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Postby rangersen » 08 Jun 2015 20:48
Hallo Nik,

irgendwie stehe ich am Schlauch, denn um welches Updates geht es hierbei?

Gruß
Wolfgang
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Postby nik » 08 Jun 2015 21:04
Hallo Wolfgang,

bei der Beschreibung der "initialen Düngung" und der "Wechselwasserdüngung" hatte ich zur Einstellung des Ca/Mg-Verhältnisses "PMS/Bittersalz" genannt. Daraus könnte man schließen das angestrebte Ca/Mg-Verhältnis auch nur über PMS zu erreichen. Falls das aber ein sehr weites Ca/Mg-Verhältnis von z.B. 8:1 oder 10: 1 ist, dann haut man dann schon sehr üppig SE rein.. Es ist nicht sicher ob das ein Problem ist, sozusagen ungetestet, aber es entspricht nicht der Funktion der Anwendung von PMS. Mit PMS werden primär SE zugegeben, mit 1g/10l. Die Anhebung des Mg ist nur ein netter Nebeneffekt, der manchmal zur Erlangung des gewünschten Ca/Mg-Verhältnisses reicht, Wenn nicht, dann wird die Lücke in Mg mittels Bittersalz geschlossen.

Gruß, Nik
nik wrote:
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Postby rangersen » 09 Jun 2015 11:24
Hallo Nik,

alles klar und deinem Update stimme ich uneingeschränkt zu, da ich dies auch so praktiziere.

Danke
Wolfgang
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Postby JasonHunter » 16 Aug 2015 12:49
Hallo Nik,

Ich wollte dich mal fragen wie du vorgehen würdest, wenn in deinem Becken kurz nach einer Volldünger-Stossdüngung (auf 0.1mg/l Fe) das Eisen nur noch minimal nachweisbar ist. Selbst mit der Tagesdüngung um den Wert zu halten, wie nach deiner Anleitung 1/6 der Wochendosis.
Mein 200Liter Pflanzenbecken hat die Eigenart, einen halben Tag nach der Stossdüngung weniger als die Hälfte von 0.1mg/l Fe vorzuweisen (Test JBL Tropftest) Filter hat es keinen, nur Strömungspumpen und Skimmer, also kann das Eisen nicht so einfach ausfällen.
In einem kleinen 50l Becken mit genau den gleichen Wasserwerten und Bedingungen (Geringfilterung, nur Skimmer, Sand 0,4-0,8; Starklicht) ist das Eisen ständig nachweisbar.

Nun stellt sich mir die Frage: ist der Eisenverbrauch in meinem Becken so verdammt hoch? Ich konnte sogar einen Mangel an diversen Anubien (Helle Blätter, grüne Adern) feststellen sowie an Ludwigia Repens (Blätter grün/gelb/rot). PMS gebe ich übrigens auch hinzu, 1.3g/10l.

Übrige Wasserwerte:
KH 2°
GH 6-7°
Mg 12
Ca 26
K 8
NO3 25-30
PO4 0.5
CO2 25

2 LED Balken (Eheim) à 2400lm

Liegt hier eine Überdüngung vor seitens SE (auch wegen PMS) oder kriegt das Becken nicht genug davon? Ich habe Angst noch höher zu gehen weil das Becken schon mal eine Bartalgenplage hatte.

Was meinst du dazu? (Bitte entschuldige das die Bilder nicht so gut sind, bin noch am üben -.-)

Anubia Coffeefolia


Ludwigia Repens, Blätter verschiedenfarbig


Gruss,

Jason

Edit: Volldünger ist übrigens AR Micro Basic
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Last edited by JasonHunter on 16 Aug 2015 13:26, edited 2 times in total.
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Postby chrisu » 16 Aug 2015 13:06
Hallo Nik,

du schreibst ja öfters das du Pinselagen mit zu wenig SEs in Verbindung bringst, wie siehts mit Bartalgen aus?
Ich habe seit kurzem Ansätze von beiden Arten in meinem Sandbecken, das gabs noch nie!
Gleichzeitig zickt Staurogyne repens. Innerhalb weniger Stunden bekommt sie fleckige Blätter welche sich rasch auflösen.
Alles Andere wuchert normal weiter :?
Mfg Christian
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Postby nik » 16 Aug 2015 13:53
Hallo Jason,

du düngst also derzeit auf Stoß. Welchen Volldünger verwendest du?

Gruß, Nik
nik wrote:
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Postby JasonHunter » 16 Aug 2015 14:02
Hallo Nik,

Ich verwende AR Micro Basic.

Gruss,

Jason
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Postby nik » 17 Aug 2015 18:55
Hallo Christian,

irgendwie ist es mir gelungen deinen Post zu übersehen.

chrisu wrote:Hallo Nik,

du schreibst ja öfters das du Pinselagen mit zu wenig SEs in Verbindung bringst, wie siehts mit Bartalgen aus?
Ich habe seit kurzem Ansätze von beiden Arten in meinem Sandbecken, das gabs noch nie!
Gleichzeitig zickt Staurogyne repens. Innerhalb weniger Stunden bekommt sie fleckige Blätter welche sich rasch auflösen.
Alles Andere wuchert normal weiter :?


Seltsam. In der "Behandlung" unterscheide ich überhaupt nicht zwischen Pinsel- und Bartalgen. S.repens kenne ich, die war problemlos. Solche Erscheinungen würde ich, wenn vorhanden, zuerst der Filterung zuordnen. Bei Pinsel-/Bartalgen spielt Filterung häufiger eine Rolle. Ich vermute dass die Filterung partielle Lücken in die SE-Versorgung reißt. Dem lässt sich durch Aufdüngen in Se kaum begegnen, da der Einfluss auf die SE unverändert bleibt. Du müsstest schauen ob da irgend etwas ist was Filterwirkung hat.

Über massive Wasserwechsel und normales Aufdüngen, d.h. Resets, müsste sich positiver Einfluss auf die Rotalgen erzielen lassen. Sie sollten dann in zwei Wochen verschwinden.Dann wäre sicher, dass es nicht an der Düngung liegt, glaube ich aber sowieso nicht, aber die Ursache wäre dadurch nicht klarer.
Verwendest du PMS?
Wir könnten es mal in einem 1.Hilfe-Thread durchgehen.

Gruß, Nik
nik wrote:
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Postby chrisu » 17 Aug 2015 19:34
Hallo Nik,

PMS verwende ich nicht aber das möchte ich demnächst mal probieren. Nur Leitungswasser zu 50% mit Osmosewasser verschnitten und Normaldosis Mikro Basic bzw. Mikro Spezial.
Filter ist komplet leer und dient nur zur Wasserbewegung.
Ich werds mal mit 2-3 50%igen WW versuchen.
Mfg Christian
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Postby nik » 17 Aug 2015 20:27
Hallo Jason,

das ist eindeutig eine Chlorose. Mit SE hat das nichts zu tun. Mich wundert eher, warum du 1,3g/10l zugibst. Sehe ich keine Notwendigkeit.

Für die Chlorose wäre Eisen- und/oder Manganmangel plausibel, Ich würde erstmal den Skimmer vorübergehend stilllegen,. Wenn du den brauchst, dann wäre das Becken sowieso noch nicht soweit. Später kannst du versuchen ob ein paar Stunden Betrieb am Tag reichen - halt so wenig wie möglich. Die Volldüngerwochendosis erhöhte ich um die Hälfte und gäbe 1/6 täglich hinzu. PMS nur mehr 1g/10l.

Falls das funktioniert, kannst du die Volldüngerzugabe wieder reduzieren und schauen ob du mit geringen Skimmerlaufzeiten hinkommst.

Gruß, Nik
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Postby nik » 17 Aug 2015 20:38
Hallo Christian,

PMS versuchte ich dann. Wenn du mit Resetten einen Effekt haben willst, dann besser max. Wasserwechsel >80%. Nach zwei Wochen sollte das deutlich Wirkung auf die Rotalgen haben.

Gruß, Nik
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Postby JasonHunter » 17 Aug 2015 20:43
Hallo Nik,

vielen Dank für deine Diagnose! Jetzt habe ich wenigstens einen Ansatz mit dem ich etwas anfangen kann.
Warum empfiehlst du mir, den Skimmer auszuschalten? Hat das Gerät einen Einfluss auf den Volldünger? Den Skimmer benutze ich primär wegen dem grässlichen Hausstaub der sich auf die Wasseroberfläche niederlässt. Der heisse Sommer erlaubte es mir nicht wirklich, die Abdeckung drauf zu lassen.

Die etwas höhere Dosierung des PMS ergab sich rechnerisch um auf meine gewünschten Zielwerte zu kommen, vor allem ging es mir darum, Mg möglichst doppelt so hoch wie Kalium zu haben und gleichzeitig Ca doppelt so hoch wie Mg, also Ca>Mg>K 2:1:0.5 (25:12:6). Und Kalium wollte ich möglichst runterdrücken, ich hatte immer über 15mg/l) Hat das denn einen Negativen Effekt wenn ich PMS höher als 1g/10l dosiere?

Gruss,

Jason
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Postby nik » 17 Aug 2015 21:25
Hallo Jason,

das hat nur etwas mit Fe(/Mn) zu tun, welches ausreichend zugegeben wird, aber nicht bei der Pflanze ankommt . Gründe gibt es nicht viele. Vielleicht hast du Mikroorganismen, die die Chelate zerlegen, im Skimmer würden die dann der Oxidatation anheimfallen. Das ist nur eine Vermutung. Insgesamt ist nur der Skimmer aus der Reihe, sodass der schon deshalb verdächtig ist.

Auf das Ca:Mg:K-Verhältnis würde ich mal nicht zu sehr schielen. Mit 3:1:1 betrachte ich das als sicher. Früher hatte ich Stickstoff nur mittels KNO3 gedüngt und daraus resultierend K-Gehalte deutlich über Mg - und funktionierte einwandfrei!

1,3g/10l PMS ist sicher kein Grund zur Sorge.

Gruß, Nik
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Postby JasonHunter » 17 Aug 2015 22:22
Hallo Nik,

das mit den Mikroorganismen die Chelate zerlegen hatte ich auch schon im Sinn. Vielleicht ist das auch der Grund, warum die Scheiben so schnell verschmutzen (keine Algen, nur "grauer" Belag). Interessanterweise habe ich ja ein 50er Becken das wie beim Threadersteller Lars auch nur mit Skimmer umgewälzt wird und der Eisengehalt bleibt schön konstant. Dass dann derselbe Skimmer auf ein Becken das um ein vielfaches grösser ist solch einen Einfluss haben kann ist schon krass.

Da das Wetter deutlich kühler ist, kann ich die Abdeckung ja wieder einbauen und den Skimmer mal abstellen und sehen was passiert.

Nochmals vielen Dank und Grüsse,

Jason
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Postby JasonHunter » 18 Aug 2015 21:20
Hallo Nik,

Ich wollte dich noch etwas dazu fragen:
nik wrote:Vielleicht hast du Mikroorganismen, die die Chelate zerlegen


Falls das der Fall wäre, würde sich das nur indirekt durch Mängel an den Pflanzen zeigen? Oder kann man das auch anders feststellen (Rotalgen)?
Ich habe schon mal hier im Forum eine Diskussion darüber gelesen, nur weiss ich grad nicht mehr, wo das war. Es wurde gesagt, man solle entweder auf einen anderen Volldünger umsteigen oder eine Zeit lang den ganz einstellen um die Mikroorganismen auszuhungern.

Grüsse,

Jason

*Edit*: Hab das Thema gefunden
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