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Postby Sklerix » 06 Dec 2019 21:45
Hallo Nik,

danke für den Thread. Gefällt mir sehr sehr gut.

Zu meiner Frage:

Sonst eigentlich immer Soil genutzt sollte das jetzige 450er Becken länger stehen, beherbergt es doch neben Salmlern und Corys einiges Diskus.

Ich betreibe also den Spagat Pflanzenaquaristik und Diskus. Hier habe ich Sandmann Sand als Bodengrund gewählt mit der Körnung 0,7-1,2.

Nun scheiden Diskus ja nicht wenig aus bzw fressen eine Menge, und trotz vieler schnellwachsender Pflanzen habe ich einen dauerhaft nachweisbaren Po4-Wert von 0,4-0,6.

Gefiltert wird über einen Eheim 1200XLT, der nur mit 3 Filtermatten und etwas Watte gefahren wird.
Dies ist die Menge die mein Becken brauchte um No2 zuverlässig n.n. zu halten.
Licht hängt auch reichlich über dem Becken.

Wie verhält es sich bei deiner Methode mit dauerhaft nachweisbarem Po4?
Wie würdest du hier vorgehen?

Zum Bodenaufbau gefragt:

Ein befreundeter Aquarianer riet mir, unter den Sand Zeolith einzubringen um so den Wurzeln ein besseres Aerobes Millieu bieten zu klnnen. Leider bietet mir die Suche hier auf Fg da keinerlei Berichte zu.Wie stehst du dazu? Grade in Punkto Bodendecker tut sich mein Becken da extrem schwer

LG

Lars
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Postby nik » 07 Dec 2019 10:51
Moin Lars,

Diskus ist für mich ein blödes Thema, denn ich halte es für einen Irrtum, die bei den üblich hohen Temperaturen zu halten, nur damit die das Herzfleisch verdauen können. Die höhere Temperatur kurbelt den Stoffwechsel von Fauna und Flora an, braucht es mehr Futter, selbst mehr Licht, höhere organische Belastung und so. Eine Spirale der Entwicklung, die ich in Frage stelle, muss ich aber nicht missionieren, weiß ja nicht mal wie du das hältst, ist halt häufig so. Ich beschreibe hier ein Gesamtkonzept und ich kann sowas nicht einfach Heiditei unter den Tisch fallen lassen. Die hohe Temperatur, die hohe organische Belastung sind halt ungünstig - wobei organische Belastung von den resultierenden Nährstoffanreicherungen zu differenzieren sind. Organische Belastung(/Wärme) geht in Richtung Mikroflora, Keimarmut - ist bei Diskus präsentes Thema - und desweiteren der resultierenden mineralischen Eutrophierung. Da fragst du nach den Folgen des ständig nachweisbaren Phosphats.

Meine Vorgehensweise wäre erst mal zu schauen, was man an diesen Punkten bewegen kann und dann mit den Ponderabilien, sorry, das meint Wägbarkeiten, umgeht. Grundsätzlich geht das!

Sklerix wrote:Ein befreundeter Aquarianer riet mir, unter den Sand Zeolith einzubringen um so den Wurzeln ein besseres Aerobes Millieu bieten zu klnnen. Leider bietet mir die Suche hier auf Fg da keinerlei Berichte zu.Wie stehst du dazu? Grade in Punkto Bodendecker tut sich mein Becken da extrem schwer.

Zeolith ist ein Ionentauscher, den ich aus den gleichen Gründen wie Soil problematisch finde. Ein "besseres aerobes Klima" macht das nicht, es hat schlicht keinen Einfluss drauf. Solange du nichts in den Sand eingräbst findet Transport von Organika, gelösten Mineralstoffen, Sauerstoff, ... nur mittels Diffusion statt und dann spielt nur das Verhältnis von zu mineralisierenden Organika und zur Verfügung stehendem Sauerstoff eine Rolle. Beides kann man beeinflussen. ^^ Da aber jeder Bodendecker in ungedüngtem, gewaschenen Sand geht, die Ansprüche übersichtlich sind, liegt es an was anderem. Gerade bei größeren Becken kann man mittels Dosierpumpen regelmäßige Düngung gewährleisten. Die Soil-Geschichte zieht einfach nicht. Mit den Austauschern à la Zeolith kann man rumspielen, sinnvoll wird es erst, wenn man weiß was die tun. Wer weiß das schon und entbehrlich sind sie auch.

Gruß Nik
nik wrote:
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Postby Sklerix » 07 Dec 2019 13:30
Danke für die schnelle Antwort Nik:)

Beim Thema Temperatur liegen wir auf einer Linie.

Rinderherz bzw allgemein Warmblüterfleisch gibt es bei mir nicht. Viel Fisch, Getier, gutes Trockenfutter etc.. Herz jedoch nicht.

Das erlaubt mir Temperaturen von 27 Grad was den Diskus völlig reicht. Allgemein sind die 30 Grad nur nötig wegen dem Herz.

Nun.. Zum Setup um da Überblick zu verschaffen:
Kh : 2
Gh: 5-6
Ph : 6.0
Co2 : 15-20
Po4: 0.4-0.7 dauerhaft
No3 : 15
K: 8-10
Ca:Mg= 2:1 (25:12,5)

Fe: aufdüngen von Frischwasser plus tgl 1/6 Wochendosis

Genutzt wird Osmosewasser +MbH nachgeschaltet, Mineralisiert mit PDM (2* wchtl 25 %)

Led mit gutem Spektrum, 6500K, 45 Lumen/L

Stark bepflanzt.. Vor allem Rotalas (Rotundifolia, Hra, Walichii), Myriophyllum, Staurogyne, Pogostemon Erectus etc, wächst nicht wie auf Soil aber gut (bin was Sand angeht unerfahren).

Nur die Bodendecker... Egal ob HCC oder Montecarlo.. Wird zuerst dunkelgrün und löst sich dann auf.

Auch die Wurzrlentwicklung ist allgemein sehr langsam

Lg

Lars
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Postby nik » 08 Dec 2019 12:50
Moin Lars,

bis auf das Phosphat liest sich das alles gut. Daraus kann ich nicht zuordnen, was HCC, MMC dunkelgrün werden respektive eingehen lässt. Auch nicht das erhöhte Phosphat. Das langsame Wurzelwachstum erklärt das auch nicht.

Wenn du nur zur Düngung wissen willst, dann sind wir schnell fertig, denn die ist okay. An der liegt es nicht. Das einzig beachtenswerte ist angesicht des präsenten PO4 die Verwendung eines stark chelatierten Volldüngers.

Wenn du die Gründe für das beeinträchtigte Wachstum finden willst, wird es mühsam.

Zum einen würde ich suchen wie ich PO4 runterbringe, also mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit primär beim Futter suchen. Das hat erst einmal etwas grundsätzliches, um die Düngung übersichtlich und klar zu bekommen. Das ist mit vagabundierendem, bindungsfreudigen Phosphat ungünstig. Definitiv geht das mit PO4. Das Becken war frisch aufgesetzt mit Leitungswasser, KH 6 und PO4 etwa 1 - 1,5 mg/l und lief trotzdem sehr gut. Später hatte ich die Wasserwechsel nur noch soweit praktiziert, wie es die P-Düngung erforderte. Die organische Belastung ist bei so einem Becken natürlich vernachlässigbar.
11415
Ich halte das ständig anwesende PO4 nicht für das zentrale Problem, habe aber keine Erfahrung damit!

Zum anderen wird es noch blöder, denn die Mikrobiologie spielt eine erhebliche Rolle bezüglich Pflanzenwachstum! Und das mit mehr oder weniger keimdruckempfindlichen Diskus aufzugleisen habe ich null Praxis! Normalerweise würde ich das mit ML Special Blend angehen, was teuer ist und keine Garantie auf Erfolg hat und es eher mit Kompostaufgüssen versuchen, was unbestimmt heikel mit Diskus ist. Die Mikrobiologie/Diskus halte ich für das wesentliche Problem.
Müsste ich mir ein Bild machen, wie deine Pflanzen genau aussehen.

Allgemein müsste sich eine betonte SE-Düngung mit den Diskus vertragen. Im Zusammenhang kann ich mit "Mineralisiert mit PDM (2* wchtl 25 %)" nicht viel anfangen. Möglicherweise meint das "Preis Diskusmineralien", die Dosierung verstehe ich nicht - oder doch: 2x 25% Wasserwechsel mit aufbereitetem Wasser in der Woche.
PDM hatte ich auch versucht und PMS als wirkungsvoller erlebt. Erklären kann ich es mir nicht, denn das PMS hat lt. einer gründlichen Analyse bei weitem nicht so viele SE wie angegeben, funktioniert aber trotzdem.

In meiner Praxis spielt es weniger eine Rolle, wenn ich es in SE üppig haben will, dann nehme ich den KramerDrak. Der Dennerle V30 ist AFAIR auch einen Blick wert.

Gruß Nik
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Postby Sklerix » 08 Dec 2019 14:08
Moin Nick.

Ich mach gleich mal ein paar Bilder.

Nun.. Ich hatte mich für die Preis Diskus Mineralien entschieden, da PMS mir zu Natriumbetont ist und ich einen Leitwert von 250-300 anstreben.

Den KramerDrak nehme ich seit 2 Wochen weil, im Gegensatz zu sonst, Aquarebell mir hier sofort Algen ausgelöst hat was beim Drak nicht passiert (ich schiebe das auf die Chelatierung ohne das wissenschaftlich belegen zu können).

Nun, die Diskus.. Natürlich ist hier die organische Last höher wie in den meisten Becken. Da die Tiere jedoch noch wachsen ist 3-4* Futter tgl unausweichlich.

Teuer ist da jetzt nicht relevant sofern es hilft.. Bzgl des Special Blend.

Mein Eindruck war halt, daß die schlechte Wurzelentwicklung ein Hinweis sein könnte weswegen ja erst die Gedanken entstanden, mit Zeolith eine bessere Belüftung der Wurzeln zu schaffen.

Findest du prinzipiell sonst, das die 45 Lumen /L zu viel sind?

Bin grad bei der Becken Pflege und von innen ist die Frontscheibe schon gut grün.

In jedem Fall liegt es irgendwo im Argen, nach aktuellen Messungen ist auch der Kalium Verbrauch relativ niedrig.

Bilder folgen

Lg

Lars
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Postby nik » 08 Dec 2019 15:48
Moin Lars,
Sklerix wrote:Moin Nick.

Ich mach gleich mal ein paar Bilder.

Nun.. Ich hatte mich für die Preis Diskus Mineralien entschieden, da PMS mir zu Natriumbetont ist und ich einen Leitwert von 250-300 anstreben.

Die Analyse vom PMS hatte überhaupt kein Natrium darin ergeben, die PDM waren bei der Untersuchung allerdings nicht dabei. PMS soll ja schon NaCl-frei sein, Preis war auf Nachfrage überhaupt nicht auskunftsbereit. Wie kommst du auf natriumbetont?
Jetzt, wo ich nochmal drüber gesehen habe, fällt mir beim PMS wieder auf, dass das ungewöhnlich reich an Bor ist. Über B bin schon mehrfach als interessanten Nährstoff gestolpert. B ist unproblematisch bezüglich Fauna.

Den KramerDrak nehme ich seit 2 Wochen weil, im Gegensatz zu sonst, Aquarebell mir hier sofort Algen ausgelöst hat was beim Drak nicht passiert (ich schiebe das auf die Chelatierung ohne das wissenschaftlich belegen zu können).

Die Chelatierung ist vergleichbar, der KramerDrak ist konzentrierter und enthält mehr SE. Bei Normaldosierung gibt der mehr Fe/Mn/SE zu.

Nun, die Diskus.. Natürlich ist hier die organische Last höher wie in den meisten Becken. Da die Tiere jedoch noch wachsen ist 3-4* Futter tgl unausweichlich.

Wie viele sind es denn?
Rhetorisch, denn ich vergleiche junge Diskus in ihrer organischen Belastung schon mit erwachsenen Diskus. Ist etwas was ich mit den Anforderungen des Pflanzenbeckens abwägte. Ich möchte es nur wissen, würde nicht weiter darauf eingehen.

Teuer ist da jetzt nicht relevant sofern es hilft.. Bzgl des Special Blend.

Mal sehen wie die Pflanzen aussehen. Angesichts der heranwachsenden Diskus hielte ich den ML SB in der normalen Pflegedosis noch für zumutbar. Ich kann das aber nicht genauer einschätzen, jedenfalls zumutbarer als andere mir einfallende Möglichkeiten.

Mein Eindruck war halt, daß die schlechte Wurzelentwicklung ein Hinweis sein könnte weswegen ja erst die Gedanken entstanden, mit Zeolith eine bessere Belüftung der Wurzeln zu schaffen.

Hätte ich keine Veranlassung einen weiteren Gedanken daran zu verschwenden.

Findest du prinzipiell sonst, das die 45 Lumen /L zu viel sind?

Wenn es die Diskus mitmachen, dann nicht.
Ich habe vergleichbare, konfektionierte LED im gleichen Becken verbaut. Für die habe ich eine wenig unterschiedliche Abstrahlcharakteristik, die etwas engere, tiefstrahlendere empfand ich als besser, wichtiger. Das kann man in deinem Aquarium nicht verifizieren, halte ich auch nicht für wesentlich.

Bin grad bei der Becken Pflege und von innen ist die Frontscheibe schon gut grün.

Da sind wir wieder bei unerkannten Nährstoffschwächen/Biofilm/Auskonkurrieren im Biofilm. Das kann das bindungsfreudige Phosphat, das katalysierende Filtersubstrat und der Einfluss, die "Qualität" des Biofilms sein. Das sind die Baustellen mit zunehmender Bedeutung in der Aufzählung.

In jedem Fall liegt es irgendwo im Argen, nach aktuellen Messungen ist auch der Kalium Verbrauch relativ niedrig.

Wenn es sowieso langsam wächst, ist das nicht weiter von Bedeutung. Am Nährstoffangebot liegt es nicht.

Bilder folgen

:)

Gruß Nik
nik wrote:
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Postby Sklerix » 08 Dec 2019 16:01
So.

Ich lade dann mal hoch.

Das ganze wächst jetzt seit gut 2-3 Wochen. Das meiste war In Vitro.

Die Lücke links ist noch frei.. Da sitzt ne Knolle Nymphaea Lotus Red.

Am Fenster (gut zu sehen?) sind Staubalgen.. Entstanden durch den Versuch No3 Tagesbedarf mit Urea-Anteil zu geben... Ging schief.

Im Becken befinden sich 10 Diskus. Ursprünglich geplant waren 5,jedoch musste die Gruppenstärke nach und nach auf 10 gebracht werden da die Gruppe erst ab dieser Anzahl stabil war.

Dazu 15 Salmler und 15 Corydoras.

Lg

Lars

Ps: Danke das du dir soviel Mühe machst.

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Postby Sklerix » 08 Dec 2019 16:16
Zusatz:

Bzgl Entkeimung habe ich bislang über einen Glaskugelfilter gearbeitet. Der hatte No3 aber permanent auf 0 reduziert.

Morgen kommt so die Post will ein Uvc-Klärer an und wird in das System integriert.

Lg

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Postby nik » 08 Dec 2019 19:14
Moin Lars,

den Pflanzen kann ich nichts sonderlich ansehen. Die Rotala sind in den Spitzen ein bisschen hell, ohne dass ich das zuordnen könnte.

Sklerix wrote:Bzgl Entkeimung habe ich bislang über einen Glaskugelfilter gearbeitet. Der hatte No3 aber permanent auf 0 reduziert.

Morgen kommt so die Post will ein Uvc-Klärer an und wird in das System integriert.

Das sind die Folgen der organischen Überlastung. Der Glaskugelfilter muss wenigstens in Teilen anaerob arbeiten, sonderlichen Durchfluss wird der nicht haben, organische Kohlenstoffverbindungen wird es bei den Mengen an Futter auch haben und damit sind alle Bedingungen für Denitrifikation gegeben. Um etwas gegen die organischen Kohlenstoffverbindungen zu machen hätte ich den möglichen Ansatz das Filtersubstrat zu erhöhen. Mehr Filtersubstrat mit hohem, aeroben ^^ Durchsatz.

Macht es aber insgesamt schwierig, weil der Glaskugelfilter beeinflussende Maßnahmen, die auf die Mikroflora abzielen, mehr oder weniger deutlich erschwert.
Die Denitrifikation ist auch blöd. Nitrat ist weg, auf der anderen Seite werden die organischen Kohlenstoffverbindungen, der Keimdruck mit reduziert. Das ist dann nur ein Gedanke, ein theoretischer Ansatz, NO3 so weit zu erhöhen bis es nachweisbar bleibt. Denitrifikation wird aber KH verbrauchen! Sollte jetzt schon so sein.
Wenn aber Urea(, dann auch jede Ammoniumverbindung) nicht funktioniert(, hatte ich noch nie,) dann kannst du NO3 nur in Verbindung mit Ca, Mg oder K zugeben, alles miteinander nicht sonderlich glücklich.

Der UVC wird die Düngechelatkomplexe schnell aufbrechen und dann hast du das Problem mit dem reichlichen, ständig präsenten, bindungsfreudigen Phosphat. Bakterielle Präparate, wie der ML SB, werden ebenfalls erheblich beeinträchtigt.

Ist jetzt kein Vorwurf, die Diskushälterung ist ja oft so, nur die Probleme werden immer wieder auf die organische Belastung des Systems zurückzuführen sein. Man sucht überall in den die Folgen reduzierenden Maßnahmen immer nur das kleinere Übel. Es gibt mit der organischen Belastung eine wesentliche Ursache für die Probleme, alle anderen hängen daran.

Ich habe dafür keine effiziente Lösung. Du kannst versuchen über einen UVC-/Glaskugelfilter-freien Zeitslot den ML SB zuzugeben und hoffen, dass die Bakterien bis zum Wiedereinschalten hinreichend sessil sind. Ich bin sicher, dass das mit einer "funktionierenden" Mikroflora auch unter diesen Bedingungen funktioniert, allerdings werden die den Biofilm beeinflussenden Maßnahmen noch mal um einiges schwieriger, als sie es ohnehin schon sind.

Gruß Nik
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Postby Sklerix » 08 Dec 2019 20:16
Da hast du in jedem Fall Recht.

Letztendlich muss ich hier priorisieren und da geht die Gesundheit der Diskus (damit einhergehend Keimarmut) vor.

Bei Bakterienapikation bin ich bislang immer so verfahren die Entkeimung für 48h abzuschalten.

Tja.. Das Phosphat.

Ich überlege schon ob ich mir evtl durch 1-2 Düngekugeln ein Depot geschaffen haben könnte.

Und da ich den Bodengrund erhöhen will.. Könnte ich jetzigen Sand theoretisch kurz durchwachsen.

Mach ich mir halt die ganzen sessilen Platt.

Nur aerobidität und Sand? Wirklich Durchlässig ist der ja nicht.. Oder?

Lg

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Postby nik » 09 Dec 2019 10:10
Moin Lars,

Sklerix wrote:Letztendlich muss ich hier priorisieren und da geht die Gesundheit der Diskus (damit einhergehend Keimarmut) vor.

Yep, steht außer Frage. Nur, es sind große Fische mit dem entsprechenden Stoffwechsel und brauchen ein Biotop, das das hinreichend verstoffwechseln kann. Manche Zwänge hast du mir neu aufgezeigt, z.B. den zur größeren Gruppe bis die stabil steht. Da wird so ein Ökosystem Aquarium schon mal größer erforderlich als man sich das vorstellt bzw. für notwendig hält, wenn das mit den technischen Unterstützungen in seinen Wirkungen oft nicht so selektiv ist wie man das gerne hätte.
Mit meinen Pflanzenaquarien sehe ich mir die Kreisläufe ja an und das läuft immer auf günstiger hinaus in Vermeidung der technischen Unterstützungen, dann natürlich nur so viel organische Last wie das Becken verarbeiten kann. Wobei ich davon überzeugt bin, dass Pflanzen die Möglichkeiten erheblich erweitern. Für mich hatte ich Diskus seinerzeit aus verschiedenen Gründen seingelassen.

Bei Bakterienaplikation bin ich bislang immer so verfahren die Entkeimung für 48h abzuschalten.

Och, das ist mehr als ich erwartet hätte. Ein Tag sollte locker reichen. Mit Jungfischen geht das nicht, aber später ließen sich für ein, zwei, drei Tage Futterpausen einlegen - mit weniger Keimdruck und dann kann man leichter die Entkeimung für solche Pflegemaßnahmen à la ML SB seinlassen.
In Pflanzenaquarien, am besten ohne Besatz, kann man sich schon mal ansehen, wie auch so Geschichten mit Kompost-, Waldbodensud oder auch Bakterien- Pilzmittel aus dem Hydroponikpflanzenbau wirken. Es ist ja alles da. ^^ Das ist frappierend, welchen Einfluss die Mikrobiologie - jenseits ausreichender Düngung - auf das gesunde Wachstum der Pflanzen hat! Hintergrund ist, Becken schnell und reproduzierbar biologisch stabil zu bekommen. Macht man natürlich zuerst und besetzt dann.

Tja.. Das Phosphat.

Ich überlege schon ob ich mir evtl durch 1-2 Düngekugeln ein Depot geschaffen haben könnte.

Und da ich den Bodengrund erhöhen will.. Könnte ich jetzigen Sand theoretisch kurz durchwachsen.

Mach ich mir halt die ganzen sessilen Platt.

Nur aerobidität und Sand? Wirklich Durchlässig ist der ja nicht.. Oder?

Solche Gedanken zur abschließenden Wirkung von Sand hatte ich auch. Inzwischen habe ich schon Jahre mein erstes Sandbecken (0,4-0,6 mm) mit einer Bodenkammer drunter, ohne jede Strömung darin, in die ich Flüssigdünger zugebe und die Nährstoffe sind mittels Diffusion bereits nach einem Tag weitgehend durch den Sand im Freiwasser. Wird nicht mein letztes sein.
Jahre vorher, in einer 1000 l GFK-Teichschale hatte ich mir, auf die abschließende Wirkung des Sandes bauend, Düngekugeln gesetzt und mich in der Folge mit 5,0 mg/l Phosphat im Wasser beschäftigen können. Bin ich nicht mehr, im Aquarium schon gar nicht, so ein Fan von. Soviel zu deinen Düngekugeln. Ich versuchte die wieder rauszubekommen. So schlimm ist das nicht bezüglich des Biofilms, wenn du den Sand durchwäschst. Pflanzen mal wachsen lassen, die haben genug. Filter hast du ja auch.

Ich hatte es schon mal mit den Bakterien im Boden erwähnt, noch mal deutlich: Bakterien können nur im Boden mit entsprechender organischer Grundlage und Sauerstoff, entweder gelöstem Sauerstoff oder welchen, den sie aus dem NO3 oder SO4 zerren! Wenn der Boden frei von Organika ist, passiert in Sachen Mikroflora entsprechend nichts! Und damit Sand schief geht, braucht es darin ein Verhältnis von Organika zu gelöstem Sauerstoff, dass deutlich in Richtung Organika geht und dann kommt es zum Schwefelwasserstoff. Sandpflege ist die Vermeidung organischen Eintrags darin.

Dein Sand gefällt mir gut, allerdings ist der mir schon zu grob. Poolfiltersand mit 0,4-0,8 mm ist schon günstig. Ma gugge, ob der auch in der erwähnten Körnung 0,5-0,8 mm zu haben ist.

Gruß Nik
nik wrote:
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Postby Sklerix » 09 Dec 2019 11:35
Mit meinen Pflanzenaquarien sehe ich mir die Kreisläufe ja an und das läuft immer auf günstiger hinaus in Vermeidung der technischen Unterstützungen, dann natürlich nur so viel organische Last wie das Becken verarbeiten kann. Wobei ich davon überzeugt bin, dass Pflanzen die Möglichkeiten erheblich erweitern. Für mich hatte ich Diskus seinerzeit aus verschiedenen Gründen seingelassen.


Das kann ich so nur bestätigen.

Der Großteil der klassischen Diskushalter fährt das ganze System extrem puristisch.
Minimal Sand wenn überhaupt,Panik wenn das Wort Co2 nur fällt,ein paar Wurzeln die um Gottes Willen bloß keinen Bodenkontakt haben dürfen usw usw.

Ich selbst konnte beobachten das seit ich die Bepflanzung hochgefahren habe, ich die Filtermedien im Aussenfilter um 1/3 reduzieren konnte. Die Tiere atmen sehr ruhig, und das trotz 20 mg/L Co2.

Pflanzen allgemein sind für mich persönlich ein Schlüsselfaktor zu einem stabilen Süßwasseraquarium.

Och, das ist mehr als ich erwartet hätte. Ein Tag sollte locker reichen. Mit Jungfischen geht das nicht, aber später ließen sich für ein, zwei, drei Tage Futterpausen einlegen - mit weniger Keimdruck und dann kann man leichter die Entkeimung für solche Pflegemaßnahmen à la ML SB seinlassen.
In Pflanzenaquarien, am besten ohne Besatz, kann man sich schon mal ansehen, wie auch so Geschichten mit Kompost-, Waldbodensud oder auch Bakterien- Pilzmittel aus dem Hydroponikpflanzenbau wirken. Es ist ja alles da. ^^ Das ist frappierend, welchen Einfluss die Mikrobiologie - jenseits ausreichender Düngung - auf das gesunde Wachstum der Pflanzen hat! Hintergrund ist, Becken schnell und reproduzierbar biologisch stabil zu bekommen. Macht man natürlich zuerst und besetzt dann.


Das in jedem Fall. Merkt man jetzt schon deutlich. DIe Aufzuchtgruppe bekam ich mit einer Größe von gut 6 - 7 cm.In dieser Größe heisst es 8-10 * tgl füttern. Hier war die organische Belastung ausgesprochen hoch, was auch die Dipslides aussagten. Hier war hochtechnisierte Entkeimung nötig sofern man nicht tgl hätte Wasser wechseln wollen a 10-20%. Letztendlich haben hier dann 36 Watt UVC im Dauerbetrieb sowie eine 10 Liter-Säule mit Silibeads die Keimdichte gering gehalten.

Das ganze konnte ich dann deutlich! zurückfahren als die Tiere aufgrund der Größe auf 4* Futter umgestellt werden konnten.

Ich denke ab 12-13 cm Größe kann ich auf 2* tgl zurückfahren,das dürfte die Systemlast nochmal deutlich reduzieren.




Solche Gedanken zur abschließenden Wirkung von Sand hatte ich auch. Inzwischen habe ich schon Jahre mein erstes Sandbecken (0,4-0,6 mm) mit einer Bodenkammer drunter, ohne jede Strömung darin, in die ich Flüssigdünger zugebe und die Nährstoffe sind mittels Diffusion bereits nach einem Tag weitgehend durch den Sand im Freiwasser. Wird nicht mein letztes sein.

Sandpflege ist die Vermeidung organischen Eintrags darin.

Dein Sand gefällt mir gut, allerdings ist der mir schon zu grob. Poolfiltersand mit 0,4-0,8 mm ist schon günstig. Ma gugge, ob der auch in der erwähnten Körnung 0,5-0,8 mm zu haben ist.

Gruß Nik


Das mit der Bodenkammer liest sich sehr interessant.Existieren da Bilder oder weitergehende Informationen zu. Derzeit überlege ich eine Bodengrundversorgung über zb Rootsticks. Eisen,Spurenelemente ohne jedoch NPK-Anteile einzubringen.

Lieber wäre es mir gar nichts einbringen zu müssen, ich muss jedoch klar feststellen das sowohl das Wachstum als auch die stark rückläufige Menge an Luftwurzeln der Rotala Rotundifolia mich insofern bestätigen, das sie gerne eine Wurzelversorgung hätten.

Exemplarisch ist hier links neben der Rotala Rotu. die Myriophyllum Mattagrossense.Eigentlich sehr schnellwüchsig wächst sie bei mir Verhältnismäßig langsam,während die Rotala einen extremen Schub gemacht hat (vor 2 Wochen war die noch In Vitro).

Der einzige Unterschied besteht darin, das die Rotala einen Stick zu ihren Füßen hat,die Myriophyllum aber nicht.

Hierzu gefragt: Exisitieren Erfahrungen mit den Tropica Nutrition Capsules? Da ich sonst immer Soil genutzt habe war sowas bislang nie nötig. Angeblich sollen die Kapseln nichts an die Wassersäule abgeben.

Letztendlich wäre es mir aber lieber die Wurzeln versorgen zu können ohne Kapseln,Sticks was auch immer in den Boden einbringen zu müssen.

Daher find ich das mit der Bodenkammer schon sehr sehr interessant.

Der Sand ist übrigens Sandmann-Sand in der Körnung 0.7-1.2.Habe extra nicht zu feinen genommen. Ganz am Anfang meiner aquaristischen Laufbahn als ich noch wenig Plan hatte hatte ich mal sehr feinen Sand. Den konnte ich nach 3 Monaten komplett entfernen...Schwarze Stellen,fast überall Anaerob inkl Schwefelwasserstoffen etc etc.

Seitdem bin ich da sehr vorsichtig.

LG

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Postby nik » 09 Dec 2019 18:29
Moin Lars,
Sklerix wrote:Pflanzen allgemein sind für mich persönlich ein Schlüsselfaktor zu einem stabilen Süßwasseraquarium.

Pflanzen sind nicht die Heilsbringer, für die sie oft gehalten werden. Mythen, Märchen, ein bisschen Nährstoffbindung in der Pflanzenmasse, aquaristisch haben sie, so denn submers gezogen, noch eine wichtige Funktion als Biofilmträger, dann wird es jenseits der O2-Erzeugung schon dünn mit den großartigen Eigenschaften der Pflanzen! Damit die und auch die Fauna gut gedeihen können, muss vor allem die Mikroflora funktionieren. Die am wenigsten sichtbaren Teilnehmer am Stoffkreislaus und die mit dem meisten Potenzial insgesamt zum Gedeihen beizutragen.

Das mit der Bodenkammer liest sich sehr interessant.Existieren da Bilder oder weitergehende Informationen zu.

Yep, mein Album, "Remain a Mo!" Ist nur ein kleines Becken, für ein größeres Beckeck muss man vielleicht mal wegen der zuzugebenden Düngemengen schauen.
Das ist irgendwie eine durchlässige Bodenkammer, nur 1cm hoch, genauso irgendwie ein Rohr von oben bis in die Kammer als Zugabeöffnung, Unkrautvlies drüber, Sand drauf und gut is.

Ist eigentlich Spielerei, denn das geht mit Sand nur übers Wasser gedüngt schon sehr gut, du hast oben ein Bild gesehen. Sinn der Übung war im Sand ein höheres, beliebig einstellbares Nährstoffniveau zu erreichen. Eine Nährstoffzugabe mittels Dosierpumpe ist schon sehr naheliegend. Das ist erheblich interessanter, langlebiger, pflegeleichter als tonige Substrate! Mit gröberen Substraten, da interessiert primär die untere Korngröße, macht das vermutlich wenig Sinn, ich werde es nicht testen, finde ich aber schon wegen der in den Boden einsickernden organischen Stoffe unattraktiv.

Hierzu gefragt: Exisitieren Erfahrungen mit den Tropica Nutrition Capsules? Da ich sonst immer Soil genutzt habe war sowas bislang nie nötig. Angeblich sollen die Kapseln nichts an die Wassersäule abgeben.

Kann vielleicht jemand anders was dazu sagen.

Gruß Nik

edited 10.12.
nik wrote:
Wasserpflanzenaquaristik mit allem Drum und Dran

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Postby Coryfan » 18 Jan 2020 20:04
nik wrote:

  • Die initiale Düngung
Das frische ungedüngte Wasser vollständig auf Zielwerte aufdüngen, das bedeutet im Beispiel:
CO2: 20 mg/l oder weniger
NO3: 21 mg/l
PO4: 1,4 mg/l
K: ~16 mg/l



  • Die Tagesdüngung
um das Wasser auf dem Level der initialen Düngung zu halten! Unberücksichtigt bei der Tagesdüngung bleiben Kalium (ist über KNO3 schon stoßgedüngt und wegen der möglichen Anreicherung), PO4 (wegen Stoßdüngung) und Mg (wegen des geringen Verbrauchs). Es werden also nur Stickstoff in K-freier Form, z.B. Urea, Magnesiumnitrat, Ammoniumcarbonat, und Volldünger zur Erhaltung zugegeben. Das an den 6 folgenden Tagen. Anfänglich düngt man 1/6 Wochendosis und passt die Tagesdosis später über die NO3-Messung direkt vor dem Wasserwechsel je nach dem nach oben oder unten an.
Wichtig: vor allem für Stickstoff muss der Wochenverbrauch festgestellt werden. Der Wochenverbrauch wird als 1/6 Dosis täglich gedüngt! Bei einer Nitratmessung direkt vor dem Wasserwechsel sollte sich idealerweise der Zielwert von ~20 mg/l NO3 ergeben. So als Hausnummer, der tägliche Stickstoffverbrauch bewegt sich idR. in einem Bereich von 1-3 mg/l NO3. Für die K-freien Stickstoffdünger gibt man die entsprechenden NO3-Äquivalente hinzu. Der Nährstoffrechner hilft.
Beim Volldünger reicht es täglich 1/6 der Wochen-/Normaldosis zuzugeben.




Hallo Nik,

verstehe ich das richtig? Nitrat auf Zielwert aufdüngen und zusätzlich dann noch durch Tagesdüngung auf auf dem Wert halten?
Wenn ja, warum ist das so wichtig und warum sollte/darf Nitrat sich nicht verringern zwischen den Wasserwechseln?
Ich möchte ja nun auch auf Geringfilterung umsteigen und lese mich hier nun durch, was ganz schön viel ist...
Da mein dafür ausgesuchtes Becken aber noch eine Kahmhaut aufweist, zwar nur ganz dünn aber immerhin, dachte ich, es wäre besser, Nährstoffe zu reduzieren, als sie zu erhöhen. Phosphat dünge ich immer so, das es nach drei Tagen verbraucht ist also auf 0,30 mg/l , Eisen auf knapp 0,04 mg/l , Kalium auf 8-10 mg/l und Nitrat auf 15 mgl/l, alles durch Stoßdüngung.
Gruß, Tanja
Coryfan
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Postby nik » 18 Jan 2020 21:09
Coryfan wrote:Hallo Nik,

verstehe ich das richtig? Nitrat auf Zielwert aufdüngen und zusätzlich dann noch durch Tagesdüngung auf auf dem Wert halten?
Wenn ja, warum ist das so wichtig und warum sollte/darf Nitrat sich nicht verringern zwischen den Wasserwechseln?

yep, Sinn der Übung ist Vollversorgung auf konstantem Niveau. Stoßdüngungen kann man machen, aber größere Veränderungen im Nährstoffniveau sind nur 2. Wahl.

Ich möchte ja nun auch auf Geringfilterung umsteigen und lese mich hier nun durch, was ganz schön viel ist...
Da mein dafür ausgesuchtes Becken aber noch eine Kahmhaut aufweist, zwar nur ganz dünn aber immerhin, dachte ich, es wäre besser, Nährstoffe zu reduzieren, als sie zu erhöhen. Phosphat dünge ich immer so, das es nach drei Tagen verbraucht ist also auf 0,30 mg/l , Eisen auf knapp 0,04 mg/l , Kalium auf 8-10 mg/l und Nitrat auf 15 mgl/l, alles durch Stoßdüngung.

Sicher ist es viel zu lesen, zielt aber nur auf Vollversorgung mit Nährstoffen und deren möglichst geringer Beeinflussung durch Filterung und andere Dinge wie gröbere Kiese ab. Im Grunde simpel.

Gruß Nik
nik wrote:
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nik
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