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Beitragvon p'stone » 26 Jan 2019 16:40
Hallo Damian,

mit dem KNO3 bringste Kalium auf den Sollwert ( z.B. 5-8 mg/l) ,um auf den angestrebten Nitratwert zu kommen gibst Du den Rest mit dem GH-Boost N hinzu.
3,76 mg/l PO4 finde ich viel zu hoch. Je nach Becken würde ich den Wert auf 0,25-1,0 mg/l beim Wasserwechsel einstellen.

LG Thomas
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Beitragvon Damian » 26 Jan 2019 17:05
Hallo Thomas

Okay, habe es kurz durchgespielt. Neu würde ich folgendes machen beim Wasserwechsel:

-KNO3: 5 g Zugabe ==> 25 ml meiner Lösung
-Kaliumphosphat: 0.5 g Zugabe ==> 5 ml meiner Lösung
-Bittersalz: 23 g Zugabe ==> 115 ml meiner Lösung (würde dann mal eine stärkere Lösung machen das nächste Mal, um nicht so viel Flüssigkeit reinkippen zu müssen jedes Mal)
-GH Boost N: 40 ml

Somit ergäben sich folgende Werte:
Nitrat: 18,62 mg/l
Phosphat: 0,9 mg/l
Kalium: 6,53 mg/l
Calcium: 52,85 mg/l
Magnesium: 13,48 mg/l

Und Eisen (Profito), sowie GH Boost N zudem täglich.

Wäre das dann erfolgsversprechender?

Ich ärgere mich grad, dass ich hier nicht früher mal nachgefragt habe.

LG
Damian
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Damian
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Beitragvon Wuestenrose » 26 Jan 2019 22:16
'N Abend...

Damian hat geschrieben:Wäre das dann erfolgsversprechender?

Liest sich gut. Du wirst zwar auch Meinungen lesen, daß das viel zu viel Phosphat ist, aber für mich ist das ok. Nichts ist absolut.

Viele Grüße
Robert
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Beitragvon nik » 27 Jan 2019 15:20
Hallo Damian,

BTW, mich würde das bisschen mehr Kalium als Magnesium überhaupt nicht scheren! Da messe ich mal meine Becken durch und liefere vermutlich sofort ein funktionierendes Gegenbeispiel und falls nicht, kann ich ein Becken aus dem Verhältnis bringen, es mit K pimpen und es wird keine Folgen haben. Soviel zum Thema "absolut/nicht absolut". Das Thema Ca:Mg:K ist noch nicht zuende!

Aus meiner Praxis würde ich ein engeres Ca:Mg-Verhältnis bevorzugen, das hat sich als günstiger erwiesen. Du hast da mit 4:1 noch deutlichen Spielraum, bei mir hatte das schon bis zu 1:1. Normal ist 3:1, häufiger 2:1 und mit einem Ca-Mangel hatte ich noch nie etwas zu tun. Das ist schon komplexer was wann sicher funktioniert, nicht mehr als eine Orientierung. Um Mg zu erhöhen, könntest du Stickstoff über Mg-Nitrat zugeben.
Magnesiumcarbonat ginge, aber du wirst im Becken (grob geschätzt, habe ich im Thread nichts gefunden) schon bei KH 7 sein. Da du aber offensichtlich das Leitungswasser teilweise entsalzt, könntest du den Anteil demineralisierten Wassers erhöhen, dann wäre auch Magnesiumcarbonat einen Gedanken wert um den Anteil Mg zu erhöhen.

Phosphat kann man machen wie man will - solange es funktioniert! Wenn nicht, dann lässt sich große Menge Phosphat im Aquarium, das wird in der Regel ausgefallen im Boden- oder im Filtersubstrat sein, wegen seiner Rücklösung und Bindungsfreudigkeit gut infrage stellen. Bei deiner bisherigen P-Düngung lässt sich davon ausgehen, dass dein Becken damit bis in die Blattspitzen gestopft ist! Davon rate ich ab. Nicht, weil es per se falsch ist, sondern weil das bindungsfreudige Phosphat Probleme verursachen kann, hält man das Becken in Phosphat kurz, geht man schon einigen möglichen Problemen aus dem Weg.

Dir muss auch klar sein, dass das alles Hinweise einigermaßen ins Blaue sind. Dein "Becken läuft nicht so rund" könnte Einfluss auf die Düngung respektive den Betrieb haben, das ist auch nicht bekannt. Deine Tagesdüngung lässt sich nur aus der Historie des Threads vermuten. Will ich auch nicht ausgeführt haben, das dient nur zur Einordnung der Hinweise. Meine Sicht zu Düngung, auch Phosphat und Betrieb findet sich in meiner Sig.

Gruß Nik
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Beitragvon Wuestenrose » 27 Jan 2019 17:29
'N Abend…

nik hat geschrieben:BTW, mich würde das bisschen mehr Kalium als Magnesium überhaupt nicht scheren!

Solangs rund läuft, braucht einen das auch nicht zu scheren. Aber warum soll man sich was, das Problempotential birgt, ins Wasser holen, wenn sichs auch einfach vermeiden läßt?


I.d.S.
Robert
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Beitragvon Damian » 27 Jan 2019 17:42
Hallo Nik

Auch dir danke für deine Hinweise.

Meine Tagesdüngung setzt sich aus Profito und GH Boost N zusammen. Der Rest wird stossgedüngt.

Vorerst werde ich auf jeden Fall Phosphat deutlich zurückfahren, das scheinen bisher ja alle Rückmeldungen auch zu empfehlen. Gleichzeitig werde ich bezüglich der Nitratdüngung einen Teil der KNO3-Zugabe mit GH Boost N ersetzen, wie gestern angedacht. Sollte ich damit weiterhin wenig Erfolg haben, werde ich überlegen, das Ca:Mg-Verhältnis anzugehen. Da ich allerdings kein Wasser entsalze, sondern reines Leitungswasser benutze, werde ich dies zunächst so weiter fahren, um das Wasser nicht unnötig zu stark aufzuhärten. (edit: ich schaue grad, ob's vielleicht doch auch noch Magnesiumnitrat sein soll.)

Mir ist aufgefallen, dass ich ja auch den Sulfatwert des Wassers ziemlich beeinflusse durch die Düngemassnahmen, habe aber nirgens eine Aussage dazu gefunden. Ist dies nicht relevant?

Einen schönen Sonntag
lg
Damian
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Beitragvon nik » 27 Jan 2019 21:06
Hallo Damian,

Damian hat geschrieben:Da ich allerdings kein Wasser entsalze, sondern reines Leitungswasser benutze, werde ich dies zunächst so weiter fahren, um das Wasser nicht unnötig zu stark aufzuhärten. (edit: ich schaue grad, ob's vielleicht doch auch noch Magnesiumnitrat sein soll.)

und was ist das im Anfang des Threads für eine TWA mit deutlich höherer KH/GH?
Okay, vermutlich vor dem Umzug ....
So ist das halt, wenn man nur Ausschnitte betrachten will und die Informationen darüber hinaus knapp sind.

Mir ist aufgefallen, dass ich ja auch den Sulfatwert des Wassers ziemlich beeinflusse durch die Düngemassnahmen, habe aber nirgens eine Aussage dazu gefunden. Ist dies nicht relevant?

So lange es nicht anaerobe, mineralisierende Zonen hat, in denen SO4 bis zum H2S veratmet wird, spielt der Sulfatanteil keine Rolle. Ein Pflanzenaquarium sollte reichlich Sauerstoff ergeben und wenn man es mit der organischen Belastung nicht übertreibt, dann wird das kein Problem. Gute Frage, denn dessen sollte man sich schon bewusst sein. Als Nährstoff für Pflanzen sind die möglichen Grenzen für SO4 wohl weit.

Gruß Nik
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Beitragvon Damian » 28 Jan 2019 12:55
Hallo Nik

Die Tabelle anfangs des Threads ist nicht mehr ganz aktuell, die Unterschiede der Wasserhärte sind aber im Zehntelsbereich. Wohne immer noch in der Stadt Zürich, zwischenzeitlich scheinen die Mittelwerte etwas anders zu sein. Die Angaben dort sind in °fh, also in °dh ist das Wasser gar nicht so knüppelhart. Vermutlich sind aber die Schwankungen übers Jahr grösser, als die Differenz des alten, sowie aktuellen Mittelwerts.
Um eine aktuellere Übersicht zu den Werten zu geben, habe ich die aktuellste Version der Wasserversorgung angehängt. Diese Werte sind die offiziellen Zahlen vom Jahr 2017.
Umgerechnet habe ich eine dGH des Leitungswasser zwischen 7.6° und 10.2°; im Mittelwert wird umgerechnet eine dGH von 8.8° angegeben.

Nach deinem Input bezüglich des Ca:Mg-Verhältnisses habe ich mir gestern Magnesiumnitrat bestellt und werde neu beim WW das KNO3 damit teilweise ersetzen, um einen Nitratwert um 20 mg/l aufzudüngen und gleichzeitig das Ca:Mg-Verhältnis etwas runter zu bringen und sowohl weniger Kalium, wie auch Phosphat ins Wasser zu bringen.

Zugabe auf das Wechselwasser von Folgendem (jeweils als Lösung angemischt):
-4 g Kaliumnitrat
-0.5 g Kaliumphosphat
-24 g Bittersalz
-10 g Magnesiumnitrat

Somit ergeben sich folgende Werte (Zielwerte) des Wechselwassers (Achtung; Fehlüberlegung; siehe weiter unten):
Nitrat: 21,78 mg/l
Phosphat: 0,9 mg/l
Kalium: 5,53 mg/l
Calcium: 51,3 mg/l
Magnesium: 15,6 mg/l

Dies habe ich über den Dosierberechner hier auf Flowgrow ermittelt. Stelle nun aber fest, dass ich hier eine Fehlüberlegung gemacht habe. Bei der Dosierberechnung wird angegeben, was aufs gesamte Beckenvolumen zugegeben wird, richtig? Somit müsste ich eher die Hälfte davon zugeben, was ich oben aufgelistet habe, um im Becken letzten Endes in den Bereich der Zielwerte zu kommen, richtig?

Viele Grüsse
Damian

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Beitragvon Wuestenrose » 28 Jan 2019 21:58
'N Abend...

Damian hat geschrieben:Somit müsste ich eher die Hälfte davon zugeben, was ich oben aufgelistet habe, um im Becken letzten Endes in den Bereich der Zielwerte zu kommen, richtig?

Jein :cool: .

Wenn Du den ersten Wasserwechsel mit den nach dem hiesigen Dosierrechner auf das ganze Beckenvolumen berechneten Mengen machst, dann hast Du damit bereits die Zielwerte im Aquarium und kannst die folgenden Wasserwechsel mit nur nach dem Volumen des Wechselwassers berechneten Mengen durchführen.

Ist aber für die Praxis vollkommen irrelevant. Berechne einfach nach dem Volumen des Wechselwassers und gut isses. Wechselst Du bspw. 50 %, dann bist Du nach 4 Wasserwechseln näher als 90 % an den Zielwerten, bei 33 % Wechsel brauchst Du 6 Wechsel, um näher als 90 % an die Zielwerten zu sein.

Das sind nur Zahlenspielereien um Dir zu zeigen, daß man eben nicht mit Taschenrechner und buchhalterischer Pedanterie an ein Aquarium heranzugehen braucht. Das Daumenmaß ist vollkommen ausreichend.

Viele Grüße
Robert
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Beitragvon nik » 29 Jan 2019 08:13
Hallo Damian,

die °fh habe ich übersehen. Die KH ist bei dem Wasser grenzwertig in dem Sinne, dass man reichlich CO2 zugeben muss um einen neutralen pH zu erreichen. Die KH zu erhöhen empfiehlt sich also nicht. Das erwähne ich, weil mir Kalium zu niedrig wäre. Viel besser kann man das sonst nicht machen. Was ich von Phosphat halte weißt du/kannst du in meiner Sig nachlesen. Mache das so mit der Düngung. Wenn das nicht ekennbar besser mit den Problemen wird, dann würde ich Phosphat minimieren - wieder der Hinweis auf meine Sig - und das dann noch knappere Kalium mittels Kaliumsulfat auf 10 mg/l bringen. Roberts Post ist sehr klar, kann ich nur unterstreichen. Viel Erfolg!

Gruß Nik
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Beitragvon Damian » 31 Jan 2019 13:15
Hallo ihr beiden

Ich werde verfahren wie angedacht, sobald die Bestellung eingetroffen ist.
...buchhalterischer Pedanterie an ein Aquarium heranzugehen braucht. Das Daumenmaß ist vollkommen ausreichend.

So sehe ich das auch. Da ich mich aber nicht all zu extrem mit der Panscherei und Wassertests beschäftigen möchte und ich nicht gerade ein Spezialist bin, wenn es um Wasserchemie geht, ist ein ordentliches "zu Faden Schlagen" übers Tool und eure Rückmeldungen denke ich ein gutes Vorgehen.

Ich danke euch und hoffe, in ein paar Wochen Positives berichten zu können.

Gruss
Damian
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