? Das wäre wirklich mal interessant! Wenn Du welche brauchst - ich habe ein paar alte Blätter mit entsprechenden Grünalgen. :D :D

Grüße
Frank
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Postby Wuestenrose » 06 Feb 2016 10:55
Morgen…

Frank2 wrote:Für mich ist der entscheidende Faktor für Algenbildung die Mikrodüngung.

Gut, und was sagst Du dann zu meiner Mikrodüngung?

Und bei Dir ist nahezu unlimiierendes Licht vorhanden, diese in jeder Hinsicht unlimitierten Becken funzen ganz sicher am Besten mit unlimitierter Düngung.

Naja, der Würfel hat 20 klx an der Wasseroberfläche, so viel ist das nicht. Mein 240er hatte mehr und auch hier im Forum gibt es Leute, die deutlich mehr haben.

Am Anfang hatte ich ein paar Fadenalgen, aber die sind ziemlich schnell wieder verschwunden. Was mich mehr gestört hat war eine hartnäckige grüne Wasserblüte, aber auch die ist nach einigen Wochen (4 - 6, so genau erinnere ich mich nicht mehr) quasi von heute auf morgen plötzlich weg.

Ich hab aber eh vor, den Würfel nochmal neu aufzusetzen und besser zu dokumentieren.

Grüße
Robert
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Postby Frank2 » 06 Feb 2016 12:50
Ja ich kann mich noch gut an den thread und auch insb. an Deinen Würfel erinnern. Wieviel Lume hat er drauf? so 50 oder 60?.
Ich kann hier nicht mitreden, für mich käme - in der Theorie - ab round about 40 Lumen eine unlimitierte Düngung Makro und Se´s immer in Betracht. Damit keine Nährstofflücken entstehen, was bei derartigen Lichtmengen, die ich für normale Aquarien, für astronomisch halte, nicht passieren sollte.
Für Scapes mit viel Licht sicher nicht verkehrt. Für gut bepflanzte Gesellschaftsaquarien so mE nur Profis vorbehalten. Leider sehe ich aber Greti und Pleti mittlerweile mit solchen Lichtmengen hantieren, die sie def. nicht beherrschen und die Teile iwann vor die Wand fahren. Hier setzt meine Kritik an und der Rat zu weniger ist mehr.

Grüße
Frank
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Postby nik » 06 Feb 2016 14:05
Hallo zusammen,

der Quark von den Algen sprießen lassenden "Nährstoffüberschüssen" sollte schon lange allgemeine Erkenntnis sein. Ist es aber nicht. Genau so denke ich mir, es müsste doch möglich sein zu erkennen, dass es mit hohen als auch niedrigen Nährstoffgehalten in allen Varianten Algen geben kann oder auch nicht. Ist auch nicht der Fall. Berücksichtigte man nur mal theoretisch diese beiden offensichtlichen Punkte, dann tritt die Bedeutung der Nährstoffe bezüglich Algen eindeutig in den Hintergrund.

Keine Ahnung, wann die grundsätzlich unsinnige Diskussion "Nährstoffe & Algen" endlich, endlich aufhört!

Was mir aber bezüglich des Funktionierens der Kombi Profito/E15 durch den Kopf ging, war, dass der E15 so reichlich Stabilisatoren mitbringt, dass die auch für den schwach chelatierten Profito Wirkung haben.

Nachtrag für Franks Post ... Hier habe ich ein 80lm/l Becken, das bekommt nur Volldünger, nicht mal Futter. Die Pflanzen zeigen entsprechende, mäßige Mängel. Algen? Keine. Biofilm? Optisch nicht wahrnehmbar. Die Glasware sieht aus als hätte ich sie gerade gereinigt, sie ist seit Monaten drin. An den Verdunstungsspuren der schwankenden Wasseroberfläche lässt sich das Gebrauchsalter erkennen. Es überrascht mich selbst immer wieder, wie unfassbar "clean" ein Biofilm sein kann, auch die an der Glasware anschließenden, dem Licht ausgesetzten, transparenten Schläuche sind altersbedingt trüber geworden, aber optisch einfach nur sauber. Die Gründe, warum ich viel oder wenig dünge, haben idR nichts mit Algen zu tun.

noch ein Bildchen dazu, Gucken ist einfacher als Denken.

Sorry, nicht gedreht, die linke Seite des Bildes ist unten. So sauber ist nicht der Regelfall, aber möglich.

Gruß, Nik
nik wrote:
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Postby Frank2 » 06 Feb 2016 14:22
Ja aber wieviel Volldünger Nik?

ich habe bei obigen Becken pro woche in der Spitze 20 ml AR Mikro basic verwendet, das war auch ok und im Prinzip algenfrei aber leicht chlorotisch. Aber manche Leute hauen ja bei Chlorosen dann das Doppelte rein und da sage ich bei Starklicht sicher ok aber doch nicht bei normaler Beleuchtung. Ich habe hierzu eben andere Erfahrungen gemacht.
Warum der Dennerle derart ergiebig ist kann ich nicht sagen. Fakt ist dass ich bei 15 mg AR Mikro Basic seinerzeit noch E 15 dazugegeben habe und dennoch Chlorosen vorhanden waren und ich auf 20 hoch musste + E15. Da wäre dann sicher die Zugabe des Tagesdüngers sinnvoll gewesen und hätte das Problem sofort behoben. Fakt war aber auch, dass ich massenhaft Ausfällungen hatte im Bodengrund, nachgemessen! Daher habe ich damals bei diesem Becken den Dünger wieder gewechselt. Obwohl er extrem sicher zu dosieren ist und wie gesagt damit keine Algen aufkamen. Alle Bestens also. Mir bringt aber zb der Nährstoffrechner rein gar nichts wenn ich von einem Dünger das 20-fache brauche für denselben Effekt wie bei einem anderen mi 1 ml! Und das ist beckenabhänging und von vielerlei Faktoren abhängig, die ich leider nicht durchschaue. Dasselbe weiss ich aber auch von Leuten, die wirklich große Mengen Profito benötigt haben + Ferro und die jetzt nur einen Bruchteil vom AR Mikro Basic für einen perfekten Wuchs brauchen. Dasselbe auch von Profito versus Kramerdrak. Das sind die Dinge, die ich nicht verstehe und wo uns kein Rechner irgendwas bringt.
Ich rate daher bei normal beleuchteten Becken wirklich die Augen offen zu halten und NICHT nach irgendwelchen Vorgaben zu düngen (Mikro). Augen offen halten heißt zuallererst Pflanzen anschauen! Dann erst bakterielle Entwicklung und ggf Algen. Bei starker Beleuchtung Rundumsorglospacket sicher korrekt. Biofilm ja, aber mir ist neu dass diverse Grünalgen in geringem Aufkommen gegen einen guten Biofilm sprächen. Ich halte das für einen normalen Vorgang in einem gesunden Gewässer. Da reichen eine handvoll Schnecken und Garnelen und der Aquarianer muss selber nichts machen. Interessant ist doch dass bei einer solchen, geringen Grünveralgung eigentlich nur alte, also geschwächte Blätter betroffen sind.

Grüße
Frank
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Postby Biotoecus » 06 Feb 2016 14:47
Moin Frank,

Frank2 wrote:
Es wird nur immer ziemlich doof wenn man solche Sachen nicht selbst erlebt hat, dann kann man nämlich leider nicht mitreden.


Wieso leider? So einen Dreck brauche ich nicht erlebt zu haben und ich werde es auch nicht erleben.


Nun, dann brauchst Du solche hier im Forum geschilderten Begebenheiten auch nicht höhnisch kommentieren!
Das ist sehr schlechter Stil!

In allen Becken ist C02 drin und im obigen 180er befinden sich sage und schreibe 10 white fins und 12 Neons. :smile: Warum arbeitest Du, mal wieder, mit irgendwelchen Unterstellungen, die nicht zutreffen?


Du musst nicht immer alles verdrehen und durch Teilzitate aus dem Kontext reissen.
Dann benutze bitte vernünftige Zitate und nicht diese Fledderei! Danke!

Ich habe Dir unterstellt dass hier homöopatische Düngergaben als zielführend beschrieben werden.
Und dazu stehe ich nach wie vor.
So ein Milliliter V30 pro 200 Liter oder auch nur 150 Liter pro X-Wochen ist einfach gar nichts.
Sowas muss man nicht erwähnen.
Das war die Unterstellung und sonst mal gar nix!

Und nu geht es flott weiter mit Unterstellungen von Dir in meine Richtung.
Was ist an Rotala Rotundifolia auszusetzen oder an Cardinalis mini oder an Hetherantera Zosterifolia, das sind doch schöne Pflanzen?


Ich habe mit keiner Silbe gesagt das an den Pflanzen was auszusetzen ist oder das das irgendwie "schlechte" Pflanzen wären!
R. rotundifolia, H. zosterifolia und L. cardinalis sind so eher die "Guppy-Pflanzen".
Vermehren, wachsen und gedeihen bei sonstwas Wasser und Licht.
Da braucht man kein großer badabumm sein um die in Kultur zu haben, dass ist alles was ich gesagt habe!
Wenn Du das nicht erkennst ist das dein Problem aber lass dann deinen Unwillen nicht an mir aus!

Ich mag eine Rotundifolia eben zb mehr wie eine sich nach unten biegende und mit Luftwurzeln gespickte Rotala Gia Lai wie in Deinem anderen thread gesehen (das ist eben Geschmacksache) und habe die 3 von Dir gegannten in der Tat immer irgendwo in einem der 3 Becken untergebracht nebst anderen. Ich habe nie behauptet Starklichtpflanzen zu kultiivieren, da ich ebendieses nicht habe (und auch auf keinen Fall haben will!). Ich stehe auch auf alte, bewährte Pflanzen, teils auch auf solche, die heute aus der Mode gekommen sind.


Du hast R. sp. Gia Lai/H´Ra auf irgendeinem Foto von mir in einem Becken mit starkem Licht gesehn und dort bildete die in der Tat flach wachsende Triebe mit Wasserwurzeln aus.
Und daraus konstruierst Du nun, dass wäre wohl immer und allerzeit so und deswegen hälst Du solche Pflanzen nicht.
Quark mit Soße!
Die Pflanzen wachsen hier nun in den gleichen AQ mit unveränderter Beleuchtung nur anderer Düngung aufrecht und ohne Wasserwurzeln.
Man muss da nur dran rumprobieren und das dauert.
Die Bilder wollte ich eigentlich noch mal hier hochladen, unterlasse das aber nun.

Ich kann auch nicht erkennen dass Stefanie jetzt Starklichtdüngung im Fokus hat in diesem thread. Da hätte ich mich dann erst gar nicht zu geäußert!Bei normalen Beleuchtungsverhältnissen und hierzu passenden Bepflanzungen habe ich sicher schon 2/3 aller verfügbaren Pflanzen selbst gepflegt und über hierzu gemachte Erfahrungen äußere ich mich sehr wohl.

Grüße
Frank


Was Du hier geäusserst hast sind Düngermengen die keinen Nutzen in irgendeine Richtung haben.
Dazu hast Du nicht beschrieben in welchem Kontext Du solche Düngermengen anwendest, das kam erst später und nachdem ich mein "Veto" eingelegt habe.
Und dann wurde mal wieder nach alter Manier alles schön hingebogen und sinnentstellend zitiert.
Ist mir aber auch Schnurz.
Du kommst trotzdem nicht auf die Ignoliste weil da würde ich einfach sehr gute Lacher verpassen.

Beste Grüße
Martin
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Postby nik » 06 Feb 2016 15:44
Hallo Frank,

Frank2 wrote:Ja aber wieviel Volldünger Nik?

Normaldosierung 10 ml/100l/Woche. Warum? Weil es ziemlich egal ist. Ich könnte auch die 10-fache Wochendosis geben, es tut nichts entscheidendes.

Die HCC ist heller, das hat seine Ursache in der N(PK)-Limitierung. Die hat eigene Gründe.

Mir bringt aber zb der Nährstoffrechner rein gar nichts wenn ich von einem Dünger das 20-fache brauche für denselben Effekt wie bei einem anderen mi 1 ml! Und das ist beckenabhänging und von vielerlei Faktoren abhängig, die ich leider nicht durchschaue.

Das Einzige, was dann sicher ist, ist, dass es nicht direkt am betrachteten Nährstoff hängt sondern irgendwelchen indirekten Einflüssen. Die übliche Nebelbombe im Anschluss ist dann der Hinweis "alle Becken sind verschieden"! So verschieden sind sie aber nicht und sie lassen sich sehr wohl vergleichbar bekommen. Deins ist das aber auch nicht und du selbst bist die Ursache. Komme ich noch darauf zurück.

Dasselbe weiss ich aber auch von Leuten, die wirklich große Mengen Profito benötigt haben + Ferro und die jetzt nur einen Bruchteil vom AR Mikro Basic für einen perfekten Wuchs brauchen. Dasselbe auch von Profito versus Kramerdrak. Das sind die Dinge, die ich nicht verstehe und wo uns kein Rechner irgendwas bringt.

Ein schwach chelatierter Dünger, wie auch der Profito einer ist, lässt sich nicht sinnvoll per Messung verfolgen! Geht nur über die Betrachtung der Pflanzen. Praktisch ein deutlicher Unterschied zu den stärker komplexierten AR Basic und Kramerdrak.

Ich rate daher bei normal beleuchteten Becken wirklich die Augen offen zu halten und NICHT nach irgendwelchen Vorgaben zu düngen (Mikro). Augen offen halten heißt zuallererst Pflanzen anschauen! Dann erst bakterielle Entwicklung und ggf Algen. Bei starker Beleuchtung Rundumsorglospacket sicher korrekt. Biofilm ja, aber mir ist neu dass diverse Grünalgen in geringem Aufkommen gegen einen guten Biofilm sprächen. Ich halte das für einen normalen Vorgang in einem gesunden Gewässer. Da reichen eine handvoll Schnecken und Garnelen und der Aquarianer muss selber nichts machen. Interessant ist doch dass bei einer solchen, geringen Grünveralgung eigentlich nur alte, also geschwächte Blätter betroffen sind.

Schau dir an was ich fett hervor gehoben habe, da liegt der Hase im Pfeffer! Ich schaue natürlich erst nach dem Biofilm! Warum? Völlig alternativlos, denn der Biofilm hat auf der einen Seite Wirkung auf die Nährstoffsituation und auf der anderen Seite Wirkung bezüglich Algen. Die Abhängigkeit ist, funktioniert der Biofilm, dann funktionieren die Pflanzen (eigentlich die Nährstoffversorgung) und die Algensupression (Algen als Bestandteil des Biofilms).

Was hast du gemacht? Auf die Pflanzen geachtet und mit Nährstoffen herumprobiert - und eine Lösung für dich gefunden! Praktisch hast du deinenBiofilm auf "deine Lösung" (AFAIR SE-arm) konditioniert und es ist überhaupt kein Wunder, dass du sofort Probleme mit reichlich Spurenelementen bekommst, weil dein Biofilm nicht damit umgehen kann.
Richtig wäre, den Biofilm gleich zu belasten und resultierende Probleme mit Pflanzen und Algen als sekundär zu betrachten. Die sind nur Symptome des nicht stabilen/funktionierenden Biofilms.

Ich weiß nicht ob so der Unterschied klar wird, denn wenn ich zuerst auf den Biofilm achte, dann beinhaltetet das auch Pflanzen, Algen, aber wenn ich den stabil bekomme, was leider aufgrund der ziemlich abstrakten Erscheinungsform auch ein ziemliches Herumgeeiere werden kann, so kann ich jedoch hinterher nach Belieben düngen - Du nicht! Und meine funktionierenden Becken sind geradezu frappierend vergleichbar. So, und jetzt frage dich, was ist es wert beim Aufsetzen eines Beckens anfänglich nicht zu Düngen? Ein kapitaler Scheisendreck ist das! Ein Becken, besser dessen sich entwickelnder Biofilm muss - unabhängig von irgendwelchen Verbrauchern - gleich vollständig belastet werden und unter diesen Bedingungen muss er seine Stabilität finden.

Aber so unterhalten sich Aquarianer mit ihren vielfältig konditionierten Aquarien und erzählen von ihren genauso vielfältigen, unterschiedlichen "Erfahrungen". Das ist niemals konsensfähig.

Gruß, Nik
nik wrote:
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Postby Frank2 » 06 Feb 2016 15:46
Hallo Martin

Du musst lernen andere Erfahrungen als die Deine zu akzeptieren. :smile:

Ich kann mich nur wiederholen, ich brauche den ganzen Dreck, den Du in Deine Becken regelmäßig reinkippen musst, ich erinnere nur an diverse Cyanoplagen, H2O2 -Anwendungen, EC Überdosierungen und Sanierungsversuche algenfrei aufgesetzter Becken def. NICHT! Bei mir funzen diese auch mit eingebrachten Algen ganz ohne all das. Und ja - auch mit wenig Dünger. Seltsam oder?

Und wenn diese deine diversen Vorgehensweise Becken am Laufen zu halten

R. rotundifolia, H. zosterifolia und L. cardinalis sind so eher die "Guppy-Pflanzen".
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die Quintessenz aus dem großen Badabumm ist, dann verzichte ich auch nach wie vor gerne auf das große Badabumm. Da stehen gut und gerne 50 oder mehr verschiedene Pflanzen zur Auwahl, die ein jeder mit etwas Maß und Augenmerk kultivieren kann und ich brauche ganz sicher nicht irgendeine Rotala was weißichwas zu kultivieren mit dem Ergebnis was Du hier in zahleichen Theads seit Jahren schilderst: Nämlich Deine "Rumprobiererei" damit diese Pflanzen funzen um die Becken anschließend wieder mit Giftcocktails aller Art sanieren zu müssen. Du bist für mich ein rabenschlechter Aquarianer, einfach nur viel von allem, viel Becken, viele Fische, viel Rumprobierei und nicht in der Lage die vorhandenen Instrumente so einzusetzen, dass Du auf diesen ganz Mist verzichten zu können. Den Mist, den DU fabrizierst hast und nicht die pösen Algen oder Bakterien, nein da bist nur DU dafür verantwortlich dass Dir seit Jahr und Tag immer weder Becken aus dem Ruder laufen!!. Und ich kenne auch Leute mit 20, 30 teils mehr Becken, die brauchen das alles eben nicht!

Viel kann jeder. Mit weniger zu ordentlichen Ergebnissen zu kommen, die auch langfristig tragfähig sind halte ich für viel spannender. Dir sind nahezu alle Neueinsteiger hier haushoch überlegen da sie meist nach 1-2 Jahren die Sache rund bekommen haben. Du kannst Deine ganzen Detailkenntnisse, die Du def. besitzt, NICHT in ein großes Ganzes bringen. Das merkt man an sehr vielen Beiträgen. Und deshalb laufen Dir immer wieder Becken aus dem Ruder.

Und damit ist für mich das Thema mit DIR an dieser Stelle erledigt. :smile: Kannste zedern wie de wilst .

In diesem Sinne

Grüße
Frank
Last edited by Frank2 on 06 Feb 2016 15:57, edited 1 time in total.
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Postby Frank2 » 06 Feb 2016 15:51
Hallo Nik

Praktisch hast du deinenBiofilm auf "deine Lösung" (AFAIR SE-arm) konditioniert und es ist überhaupt kein Wunder, dass du sofort Probleme mit reichlich Spurenelementen bekommst, weil dein Biofilm nicht damit umgehen kann.


Das ist doch Unsinn. Ich hatte bei demselben Becken mit 20 ml Dünger pro Woche + E15 keine Algen.
Das wäre dann ja nach dieser These nicht möglich. Völlig anderer Dünger und völlig andere Düngermenge.

Warum soll ich reichlicher Spurenelemente in ein mäßig beleuchtetes Becken kippen, wenn die Pflanzen damit wachsen? Ich habe vom AR Mikro Basic auch mal 30 ml reingekippt. Was soll das bringen? Es bringt nichts. Entscheident ist was hinten dabei rauskommt. Moni benötigt vom V30 ähnliche Mengen auf 2 Wochen gerechnet. Und da wucherts ebenso.
Ich habe kein Geld zu verschenken indem ich Gieskannendüngerei betreibe. Ich schaue mir die Pflanzen an und sehe an denen, was ich nachdüngen muss. Und ich dünge nicht mehr als hierfür notwendig ist. wo ist das Problem? Hier gibt es mehr als genug Beispiele in de Hilfethreads wo jede Woche an Se´s nicht gespart wird. Und dennoch veralgt alles. So einfach ist alles eben nicht. Aber das brauche ich Dir ja auch nicht zu sagen, das weißt Du selber. Ich bleibe dabei - Du kannst ein Becken mit 80 Lumen nicht mit einem vergleichen, das 20 Lumen hat. Und es gibt verschiedene Wege nach Rom. Die limitierte Düngung ist eine davon und sie ist auch nicht neu!

Grüße
Frank
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Postby Biotoecus » 06 Feb 2016 15:55
Frank,
so ist es.
Du hast Recht.
LG Martin
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Postby nik » 06 Feb 2016 16:19
Hallo Frank,
Frank2 wrote:Du kannst ein Becken mit 80 Lumen nicht mit einem vergleichen, das 20 Lumen hat. Und es gibt verschiedene Wege nach Rom. Die limitierte Düngung ist eine davon und sie ist auch nicht neu!

das war ein bisschen anders. Du hattest es für sinnhaft gehalten gut beleuchtete Becken unlimitiert zu versorgen (Roberts Würfel). Meins ist das Beispiel eines exzessiv beleuchteten, aber nährstoffmäßig sogar stark limitierten Beckens. Ich wollte damit zeigen, dass das so oder so keine Rolle spielt, andere Dinge wichtig sind, kam halt nicht an.

Gruß, Nik
nik wrote:
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Postby Frank2 » 06 Feb 2016 17:53
Hallo Nik

das kam schon bei mir an. Aber ich habe zum Thema Biofilm eine andere Auffassung und ich sehe vollkommene Algenfreiheit auch nicht als Ziel an.

Grünalgen gehören zu jedem natürlichen Gewässser hinzu. Algen aller Art sind qua Definition Bestandteil einer gesunden Gewässerflora. Dieser Aufwuchs bietet vielen Lebewesen in Gewässern eine wichtige Nahrungsgrundlage. Ich habe zb überhaupt keinen Bock darauf, Amanos oder Schnecken mit vegetarischer Kost ernähren zu müssen, das hatte ich schon weil alles klinisch rein war. Das hat für mich nichts "natürliches". Ich strebe ein Gleichgewicht dergestalt an, dass die im Becken lebenden Schnecken und paar Garnelen was zu tun haben und davon satt werden ich aber nicht ran muss. Sehr wohl sehe ich aber, wenn ich nah rangehe und suche, Fusseln oder auch mal ne andere Alge an diesem oder jenem Blatt. Ich habe diese Algen wie Pflanzen mit reingebracht, sie sind gute Indikatoren. Im angesprochenen Becken muss ich leider auch alle 3-4 Wochen die Frontscheibe, aber nur diese, reinigen. In den anderen Beiden habe ich damit erst gar nicht angefangen und da bleibt sie dann auch sauber. Perfekt ist es nicht. Das behaupte ich auch nicht.

Ich lese das bei Dir immer wieder, dass nahezu alle Becken stets vollkommen algenfrei sind. Ich weiss nicht ob ich Dir dazu gratulieren soll aber wenn es das ist, was Du erreichen möchtest tue ich das und ziehe dann auch meinen Hut davor, denn wenn man das, was man erreichen möchte in der Aquaristik, reproduzierbar jedesmal schafft, dann hat man es def. drauf!

Wenn jemand in schwachen oder mittel beleuchteten Becken Se´s unlimitiert zufügen möchte soll er das natürlich tun. Es steht jedem frei seine Erfahrungen zu sammeln. Ich stehe ganz klar für limitierte Systeme bei limitierter Beleuchtung.

Für mich bleibt aber immer noch die Frage offen, warum man, mit demselben oder einem schlechteren Ergebniss von manchen Düngern das x-fache reinschütten muss wie von einem anderen. Und das geht ja nicht nur mir so, ich habe ja Beispiele genannt von Profito + Ferro zu AR Mikro Basic wo man jetzt nur noch einen Bruchteil benötigt, weniger als die Düngeempfehlung und davor erheblich mehr. Und da meine ich schon dass jedes Becken auch anders auf unterschiedliche Dünger reagieren kann. Das kann doch nicht nur an der Chelatierung liegen? Oder doch?

Grüße
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