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Postby MarkusM » 11 Jun 2008 10:44
Hallo an alle!

Sagt mal ist eine Nachtabschaltung sinnvoll, oder kann man die CO² Menge auch an den Blasenzähler einstellen, so dass die Zufuhr 24h läuft!
Kann das auswirkungen auf die Fische und Garnelen haben?

Ich habe auch einen Dennerle CO² Langzeittest der GRÜN ist, somit sollte die richtige Menge CO² eingestellt sein!

KH:11
GH:13

Vielen Dank für eure Hilfe!

Markus
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Postby Hardy » 11 Jun 2008 12:46
Hi Markus
In der Natur gibt's keine Nachtabschaltung.
Wenn Du aber sehr viele Pflanzen unter Flutlicht kultivierst, wirst Du tagsüber (ohne dass der Dauertest davon gelb wird) soviel CO[sub]2[/sub] brauchen, dass die Menge nachts ungesund wird.
... mit herzlichen Grüßen aus München & ggf. allfälligen "seasonal greetings" :D, der Hardy
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Postby Heiko-68 » 11 Jun 2008 13:38
Hallo,

ich lass meine CO[sub]²[/sub]-Anlage mit einer 2kg-Flasche auch durchlaufen. Konnte noch keine Nachteile bei Pflanzen und Fischen feststellen.

Gruss
Heiko
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Postby Bender » 11 Jun 2008 15:47
So seh ich das auch, wenn du tagsüber einen Wert zwischen 30 und 40 mg/l anstrebst, wirds nachts einfach für manche Tiere kritisch. Außerdem sparst du auch CO2, mit der Zeit kostet das auch einiges an Geld.
Günstige N8abschaltungen gibts neu ab 24,90€.

Gruß Ben
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Postby niko2 » 11 Jun 2008 16:38
Hi Markus,

Ben hat es eigentlich schon gesagt. Du bekommst in der Bucht eine vernünftige Nachtabschaltung für weniger als 25,- Euro inkl. Versand. Je nachdem was bei dir die Flaschenfüllung kostet, hat sich das nach 1-2 mal Auffüllen schon bezahlt gemacht. Ich habe diese hier und bin damit zufrieden.

Der Langzeittest ist nur ein grober Richtwert, der zeigt dir an wenn die Flasche leer ist. Ein guter PH-Tröpfchentest ist nicht teuer, z.B. von JBL. Bei KH 11 ist ein PH um den Neutralpunkt für die Pflanzen ideal (ca. 30mg/L) und für die allermeisten Tiere kein Problem. Siehe: Deters-ing Co2-Berechnung. Ohne Abschaltung in der Nacht risikiert du bei dem Wert aber Todesfälle.
Viele Grüße,
Niko
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Postby Beetroot » 11 Jun 2008 16:48
Hallo Markus,

ich kann einen Langzeittest nur empfehlen, mit einer KH Lösung darin funktioniert der nach meiner Meinung super. Um einer entleerten Flasche vorzubeugen würde ich öfter mal auf 's Manometer schauen, wenn der Langzeittest das anzeigt kann es schon mal etwas zu spät sein.

Gruß
Torsten
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Postby swizzle101 » 11 Jun 2008 17:00
Auch ich lasse CO2 durchlaufen, konnte auch keine Nachteile feststellen. Die Konzentrationsshwankungen zwischen morgens und abends sind mit dem Dauertest kaum feststellbar. Ich bin mir noch nicht mal sicher, ob man durch eine Nachtabschaltung wirklich viel CO2 spart. Bei korrekter Dosierung akkumuliert sich ein wenig CO2 in der Nacht, am Tag wird das dann wieder abgebaut.
Ob eine Nachtabschaltung wirklich sinnvoll ist, hängt IMHO von deiner KH ab. Je niedriger die ist, desto eher läufst du Gefahr, in der Nacht einen "Säuresturz" zu provozieren. Mit meiner Leitungswasser-KH von 8 ist die Säure-Pufferwirkung des Wassers gross genug, um diese Probleme zu vermeiden.
Grüsse, Christian :sleep:
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Postby niko2 » 11 Jun 2008 17:47
Hi Torsten,

das habe ich wohl etwas überspitzt formuliert. :wink: Ich benutze auch einen Langzeittest mit KH4-Lösung, der ist "immergrün". Morgens bevor die CO2-Zufuhrt geöffnet wird und auch tagsüber. Einen farblichen Unterschied kann ich da mit dem Auge kaum feststellen. Der Test hat mit Sicherheit aber seine Berechtigung, weil er anzeigt wenn sich mal deutlich zu viel oder zu wenig Co2 im Becken befindet.

Christian: Bei 10h Beleuchtungszeit läuft die Co2-Anlage ja fast 14 Stunden umsonst. Ein Teil des Co2 entweicht durch Oberflächenbewegung in die Atmosphäre. Der Rest akkumuliert sich zwar, allerdings wenn die Planzen es am wenigsten brauchen, nämlich nachts und kurz nach dem Einschalten der Beleuchtung. Was sich in der Nacht auf einen optimalen Wert akkumuliert hat, ist dann bei hoher Lichtleistung schon nach wenigen Stunden verbraucht. Also imho keine Methode, um den Co2-Gehalt im optimalen Bereich zu fahren.
Viele Grüße,
Niko
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Postby Hardy » 11 Jun 2008 20:20
Hai Loitz
Das Ganze hängt viel mehr von der Pflanzen- & Lichtmenge (und, in anderer Weise wie Christian bemerkte von der KH ab).
Bei sehr viel Pflanzen & Licht brauche ich tagsüber mehr CO[sub]2[/sub] um dieselbe Konzentration im Wasser zu erreichen als bei moderater Bepflanzung und "durchschnittlichem" Licht, weil die Pflanzen dann entsprechend mehr gleich verbrauchen. Und das ist dann nachts zu viel.
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Postby Anton_Gabriel » 11 Jun 2008 21:48
Hi,

Nachtabsenkung geht einfach mit Zeitschaltuhr und Ventil. Nur etwa 3 Stunden vor Lichtabschaltung CO2-Zufuhr beenden und etwa 5 Stunden vor Lichteinschaltung Zufuhr wieder beginnen. So ist während der Lichtphase etwa der maximale CO2-Wert.
Einsparung ist deutlich! Noch deutlicher wenn man einmal CO2 wirklich misst (mit Tropftest und Differenzmethode) auf 2mg/l genau und nicht nur mit DauerpH-Test auf vielleicht manchmal mit 70 Prozent Fehler.

mfG Anton Gabriel
http://www.anton-gabriel.at - praktische Aquariumchemie
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Postby Jens_Bodensee1 » 12 Jun 2008 07:29
Guten Morgen,
vielleicht wäres es allen mal hilfreich, das die mit Nachtabschaltung ihre Blasenzahl angeben, die ohne ebenfalls.

Damit könnte man in aller Regel feststellen das der Durchschnitt des CO2 gar nicht so weit abweicht.(meine Behauptung!!)
Ich denke wenn wenig durchläuft ist morgens eine ordentliche richtige Konzentration möglich, ebenso wenn nachts abgestellt wird, muss es Tagsüber mehr sein.

Randbedingungen: Bepflanzung, Lichtmenge und Stärke.
Konstante: Ausgasen vom CO2 im Wasser =konstant und! relativ langsam....

Ergo es kann durchaus für richtig starkbesetzte Aquarien die Methode 1 notwendig sein, ebenso auch die Methode 2 ausreichend

wat nu??

Grüsse vom Bodensee
Jens
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Postby Anton_Gabriel » 12 Jun 2008 08:02
Hallo,

Dazu vielleicht eine Messreihe die ich 2004 aufgenommen habe:

CO2 - Nachtabsenkung ?

Was es wirklich bewirkt...

Um was geht es: CO2 wird an sich hauptsächlich am (hellen) Tag für die Pflanzen (als Düngung) gebraucht. In der (finsteren) Nacht ist es für Pflanzen an sich nicht erforderlich. Jetzt ist die Frage, welche Auswirkung eine Abschaltung der CO2-Versorgung mit sich bringt. Theoretisch ließe sich ja einiges an CO2 sparen, wenn man ausreichend lange abschalten kann. Leider ist es ja so, daß die CO2-Befüllung der Flasche auch nicht gerade kostenlos ist, eine Erstreckung auf die doppelte Lebensdauer käme da schon um einige Euros billiger.

Folgende Versuchsvorgang wurde eingeleitet:

Im 130 Liter-Becken (Karbonathärte etwa 6, Juwel Innenfilter mit einigen hundert Liter pro Stunde, dadurch etwas Oberflächenwasserbewegung, kein zusätzlicher Ausströmer etc.) wurde knapp nach Abschaltung der Beleuchtung die CO2-Versorgung abgestellt und versuchsweise bis zum nächsten Tag um 13 Uhr so belassen, dann wieder angeschaltet und der Verlauf der CO2-Entwicklung möglichst oft und genau gemessen (Toleranz plus minus 1 mg/l CO2).

Es ergaben sich folgende Meßwerte:


20 Uhr 28 mg/l

21 Uhr 21 mg/l

22 Uhr 17 mg/l

23 Uhr 16 mg/l

(Schlaf)

05 Uhr 14 mg/l

13 Uhr 13 mg/l

Einschaltung der CO2-Versorgung

17 Uhr 18 mg/l

20 Uhr 24 mg/l


Was dieses Beispiel zeigt, ist daß der CO2-Gehalt in der Nacht erst recht rasch (von knapp unter 30) und dann kaum mehr sinkt. Die Untergrenze, die sich auch am Tag bei Beleuchtung kaum ändert sind etwa die 16 bis 13 mg/Liter. Die 16 mg werden also nach etwa drei Stunden erreicht. Der Anstieg von 13 auf 24 mg (fast Ausgangsniveau) dauert dann etwa 7 Stunden.
Die Schlußfolgerung daraus wäre, daß man bereits etwa 3 Stunden vor Lichtabschaltung die CO2-Zufuhr beendet und so etwa 5 Stunden vor Lichteinschaltung wieder die CO2-Zufuhr beginnt. Man hat damit im beleuchteten Zustand immer etwa den Maximalwert der CO2-Versorgung und trotz Abschaltung im vorher genannten Ausmaß in der Nacht immer noch so 15 mg/Liter, was an sich sogar unter Tags für fast alle Pflanzen genug an CO2-Düngung wäre. Direkt mit der Beleuchtung geschaltet, tritt der Effekt also auf, daß man erst etwa 7 Stunden nach Lichteinschaltung wieder fast den Maximalwert erreicht. Gesondert geschaltet kann man die CO2-Zufuhr um etwa ein Drittel verringern und noch etliche Stunden ganz ausschalten

Man erreicht bei einer 12-Stunden-Beleuchtung dadurch also etwa 10 Stunden Abschaltung der CO2-Versorgung und damit fast eine Verdopplung der Lebensdauer der CO2-Flasche. Vielleicht eine Entscheidungshilfe.

Beachten sollte man allerdings, daß wenn man sehr starke Wasserbewegung haben sollte (Ausströmer etc) daß dann die Abnahme des CO2-Gehaltes rascher und die Zunahme langsmer erfolgt. Im o.a. Versuch wurde allerdings auch ganz schön viel Wasser umgewälzt, wie es halt bei diesen Motorfiltern üblich ist.

MfG Anton Gabriel
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Postby swizzle101 » 12 Jun 2008 10:44
Hallo Anton

Danke für die interessanten Daten. Es wäre natürlich interessant zu vergleichen, wieviel CO2 an diesem Tag verbraucht wurde, und um wieviel sich der Verbrauch bei einer Dauerzugabe von CO2 mit geringerem Fluss verändern würde, vorausgesetzt dass bei Methode 2 ebenfalls ein tägliches Konzentrationsmaximum von 28 mg/L erreicht wird.
Grüsse, Christian :sleep:
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Postby Jens_Bodensee1 » 13 Jun 2008 07:33
Guten Morgen Zusammen,
danke Anton, für die schnelle Rückmeldung. Ich würde gerne noch erfahren, wieviel CO2 du dazu eingeleitet hast.
Ich habe 240l Becken(brutto), und einen Pumpenbetriebenen CO2 Cyclo. Ich möchte hier das gefühl entwicklen ob ich deine
Werte irgendwie auf meine Erfahrung applizieren kann.

..so nach dem Motto ist schön zu sehen das es bei dir klappt, ich kann aber nicht den Fehler durch das vergleichen herleiten warum es bei mir net klappt...

Danke vorab Jens vom Bodensee
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Postby SebastianK » 13 Jun 2008 09:34
Hallo zusammen,

hat einer von euch ne Ahnung wie ich beim Dennerle Nano Co² system ein Magnetventil zwischenschalten kann? Habe das immernoch eingepackt zu hause liegen.
Gruß
Sebastian
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